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Honeymouse 27.04.2020 11:14

Nur das sich an den Abstand kaum jemand noch hält, seit dem sie Masken aufhaben.

Dar89 27.04.2020 11:31

Zitat:

Zitat von Tamou (Beitrag 1205295)
Die 4.Klässler haben ja generell schon ein anderes Pensum als die jüngeren Klassen. Ich denke schon, dass da mehr verpasst wird, was vor allem schwerer fällt, später wieder aufzuholen.
Schnelle Wiederholung in der 5. ist ja was anderes, als es überhaupt erstmal beigebracht zu bekommen.

Den Kindern stundenlang durchgehende Maskenpflicht aufzuerlegen, geht nicht. Da haben Erwachsene ja schon ihre Schwierigkeiten mit. Konzentriertes Lernen wird in der Situation dann noch mehr erschwert.
Innerhalb der Klasse kann man die Kontakte auch gut nachvollziehen, denke ich. Auf dem Schulhof wird es schnell unüberschaubar, wer bei wem wie eng und wie lange stand. Da machen Masken dann Sinn, auch wenn man sie draußen sonst nicht bräuchte.

Ich hoffe, dass die Ansteckungsgefahr in der Schule gar nicht so hoch ist. Man ist ja auch immer noch nicht dem Thema weiter, ob Kinder überhaupt ausreichend Virus "ausstoßen", um andere anzustecken. Bisher hat man wohl keine Infektionskette gefunden, wo es von Kindern ausging, sie wurden immer nur von Erwachsenen angesteckt, nie andersrum.

Und wenn ich mal so rechne: In SH leben 2,89Mio Menschen. Bekannt infiziert 2600 oder so. Davon sind 1900 schon wieder gesund. Aber vielleicht sind schon etwa genauso viele unentdeckt krank. Übern Daumen ist das aber also nur jeder 1000ste. Und genau dem muss man dann eng genug und lange genug begegnen.
Diese Rechnung beruhigt mich immer, wenn jemand doch mal zu dicht kommen sollte oder wenn meine Mutter einkaufen war.

Immerhin haben sie Wiederholung und mir ist das Homeschooling echt lieber als zu hoffen, dass Kinder andere eher nicht anstecken.
Wenn sie sich dann doch gegenseitig anstecken, es in die Familien tragen und es nicht merken, weil sie vielleicht einen schwächeren Verlauf haben, dann hoffe ich, dass das Virus keine Langzeitschäden verursacht, weil dann ist es nämlich zu spät.
Wie man es dreht und wendet, es ist eine saublöde Zeit, sowohl für Eltern, als auch für Kinder, für Lehrer sowieso.
Ich finde es zu früh für Schulöffnungen, egal welcher Art, ob nun die Abiturklassen, oder die 4. Klassen.
Ich hoffe, dass es gut geht, aber ich habe ziemliche Bauchschmerzen dabei. Ändern kann ich sowieso nichts daran und demnach müssen wir alle versuchen das Beste daraus zu machen. (Aber aufregen darf ich mich :D)

blusheep 27.04.2020 11:41

Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 1205225)
Die haben ja sonst nix, dann wenigstens eine überzogene Maskenpflicht. :p


Ich habe gerade nichts sinnvolles beizutragen.


Aber: :sosp::toetap05:

Jinro 27.04.2020 11:51

Zitat:

Zitat von Dar89 (Beitrag 1205289)
Ich kann mir aber vorstellen, wenn 15 Kinder in einem Raum mit Lehrer sitzen und die Kinder husten oder niesen müssen, dass dann der Abstand in einem Klassenraum auch nicht ganz so viel nützt. Ich meine nur, wäre es nicht da dann eher erforderlich eine Maske (nicht zertifizierte) zu tragen.

Das ist alles eine Frage der Wahrscheinlichkeit. Die 1,5 oder 2m Abstand sind eben auch nur eine rechnerische Größe, die die Chance senken soll sich anzustecken. Eine Maske soll man ja auch wechseln, wenn sie durchnässt, also vollgeniest oder -hustet ist. Dumme Situation, da bleibt man dann besser zu Hause, wenn man niest oder hustet.

