 | Kaninchenfreund | | Registriert seit: 22.04.2019
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Geschrieben am
24.08.2019, 12:25
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Zitat von LouisAbby Hallo,
das ist eine sehr interessantes und wichtiges Thema. Schön, dass hier eine höfliche Diskussion möglich ist, die nicht in Anschuldigungen/Beleidigungen übergeht. Das habe ich im Internet leider schon viel zu häufig erlebt.
Was ich zum Thema beizutragen habe:
Ich habe vor ein paar Jahren im Dehner meiner Heimatstadt in der Zoofachabteilung ein zweiwöchiges Praktikum absolviert. Es war eine lehrreiche Erfahrung und seitdem sehe ich Zoohandlungen mit anderen Augen. Ich kann nicht auf alles genauer eingehen, aber ich beschreibe mal kurz meine eindrücklichsten Erfahrungen während meines Blicks hinter die Kulissen. Zu Beginn meines Praktikums lebten etwa 8 Campell-Zwerghamster in einem Gehege. An meinem letzten Tag lebten noch zwei. Sie hatten sich gegenseitig tot gebissen und dann aufgefressen. Beim Sauber machen habe ich die Schädel und Skelette in der Einstreu gefunden. Meine Vermutungen: 1.Das Gehege war zu eng, weshalb es zu Kämpfen zwischen ihnen kam. 2.Sie litten unter starkem Eiweiß-Mangel, was zu Kannibalismus führen kann. (Die Zwerghamster bekamen dort kein eiweißreiches Futter, obwohl das für sie lebenswichtig ist, was die Pfleger auch wussten.)
Außerdem bekam ich einen Eindruck von der medizinischen Versorgung der Tiere. Kranke und verletzte Tiere werden in einem separaten Raum in Transportboxen untergebracht, bis der Tierarzt kommt. Da er etwa alle zwei Wochen zu einem festen Termin in den Laden kommt, müssen die Tiere oft lange warten, bis ihnen geholfen wird. Sterben sie vorher, ist das eben so. Während meines Praktikums starben drei Kanarienvögel und 6 Campell-Zwerghamster. Die Fische habe ich nicht gezählt. Zwei Hamster und 1 Maus brachte ich ins "Krankenzimmer", da sie krank oder verletzt waren. Als ich nachfragte, wurde mir gesagt, dass die Sterblichkeitsrate normalerweise noch höher ist.
Was mich besonders angewidert hat ist, dass die Tiere offensichtlich als Ware angesehen werden. Vor kurzem war ich wieder mal in diesem Dehner und habe ein Schild gesehen, dass die Zoofachabteilung bald wegen Umbau vorübergehend geschlossen wird. An allen Tiergehegen waren rote Etiketten mit reduzierten Sonderpreisen, wie bei einem Räumungsverkauf. Wie können Menschen Tiere zum Schleuderpreis anbieten, wie eine abgelaufene Dose Katzenfutter?! Ich bin immer noch fassungslos. | Das ist aber auch ein grausamer Extremfall! Da kommt man aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus. Ich hatte auch Praktikum im Dehner gemacht und da war es nicht so, die Tiere hab ich täglich besichtet(nur deshalb dort Praktikum gemacht, weil ich noch gar nicht wusste was ich werden will xD) und denen ging es definitiv besser wie in deinem Dehner. Da bin ich auch grade ziemlich froh drum. Das mit dem Tierarzt war da aber auch so...Alle kranken in einen Raum in ne Transportbox und mussten warten, der Tierarzt kam aber öfter als bei dir, über die Fütterung allgemein in Zoofachhandeln sollte man gar nicht reden- die ist grausam, hauptsache nicht zu teuer. Beim Kölle zu füttern sie zwar getreidefrei von Lottisfreunden, aber Pellets sind nunmal Pellets und es gibt kein Frischfutter. Was hauptbestandteile bei mir ist und sein sollte. |