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Sir.Hoppselot 31.10.2020 22:06

Zitat:

Zitat von Terry (Beitrag 1228968)
Wir haben heute ein Schild an die Klingel gemacht: „Sorry, aufgrund von Corona dieses Jahr leider kein Halloween, wir sehen uns hoffentlich nächstes Jahr wieder!“

Bis jetzt wurde es auch von den „schlimmsten“ Kindern akzeptiert.

Schöne Idee! Bei uns wurde heute nicht geklingelt, obwohl letztes Jahr gut was los war.

Zur Situation bei uns.. Seit März habe ich das Privileg im Homeoffice arbeiten zu dürfen und einen riesen Respekt vor allen, die berufsbedingt immer noch unterwegs sein müssen. Vor ein paar Wochen hat mir die App sieben neue Risiko-Begegnungen in zwei Tagen angezeigt, obwohl ich nur noch zum Supermarkt und ab und zu zur Post gehe. Dann wurde Mitte offiziell zum Risikogebiet erklärt. Ein paar Straßen weiter dürfen sich aber weiterhin Coronaleugner aus dem ganzen Land treffen, um aktiv Leben und Existenzen zu gefährden. Bahn fahre ich quasi gar nicht mehr, weil ich da eine miese Begegnung mit einem Maskenverweigerer hatte und dort weiterhin Menschen ohne Masken unterwegs sind. Kontrolliert wurde das in meinem Beisein noch nie, die Fahrkarten aber schon. Meine Familie wohnt in einem anderen Bezirk und ich habe sie viele Monate lang nicht mehr gesehen. Am Anfang hieß es noch, ich solle nicht so übertreiben, inzwischen ist Oma Profi im Videotelefonieren geworden. Ich könnte es mir nie verzeihen, wenn ich irgendwen anstecken würde und trage deshalb schon länger überall Maske wenn ich unterwegs bin, auch im Hausflur, Fahrstuhl und auf de Straße. Super nervig, wenn man durch Asthma weniger Luft bekommt und Brille trägt. Erst gab es dafür amüsierte Blicke aber inzwischen tragen hier einige Leute überall Maske, auch wenn sie sich in der engen Fußgängerzone begegnen. Passt gut auf euch und euer Umfeld auf.

Lara004 31.10.2020 23:29

Mein Mann und ich waren letztes Wochenende zum coronatest. Der war aber zum Glück negativ.

Ich fand es echt krass, wie man alleine gelassen wird, wenn gerade am Wochenende was ist und man sich richtig verhalten will.
Zum Glück habe ich die Privat-Nummer von meinem Hausarzt, sodass er uns telefonisch beraten konnte, was wir tun sollen.

Leider hat es 53h gedauert bis das Testergebnis kam - das heißt zwei Tage unnütz zu Hause gesessen und jeder von uns quasi ne Standleitung zur Arbeit gehabt.

Kaum zu fassen, andere können wochenlang Urlaub haben und werden kaum vermisst, wir sind zwei Tage nicht da und werden ständig angerufen.:willy_nilly:


Ansonsten läuft unser Leben relativ normal - hier aufm Dorf ist es aber auch einfach, außerhalb der Arbeit, Kontakte zu vermeiden. Und nach dem ich mich den ganzen Tag mit Menschen herumgeschlagen habe, möchte ich auch nur noch meine Ruhe.
In der Freizeit machen wir Kolleginnen gerne was zusammen mit unseren Hunden, wir sind sowieso den ganzen Tag zusammen und oft auch eng zusammen. Da wird beim Spaziergang nach der Arbeit nicht mehr passieren.

LouisAbby 01.11.2020 00:15

Bei mir im Haus macht sich keiner wirklich Sorgen um Corona. Ich würde meine Mitbewohner*innen jetzt nicht Verschwörungstheoretiker nennen, aber sie hinterfragen vieles. An die Regeln halten sie sich schon, aber sind dem ganzen gegenüber eher kritisch eingestellt. Wenn ich dann die Nachrichten sehe und wie dramatisch die Lage beschrieben wird, verstehe ich die Ruhe meiner Mitbewohner nicht so ganz. Andererseits würde ich wohl langsam in Panik ausbrechen, wenn ich ständig von nervösen und ängstlichen Leuten umgeben wäre. Als mir bewusst wurde, dass wir mittlerweile seit 8 MONATEN mit Corona zu tun haben, lief es mir kalt den Rücken runter.