Zitat:

Zitat von blusheep (Beitrag 1205305)
Ich habe gerade nichts sinnvolles beizutragen.

q.e.d. :D

Diabi 27.04.2020 11:57

Wäre es denn so schlimm, wenn sich alle mal der Realität stellen und zugeben würde, dass die Schulen frühestens nach den Sommerferien wieder normalen Unterricht anbieten können und man die Schüler bis dahin einfach mal nichts lernen lässt?

Bis dahin ließe sich der Lehrplan von diversen Nutzlosigkeiten entrümpeln, bessere hygienische Voraussetzungen schaffen, alle Schüler hätten den gleichen Wissensstand, und die Eltern müssten sich nicht zwischen Arbeit und Home Schooling zerreißen...

So langsam nerven mich nämlich diese Aufgaben mit dem Untertext „deine Eltern helfen dir gerne“, und diese achso tollen Pädagogentipps „am besten haltet ihr euch an den Stundenplan“ - soll ich jetzt alle 45 Minuten eine Glocke läuten, damit sich das Kind dann mit dem nächsten Fach beschäftigt?

Mir erschließt sich auch nicht so ganz, wofür der 5.Klässler jetzt PowerPoint Präsentationen über Planeten erstellen soll - als ob er dies alleine könnte - oder die 7.Klässlerin jetzt Barometer und Niederschlagsmesser basteln soll, um damit das Wetter zu beobachten: auch das geht nicht alleine, und ich hasse Basteln, warum kann man das Wetter nicht einfach mit vorhandenen Gerätschaften beobachten oder sich eine Wetter-Doku auf YouTube ansehen?

Offenbar denkt ein jeder, wir bekämen unsere Kinder ohne Schulaufgaben nicht beschäftigt, dabei haben wir vor dieser Flut an Schulkram viele tolle Sachen gemacht, auf die sie selbst gekommen sind, von Zweigehäuschen für Kaninchen bauen über Steinzeitwerkzeuge basteln bis zum Dokus über frühere Epidemien (meine Kinder wissen im Gegensatz zu Trump, warum Antibiotika nicht gegen Sars-Cov2 helfen) gucken...

marinahexe 27.04.2020 12:12

Meine Tochter muss auch wieder zur Schule - Abivorbereitung. Die hatten am Freitag eine Info-Veranstaltung im Freiluftklassenzimmer. Ab dieser Woche kursweise Unterricht in der Mensa. Dort können 2m Abstand locker eingehalten werden. 2,5 Zeitstunden Unterricht ohne Pause, danach Schicht. Keine Maskenpflicht, keine Schulpflicht. Eine Lehrerin gehört zu den gefährdeten Personen, kommt also nicht. Es gibt eine dringende Empfehlung, nicht mit dem ÖPNV zu kommen, sondern mit dem Auto (selbst oder bringen lassen) oder Fahrrad. Am Eingang des Schulgeländes steht ein Tisch mit Desinfektionsmitteln für die Hände. Zur Toilette dürfen statt sonst üblich keine 15 Schüler mehr gehen, sondern nur noch einzeln und man muss sich in eine Liste eintragen. Auch im Unterricht wird ein Sitzplan angefertigt, um evtl. Ketten nachverfolgen zu können.

janh 27.04.2020 13:08

Zitat:

Zitat von Diabi (Beitrag 1205311)
Wäre es denn so schlimm, wenn sich alle mal der Realität stellen und zugeben würde, dass die Schulen frühestens nach den Sommerferien wieder normalen Unterricht anbieten können und man die Schüler bis dahin einfach mal nichts lernen lässt?


Inwiefern soll sich denn bis dahin etwas grundlegend an der Lage ändern?
Ändern wird sich erst dann was,wenn es A ein wirksames Medikament gibt und/oder B alle mit einem Impfstoff geimpft sind.

Sonne1680 27.04.2020 13:22

Ich weiß nicht. So ganz mit der Schule aussetzen bis man mal wieder hingehen kann, bereitet mir aus mehreren Gründen Bauchweh. Dann beiße ich lieber mit meinen Kindern in den sauren Apfel und fange zumindest etwas ab. Es gibt zwar zeitweise unschöne Diskussionen, wenn Dummes anders läuft als Kind sich das vorstellt, aber ansonsten läuft es echt gut. Die Kinder haben kontinuierlich weiterlernen können und das hat auch nicht geschadet. Zudem muss ich mal lobend erwähnen, dass die Organisation beider Schulen richtig gut läuft und umsetzbar ist. Das habe ich heute dann auch in der Schule erwähnt als ich die Deutscharbeit abgeholt habe. Zumindest wünsche ich es mir für meine Kinder nicht anders (außer den richtigen Schulbetrieb) und ich muss halt da durch. Ich lerne dabei ja auch noch dazu.

