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Vergesellschaftung mit Jungtier auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 09.08.2020
Beiträge: 1
Bellounty befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.08.2020, 12:29

Vergesellschaftung mit Jungtier


Hallöchen,
Nachdem Bountys (6J, kastr. Männchen) Partner (7J, kastr. Männchen) vor einer Woche leider gestorben ist, war uns schnell klar, dass wir nach neuer Gesellschaft für Bounty suchen wollen.
Nach ausführlicher Recherche und langem Überlegen wendeten wir uns an die Züchter unseres Vertrauens, von denen all unsere Kaninchen stamm(t)en. Entgegen unserer Erwartung wurde uns hier zu einem Jungtier geraten (im Internet hatte ich gelesen, dass man erst ab 16 Wochen vergesellschaften soll), da sich diese schnell unterwerfen würden und es für gewöhnlich kaum zu Rangkämpfen kommt. Mit dem Gedanken ein Jungtier aufzunehmen konnte ich mich schnell anfreunden, da ich große Angst hatte ein erwachsenes Tier aufzunehmen, das womöglich schlecht sozialisiert oder nicht mehr zu zähmen ist.
Wir vertrauten auf den Rat unserer Züchter und holten Lola (7Wochen, Weibchen) am Freitag, eine Woche nachdem Malou gestorben war, ab. Wir ließen sie in Ruhe ankommen und lernten sie kennen. Da wir Bounty so kurz wie möglich alleine lassen wollten, (er schien sehr unter der Situation zu leiden) bereiteten wir die Vergesellschaftung auf neutralem Boden am Samstag Morgen vor. Mit unserer Züchterin hatte ich abgesprochen, dass wir die Vergesellschaftung abbrechen, falls sie sich zu sehr jagen (es ist dieses WE ja sehr warm). Ich setzte erst Lola ins Gehege, so dass sie sich erstmal umschauen kann, da sie ja noch so jung ist. Eine Viertelstunde später kam Bounty dazu, davor habe ich Lola mit seinem "gebrauchten" Einstreu eingerieben.
Als sie aufeinander trafen fing Bounty an ihr hinterher zu jagen. Es flog auch etwas Fell, aber Bounty schien Lola nicht zu verletzen, denn bis auf ein paar kahle Stellen konnte ich keine Auffälligkeiten an Lola feststellen, wenn ich sie regelmäßig untersuchte. Schnell lies das Hinterherjagen nach und beide gönnten sich regelmäßige und lange Ruhepausen, also lies ich die Vergesellschaftung weiter laufen.
Ab und zu kam es noch, dazu dass Bounty sie jagte. Nach einiger Zeit ist er ihr bis auch einzelne Ausnahmen auch nur noch hinterher gerannt ohne ihr ans Fell zu gehen, das sah für mich schon eher nach spielen aus. Das Problem war aus meiner Sicht, dass Lola total schreckhaft war und immer geflüchtet ist sobald Bounty auf sie zu ging.
Gestern Abend gegen Zehn setzen wir beide in ihren eigenen Stall, da es uns zu riskant war sie zusammen in einen zu setzten und wir sie über Nacht nicht unbeaufsichtigt im Freigehege lassen wollten (ausbüchsen/ Mader...). Also habe ich die beiden heute Morgen nach der getrennten Nacht wieder in das neutrale Gehege gesetzt, welches wir etwas verkleinert haben, dass sie sich nicht mehr so aus dem Weg gehen können.
Er ist ihr wieder hinterher gejagt und der Ablauf ist ähnlich wie gestern... Also viele lange Pausen, eine schreckhafte Lola, die aber manchmal ganz vorsichtig Annäherungsversuche startet, kurzes Hinterherjagen (manchmal nur rennen manchmal geht er ihr ans Fell aber kein echtes Näherkommen oder Aussichten auf ein Ende oder nur eine Besserung der Situation. Ich habe neben den kahlen Stellen auch kleine, meines Erachtens nach oberflächliche, Kratzer auf Lolas Körper entdeckt.
Wie soll ich weiter vorgehen?
Ich fahre morgen 3 Nächte weg und ich glaube dass meine Eltern und Geschwister es sich zutrauen die Vergesellschaftung ohne mich weiterzuführen. Zumal wir für die Nächte keine gescheite Lösung haben. (Die andern beiden Vergesellschaftung, die ich schon durchgeführt habe, waren nach einem Tag abgeschlossen)
Kann es sein dass sie einfach nicht zusammen passen oder ist Lola einfach zu jung? Ich will ihr natürlich auch nicht zu viel zu Muten.
Was wenn ich die beiden trennen muss? Sollte ich Lola noch einen Altersgenossen suche? Und würde Bounty die Zeit alleine nicht überhaupt nicht gut bekommen? Er ist für sein Alter noch sehr verspielt und lebte 3 Jahre in einer 3er und dann in einer 2er Gruppe. Er ist super lieb und zahm. Ich habe Angst dass er unter der Situation zu sehr leidet... oder er dann zu lange alleine sein wird falls wir die laufende Vergesellschaftung abbrechen müssen.

Ich freue mich über einen liebgemeinten Rat und eure Meinungen
LG




Geändert von Bellounty (09.08.2020 um 22:06 Uhr).
 

Stichworte
einzelhaltung, jungtier, partnerwahl, vergesellschaftung, zusammenführung



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