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Neuzugang frisst nicht!Hallo! Nachdem vor einigen Wochen unser Männchen gestorben ist, war Lilly seitdem alleine. Vor 10 Stunden genau holten wir nun endlich einen neuen Gefährten aus dem Tierheim, und wir setzten die beiden zu Hause in einem eingezäunten Areal zusammen (neutraler Boden). Nach einer kurzen friedlichen Kennenlernphase, fingen die Kämpfe an, bei denen Fellbüschel flogen, wobei ich allerdings nicht den Eindruck hatte, dass ich eingreifen müsste. Irgendwann zeigte sich unsere Lilly als die dominante, denn sie rammelte Max von allen Seiten, und dieser saß nur noch geduckt und erschrocken da. Er sitzt seitdem meistens in einem Eck, bewegt sich kaum und wirkt verängstigt und wie erstarrt. Einzig wenn Lilly zu ihm hoppelt und ihn zu provozieren beginnt, und ihn zu jagen, läuft er davon, und wehrt sich, in dem er kräftig aufstampft. Das stampfen bewirkt, dass Lilly eingeschüchtert wirkt und sich ihm unterwirft, indem sie den Kopft duckt und sich bei ihm im Fell vergräbt. Das führte dazu dass die beiden auch mal längere Zeit dicht nebeneinander geruht haben. Allgemein ist unser Max sehr verschreckt und ruhig, wirkt wie gesagt wie unter Schock und sitzt wie erstarrt da. Nun aber das Hauptproblem: Er verweigert jegliches Futter und schön langsam (nach 10 Stunden) werde ich etwas nervös. Das Angebot an Frischfutter ist groß (da ich ja noch nicht weiß was ihm schmeckt gibts von vielem etwas), plus Heu. Ich habe schon versucht ihm das Futter vor die Nase zu halten, um ihm so Appetit zu machen. Doch er stupst dann meine Hand mit dem Futter energisch weg als ob er sagen würde "Lass mich in Ruh damit" Trinken jedoch tut er reichlich, immer wieder mal. Wie lange können wir zuwarten? Muss er erstmal den Stress verarbeiten? Der heutige Tag war nicht leicht für ihn. Zuerst die vielen Menschen, die Transportbox, die Autofahrt, die neue Umgebung und Lilly. Ist es normal, dass er so erstarrt herum sitzt? Wann sollte sich das bessern? Er ist absolut gesund, wurde noch tierärztlich untersucht! Lg, Elaine
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| Mag er denn Leckerlies, wie Cranberries, Cunis oder Erbsenflocken? Ansonsten versuch es mal mit stark riechenden frischen Küchenkräutern wie Dill, Basilikum, Petersilie o.ä. Im übrigen wäre diese Situation nicht entstanden, wenn Du Max (trotz tierärztlicher "Untersuchung", was beinhaltete die?) erstmal hättest "ankommen" lassen und trotz allem auch eine Quarantäne eingehalten hättest. Gerade durch Stress einer VG können sich Kokzidien explosionsartig vermehren, von daher hätte ich eine Sammel-KP vor der VG untersuchen lassen. Einmal von ihm und ggf. auch eine von ihr. Wie ist denn der Impfstatus von beiden? Mit welchen Mitteln wurden sie geimpft (steht im Impfpass)? Zitat:
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| Danke für deine Antwort! Geimpft sind beide, gegen Myxomatose und RHD. Mittlerweile frisst er spärlich aber doch, Gras, Löwenzahn und Bambus. Ich denke es wird schon. Das Gemüse rührt er jedoch noch nicht an. Leider wusste auch das Tierheim nur wenig über die Vorbesitzer. Fest steht, dass diese, ihre Kaninchen ins Heim gebracht haben, 25 (!) an der Zahl, da die Besitzer kein Interesse mehr an ihnen hatten. Ich habe schon die Vermutung, dass er frisches Gemüse oder Obst bis jetzt noch nie gesehen hat. Wir haben uns an das gehalten was uns gestern 2 Tierpfleger und 2 Tierärzte gesagt haben, bzw. wie sie uns den Ablauf erklärt haben. Nämlich die beiden Tiere zusammenzusetzen nachdem sie für 15 Minuten im Transportkäfig waren. Niemand sagte uns bitte, dass unser Tier in Quarantäne gehört. Ich denke, dass diese engagierten und kompetenten Menschen dort sehr viel Erfahrung mitbringen und sich bei diesen Abläufen, die ihr täglich Brot darstellen gut auskennen, im immerhin größten Tierheim unseres Landes (A). Von einer Kotprobe hat gestern auch niemand gesprochen, keiner der beiden dortigen Tierärzte. Wenn das wichtig gewesen wäre, wäre es dort gemacht worden. Lg, Elaine
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| Zitat:
Diese hat in diesem Jahr schon wieder unendlich viele Kaninchen getötet und wird in den nächsten Wochen/Monaten durch vermehrt auftretende Mücken und Fliegen noch mal rapide ansteigen. Dafür müsste im Impfpass "Filavac" oder "Eravac" (das dann zweimal im Abstand von sechs Wochen) stehen. Ohne das besteht gegen RHD V2 kein Schutz!