Diabi 27.04.2020 13:30

Zitat:

Zitat von janh (Beitrag 1205322)
Inwiefern soll sich denn bis dahin etwas grundlegend an der Lage ändern?
Ändern wird sich erst dann was,wenn es A ein wirksames Medikament gibt und/oder B alle mit einem Impfstoff geimpft sind.

Mir geht es eher darum, dass dann für jedermann die Gewissheit besteht, dass es zumindest bis dahin keinen Schulunterricht mehr geben wird, statt der ständigen Spekuliererei, ob, wann, welche Klasse dann doch noch unter welchen Voraussetzungen in die Schule muss und um das nervige Home Schooling, das überall anders aussieht, von manchen gemacht, von anderen ignoriert wird, mit der Folge, dass sich die Kluft unter den Schülern noch weiter ausdehnt.

Die Zeit bis nach den Ferien könnte man dann dazu nutzen, ein sinnvolles Konzept zu entwickeln, wie und in welcher Form Unterricht erfolgen soll/kann, damit niemand abgehängt wird. Z.B. auch, um vernünftiges digitales Lernen zu ermöglichen, womit ich nicht an das versenden von PDFs denke, sondern daran, dass man Schüler mit Tablets mit entsprechenden Lernprogrammen ausstattet (und nicht ärmere Leute auf den Sozialhilfeträger verweist oder es den Eltern überlässt, die technische Grundausstattung anzuschaffen und einzurichten) und Online Unterricht ermöglicht.

Jinro 27.04.2020 13:48

Zitat:

Zitat von janh (Beitrag 1205322)
Inwiefern soll sich denn bis dahin etwas grundlegend an der Lage ändern?

Es wird sich in den nächsten Monaten noch einiges sehr grundlegend in Hinsicht auf das Meldewesen für Krankheiten (Stichwort DEMIS) und die Nachverfolgung von Infizierten (KoNA, eventuell Tracking) ändern, dazu werden die Testkapazitäten noch weiter steigen. Zusammengenommen macht das den Infektionsschutz deutlich besser, als er aktuell ist. Durch bessere und schnellere Reaktionszeiten und besseren Kohortenschutz.

Nimmt man für die beschleunigte Umsetzung der Planungen Arbeitslast von den zuständigen Behörden, Ämtern und Laboren, dann haben wir vielleicht nach den Sommerferien ein System ähnlich wie in Korea. Und können dann leichter wieder zu so etwas wie geregeltem Schulunterricht kommen.

Aktuell ist es eher ein Mittelweg, indem man versucht so gut wie möglich zu schonen und einen Betrieb gleichzeitig in Gang zu halten.

Tamou 27.04.2020 13:59

Ich fürchte Online-Unterricht wird zumindest bei uns noch lange auf sich warten lassen. Das Schulkonzept ist ja gerade erst dabei zu begreifen, dass man Kindern den Umgang mit PC und Co vielleicht beibringen sollte, statt digitale Medien grundsätzlich zu verteufeln :rolleyes:

Neben verpasstem Schulstoff, der sicherlich entrümpelt werden könnte, so dass alle doch ausreichend lernen, auch mit einigen Wochen weniger, ist ja das nächste Problem, dass die meisten Eltern eigentlich einen anderen Job hätten als Kinderberteuung. Da hilft Online-Unterricht dann auch nicht.
Bei uns an der Schule sind von 200 Schülern eigentlich 160 in der Betreuung, haben also Eltern, die beide zur Arbeit müssten. Da darf ein Konzept leider nicht noch monatelang auf sich warten lassen.

Ich habe auch keine Ahnung, was genau der richtige Weg ist. Wir müssen einen finden, der im Zweifel bis zu einem Impfstoff durchzuhalten ist. Dazu gehört leider auch, dass Eltern wieder zur Arbeit können. Und auch brauchen Kinder wieder Kontakt zu anderen Kindern. Selbst wenn man die Schule außer Acht lassen könnte, so kann man Kinder nicht bis nächstes Jahr isolieren. Auch ein Spielen auf Abstand ist wohl eher unrealistisch.

