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ezzi 27.11.2016 12:12

Erziehung und Beschäftigung
 
Liebe Leute,

mancher hat mich vielleicht in Erinnerung. Ich bin die, die sich vor Kurzem riesig freute, das die Karnickels entlich aufhörten überall massiv hinzupinkeln.

Leider fangen sie schon wieder an in ihr Gehege rumzupinkeln. Ich hoffe sehr, es wird nie wieder so schlimm wie vor einigen Wochen.

Nun scheint ein bisschen Erziehung ja Wunder zu wirken. Deswegen wollen wir da auch noch mehr machen. Und nun die Fragen und Überlegungen:

Machen tun wir grad: Wasserspritzflasche beim Knabbern an Bücher oder Möbel. Beim Wildpinkeln haben wir sie noch nicht erwischt. Täglich hochnehmen (Krümel), wobei ich ihm das auch nicht auf Dauer unbedingt zumuten will (mögen tut er das nicht).

Was sie unbedingt lernen sollten:
- auf ihren Namen reagieren
- auf Rufen herkommen
- vielleicht ein paar "Kunststückchen" wie auf Komando Männchen machen oder keine Ahnung was

Das alles soll der Beschäftigung und der stärkeren Bindung dienen. Und hilft auch irgendwie hoffentlich bei der Sauberkeit (indirekter Nebeneffekt).

Auf ihren Namen reagieren sie gerade bei mir null. Bei meiner Tochter (11 Jahre)werden zumindest die Ohren manchmal gespitzt. Sie hat auch schon mit ihnen geübt. Männchen machen, im Kreis laufen. Aber ich sehe da keinen Lerneffekt. Als gelernte Hundetrainerin (hab aber auch keinen Hund und den Job nicht lange gemacht - aber die Prinzipien sind auf viele Tiere übertragbar) fallen mir immer folgende Probleme auf:
- die beiden Nins sind nicht ruhig und konzentriert bei der Sache (immer gierig nach dem Futter und überfallen den mit dem Futter richtig)
- zusammen wuseln sie immer durcheinander und sind futterneidisch - deswegen auch nicht konzentriert
- es klappt nach Monaten nix auf Komando - also scheint auch nicht das gewünschte angekommen zu sein

Nun überlege ich, ob wir mit ihnen einzeln trainieren sollten und es mit clickern versuchen. Allerdings kann man beim clickern auch so viel falsch machen. Ich habe damit keine Erfahrungen. Ich bin auch unsicher, ob meine Tochter das hinbekommt. Ich bin ja nicht so der Kunststückchenfan. Ich lass die Tiere immer gern machen. Das scheint bei den Rackern aber ne schlechte Idee zu sein. Ich weis nicht, ob ich da auf Dauer Lust zu hätte. Ich habs nicht so mit der Geduld und bin zu sehr Perfektionist. AUf YouTube hab ich mir so ein paar Videos angeguckt. Da gehen die Nins dann immer auf den Targetstick. Zumindest das scheint zu funktionieren. Ich fände aber auf Kommando (z.B. Komm, Männchen o.ä.) viel interessanter.

Habt Ihr ein paar Tipps, Anregungen, Erfahrungen, auch gerne lustige Anekdoten!

Im übrigen ist mir durchaus aufgefallen, das es keine Hunde sind und auch keine Katzen :wink5:. Deswegen klappt es mit der Kommunikation ja auch noch nicht so gut. Wir lernen noch voneinander :thumbsup:

Diabi 27.11.2016 18:29

Es tut mir leid, aber ich frag´mich nur, ob Ihr Euch nicht lieber einen Hund hättet anschaffen sollen? Hunde sind menschenfixiert, wollen ihrem Menschen gefallen, und "lernen" deshalb auch gerne, das zu tun, was ihr Mensch von ihnen will.
Kaninchen wollen und müssen niemandem gefallen, außerdem sind sie Beutetiere, und ein Wildkaninchen, das sich voll und ganz auf eine Sache konzentriert, ohne dabei auf Fressfeinde zu achten, hätte dazu wohl am nächsten Tag keine Gelegenheit mehr, sondern befände sich im Verdauenstrakt eines Fressfeindes...

Ich halte daher nicht wirklich was davon, Kaninchen erziehen oder ihnen unbedingt irgend welche Ticks beibringen zu wollen.

Warum lasst Ihr die Tiere nicht so leben, wie es die Kaninchen wollen, und wie sie sich glücklich damit fühlen und schaut ihnen einfach dabei zu?

Ständiges Hochheben dürfte für jedes Kaninchen eine Tortur sein, da es sich dann jedes Mal so fühlen "darf", als wäre es vom Fuchs oder Greifvogel geschnappt worden, auch finde ich die Idee, meine Nins mit Wasserflaschen zu bespritzen, einfach nur gruselig...

