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Vergesellschaftung abbrechen?Hallo liebe Kaninchenfreunde ![]() ich bin neu hier im Forum und suche einige Tipps, weil ich echt ratlos und verunsichert bin. Mein Freund und ich haben im August zwei Kaninchen adoptiert, die beide zwar weiblich sind, sich jedoch super miteinander verstehen. Die Vergesellschaftung lief problemlos und seither sind sie ein Herz und eine Seele Nun wollten wir gerne noch zwei Männchen dazusetzen. Beide haben wir aus privaten Haushalten adoptiert. Der eine (Hugo, 1,8 Jahre alt) stammt aus sehr schlechten Verhältnissen, wurde nicht kastriert und lebte ein Jahr lang alleine in einem winzigen Käfig, bekam nur Trockenfutter und wie ich das sehe, kennt er nicht viel mehr als seinen Käfig. Auslauf hat er offenbar nie oder ziemlich selten bekommen. Als er bei uns eingezogen ist, hat er erst einmal Luftsprünge gemacht, weil er so viel Platz hatte (und das nur in einer vorübergehenden Unterkunft). Über den anderen, Felix (8 Monate), wissen wir leider nicht so viel, er schien seinen Vorbesitzern aber weitestgehend egal zu sein. Er ist sehr zutraulich und macht einen schüchternen Eindruck. Vergangene Woche waren wir beim Tierarzt, um Hugo kastrieren zu lassen, damit er nicht mehr so leidet. Dort riet uns die Tierärztin, erst einmal die beiden Jungs zu vergesellschaften und sie erst mit den Mädels zusammenzubringen, wenn sie sich verstehen. Das hat natürlich den Vorteil, dass Hugo nicht noch länger alleine bleiben muss. Außerdem meinte die Tierärztin, dass wir Hugo bereits nach drei Tagen mit Felix vergesellschaften könnten. Wir haben nun eine Woche gewartet und dachten, heute wäre ein guter Tag, um die beiden zusammenzubringen. Gesagt, getan, wir haben die zwei in einen für sie neutralen Raum gebracht (ca 16 qm) und abgewartet. Sie haben sich heftig angegangen, gerammelt, Fell ausgerissen, gejagt und das ganze Zeug. Laut Ratschlägen aus dem Internet und der Tierärztin haben wir abgewartet, wie sich alles entwickelt. Anfangs wirkte es, als wäre Felix der unterlegene, das Blatt hat sich inzwischen allerdings stark gewendet. Nun hab ich etwas besorgniserregendes beobachtet und wüsste gerne, ob das normal ist oder ob ich die Vergesellschaftung lieber abbrechen soll? Nach einer heftigen Rangelei sitzt Hugo nun nur noch in der Ecke, guckt traurig drein und frisst nicht. Ich habe ihn mir noch einmal genauer angesehen und festgestellt, dass er eine leichte Bisswunde über dem Auge und eine Bisswunde an der Nase hat, die offenbar auch leicht geblutet hat. Beide Wunden sehen nicht bedrohlich oder gefährlich aus, doch offenbar scheiden sich zu dem Thema die Geister. Außerdem hab ich beobachtet, dass Hugo von Felix gebissen wurde, ohne dass er sich gewehrt hätte. Allerdings hat Felix meiner Ansicht nach nicht besonders kräftig, sondern eher "sanft" zugebissen und es sofort gelassen, als er merkte, dass Hugo sich nicht wehrt. Momentan sitzen beide sehr nah aneinander, Felix knuspert fröhlich im Stroh herum und Hugo sitzt wie beschrieben in einer Ecke und macht einen sehr leidenden und traurigen Eindruck. Zwischendurch geht Felix hin und schnuppert und Hugo nimmt sofort Reißaus. Ich weiß, ich brauche eine ganze Menge Geduld und die Vergesellschaftung ist noch nicht lange im Gange (etwa seit heute Vormittag gegen 11 Uhr). Ich habe jedoch nicht viel Erfahrung damit und möchte lieber zu früh als zu spät handeln. Soll ich die Aktion lieber abbrechen oder einfach mal abwarten, was weiterhin passiert? Ich habe hier im Forum von der Gittermethode gelesen, denkt ihr, die wäre in dieser Situation angebracht? Ganz schön viel zu lesen aber vielleicht hat ja jemand einen Rat, damit es allen beteiligten Langohren bald gut geht.Liebe Grüße Arriey ps: Wer sich über das unterschiedliche Alter der beiden wundert: Das liegt daran, dass wir gerne passende Partner für die Mädels haben wollten. Die eine ist ca 2 Jahre alt und die andere 6 Monate.
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