Das geplante Hybrid-Semester wird für November auf 100% Online-Lehre umgestellt. Technisch ist das zum Glück bisher kein Problem gewesen, aber den ganzen Tag vor dem Laptop zu sitzen und das Zimmer nur zu verlassen, um sich schnell mal was zu Essen zu holen, frustriert auf Dauer. Ich merke, dass meine Arbeitsmoral stetig sinkt und ich quasi vom Bett an den Schreibtisch wandere und dann wieder zurück ins Bett falle. Mir fehlt der Austausch mit meinen Kommilitonen. Wir haben (wie letztes Semester) viele Gruppenarbeiten, die auf Entfernung viel aufwendiger sind, als wenn man sich kurz nach einer Vorlesung zusammen hocken würde.

Ab Frühling 2021 müsste ich ein 6monatiges Praktikum absolvieren und mich jetzt schon um eine Stelle kümmern. Dank Corona schreien die Firmen aber nicht mehr "HIER!" und tun sich schwer damit neue Leute einzustellen. Vermutlich werde ich dann auch während des Praktikums im Homeoffice sein und nicht mal die Firma und Mitarbeiter vor Ort kennenlernen können. Diese Aussichten demotivieren mich sehr und ich mache mir langsam Sorgen um meine (berufliche) Zukunft nach dem Studium.

Trotzdem werde ich weiterhin meine Mutter besuchen, solange sie nichts dagegen hat. Auch Freunde werde ich treffen, wenn sie das wollen. Natürlich nur mir Abstand und nach Möglichkeit draußen. Ich gehe auch jeden Tag raus spazieren oder einkaufen. Mich für Wochen oder Monate im Haus einzuschließen, würde ich nicht ertragen.

Zum Thema Coronatest: Meine Mitbewohnerin hatte vor kurzem wirklich heftige Krankheitssymptome und wollte bei ihrem Arzt einen Coronatest machen lassen. Sie wurde weggeschickt, mit der Begründung, dass sie nicht nachweisen kann, mit einem infizierten Menschen Kontakt gehabt zu haben und ihre Symptome würden nicht auf Corona hinweisen. Als ich kurz darauf krank war, habe ich mir die Mühe gespart an Einen Test zu kommen. Ich finde es kritisch , nur per "Augendiagnose" festzustellen, ob es Corona sein könnte oder nicht. Die Symptome können doch sehr unterschiedlich ausfallen.

LouisAbby 01.11.2020 00:21

Die neuen Maßnahmen scheinen jetzt aber strenger kontrolliert zu werden. Meine Mutter hat berichtet, dass neuerdings in jedem Bus ein paar Polizisten mitfahren. Und die Tochter meiner Vermieterin hat berichtet, dass Leute vom Ordnungsamt bei ihr in der WG vorbei geschaut haben, um zu kontrollieren, dass die Infizierten Bewohner tatsächlich zu Hause und in ihren Zimmern sind. Schon verrückt irgendwie...

marinahexe 01.11.2020 00:59

Ja, ist schon eine komisch-schlimme Zeit.


Wenn es nach mir ginge, würde ich alle die sich nicht an die Regeln halten, finanziell richtig bluten lassen. Partys im Keller, Großhochzeiten usw., damit kann man dann einen Teil der ganzen Hilfspakete und -programme finanzieren. Auch bei den ganzen Großdemos in Berlin würde ich richtig abkassieren, wenn sich nicht an die Regeln gehalten wird.