Natürlich ist es verständlich, dass man nicht jegliches Möbelstück den Zähnen der Kaninchen opfern möchte, aber da kann man Schutzmaßnahmen treffen, wie z.b. einzäunen, oder gesonderte Bereiche nur für die Nins, und Bücher räumt man einfach außer Reichweite, außerdem minimiert man die Knabberlust an verbotenen Sachen, wenn man ihnen immer ausreichend Erlaubtes, wie z.B. Zweige, Kartons, Heutunnel o.ä. zur Verfügung stellt.

Ob Nins überhaupt mit ihren Namen etwas anfangen können, wage ich zu bezweifeln, aber was soll es auch nützen, wenn jedes einzeln kommt? Meine kommen immer, wenn ich rufe, aber natürlich dann immer zusammen, und es wäre wohl völlig egal, ob ich "kommt ihr!", "Satansbraten!" oder "gleich gibt´s Hasengulasch!" rufe, der Ton macht die Musik und die Erwartungshaltung der Langohren, die natürlich Leckerlis erbetteln und dabei mehr kriegen wollen, als das andere...
und auch das ist doch völlig natürlich: ein Wildkaninchen, das geduldig wartet, bis der Sonnenstrahl den Grashalm richtig erleuchtet, würde entweder verhungern, oder von seinen Feinden gefressen werden, zudem brauchen Kaninchen als Pflanzenfresser viel mehr Futter, als Fleischfresser, um ausreichend Energie zu haben, deshalb ist es für das Kaninchen überlebenswichtig, alles Essbare schnell zu vertilgen, bevor der Artgenosse es frisst oder der Fressfeind kommt.

Tricks wie z.B. Metalltreppen hochlaufen, Hintertür und Auslauftür mit der Nase aufstubsen bzw. durch Rückwärtslaufen aufziehen haben sich meine Kaninchen - nicht immer zu meinem Gefallen - genauso von alleine beigebracht, wie Männchen machen oder auf den Hinterbeinen laufen, ich würde das auch nie mit ihnen üben, sondern sie machen es nur, weil ich nicht bei jedem schnell genug bin mit den Leckerchen..

Lange Rede, kurzer Sinn: lasst den Kaninchen ihr Kaninchenleben, und bringt Euch lieber selbst irgendwelche Tricks bei...

Adabei 27.11.2016 19:02

Ich glaube eure Erwartungen an Kaninchen sind falsch. Ihr wollt aus ihnen machen was sie nicht sind und das heißt für beide Seiten, dass sie unglücklich sind.
Überlegt euch ob das gut für euch ist und ob es gut für die Nins ist. Wenn du es nicht beides mit ja beantworten kannst solltest du nach einer andern Lösung suchen die für alle gut ist.

LG

Amy Rose 27.11.2016 19:11

Ich kann hier nur den Vorrednern zustimmen. Das sind Kaninchen, Beutetiere und keine Raubtiere ala Hunde.
Sichert die Möbel oder lebt mit Bissspuren. Lebt damit, was euch die Kaninchen anbieten und was sie machen wollen, oder lasst es bleiben. Zu Kunststücken annimieren, da könnt ihr bei einem Hund noch gehorsamn "erzwingen", bei einem Kaninchen ist das anders. Entweder es macht mit oder Nein, basta.

Mir scheint du versuchst da was zu kompensieren, weil du meinst Hundetrainiern zu sein und das das Prinzip ja überall klappen muss aber noch mal; Du arbeitest mit Beutetieren und keinen Beutegreifern. Das ist ein Unterschied

Gundel Gaukeley 27.11.2016 20:24

Zitat:

Zitat von Amy Rose (Beitrag 991317)
Ich kann hier nur den Vorrednern zustimmen. Das sind Kaninchen, Beutetiere und keine Raubtiere ala Hunde.
Sichert die Möbel oder lebt mit Bissspuren. Lebt damit, was euch die Kaninchen anbieten und was sie machen wollen, oder lasst es bleiben. Zu Kunststücken annimieren, da könnt ihr bei einem Hund noch gehorsamn "erzwingen", bei einem Kaninchen ist das anders. Entweder es macht mit oder Nein, basta.

Mir scheint du versuchst da was zu kompensieren, weil du meinst Hundetrainiern zu sein und das das Prinzip ja überall klappen muss aber noch mal; Du arbeitest mit Beutetieren und keinen Beutegreifern. Das ist ein Unterschied

