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Abgabe von jungen Kaninchen auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von maximus
Kaninchen
 
Registriert seit: 31.10.2014
Beiträge: 15.174
maximus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.01.2020, 12:42

Ich finde nichts verwerfliches daran, junge Rammler unkastriert und ungeimpft abzugeben, wenn gleichzeitig den neuen Besitzer diese beiden Dinge ans Herz gelegt werden. Was am Ende mit vermittelten Tieren passiert, dass wissen wir doch vorher alles nicht wirklich. Wir können nur hoffen, dass sie gut landen.
Jedoch bitte wirklich nicht zu früh, die Mama ist mindestens 10-12 Wochen super wichtig.
Und das ist leider der Punkt. Eine Frühkastration wird zwischen der 8 und 12 Woche durchgeführt, somit noch bei der Tierhalterin.

Wobei die Kleinen ja hier sowieso nicht mehr bei der Mama sitzen...

Ich hatte nun schon das zweite mal einen ungeplanten Wurf und kann nur bestätigen, dass da sehr hohe Kosten auf einen zukommen.

Ich hatte beim ersten Wurf sechs Babys.
Also 6x Filavac x 2( nach vier und zehn Wochen) und 4 x Filavac x 2 bei den Elterntieren, da unbekannt ob eine Impfung jemals stattgefunden hatte.
Dazu noch 10 x Myxomathose.
Macht zusammen 700 Euro.
Dazu kamen vier Kastrationen, somit nochmal 240 Euro.
Und natürlich unzählige Kosten an Futter und vorübergehendes Gehege bauen für die Rasselbande.

Es stimmt, die Tierhalterin hier hat sich Tiere angeschafft und hat eine Verantwortung denen gegenüber. Aber diese erfüllt sie ja auch.
Außerdem hat sie sich ja nicht wissentlich in diese Situation gebracht, sondern wurde schlichtweg reingelegt.

Vielleicht sollten wir hier allesamt einen Gang runter schalten.
Zum einen vertreibt das doch nur Neu-User die Hilfe wollen und auch brauchen.
Und zum anderen hilft diese Umgangsform doch so gar nicht.
Am Ende bleiben sie einfach fern um sich nicht mehr unnötig dieser Kritik zu stellen und zum anderen helfen wir so nicht einem einzigen Tier.

Ich finde wir sollten, wenn wir überhaupt was schreiben, beraten und unterstützen, nicht ermahnen und draufhauen.
Denn am Ende hilft es den Kaninchen nicht weiter.

Vielleicht können wir ja helfen, indem wir günstigere Impfungen vermitteln, oder Tierärzte, die nicht so hohe Kastrapreise haben, so das die Tierhalterin auch Möglichkeiten sieht, verantwortungsbewusst zu handeln.

Und am Ende noch der Hinweis:
Nein, ich schere hier nicht über einen Kamm, ich schätze durchaus informative und hilfreiche Antworten in diesem Forum, nur oft fehlt es an richtigem Umgang miteinander.

Liebe Tierhalterin,
ich habe mir (beim zweiten Wurf) zum Beispiel Hilfe beim Tierschutz gesucht. Darüber hatte ich die Möglichkeit sehr günstig Imfungen bei den Notfellchen zu bekommen.
Und für die Frühkastration habe ich Ärzte abtelefoniert um an ein günstiges Angebot zu kommen. Mengenrabatt ist da auch immer auszuhandeln.
Am Ende habe ich sehr viel Geld gespart und meinen Notfellchen einen bestmöglichen Start gewährleistet.



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Liebe Grüße von Susanna
und ihren Fellnasen.



Geändert von maximus (27.01.2020 um 13:52 Uhr).

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.11.2019
Beiträge: 277
Tarenya befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.01.2020, 13:05

ich sehe die beiden punkte etwas kritischer was die abgabe betrifft.

Kastration : natürlich kann ich nicht wissen was irgendwann mit den Tieren passiert, da kann man immer nur hoffen und vertrauen, aber ich kann durch eine Kastration schonmal den Grundstein legen dass mit diesem Tier nicht noch mehr Tiere produziert und vermehrt werden.

Impfe : wie ich ja selbst vor 1,5 Wochen schmerzlich erfahren musste, kann rhd (1und2) jederzeit wie eine Bombe einschlagen, völlig egal welches futter man füttert, oder ob die Tiere innen oder außen leben... das ist eine tickende Zeitbombe und russisch roullette… und je länger man damit wartet, bzw je später man impft oder darauf hofft dass der neue Besitzer es dann macht.... bis dahin kann es dann jederzeit zu spät sein...
sie kann die Tiere mit einer impfe aber JETZT schon schützen und ggf sogar retten, bis der neue Besitzer das vielleicht irgendwann mal tut kann es zu spät sein



marinahexe likes this.

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.11.2019
Beiträge: 277
Tarenya befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.01.2020, 13:08

Und was die Kosten und den " züchter" angeht, so wird es ja einen Vertrag gegeben haben... und wenn ein unkastrierter Rammler als angeblicher Kastrat verkauft wird... würde ich da ganz deutlich eine Beteiligung der kosten einfordern, notfalls mit einem Anwalt drohen



marinahexe likes this.