-Flöckchen- 01.11.2020 02:51

Ich muss sagen ich hab in meiner Gegend Glück. Zum einen ist in Bayern erlaubt sich immer testen zu lassen, was einem schon ein sicheres Gefühl gibt. Ich musste es nie in Anspruch nehmen, da ich auch nie Symptome hatte die mir verdächtig waren und ich kein Privatleben in dem Sinn mehr habe. Aber in meiner Ausbildung war ein Betriebsarzt Termin, ich schniefe oft, gerade bei diesem Wetter, und er hat mich direkt rausgeworfen, aus der Schule verwiesen und ich hatte nur Glück das ich es an einem Freitag bis 12 in eine Arztpraxis geschafft habe. Klar kann ich die Sorge verstehen, aber wenn in der Klasse eine hockt die jeden Tag gefühlt niest, dann kommt man sich bisschen veräppelt vor, wenn man rausgeworfen wird wegen schniefen. Und ich bin auch noch die einzige in der Klasse gewesen die IMMER eine Maske getragen hat, auch als es wieder erlaubt war ohne Maske, da wir 1,50m abstand haben an den Tischen. Mittlerweile ist wieder Maskenpflicht.
Ich hab aber schon seit Februar sehr gut aufgepasst und unternehme eigentlich gar nix. Die Ausbildung ist mein größtes Risiko. Davor war ich Home Office von der Arbeit und nur einkaufen wo ich gefahren wurde von meinem Vater und er seinen Einkauf auch machte. Ansonsten bleibe ich zuhause, bin eh gerne bei meinen Jungs und machte vorher ehrlich gesagt auch nicht mehr.... :rofl:

Letztens war ich positiv beeindruckt, da war ein Jugendlicher ohne Maske in der SBahn und bevor ich was sagen konnte, ist ein anderer Jugendlicher hin und hat ihn lieb gefragt ob er eine Maske braucht. Da hat der andere seine dann doch angezogen :thumbsup: SBahn würde ich auch gerne vermeiden..... Geht aber leider nicht für die Ausbildung :/

Anstrengend ist manchmal, dass die Leute nicht verstehen oder verstehen wollen (?), dass man die Maske nicht einfach nur trägt um sich zu schützen, sondern die anderen. Mir ist es wichtig meine Familie zu schützen. Oder auch meinen Lieblingsbusfahrer. Die Kassierer die arbeiten müssen, die chronisch Kranken, die man auf den ersten Blick häufig gar nicht erst erkennt, oder die älteren Herren und Damen die man am Tag sieht. Mag sein das ich keiner Risikogruppe angehöre und das easy überstehen würde, aber es gibt genug die es nicht easy überstehen tun und die sollte man schützen. Auch wenn man in den sauren Apfel beißen muss. Finde ich zumindest.

Solkinok 01.11.2020 08:53

Guten Morgen,



ich denke/fürchte, wir erleben aktuell trotz ansteigender Infektionszahlen noch die Ruhe vor dem Sturm. Bisher hatten wir in Europa ja mehrheitlich das Glück, dass die Corona-Sache größtenteils in die warme Jahreszeit fiel. "Interessant" wird es erst ab November. Da kommen dann nämlich zwei Sachen zusammen. Ersten kommt die zweite Welle, die wir wohl zu einem großen Teil auch den Reiserückkehrern ab September zu verdanken haben, ins Rollen (und wird irgendwann auch volle Kanne bis in die Altenheime etc. hineinschwappen). Und zweitens steigt mit dem Schmuddelwetter und der Tatsache, dass man sich dann wieder mehr in geschlossenen Räumen aufhält, generell das Infektionsrisiko (auch für die normale Grippe etc., die es ja auch noch gibt).

Ich bin der Ansicht, dass Leute, die die Gefahr herunterspielen, einfach noch immer nicht kapiert haben (oder nicht kapieren wollen), was das Problem ist. Es geht nicht in erster Linie darum, dass viele Leute sich infizieren. Davon werden 90+X % keine starken, gefährlichen Symptome entwickeln. Es geht nach wie vor um das Problem, dass die Gesundheitssysteme einem starken Anstieg bei den klinischen Fällen nicht gewachsen wären. Ums flapsig auszudrücken: Sobald die Kapazität an Intensivbetten erschöpft ist, geht auch bei uns der Punk ab wie man es z.B. in Teilen Italiens erlebt hat.

Und nein, diese Kapazitäten kann man nicht einfach erhöhen (hört man ja gerne aus der Querdenker-Bewegung: "Die Merkel hatte jetzt lange genug Zeit, sich vorzubereiten."). Schon allein deswegen nicht, weil das Personal fehlt. Man kann nicht einfach unzureichend geschulte Leute ans Beatmungsgerät (!) stellen.




