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Zitat von Kessy88 Hallo,
der erste Tag ist nun rum. Besonders heute Morgen sind die Fellbüschel nur so geflogen. Das Verhalten ist wie bisher auch, der dominante Hase jagt den unterwürfigen Hasen. Allerdings kam es heute Abend 3x dazu, dass der dominante Hase den unterwürfigen Hasen am Kopf geschleckt hat. Allerdings hat der Dominante im direkten Anschluss immer versucht am Po des Unterwürfigen zu schnuppern. Der Unterwürfige Hase ist danach direkt abgehauen. Danach ging die übliche Jagd weiter.
Mittlerweile macht der unterwürfige Hase einen ziemlich fertigen Eindruck (schneller Atmen, zittern). Was meint ihr? Sind die "Fortschritte" schon akzeptabel? Hat das am Kopf schlecken etwas gutes zu Bedeuten? Wie lange hat eine Vergesellschaftung bei euch gedauert?
Viele Grüße |
Oh mann, das sind super Erfolge und dann wird alles durch die nächtliche Trennung wieder kaputt gemacht
Kaninchen sind nun mal keine Kuscheltiere! Sie haben ein hohes Aggressionspotenzial und eine sehr strenge Rangordnung. Und die muss ausdiskutiert werden. Bei manchen Paaren ist sie innerhalb von Minuten klar, bei anderen dauert es Monate. Das Pech von Kaninchen ist ihr niedliches Aussehen
Kessy, wenn du dir das nicht zutraust - bitte, lass es jemand anderen machen. Es ist ja in Ordnung wenn man nicht die Nerven für sowas hat. Mir ist das auch nicht wirklich leicht gefallen, meine Kaninchen dabei zu beobachten wie sie sich gegenseitig angesprungen haben und im Flug versucht haben in die Vorderpfoten zu beißen. Und auch nicht, morgens den Gehegeboden kaum noch wiederzufinden, weil er fast komplett mit Fell bedeckt war.
Mir ist es auch nicht leicht gefallen, bei der letzten hier durchgeführten Vergesellschaftung den armen Willy eine volle Woche lang rennen zu sehen, wann immer meine Zicke Wuschel ihn zu Gesicht bekam. Und das, wo ich noch einige Zeit zuvor fest der Meinung gewesen war, Wuschel wäre das unterwürfigste und harmloseste Kaninchen was ich kenne... weit gefehlt. Erstaunlich, wie schnell so ein gemütlich aussehender Widder werden kann, wenn ein durchgedrehtes geplatztes Sofakissen hinter ihm her ist
Aber da muss man als Halter durch - wenn man es nicht kann, muss man sich eben Hilfe holen.
Oder man holt sich ein bereits fertig vergesellschaftetes Paar jenseits der Pubertät. Dann hat man gute Chancen, dass das Rangordnungsgefüge stabil ist und das auch bleibt.
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Zitat von Aen ...
klar hab ich Lupines Beitrag gelesen, ich fand ihn prima.  Und es geht jetzt selbstverständlich darum, den permanenten Wechsel zwischen Zusammensetzung und Trennung zügig zu beenden, hab ich ja geschrieben. |
Nicht zügig, sondern SOFORT. Sonst haben diese ständigen Versuche nämlich nur einen Effekt: eine Verschlimmerung der Situation.

Und das, wo es jetzt doch endlich gut aussah...
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Kessy ging gestern dazu über, sie erstmals den ganzen Tag über zusammen zu lassen. Dass sie Manschetten vor der ersten Nacht hatte und nach einer Lösung suchte, mit der sie klarkommt, kann ich gut verstehen.
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Das können wir alle verstehen. Wirklich. Das ist für jeden von uns unschön, sowas zu sehen wo man doch harmonisch kuschelnde Lieblinge erträumt. Aber da muss man halt durch!
Wenn das Gehege ordentlich eingerichtet ist (keine Sackgassen, mehrere voneinander sichtgeschützte Futterstellen), gibt es KEINEN Grund einzugreifen. Es gibt genau zwei Gründe, einzugreifen. Das eine ist eine schwere Verletzung. Das zweite ist, dass eines der Kaninchen das Fressen für 24 Stunden eingestellt hat.
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... Und wenn die beiden „Ex-Rammler“ sich heute tagsüber weiterhin ohne grobe Zwischenfälle zusammenraufen, gäbe es für mich auch keinen Grund, sie in der Folgenacht schon wieder zu trennen.
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Aber genau das wird nicht der Fall sein *verzweifeltbin* Die Zwischenfälle werden nach
jeder Trennung potenziell mehr statt weniger! Ist das denn so schwer zu verstehen?
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Kessy hat in ihrem ersten Beitrag ausgeführt, dass es hier um zwei Rammler geht, die sich beide bereits als kampffreudige Rammler erlebt haben - und jedenfalls nicht frühkastriert worden sind. Das wäre mir brenzlig genug, um durchaus beobachten zu wollen, wie die Vergesellschaftung der beiden sich in den nächsten Tagen entwickelt.
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Was hast du denn immer mit der späten Kastration?

Ich kenne Spätkastraten, die Gemüter wie Nilpferde haben. Und welche, die echte Angsthasen sind. Ich kenne Frühkastraten, die ausgesprochene Hitzköpfe sind und freche Früchtchen und die ihren Platz in der Rangordnung ganz oben sehen.
Und ich kenne extrem dominante Häsinnen. Bei mir war nämlich eine an den
Prügeleien Beteiligte Jule, meine dominante Häsin. Nix Kastrat, die hat sich aber deutlich schlimmer geprügelt als das was ich hier lese.
Und ich kenne einen absolut mangelhaft sozialisierten Spätkastraten (mit 4 - 5 Jahren kastriert, vorher mit ca. 5 - 6 Wochen von der Mutter getrennt und danach ausschließlich Einzelhaltung)...
Übrigens: das sind die beiden "fliegenden" Kontrahenten schon kurz darauf, nachdem wir das mit der ausreichenden Portion Härte meinerseits durchgestanden hatten (Leo, der ehemalige Einzelhaltungs-Spätkastrat, weißgranne-schwarz und Jule, die Oberzicke mit Wrestling-Allüren, holländer-wild):
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Die Wunde Deines Kaninchens ist anschaulich, zweifellos, und vielleicht hilfreich, um Vergesellschaftungswunden einordnen und besser tolerieren zu können. Ich meine aber trotzdem nicht, dass das die Latte ist, über die jeder Kaninchenhalter bei der Vergesellschaftung seiner Kaninchen muss. |
Nein, muss er tatsächlich nicht. Denn diese Latte werden über 90 % aller Kaninchenhalter in ihrem Leben nicht mal mit dem Fernglas zu sehen bekommen. Es sei denn, sie halten unkastrierte Rammler zusammen oder machen grobe Fehler wie massiven Platzmangel oder Sackgassen. Und die lassen sich ja vermeiden.