Fluchttiere können ebenso erzogen und dressiert werden wie Raubtiere.
Man kann Kaninchen sehr gut erziehen, nur braucht es eben um einiges länger wie z.B. bei Hunden. Mit Bissspuren muß man auch nicht leben, weder an Möbeln noch Büchern. Wir haben hier gerade zwei unerzogene Wackelnasen in Pflege (bei ihren Futtergebern läuft gerade Umzug und Renovierung) die zu Hause machen durften was sie wollten.
Nach 2 Wochen wußten die beiden daß ich mir nicht von ihnen auf der Nase herumtanzen lasse, wie Herrchen und Frauchen.
Geholfen hat die Sprühflasche, viel:hand::hand: und gelegentlich die zusammengerollte Zeitung auf den Po. Es handelt sich hierbei allerdings "nur" um die wichtigsten Benimmregeln.
Früher habe ich meinen Kaninchen auch das "Kommen auf ihren Namen" und Tricks beigebracht, aber: es waren nur 3 eigene Nins und ich war Schulkind.
Heute habe ich jedes Jahr bis 40 Nins und bin berufstätig, habe also nicht mehr so viel Zeit.
Und der Einwand mit den Fluchttieren zählt auch nicht wirklich. Pferde lassen sich wunderbar dressieren, ebenso Esel, Ziegen und Schweine und das sind ebenfalls alles Beute-/Fluchttiere.
Allerdings sollte man sich bei der Absicht auf gezielte Dressur (alles was über normale Erziehung hinausgeht, z.B. Tricks, Kunststücke) entsprechend charakterlich geeignete Tiere aussuchen.

LG Jule:D

LuLu03 27.11.2016 20:27

Ehrlich Leute wie ekelhaft ist das bitte.
Weder eine sprühflasche noch eine Zeitung sind Erziehungsmittel.
Mich widert euer verhalten ernsthaft richtig an!

Minerva 27.11.2016 20:36

Zitat:

Zitat von LuLu03 (Beitrag 991367)
Ehrlich Leute wie ekelhaft ist das bitte.
Weder eine sprühflasche noch eine Zeitung sind Erziehungsmittel.
Mich widert euer verhalten ernsthaft richtig an!

Mich macht es auch traurig. Wenn man es unbedingt braucht, dass ein Tier auf Kommando macht, was der Mensch will, warum holt man sich dann keinen Hund? Kaninchen sind Beobachtungstiere. Man sollte sie nicht zur Belustigung für den Menschen ausnutzen und ihnen ein Verhalten aufzwingen, das gegen ihre Natur ist.

Und schon gar nicht, mit solchen Methoden. :(

LuLu03 27.11.2016 20:42

Es ist einfach auch mega widersprüchlich!
Ich will vertrauen aufbauen in dem ich dem Tier Tricks beibringen es "zähme" aber andererseits erschrecke ich das Tier tu ihm mit der Zeitung womöglich weh und zerstöre das ganze gebildete vertrauen wieder. Aber das zeigt wohl nur wie durchdacht das ganze ist.

Amy Rose 27.11.2016 20:59

Zitat:

Zitat von Gundel Gaukeley (Beitrag 991366)
Fluchttiere können ebenso erzogen und dressiert werden wie Raubtiere.
Man kann Kaninchen sehr gut erziehen, nur braucht es eben um einiges länger wie z.B. bei Hunden. Mit Bissspuren muß man auch nicht leben, weder an Möbeln noch Büchern. Wir haben hier gerade zwei unerzogene Wackelnasen in Pflege (bei ihren Futtergebern läuft gerade Umzug und Renovierung) die zu Hause machen durften was sie wollten.
Nach 2 Wochen wußten die beiden daß ich mir nicht von ihnen auf der Nase herumtanzen lasse, wie Herrchen und Frauchen.
Geholfen hat die Sprühflasche, viel:hand::hand: und gelegentlich die zusammengerollte Zeitung auf den Po. Es handelt sich hierbei allerdings "nur" um die wichtigsten Benimmregeln.
Früher habe ich meinen Kaninchen auch das "Kommen auf ihren Namen" und Tricks beigebracht, aber: es waren nur 3 eigene Nins und ich war Schulkind.
Heute habe ich jedes Jahr bis 40 Nins und bin berufstätig, habe also nicht mehr so viel Zeit.
Und der Einwand mit den Fluchttieren zählt auch nicht wirklich. Pferde lassen sich wunderbar dressieren, ebenso Esel, Ziegen und Schweine und das sind ebenfalls alles Beute-/Fluchttiere.
Allerdings sollte man sich bei der Absicht auf gezielte Dressur (alles was über normale Erziehung hinausgeht, z.B. Tricks, Kunststücke) entsprechend charakterlich geeignete Tiere aussuchen.

LG Jule:D



In welchen Jahrhundert lebst du bitte? Du schlägst deine Kaninchen mit der Zeitung. Widerwärtig. Schäm dich. :banghead:

Schlägst du auch noch deine Kinder? Deinen Hund?


Ich hoffe du bist ein Troll der uns nur aufmischen will. Echt Mal.

crazy curry 27.11.2016 22:08

Zitat:

Zitat von Gundel Gaukeley (Beitrag 991366)
Fluchttiere können ebenso erzogen und dressiert werden wie Raubtiere.
Man kann Kaninchen sehr gut erziehen, nur braucht es eben um einiges länger wie z.B. bei Hunden. Mit Bissspuodermuß man auch nicht leben, weder an Möbeln noch Büchern. Wir haben hier gerade zwei unerzogene Wackelnasen in Pflege (bei ihren Futtergebern läuft gerade Umzug und Renovierung) die zu Hause machen durften was sie wollten.
Nach 2 Wochen wußten die beiden daß ich mir nicht von ihnen auf der Nase herumtanzen lasse, wie Herrchen und Frauchen.
Geholfen hat die Sprühflasche, viel:hand::hand: und gelegentlich die zusammengerollte Zeitung auf den Po. Es handelt sich hierbei allerdings "nur" um die wichtigsten Benimmregeln.
Früher habe ich meinen Kaninchen auch das "Kommen auf ihren Namen" und Tricks beigebracht, aber: es waren nur 3 eigene Nins und ich war Schulkind.
Heute habe ich jedes Jahr bis 40 Nins und bin berufstätig, habe also nicht mehr so viel Zeit.
Und der Einwand mit den Fluchttieren zählt auch nicht wirklich. Pferde lassen sich wunderbar dressieren, ebenso Esel, Ziegen und Schweine und das sind ebenfalls alles Beute-/Fluchttiere.
Allerdings sollte man sich bei der Absicht auf gezielte Dressur (alles was über normale Erziehung hinausgeht, z.B. Tricks, Kunststücke) entsprechend charakterlich geeignete Tiere aussuchen.

LG Jule:D


Da fehlen mir echt die Worte :eek::eek
Schade das man keine virtuellen klopfer auf den Hinterkopf verteilen kann, das soll ja das Denkvermögen erhöhen.

Hat man dich auch übers Knie gelegt oder mal den Gürtel spürenlassen, wenn du nicht gespurt hast?


Das sind , wenn auch domestiziert, Tiere, bei denen mal mehr, mal weniger stark die Natur durchschlägt.
Daher bin ich auch für die Außenhaltung, da können sie ihrer Natur freien lauf lassen.

Der Vergleich mit dem Pferd hinkt aber gewaltig. Schon alleine durch ihre Größe und ihr Gewicht . Wenn die nicht wollen kannst du dich auf die Hinterbeine stellen und sie ziehen dich trotzdem durch den Dreck oder schmeißen dich ab.
Die Möglichkeiten hat ein Kaninchen leider nicht.


Lasst die Tiere Tiere sein, sichert eure Wohnung und alles was nicht angeknabbert werden soll außer Reichweite stellen. Ggf ein Gehege in der Wohnung bauen , das außreichend außreichend groß ist. Das wildpinkeln wird immer wieder kommen, wenn sie hitzig sind.

Gundel Gaukeley 27.11.2016 22:55

Wo bitte soll denn ein Klapps mit einer Zeitung oder der Einsatz einer Sprühflasche wehtun? Es war schließlich nicht die Rede von verprügeln; nun kriegt euch wieder ein.
Und die beiden Nasen kommen jeden Tag zu mir und betteln nach Extra Leckerchen, also kann es nicht am Vertrauen hapern.

@crazy curry: Es ging um die Behauptung, daß Fluchttiere nicht erziehbar/ dressierbar seien, nur weil sie Fluchttiere sind. (Und ein Pferd, das ein Verhalten wie von dir beschrieben an den Tag legt, würde ich für mega ungezogen halten.)

@LuLu03: Ich gehe einfach mal davon aus, das jeder der sein(e) Tiere erzieht/ dressiert, dabei auch auf ihre jeweiligen Charakter achtet. (z.B. Sensibelchen oder dickfelliges kleines Monster)

@Minerva: Ich finde es weder bei Kaninchen noch bei Hund toll wenn sie z.B. den Teppich zerlegen oder Katze jeden Tag aufs Sofa pinkelt da gibt´s für alle einen Klapps, wenn sie dabei erwischt werden.
Für ich hat die (Haustier)Erziehung nix mit der Tierart zu tun.

@Amy Rose: Wenn du dich auf den Schlips getreten fühlst, hast du das auch umsonst. So weit ich weiß hab ich niemanden angegriffen. Außerdem steht hier nix geschrieben was man umsetzen muß
, nur was man umsetzen kann, sofern man das möchte.

@Alle: Jeder kann es doch mit der Erziehung seiner Tiere halten wie er möchte (damit meine ich keine Prügel)
Was ich oben geschrieben habe, hat sich bei mir bis jetzt im großen und ganzen bewährt, also halte ich es auch so.

Darkfrett 27.11.2016 23:06

Man kann seine Tiere aber auch erziehen, ohne direkt ihr Vertrauen zu erschüttern.

Amy Rose 27.11.2016 23:06

Zitat:

Zitat von Gundel Gaukeley (Beitrag 991437)
Wo bitte soll denn ein Klapps mit einer Zeitung oder der Einsatz einer Sprühflasche wehtun? Es war schließlich nicht die Rede von verprügeln; nun kriegt euch wieder ein.
Und die beiden Nasen kommen jeden Tag zu mir und betteln nach Extra Leckerchen, also kann es nicht am Vertrauen hapern.

@crazy curry: Es ging um die Behauptung, daß Fluchttiere nicht erziehbar/ dressierbar seien, nur weil sie Fluchttiere sind. (Und ein Pferd, das ein Verhalten wie von dir beschrieben an den Tag legt, würde ich für mega ungezogen halten.)