Wenns dann an die Triage geht, wäre ja wünschenswert, die Krankenhäuser könnten alle Corona-Leugner und Maßnahmen-Boykottierer an der Nase erkennen und zugunsten anderer Kranker abweisen...


Naja, hoffen wir, dass dieser Kelch an uns vorübergeht.
Mit diesem frommen Wunsch werde ich das Thema jetzt aber auch fürs Erste wieder ruhen lassen ;-)



Solkinok

AIL 02.11.2020 12:52

Zitat:

Zitat von Terry (Beitrag 1228916)
Ich hol den Thread mal wieder hoch.
Wie sind denn jetzt, nach einem halben Jahr, Eure persönlichen Erfahrungen?
„Läuft“ es im persönlichen Bereich einigermaßen rund oder gibt es eher mehr Probleme?

Vom Grundsätzlichen, also den extrem steigenden Zahlen mal abgesehen, geht es mir bei der Frage wirklich „nur“ um die persönlichen Eindrücke.

Ich habe nach wie vor keine persönlichen Erfahrungen gemacht und kenne Corona nur vom Hörensagen.


Ich schaue/höre auch keine Nachrichten. Schon vorher nicht. Einfach weil ich finde, dass es depremierend ist, permanent mit dem ganzen Leid auf der Welt bombardiert zu werden.


Wenn etwas so wichtig ist, dass ich es unbedingt wissen muss, wird mir das schon irgendwer sagen.


Mir persönlich geht's auf jeden Fall recht gut.

Masken tragen, obwohl man selber nicht krank ist, halte ich für albern. Wie soll ich denn Leute anstecken, wenn ich nicht krank bin? Aber gut, ich mach's trotzdem einfach aus Gruppenzwang und damit ich nicht diskutieren muss.



Irgendwann hatte ich Mal ein Interview von einem Arzt gesehen, der gemeint hat, dass ca. 0.27% der Infizierten daran sterben und vor allem halt Leute die Vorekrankungen haben und über 80 sind. Darum hab' ich für mich selber auch keine Angst davor. Zumal auch jeder, der überlebt nach der Ansteckung zur Herdenimmunität beiträgt!



Sollte ich krank werden, würde ich mich schon in Eigenverantwortung entsprechend isolieren, das ist völlig klar.


Dass man sich jetzt wieder nicht mit Freunden treffen soll, finde ich schlimm. Auch hier würde ich auf Eigenverantwortung setzen: Wer krank ist oder zur Risikogruppe gehört, bleibt selbstverständlich daheim aber dass jetzt alle darunter leiden sollen, passt mir nicht so wirklich in den Kram.


Neulich hatte ich auf einen Link zu einem Video geklickt, indem eine gemeint hat, der langfristige Plan wäre es alle Menschen zu enteignen und die, die nicht mitmachen in Lager zu stecken. Da hoff' ich jetzt einfach Mal, dass das Quatsch war! :rolleyes:


Ich denke man fährt echt am besten wenn man garkeine Medien zu dem Thema konsumiert. Weder "mainstream" noch "alternativ". Macht einem alles nur Angst auf die eine oder andere Weise.

Solkinok 02.11.2020 14:03

Sorry, mir schwillt gerade der Kamm. In deinem post steckt eine Menge, was ich für Blödsinn und Ignoranz halte. Aber ich belasse es mal bei dem hier:



Zitat:

Zitat von AIL (Beitrag 1229083)
Masken tragen, obwohl man selber nicht krank ist, halte ich für albern. Wie soll ich denn Leute anstecken, wenn ich nicht krank bin?


Tja, vielleicht solltest du doch mal Nachrichten hören/sehen/lesen. Dann wüsstest du, dass das geht und auch warum das geht. Kleiner Tipp: Was du unter "nicht krank" verstehst, könnte auch nur "symptomfrei krank (aber trotzdem ansteckend)" sein. Ob du ansteckend bist, weiß du nämlich unter Umständen gar nicht. :rolleyes:


S.

Solkinok 02.11.2020 14:24

Zitat:

Zitat von AIL (Beitrag 1229083)
Wenn etwas so wichtig ist, dass ich es unbedingt wissen muss, wird mir das schon irgendwer sagen.