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| Das haben wir mittlerweile auch, obwohl sich die Situation zum Glück entspannt. Ich habe nirgendwo geschrieben, dass ich wen für inkompetent halte. Ich habe erwähnt, dass ich die Pfleger und Tierärzte von gestern als kompetent einstufe. Das darf ich natürlich. Dass unsere Tierheime und Tierärzte sich mit Kaninchen nicht auskennen und keine Erfahrung im Umgang mit ihnen haben, bezweifle ich, da ich hier auch andere Erfahrung gemacht habe. Vielleicht ist das in Deutschland ja so, das kann durchaus sein. Der RHD2 Impfstoff ist zur Zeit noch so gut wie nirgendwo erhältlich. Unser Land ist auch nicht so betroffen wie Deutschland. Vielleicht deshalb. Ob wir überhaupt mal impfen lassen oder nicht entscheiden wir noch. Lg
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| Ich weiß nicht in welchem Land Du wohnst, aber in der Schweiz und in Österreich wütet RHD auch, genauso wie in Spanien.
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| Aus dem in Klammern gesetzten A schließe ich, dass Elaine in Österreich wohnt. Natürlich muss jeder selbst entscheiden was die Impfungen betrifft, Elaine. Aber auch Österreich ist von RHD V2 betroffen, das solltet ihr im Hinterkopf behalten. Die Seuche kann sich rasend schnell ausbreiten, mit etlichen Kilometern pro Tag. Bevor ihr mitbekommt, dass eine Welle anrollt, ist es schon zu spät. Der Impfschutz braucht mindestens 1 Woche, um aufgebaut zu sein. Geht man mal davon aus, dass Österreich in Nord-Süd-Richtung einen Durchmesser von ca. 300 km hat und sich die Seuche mit 40 bis 50 km pro Tag fortbewegt, kann sie innerhalb einer Woche Österreich von Deutschland aus komplett überrollen. Was die Quarantäne und die Kotprobe betrifft: das ist Allgemeinwissen. Einige Tierpfleger setzen es einfach stillschweigend voraus, dass der Halter so etwas weiß. Kein Zoo oder Tierpark würde ein neues Tier ohne Quarantäne in eine Gruppe setzen. Bei Tierheimen ist das aber oft anders, sie haben nicht die Möglichkeit jedes neue Tier zunächst getrennt zu überwachen. So viel Platz haben sie nicht - und würdest du als Tierschützer gern zugeben, dass du eine allgemein anerkannte schützende Vorgehensweise aus Platzmangel ignorieren musst? Also verschweigst du das lieber. Kotprobe ist so eine Sache... vielen Tierärzten ist es zu lästig, so etwas zu machen. Sie machen das deshalb nur auf aktive Anfrage. Frei gemäß dem Motto: wird schon gut gehen, auch ohne. Gerade bei Tieren aus dem Tierheim, deren Vorgeschichte unbekannt ist oder in deren Vorgeschichte eine große Anzahl von Tieren vorkommt, muss man aber mit mangelnder Gehegehygiene und Fütterungsfehlern beim Vorbesitzer rechnen. Und damit auch mit einer angegriffenen Darmflora, die es Schädlingen leicht macht. Der Stress der Vergesellschaftung tut sein Übriges, und der Befall bricht aus. Schlimmstenfalls bei der kompletten Gruppe, da der VG-Stress ja alle Tiere erfasst. Ich würde das nächste Mal lieber Vorsicht walten lassen, so etwas kann einem eine Menge Ärger ersparen.
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| Zitat:
Es handelte sich ja um 25 Tiere die von ihren Besitzern wegen Überforderung abgegeben wurden. Da ist neben den von Dir genannten Gefahren auch Inzucht und fehlendes Sozialverhalten zu befürchten. Und das alles kann zu schnellen und heftigen gesundheitlichen Problemen führen. Im übrigen gibt es auch in Österreich mittlerweile TÄ die gegen RHD V2 impfen, stehen er in marinahexes pdf-Datei: http://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/43023-rhd2-impfliste.html Geändert von Terry (26.06.2017 um 09:13 Uhr).
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