@LuLu03: Ich gehe einfach mal davon aus, das jeder der sein(e) Tiere erzieht/ dressiert, dabei auch auf ihre jeweiligen Charakter achtet. (z.B. Sensibelchen oder dickfelliges kleines Monster)

@Minerva: Ich finde es weder bei Kaninchen noch bei Hund toll wenn sie z.B. den Teppich zerlegen oder Katze jeden Tag aufs Sofa pinkelt da gibt´s für alle einen Klapps, wenn sie dabei erwischt werden.
Für ich hat die (Haustier)Erziehung nix mit der Tierart zu tun.

@Amy Rose: Wenn du dich auf den Schlips getreten fühlst, hast du das auch umsonst. So weit ich weiß hab ich niemanden angegriffen. Außerdem steht hier nix geschrieben was man umsetzen muß
, nur was man umsetzen kann, sofern man das möchte.

@Alle: Jeder kann es doch mit der Erziehung seiner Tiere halten wie er möchte (damit meine ich keine Prügel)
Was ich oben geschrieben habe, hat sich bei mir bis jetzt im großen und ganzen bewährt, also halte ich es auch so.


Echt ekelhaft. :mad5: Dann ist für dich ein Klaps auf den Kinderpo wahrscheinlich auch kein Schlag, sondern ein ´stellt euch nicht so an`

Echt alles was ein Tier erschreckt, schmerzen zufügt oder demütigt gehört Verboten und ist es teilweise auch.

Finde das furchtbar wie du dein Tier da misshandelst. Ja für mich ist das Misshandeln. Egal ob du nun die Hand, ein Holzstück, eine Fliegenklatsche oder "nur" eine Zeitung benutzt du schlägst nach einem wehrlosen Tier, dass dir nicht gehorcht weil DU zu blöd bist deine Einrichtung zu sichern. Das ist erbärmlich.

crazy curry 28.11.2016 07:55

Wenn dein Pferd Schmerzen hat oder sich erschrickt oder durch schlechte Erfahrungen so reagiert, hat das nichts mit schlecht erzogen zu tun.
Aber das du, was Tiere angeht resistent bist, ist ja bekannt.
Du drehst dir alles so wie es dir passt, sei es Buchtenhaltung, sinnlose Vermehrung oder nun die unnötige Erziehung von Kaninchen.

möhrenschnippler3 28.11.2016 09:11

Guten morgen Freunde,

Diese Erziehungsversuche kenne ich von Hund und Katze. Grundsätzlich sollte man Abstand von Gewalt an allen Lebewesen nehmen. (Ausnahme Verteidigung)

Warum Sie überall hinpinkeln, könnte mir vorstellen das sie einen anderen Geruch übertünchen wollen. (Putzmittel usw.)

Du willst das sie auf Dich reagieren? Das geht nur mit und durch vertrauen. Deine Erziehungsversuche bringen dir nur das Gegenteil. Also überdenke einfach nochmal alles und starte von vorne. Das oberste Motte meiner Meinung nach ist " Geduld und Verständnis"

Inora 28.11.2016 11:28

Hallo ihr lieben,

wie ich sehe gehen hier ja die Meinungen extrem auseinander :)

Zu allererst einmal: Lasst eure Sprühflaschen, Zeitungen usw. weg!
So erzieht man kein Tier gut. Weder Hunde, Pferde noch Katzen. So etwas nennt man negativ Konditionierung. In der modernen Tiererziehung arbeiten gute Trainer mit positiver Konditionierung. Gutes Verhalten belohnen, negatives Ignorieren bzw. auf das Tier abgestimmt reagieren. Ihr bringt euren Tieren bei Angst vor eben oben genannten Dingen zu haben, wenn ihr das zu oft und schlecht einsetzt, auch Angst vor euch. Dadurch kann es dazu kommen, das Tiere ihre Ängste ausweiten und plötzlich Panik vor ganz anderen Dingen haben. Sucht im Internet mal nach "Little-Albert"

Anhand dieser Studie sieht man genau, was negativ Konditionierung anrichten kann, wobei dort meist von klassischer Konditionierung die Rede ist. Und dieses Beispiel ist 1 zu 1 übertragbar auf das Tier. Ebenen so kann man mit z. B. "Wasser" Bestrafung die Tiere in eine so genannte "erlernte Hilflosigkeit" drängen. Und, dass glaube ich will kein Halter, der sein Tier liebt.

Zu Hasen, ja man kann sie erziehen. Wobei das stark auf das Tier selbst ankommt, was genau man ihm beibringen kann.