Benutzerbild von maximus
Kaninchen
 
Registriert seit: 31.10.2014
Beiträge: 15.174
maximus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.01.2020, 13:31

Was bitte bringt eine Drohung mit einem Anwalt?
Eine Drohung nutzt nur, wenn man auch gewillt ist sie umzusetzen.
Da aber die Kosten des Anwaltes die Kastrakosten bei weitem übersteigen, ist dieser Weg doch am Ende noch teurer.



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Liebe Grüße von Susanna
und ihren Fellnasen.



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.11.2019
Beiträge: 277
Tarenya befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.01.2020, 13:40

wenn ein Vertragsbruch oder falsche angaben im vertrag vorliegen, was ja offensichtlich der fall ist, dann knicken die meisten aus angst sowieso ein, zumindest wäre es ein versuch wert, heißt ja nicht dass man es auch durchzieht




Benutzerbild von maximus
Kaninchen
 
Registriert seit: 31.10.2014
Beiträge: 15.174
maximus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.01.2020, 13:46

Hallo Denise, wo wohnst du denn, welche Postleitzahl?
Vielleicht lässt sich eine Sammelimpfung finden, damit die Kleinen schon mal einen Schutz bekommen können.
Die Dame, die ein oder zwei nehmen möchte, wird dir die Kosten der Impfung bestimmt erstatten.
Wenn sie jetzt geimpft werden, können sie dann immernoch vor der 12 Woche kastriert werden. Bei dir, oder aber beim neuen Besitzer.
Impfen geht in jedem Fall jetzt ersteinmal vor der Dringlichkeit des kastrierens.



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Liebe Grüße von Susanna
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Benutzerbild von dangerschaf
Kaninchen
 
Registriert seit: 16.05.2014
Beiträge: 20.618
dangerschaf befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.01.2020, 14:09

Zitat:
Zitat von maximus Beitrag anzeigen
Ich finde nichts verwerfliches daran, junge Rammler unkastriert und ungeimpft abzugeben, wenn gleichzeitig den neuen Besitzer diese beiden Dinge ans Herz gelegt werden. Was am Ende mit vermittelten Tieren passiert, dass wissen wir doch vorher alles nicht wirklich. Wir können nur hoffen, dass sie gut landen.
Stimmt genau. Und deshalb ist eine Kastration so wichtig! Damit können wir nämlich zu 100% verhindern, dass mit diesem Jungtier Vermehrung betrieben wird.



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Oder ewig 'rumtragen,
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[Danke, Tante Jessi]



Aen Aen ist offline
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 11.03.2017
Beiträge: 928
Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.01.2020, 14:45

Zitat:
Zitat von maximus Beitrag anzeigen
Ich finde nichts verwerfliches daran, junge Rammler unkastriert und ungeimpft abzugeben, wenn gleichzeitig den neuen Besitzer diese beiden Dinge ans Herz gelegt werden. Was am Ende mit vermittelten Tieren passiert, dass wissen wir doch vorher alles nicht wirklich. Wir können nur hoffen, dass sie gut landen.
Zitat:
Zitat von dangerschaf Beitrag anzeigen
Stimmt genau. Und deshalb ist eine Kastration so wichtig! Damit können wir nämlich zu 100% verhindern, dass mit diesem Jungtier Vermehrung betrieben wird.


Naja, ich glaube, der Punkt war, dass wir - selbst wenn wir ein Kaninchen kastriert und geimpft übergeben - nicht vorhersagen können, wie sich die Kaninchenhaltung im neuen Zuhause bei den neuen Besitzern trotz aller Vorgespräche konkret gestalten wird, und ob wir, würden wir zwei Monate später nochmal draufschauen, mit allen Details einverstanden wären. Insofern ist ein Besitzerwechsel immer auch ein Kontrollverlust, was die eigenen Ansprüche an eine Kaninchenhaltung angeht.


Und in Denises Fall ist eine Kastration von Rammlern, die sich aus einem Vermehrungsunfall ergeben haben, weil sie von einer Züchterin eine „falsche“ Häsin vermittelt bekam - weshalb sie auch nicht Kastrationskosten eingeplant hat - ein unerwarteter Kostenfall, den sie, wie sie sagt, nicht mal eben stemmen kann.
Für einen solchen Fall ist dann meines Erachtens auch völlig okay, wenn sich Denise mit der Neubesitzerin - möglichst verbindlich - über die Kastration verständigt, ohne dass man Denise hier in drei Anläufen hinbuchstabiert, wie prinzipiell verantwortungslos sie mit kleinen Kaninchen umgeht.



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 27.01.2020, 15:06

Sonne hatte für das Kostenproblem die mögliche Lösung bereits präsentiert: die Kostenübernahme durch die Interessentin.