Jinro 27.04.2020 14:16

Ich weiß nicht, ob das ein regionales Ding ist, aber hier zahlt die Stadt Eltern, die wegen der Kinderbetreuung nicht arbeiten können 67% (wie bei Kurzarbeit) des Gehalts. Wurde nicht öffentlich gemacht, musste erst die Zeitung drüber berichten. Lohnt daher vielleicht auch bei sich selbst mal zu recherchieren, falls man gerade unbezahlten Urlaub nehmen muss.

Solkinok 27.04.2020 15:11

Hi,
"wir" machen hier auch Homeschooling, wobei ich gestehe, dass meine Rolle sich darauf beschränkt, die Aufgabenblätter und Wochenpläne auszudrucken, den Rest macht das Schülerlein. Die Ergebnisse sind mal so, mal so - wie im "echten" Schulleben eben auch. Meine Drittklässlerin hat z.B. jetzt eine Präsentation vorbereitet. Ergebnis ist schön, aber halt so, wie es ein Grundschüler macht, wenn er selbstständig arbeitet. Und das ist auch richtig so. Es ist nicht Sinn der Sache, dass ich als Elternteil das mache, auch wenn ich es natürlich (oder "vielleicht" ;)) "besser" könnte. - Und auch wenn ich weiß, dass manche Mitschüler da dann wieder mit super professionellen Ergebnissen ankommen, bei denen aber blöderweise 90% die Mama/der Papa und nur 10% das Kind geleistet hat. Das sind dann witzigerweise wieder die Eltern, die sich aufregen, wie anspruchsvoll das alles sei - dabei sind sie es ja, die durch ihre Einmischung den Maßstab bei solchen Aufgaben kontinuierlich nach oben verschieben (verschoben haben)...

Ob die Kinder selbst dadurch mehr gelernt haben, bleibt indes fraglich.


S.

Olga 27.04.2020 15:50

Wir bereiten unser Büro auf die lieben Kleinen vor.
Schranke vor die Tür. Verhaltensregeln aufhängen, Desinfektionsspender aufhängen. Und so weiter.

Bissel nervös werde ich schon.:willy_nilly:

Jinro 27.04.2020 16:04

Zitat:

Zitat von Olga (Beitrag 1205345)
Wir bereiten unser Büro auf die lieben Kleinen vor.
Schranke vor die Tür. Verhaltensregeln aufhängen, Desinfektionsspender aufhängen. Und so weiter.

Bissel nervös werde ich schon.:willy_nilly:

Im ersten Moment habe ich "Schränke vor die Tür" gelesen und gedacht, dass ihr den Infektionsschutz genau richtig angeht. :D

Honeymouse 27.04.2020 16:12

Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 1205346)
Im ersten Moment habe ich "Schränke vor die Tür" gelesen und gedacht, dass ihr den Infektionsschutz genau richtig angeht. :D

Das ging mir genauso:rofl:

Fluse77 27.04.2020 16:17

Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 1205335)
Ich weiß nicht, ob das ein regionales Ding ist, aber hier zahlt die Stadt Eltern, die wegen der Kinderbetreuung nicht arbeiten können 67% (wie bei Kurzarbeit) des Gehalts. Wurde nicht öffentlich gemacht, musste erst die Zeitung drüber berichten. Lohnt daher vielleicht auch bei sich selbst mal zu recherchieren, falls man gerade unbezahlten Urlaub nehmen muss.

Ist in NRW auch, dürfte bundesweit sein. Steht im Infektionsschutzgesetz.

Diabi 27.04.2020 16:23

Zitat:

Zitat von Fluse77 (Beitrag 1205348)
Ist in NRW auch, dürfte bundesweit sein. Steht im Infektionsschutzgesetz.

Scheitert aber dann, wenn man Home Office machen, Urlaub abfeiern o.ä. kann - schließlich ist ja gar kein Problem, beim Home Office nebenher noch Kinder zu betreuen, das macht man dann so nebenbei...

Fluse77 27.04.2020 16:34

Denke das kommt dann auch auf den Arbeitgeber an, meiner ist ja total gegen Homeoffice und möchte gerade Geld sparen.

Im Moment muss man echt gucken was für wen passt.

Olga 27.04.2020 17:13

Ich würde mich gerne mit dem Ehemannkollegen verbarrikadieren.:cool:


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 12:58 Uhr.



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