Mein Drago ist eher ängstlich und hasst es angefasst zu werde. Er wird niemals so wie Choco auf Kommando auf mein Schoß springen oder mir über die Arme hüpfen. Einfach weil er engeren Kontakt vermeidet. Dafür läuft er mit einem Target Stock und für ihn angenehmen Entfernung zu mir durch Hindernisse und dreht sich bei Kommando einmal im Kreis. Ich habe meinen Kaninchen beigebracht meine Möbel in Ruhe zu lassen, stubenrein zu sein und selbst Kabel lassen sie mir stehen. Wie habe ich das geschafft? Ich habe mich mit ihrer Natur auseinandergesetzt. Kaninchen neigen dazu Sachen anzunagen, weil es für sie ein normales Verhalten ist. Das kann man ihnen nicht abtrainieren aber man kann ein gewünschtes Ersatzverhalten erzeugen.

Meine gehen an "ihr" Holz und nagen, sie gehen auf "ihre" Toiletten oder fressen "ihre" Strohkabel. Tiererziehung ist nichts Einfaches, weil es unheimlich viel zu beachten gibt. Meine Süßen haben das alles über jetzt fast zwei Jahren gelernt, jeden Tag über ich mit ihnen. Alles auf freiwilliger Basis und solange sie wollen. Wenn, dass nur 1 Minuten ist, dann reicht das auch.

Bei Hunden sagt man maximal 10 Minuten, bei Kaninchen würde ich jetzt sagen 2- 3 Minuten. Wenn sie keine Lust haben, dann einfach aufhören und vielleicht später weiter machen. Ebenso muss man abgestimmt auf das Tier Tricks finden. Ein Hase wird dir kaum einen Salto machen. Weil das keine natürliche Bewegung ist, aber er wird dir über Hindernisse springen, Männchen machen oder sich hinlegen.

Kaninchen brauchen den Menschen nicht, daher ist ihre Erziehung mit verdammt viel Geduld verbunden. Vor allem wenn sie artgerecht leben dürfen. Manche Kaninchen lernen schnell, haben einen Trick in einer Woche drauf. Andere brauchen ein halbes Jahr. Daher ist Perfektion keine Option in der Tiererziehung, eben sowenig wie Ungeduld.

Wenn bedarf besteht, mache ich mir gerne die Mühe und beschreibe wie ich meine Kaninchen erziehe, welche Tricks machbar sind und wie positive Konditionierung wirklich funktioniert.

Verzeiht die Fehler im Text, ich bin grad ein wenig im Stress :)

Monster2 28.11.2016 11:44

habt ihr schon mal an klickertraining gedacht?

ich mach das grade bei unserem Kater und hab mir auch schon ein Buch für die Ninis gekauft...

aber Geduld ist das A & O - gerade bei Klickertraining..

Tuna 28.11.2016 11:56

Zitat:

Zitat von ezzi (Beitrag 991153)
Liebe Leute,

mancher hat mich vielleicht in Erinnerung. Ich bin die, die sich vor Kurzem riesig freute, das die Karnickels entlich aufhörten überall massiv hinzupinkeln.

Leider fangen sie schon wieder an in ihr Gehege rumzupinkeln. Ich hoffe sehr, es wird nie wieder so schlimm wie vor einigen Wochen.

Und wenn doch? Was dann? Habt ihr die nötige innere Ruhe um das Verhalten das Kaninchenleben lang hinzunehmen?
Es kann sein, dass sich das bessert wenn ihr die Ursache gefunden habt und diese abstellen könnt. Aber, ihr müsst euch darüber im klaren sein, dass es viele Ursachen geben kann, darunter auch euer Verhalten oder sonstwelche Dinge, die ihr ungern ändern wollt..

Zitat:

Zitat von ezzi (Beitrag 991153)
Nun scheint ein bisschen Erziehung ja Wunder zu wirken. Deswegen wollen wir da auch noch mehr machen. Und nun die Fragen und Überlegungen:

Machen tun wir grad: Wasserspritzflasche beim Knabbern an Bücher oder Möbel. Beim Wildpinkeln haben wir sie noch nicht erwischt. Täglich hochnehmen (Krümel), wobei ich ihm das auch nicht auf Dauer unbedingt zumuten will (mögen tut er das nicht).

Bei Kaninchen wirkt Erziehung selten Wunder. Viel mehr Erfolg hat man bei ihnen wenn man sich klar macht was bzw. warum sie was machen.
Das sind kleine Kobolde, die auch einen gewissen Spieltrieb und Erkundungstrieb haben.
Sie sind da wie sehr kleine Kinder. Kurze Aufmerksamkeitsspanne und hohe Triebe seine eigenen
Bedürfnisse zu erfüllen. Und vieles wird mit dem Mund erforscht (Beim Kaninchen halt weniger angesabbere und mehr geknabbere).
Warum müssen sie lernen keine Bücher anzuknabbern? Also, meine eigentliche Frage ist eher, warum befinden sich Bücher in ihrem direkten Umfeld?
Das wäre so, als würdest du das sehr kleine Kind neben einen Ball setzen und das Kind anspritzen wenn es nach dem Ball greift. Und wollen wir wetten, es wird nach dem Ball greifen? Würdest du den Ball weglegen oder das Kind anspritzen?
Entferne einfach alles aus dem Umfeld der Kaninchen was sie nicht haben sollen. Schütze Möbel mit geeigneten Mitteln. Du kannst die Kanten zum Beispiel mit Metallwinkeln schützen. Wenn dir das zu häßlich ist, lackiere die Metallwinkel in der Möbelfarbe. Oder bau einen anderen Schutz drum rum.
Wenn die Kaninchen tatsächlich lernen, dass DU nicht möchtest, dass sie daran knabbern, dann werden sie im besten Fall lernen, dass sie nur noch knabbern wenn du nicht hin siehst.
Gib ihnen tollere Knabbersachen, an die sie ran dürfen, dann könnten sie das Intetesse verlieren an den Möbeln.