So etwas kann man also durchaus so regeln, dass Denise entlastet wird, wenn man es wirklich will. Und gleichzeitig stellt man auf sehr effektive Art und Weise fest, ob die Interessentin tatsächlich die Kastra geplant hat, oder ob sie es nur behauptet hat.

Dass man bei möglichen Interessenten mit verstorbenem Tier nach der Todesursache fragt, sollte normal sein - handelt es sich um etwas ansteckendes, muss selbstverständlich sichergestellt sein, dass die Gefahrenquelle beseitigt ist. Alles andere wäre tatsächlich nicht nur fahrlässig, sondern grob fahrlässig.

Und der Hinweis, dass es den Kleinen ganz und gar nicht gut tut, zwei Vergesellschaftungen innerhalb von 2 Wochen durchstehen zu müssen - eine davon in einer Umgebung mit fremder Keimbesiedlung bei noch unzureichend ausgebildetem Immunsystem - ist nun mal keine Schikane sondern notwendig. Es ist zu bedenken, dass die Kleinen durch den Wechsel zum Vater einem nicht unerheblichen Stress ausgesetzt waren, den sie zunächst verarbeiten können sollten.

Impfungen sind für mich nicht diskutabel - so früh wie möglich ist angesichts der Gefahrenlage Pflicht im Sinne des Tieres. Hier ist der Hinweis von Maximus sicher hilfreich, bei Tierschutzstationen wegen Impfterminen zu fragen um die Kosten in vertretbarem Rahmen zu halten.



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Aen Aen ist offline
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 11.03.2017
Beiträge: 928
Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.01.2020, 15:17

Zitat:
Zitat von Lupine Beitrag anzeigen
Dass man bei möglichen Interessenten mit verstorbenem Tier nach der Todesursache fragt, sollte normal sein - handelt es sich um etwas ansteckendes, muss selbstverständlich sichergestellt sein, dass die Gefahrenquelle beseitigt ist. Alles andere wäre tatsächlich nicht nur fahrlässig, sondern grob fahrlässig.

Und der Hinweis, dass es den Kleinen ganz und gar nicht gut tut, zwei Vergesellschaftungen innerhalb von 2 Wochen durchstehen zu müssen - eine davon in einer Umgebung mit fremder Keimbesiedlung bei noch unzureichend ausgebildetem Immunsystem - ist nun mal keine Schikane sondern notwendig. Es ist zu bedenken, dass die Kleinen durch den Wechsel zum Vater einem nicht unerheblichen Stress ausgesetzt waren, den sie zunächst verarbeiten können sollten.

Impfungen sind für mich nicht diskutabel - so früh wie möglich ist angesichts der Gefahrenlage Pflicht im Sinne des Tieres. Hier ist der Hinweis von Maximus sicher hilfreich, bei Tierschutzstationen wegen Impfterminen zu fragen um die Kosten in vertretbarem Rahmen zu halten.

Natürlich, Lupine, kannst Du alles so in den Thread hämmern. Mit Fußnoten aus dem Lehrbuch und „nicht diskutabel“, versteht sich. Du solltest Dich nur nicht wundern, wenn das ganze sehr schnell zum Selbstgespräch wird, weil Du Neu-Usern damit Vorgaben zu einer Kaninchenhaltung mit Sternchen vor den Latz haust, die ihnen in dieser Anspruchshöhe absehbar neu sein dürften. Weshalb Skepsis ein erster, ich finde sogar natürlicher, Reflex darauf ist. Und je nach Tonlage solcher "So-und-nicht-anders"-Traktate ist die Flucht aus diesem Forum der zweite.

Schade, denk ich dann. Jedes Mal.




Benutzerbild von maximus
Kaninchen
 
Registriert seit: 31.10.2014
Beiträge: 15.174
maximus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.01.2020, 15:36

Zitat:
Zitat von Aen Beitrag anzeigen
Natürlich, Lupine, kannst Du alles so in den Thread hämmern. Mit Fußnoten aus dem Lehrbuch und „nicht diskutabel“, versteht sich. Du solltest Dich nur nicht wundern, wenn das ganze sehr schnell zum Selbstgespräch wird, weil Du Neu-Usern damit Vorgaben zu einer Kaninchenhaltung mit Sternchen vor den Latz haust, die ihnen in dieser Anspruchshöhe absehbar neu sein dürften. Weshalb Skepsis ein erster, ich finde sogar natürlicher, Reflex darauf ist. Und je nach Tonlage solcher "So-und-nicht-anders"-Traktate ist die Flucht aus diesem Forum der zweite.

Schade, denk ich dann. Jedes Mal.
Und genau darum geht es mir auch.

Ihr habt ja alle Recht, dass weiß ich als erfahrene Kaninchenhalterin nur zu genau, aber der jenige User, der hier neu ist und unbedingt Hilfe braucht, uns nicht kennt, der fühlt sich missverstanden und kommt nie wieder und das "schadet" dessen Kaninchen.

Es geht halt nicht mit der "Haudrauf- Methode".
Meines Erachtens geht es nur mit Verständnis, gutem Zureden und Hilfestellung.



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