Diese Haltung finde ich - unabhängig von Corona - äußerst bedenklich.



(Und da frage ich mich seit Jahren, warum es Verschwörungspriester zunehmend leicht haben, immer neue Jünger zu finden... :cuss:)


S.

Solkinok 02.11.2020 14:46

Ne, Stopp. Ich probiers andersrum:
Angenommen du, AIL, bekommst eine Lungenentzündung. Das geht ganz schnell, auch bei jungen Menschen ohne Vorerkrankung. Da reicht z.B. eine verschleppte, absteigende Bronchitis und ein bisschen Pech. Corona muss man dazu gar nicht haben. Also Lungenentzündung, schwerer Verlauf, weil du Pech hast. Jetzt brauchst du ein Klinikbett auf der intensiv mit Beatmungsgerät. Aber, upps: Wir sind mitten in der Pandemie und alle Beatmungsgeräte sind besetzt. Tja, was nun?


S.

-Flöckchen- 02.11.2020 15:06

Ich kann dazu nur sagen, das die Community Maske der schlechteste Schutz von allem ist. Die Op Maske schützt den Gegenüber, nicht sich selbst, dass heißt wenn auch nur einer der Coronaviren hat die Maske nicht trägt, oder unter der Nase trägt, kann derjenige einen Dominoeffekt auslösen und ich finde es immer wieder Schade, dass es so viele gibt die den Sinn der Maske nicht verstehen möchten, weil sie immer damit kommen 'selbstständig zu denken'. Es ist selbstständig denken, wenn man weiß wie Masken funktionieren (im OP wird die Maske ja auch getragen um den Patienten zu schützen, nicht den der operiert) und seine Mitmenschen schützt. FFP2 Masken schützen beide Parteien, sind aber häufig ausverkauft und dementsprechend teuer. Die müssen ja erstmal produziert werden für alle. Ich lese so oft von diesen Querdenkern und könnte meinen Kopf gehen die Wand hauen, bei dem was sie verzapfen. Nur halbwissen, das sie drehen können, wie sie es gerade brauchen, verteilen sie. Tatsachen werden nicht akzeptiert mit dem Schirm der Meinungsfreiheit und jeder kann eine andere haben. Wenn ich der Meinung bin die Erde ist ein Teller, dann ändert das nichts daran das es falsch ist. Aber wenn man versucht es zu erklären,dann ist man ein Unterdrücker, der dem grausamen Staat in die Hände spielt und wird als Idiot betitelt und beleidigt.

Bei meinem Freund in der Klasse ist übrigens ein Mädchen dessen Vater an Corona gestorben ist- innerhalb von 2 Wochen. Der war quietschfidel vorher. Sportlich. Gesunde Ernährung. Glaube nicht mal 60 war er. Er bekam die Diagnose, ins Krankenhaus, musste in ein künstliches Koma und war dann plötzlich Tod. Und alles was sie dazu lesen darf von Querdenkern ist, das Deutschland nur behauptet es war Corona und das ist nur Fake zur Unterdrückung. Die junge Frau hat ihren VATER verloren, sie wussten nicht mal wie sie die Beerdigung so schnell bezahlen sollen. Und bekommt so einen Bockmist von anderen Menschen mit. Vor allem weil man klar und deutlich sieht das Deutschland definitiv nicht genug Kontrolle über das Land hat- in China würden Querdenker in Gefängnissen sitzen, bei uns wird das akzeptiert, selbst wenn sie ohne Maske demonstrieren. Soviel zur Unterdrückung der Meinung.

Bin da ein wenig Sauer auf den Teil der Gesellschaft die Corona weder Ernst nehmen, noch die Mitbürger schützen wollen, da sie nur sich selbst sehen und die Einschränkungen. Nicht den Gewinn für jeden Menschen der überleben darf. Jedes Leben hier hat einen Wert, auch wenn es jemand ist den ich nicht kenne und gerade Corona wünsche ich einfach keinem, auch nicht dem ärgsten Feind.

gerti 02.11.2020 15:10

Zitat:

Zitat von AIL (Beitrag 1229083)
Ich habe nach wie vor keine persönlichen Erfahrungen gemacht und kenne Corona nur vom Hörensagen.