Zitat:

Zitat von ezzi (Beitrag 991153)
Was sie unbedingt lernen sollten:
- auf ihren Namen reagieren
- auf Rufen herkommen
- vielleicht ein paar "Kunststückchen" wie auf Komando Männchen machen oder keine Ahnung was

Das alles soll der Beschäftigung und der stärkeren Bindung dienen. Und hilft auch irgendwie hoffentlich bei der Sauberkeit (indirekter Nebeneffekt).

Warum sollen sie genau das unbedingt lernen?
Wozu ist das wichtig?
Mit meinen Kaninchen hab ich auch Dinge trainiert. Wichtige Dinge. Also Dinge, die mir den Umgang mit ihnen erleichtern. In die Box hüpfen um stressiges Einfangen zu vermeiden. Auf einen bestimmten Laut herkommen um zu sehen ob sie aktiv oder Krank sind. Auch Männchen machen um zu sehen ob der Unterboden sauber ist.
All das diente aber keiner stärkeren Bindung.
Den Tieren sind solche Kunststücke egal, sie wollen die Leckerchen oder den Körperkontakt. Dafür machen sie das. Sie mögen dich aber genauso wenn du sie nur füttertst oder streichelst. Sie machen keine Kunststückchen weil du ihr Held bist und sie dir gefallen wollen. Und ihr Name ist ihnen wurscht. Du kannst auch Rollmops oder Schornsteinfeger sagen und sie kommen trotzdem um dich zu begrüßen. Nicht, weil sie zu doof sind um ihre Namen zu unterscheiden, sondern weil ohnen die Namen nix bedeuten. Kaninchen kommunizieren nicht so ausgeprägt über Laute, sie reagieren auf andere Dinge, Körpersprache, Stress,...

Zitat:

Zitat von ezzi (Beitrag 991153)
Auf ihren Namen reagieren sie gerade bei mir null. Bei meiner Tochter (11 Jahre)werden zumindest die Ohren manchmal gespitzt. Sie hat auch schon mit ihnen geübt. Männchen machen, im Kreis laufen. Aber ich sehe da keinen Lerneffekt. Als gelernte Hundetrainerin (hab aber auch keinen Hund und den Job nicht lange gemacht - aber die Prinzipien sind auf viele Tiere übertragbar) fallen mir immer folgende Probleme auf:
- die beiden Nins sind nicht ruhig und konzentriert bei der Sache (immer gierig nach dem Futter und überfallen den mit dem Futter richtig)
- zusammen wuseln sie immer durcheinander und sind futterneidisch - deswegen auch nicht konzentriert
- es klappt nach Monaten nix auf Komando - also scheint auch nicht das gewünschte angekommen zu sein

Das einzige was meiner Meinung nach bei Kaninchen funktioniert ist positive Verstärkung.
Welche Prinzipien der Hundeerziehung sollten denn deiner Meinung nach übertragbar sein?
Alle geschilderten "Probleme", die du erwähnst ist gamz normales Kaninchenverhalten.
Klar kommen beide, sind wuselig und verfressen. Es sind Kaninchen. Die wollen sich nicht ewig konzentrieren. Die können was lernen, definitiv, aber das heißt noch lange nicht, dass du das wann du willst abrufen kannst. Die machen das nur wenn sie wollen und einen Vorteil für sich selbst erwarten. Von dem Gedanken eines Vorzeige-Kunststück-Kaninchen würde ich mich an deiner Stelle verabschieden.


Zitat:

Zitat von ezzi (Beitrag 991153)
Nun überlege ich, ob wir mit ihnen einzeln trainieren sollten und es mit clickern versuchen. Allerdings kann man beim clickern auch so viel falsch machen. Ich habe damit keine Erfahrungen. Ich bin auch unsicher, ob meine Tochter das hinbekommt. Ich bin ja nicht so der Kunststückchenfan. Ich lass die Tiere immer gern machen. Das scheint bei den Rackern aber ne schlechte Idee zu sein. Ich weis nicht, ob ich da auf Dauer Lust zu hätte. Ich habs nicht so mit der Geduld und bin zu sehr Perfektionist. AUf YouTube hab ich mir so ein paar Videos angeguckt. Da gehen die Nins dann immer auf den Targetstick. Zumindest das scheint zu funktionieren. Ich fände aber auf Kommando (z.B. Komm, Männchen o.ä.) viel interessanter.