Ich schaue/höre auch keine Nachrichten. Schon vorher nicht. Einfach weil ich finde, dass es depremierend ist, permanent mit dem ganzen Leid auf der Welt bombardiert zu werden.


Wenn etwas so wichtig ist, dass ich es unbedingt wissen muss, wird mir das schon irgendwer sagen.


Mir persönlich geht's auf jeden Fall recht gut.

Masken tragen, obwohl man selber nicht krank ist, halte ich für albern. Wie soll ich denn Leute anstecken, wenn ich nicht krank bin? Aber gut, ich mach's trotzdem einfach aus Gruppenzwang und damit ich nicht diskutieren muss.



Irgendwann hatte ich Mal ein Interview von einem Arzt gesehen, der gemeint hat, dass ca. 0.27% der Infizierten daran sterben und vor allem halt Leute die Vorekrankungen haben und über 80 sind. Darum hab' ich für mich selber auch keine Angst davor. Zumal auch jeder, der überlebt nach der Ansteckung zur Herdenimmunität beiträgt!



Sollte ich krank werden, würde ich mich schon in Eigenverantwortung entsprechend isolieren, das ist völlig klar.


Dass man sich jetzt wieder nicht mit Freunden treffen soll, finde ich schlimm. Auch hier würde ich auf Eigenverantwortung setzen: Wer krank ist oder zur Risikogruppe gehört, bleibt selbstverständlich daheim aber dass jetzt alle darunter leiden sollen, passt mir nicht so wirklich in den Kram.


Neulich hatte ich auf einen Link zu einem Video geklickt, indem eine gemeint hat, der langfristige Plan wäre es alle Menschen zu enteignen und die, die nicht mitmachen in Lager zu stecken. Da hoff' ich jetzt einfach Mal, dass das Quatsch war! :rolleyes:


Ich denke man fährt echt am besten wenn man garkeine Medien zu dem Thema konsumiert. Weder "mainstream" noch "alternativ". Macht einem alles nur Angst auf die eine oder andere Weise.




Ich glaube dieser Blibalablub Mist entspringt einem sehr jungen User, der sich nicht wirklich mit der Thematik beschäftigt hat und keine Ahnung hat....ansonsten haben wir wohl genau solchen oberflächlichen Menschen zu Verdanken dass jetzt wieder alles dicht ist und dafür fehlt mir jegliches Verständis.


Letztens hat jemand gepostet, dass er sich wünsche, man könnte den Corona-Leugnern und Ablehnern der Schutzmaßnahmen es an der Notaufnahme an der Nase ablesen und dann bei Überfüllung der Plätze aussortieren.....das wünsche ich mir dann bitte auch!

AIL 02.11.2020 15:15

Zitat:

Zitat von Solkinok (Beitrag 1229095)
Ne, Stopp. Ich probiers andersrum:
Angenommen du, AIL, bekommst eine Lungenentzündung. Das geht ganz schnell, auch bei jungen Menschen ohne Vorerkrankung. Da reicht z.B. eine verschleppte, absteigende Bronchitis und ein bisschen Pech. Corona muss man dazu gar nicht haben. Also Lungenentzündung, schwerer Verlauf, weil du Pech hast. Jetzt brauchst du ein Klinikbett auf der intensiv mit Beatmungsgerät. Aber, upps: Wir sind mitten in der Pandemie und alle Beatmungsgeräte sind besetzt. Tja, was nun?


S.

Ich hatte sogar schonmal eine Lungentzündung. Allerdings hab' ich da kein Beatmungsgerät gebraucht sondern lediglich Antibiotika. Damals war meine Ernährung aber auch katastrophal schlecht. Ich denke mein Immunsystem funktioniert jetzt deutlich besser.



Aber gut, angenommen es käme dazu: Dann hab' ich so oder so die Arschkarte gezogen, würde ich sagen.


Sehe halt nicht, wie sich das ändert, wenn ich mich schon vorher die ganze Zeit von irgendwelchen Hiobsbotschaften in den Nachrichten verrückt machen lasse.



Glaube nicht, dass "Nachrichtengucken" und Panik schieben mein Immunsystem stärkt. Eher im Gegenteil. Und ob ich die Maske nun aus Gruppenzwang oder der Angst davor "symptomfrei krank (aber trotzdem ansteckend)" zu sein trage, dürfte dem Virus ebenfalls egal sein. Wobei "symtomfrei krank" in meinen Augen ein Oxymoron ist. Wenn überhaupt dann "symtomfrei infiziert".


Ich genieße lieber, soweit es mir noch erlaubt wird, weiterhin mein Leben und halte Abstand von Menschen, die mich mit ihrer Panik anstecken wollen.


Sehe es schon als Fehler, überhaupt diesen Thread angeklickt zu haben.

Honeymouse 02.11.2020 15:26

Da braucht man sich jedenfalls nicht mehr wundern, woher die hohen Zahlen kommen :rolleyes:

Minerva 02.11.2020 16:46

Ohne Worte..... traurig, dass es leider viele gibt, die so egoistisch denken..... ich kann das absolut nicht nachvollziehen. Und es macht mich sehr wütend!

Ich bin auch den ganzen Tag von berufswegen mit Menschen in Kontakt. Ich trage dabei ein großes Risiko, aber ich halte, wo immer es geht den Abstand ein und trage immer eine Maske! Zum Schutz anderer. Und wenn das jeder täte, hätten wir jetzt keine zweite Welle zu brechen!

dangerschaf 02.11.2020 17:18

Zum Thema Corona schließe ich mich den anderen Kommentaren ohne große Worte an.

Zitat:

Zitat von AIL (Beitrag 1229083)
Ich schaue/höre auch keine Nachrichten. Schon vorher nicht. Einfach weil ich finde, dass es depremierend ist, permanent mit dem ganzen Leid auf der Welt bombardiert zu werden. (...)

Mir persönlich geht's auf jeden Fall recht gut. (...)

Ich denke man fährt echt am besten wenn man garkeine Medien zu dem Thema konsumiert. Weder "mainstream" noch "alternativ". Macht einem alles nur Angst auf die eine oder andere Weise.

Aber das bringt mich völlig unabhängig von Corona zum Kotzen. Klar, geht es einem gut, wenn man die Realität ignoriert :rolleyes:
Ich habe volles Verständnis dafür, dass man Tage oder auch Phasen hat, wo man bestimmte Nachrichten und Themen nicht verträgt, und nicht jeder muss sich jedes Unrecht zu Herzen nehmen, aber als Reaktion darauf vor allem die Augen zu verschließen, kann ich nicht nachvollziehen.

LouisAbby 02.11.2020 17:25

Zitat:

Zitat von -Flöckchen- (Beitrag 1229099)

Bei meinem Freund in der Klasse ist übrigens ein Mädchen dessen Vater an Corona gestorben ist- innerhalb von 2 Wochen. Der war quietschfidel vorher. Sportlich. Gesunde Ernährung. Glaube nicht mal 60 war er. Er bekam die Diagnose, ins Krankenhaus, musste in ein künstliches Koma und war dann plötzlich Tod.

Ich glaube, dass viele unsicher oder skeptisch gegenüber Corona, den Maßnahmen und allem was dazu gehört sind, weil sie selbst und ihr Umfeld noch keine Berührungspunkte damit hatten. Die Infektioms- und Todeszahlen sind so hoch Und dann schaut man sich in seinem Bekanntenkreis um und niemand ist krank, positiv getestet usw. Dann kann schnell der Gedanke aufkommen, so schlimm kann es doch gar nicht sein. Dann müsste ich doch Betroffene kennen. Aber dann gibt es eben Fälle, wie Flöckchen berichtet hat. Und die Gefahr wirkt einfach realer, wenn man selbst oder die eigenen Familie und Freunde betroffen sind, als wenn man nur Zahlen ohne Gesicht und Namen sieht.
Ich finde es deshalb wichtig, sich bewusst zumachen, dass hinter jeder jedem "Coronatoten" ein verlorenes Menschenleben, ein Geschichte, eine trauernde Familie und Freunde stehen. Man sollte froh sein, dass man selbst und die eigenen Liebsten bisher verschont geblieben sind. Wer sich für immun hält, sollte sich trotzdem an die Regeln halten, um seine Mitmenschen zu schützen. Ich könnte nicht damit leben, wenn ich für den Tod eines Menschen mitverantwortlich wäre und so vielleicht eine Familie auseinander reißen würde.

lightwoodmiau 02.11.2020 17:41

Zitat:

Zitat von LouisAbby (Beitrag 1229107)
Ich glaube, dass viele unsicher oder skeptisch gegenüber Corona, den Maßnahmen und allem was dazu gehört sind, weil sie selbst und ihr Umfeld noch keine Berührungspunkte damit hatten. Die Infektioms- und Todeszahlen sind so hoch Und dann schaut man sich in seinem Bekanntenkreis um und niemand ist krank, positiv getestet usw. Dann kann schnell der Gedanke aufkommen, so schlimm kann es doch gar nicht sein. Dann müsste ich doch Betroffene kennen. Aber dann gibt es eben Fälle, wie Flöckchen berichtet hat. Und die Gefahr wirkt einfach realer, wenn man selbst oder die eigenen Familie und Freunde betroffen sind, als wenn man nur Zahlen ohne Gesicht und Namen sieht.
Ich finde es deshalb wichtig, sich bewusst zumachen, dass hinter jeder jedem "Coronatoten" ein verlorenes Menschenleben, ein Geschichte, eine trauernde Familie und Freunde stehen. Man sollte froh sein, dass man selbst und die eigenen Liebsten bisher verschont geblieben sind. Wer sich für immun hält, sollte sich trotzdem an die Regeln halten, um seine Mitmenschen zu schützen. Ich könnte nicht damit leben, wenn ich für den Tod eines Menschen mitverantwortlich wäre und so vielleicht eine Familie auseinander reißen würde.

Für mich ist es irgendwie komisch, dass es Leute gibt, die noch keine direkte Berührung mit dem Virus hatten, weil ich eben so viele kenne, die krank waren. Zum Glück ist bisher keiner gestorben, aber mehrere Leiden immer noch unter den Folgen ihrer Erkrankung. Meine Großtante ist z.B. noch im März erkrankt, und zur Zeit in Rhea, weil es ihr so schlecht geht.
Aber vielleicht ist es auch anders für mich, weil ich aus dem Kreis Heinsberg komme. Hier gab es ja zu Beginn wirklich viele Erkrankungen, und ich denke, dass Trauma aus dieser Zeit hält sich noch in der Bevölkerung und sorgt für mehr Akzeptanz der Maßnahmen.
Andererseits, ich kenne tatsächlich auch niemanden persönlich, der an Krebs gestorben ist. Trotzdem laufe ich nicht rum, und erzähle, Krebs wäre nicht tödlich:confused:

Solkinok 02.11.2020 17:50

Glaube nicht, dass "Nachrichtengucken" und Panik schieben mein Immunsystem stärkt.



Es mag hart sein, aber: Es geht gar nicht in erster Linie um dich. Es ist das Grundproblem, dass du das nicht verstanden hast. Deswegen reden wir hier vermutlich auch aneinander vorbei.



Wobei "symtomfrei krank" in meinen Augen ein Oxymoron ist. Wenn überhaupt dann "symtomfrei infiziert".


Ich sehe, du hast verstanden, was ich meinte. Darüber bin ich sehr froh.


Ich genieße lieber, soweit es mir noch erlaubt wird, weiterhin mein Leben und halte Abstand von Menschen, die mich mit ihrer Panik anstecken wollen.

Abstandhalten ist nicht schlecht...



Und klar, "Panik" wäre kein guter Berater. Bisher sehe ich aber auch noch keine Panik im Sinne von irrationaler Angst (wenn, dann eher auf der Seite der "Querdenker", die glauben, das Ende des Abendlandes stehe bevor, nur weil sie eine Maske tragen sollen). Aber es bringt auch überhaupt gar nichts, einfach so zu tun, als sei alles supi-dupi-easy. Nur wer sich ein bisschen informiert, kann einordnen, was da gerade geschieht. Dazu muss man nichtmal die täglichen Zahlen-Bombardierungen verfolgen (tu ich auch nicht, da wird man ja verrückt), aber man sollte sich schon kundig machen, worum es überhaupt geht.



S.


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