Habt Ihr ein paar Tipps, Anregungen, Erfahrungen, auch gerne lustige Anekdoten!

Im übrigen ist mir durchaus aufgefallen, das es keine Hunde sind und auch keine Katzen :wink5:. Deswegen klappt es mit der Kommunikation ja auch noch nicht so gut. Wir lernen noch voneinander :thumbsup:

Alleine trainieren soll was bringen? Das sich das Tier besser auf dich konzentriert? Das Tier wird eher irritiert sein und das Partnertier suchen und nicht verstehen warum es abgetrennt ist. Das ist eine stressige Situation in dem dem Kaninchen der Schutz der Gruppe fehlt.
Hast du so eine tiefe Verbindung zu dem Kaninchen, dass du ihm diesen Schutz geben kannst und ihm den Stress in der Situation nehmen kannst? Hast du genug Feingefühl und Kaninchenerfahrung um zu erkennen wann das Tier feinste Stresszeichen sendet? Ja? Dann trainiere einzeln. Wenn nein, dann besser nicht.
Wenn du clickern willst, dann mach. Sofern deine Tiere keine Angst vor dem Geräusch haben kannst du auch den Clicker nutzen. Oder irgendein Geräusch, oder den Target, oder oder. Egal, hauptsache das Tier hat das Gefühl, dass es einen Vorteil dabei hat.
Nur, lass deine Kaninchen Kaninchen sein. Die Sache mit der Kommunikation klappt vermutlich einfach auch nicht gut, weil du nicht kaninchengerecht kommunizierst. Sowas lernt man mit der Zeit, am besten durch Beobachtung.

ezzi 28.11.2016 18:44

Hallo an alle,

ich bin hier grad sehr betroffen und schockiert, wie sehr ich von vielen hier angefeindet wurde, obwohl ich einfach nur Tipps und Hinweise wollte.

Ganz ehrlich: SCHÄMT EUCH!!!

Danke den sehr wenigen, die hier etwas erklärt haben. Auch wenn es bei manchen etwas freundlicher hätte sein können.

Ich habe ehrlich zugegeben, das ich da Kommunikationsprobleme zwischen mir und meinen Kaninchen sehe. Es sind meine ersten Kaninchen. Und NEIN, ich will keinen Hund und schlage auch meine Nins NIE! Und das wird auch nicht passieren.

Ich habe hier schon mehrmals verzweifelt um Hilfe gebeten. Es kam immer nur sehr wenig und keine wirklichen Tipps, was ich machen kann. Von einer ehemaligen Kaninchenhalterin kam dann der Tipp mit der Wassersprühflasche. Und seitdem geht es hier allen beteiligten besser. Auch den Nins. Ein paar einfache Regeln sind für kein Tier zuviel. Sie haben auch Regeln im Umgang miteinander und auch artübergreifend. Man sehe sich nur mal Gruppen von unterschiedlichen Tierarten an.

Beim Thema Tricks beibringen: Ich schrieb, das ich dazu eigentlich keine Lust habe, da sie es für mich auch micht machen müssen. Die 3 Wunschtricks waren ein Beispiel, damit ihr euch auf etwas beziehen könnt. Es geht mir dabei um Beschäftigung.

Artgerechte Beschäftigung hatten wir gemacht, indem wir ihnen Futter verteilt haben im ganzen Raum und auch etwas "versteckt". Das hatte uns sehr viel Spaß gemacht und den Tieren auch. Dann wurde ich darüber aufgeklärt, das wir das so nicht machen sollen und das Futter nur dahin darf, wo sie auch hinpinkeln dürfen.

Es macht mich echt traurig, das hier der erste Antworter vielleicht schlechte Laune hatte und dann erstmal mich niedermachen musste. Und dann sind alle drauf eingestiegen. Was ist nur los mit euch? Gibts hier keine Forenregeln mit Respektvollem freundlichen Miteinander???

Amy Rose 28.11.2016 19:31

@ezzi: Die nächsten Post bezogen sich glaub ich nicht mehr groß auf dich, sondern auf die Kaninchenschlägerin.

Aber dennoch bin und bleibe ich der Meinung, du verwechselst deine Kaninchen mit Hunde. Zugegeben bin ich nicht 100% im Bilde wie der Hund / Wolf zum Menschen fand. Als Hundetrainer musst du das wohl selber am besten Wissen. Ich weiß aber das der Hund zum Mensch fand, weil er mit diesen Kooperierte; Futter gegen Arbeitsleistung.
Das hat sich dann bis zu unseren Hunden entwickelt. Das ist bei Kaninchen schlichtweg nicht so und du machst einen riesen Fehler, wenn du von den Kaninchen "Regeln" einhalten erwartest, wie du es vom Hunde tust.

Kaninchen werden Stubenrein oder sie werden es eben nicht. Es dient dem Reviermarkieren und dem Output. In dem Moment wo du zur Sprühflasche greifst oder wie die Schlägerin zur Zeitung disqualifzierst du dich als Kaninchenhaltern, als Hundehalterin, als Mutter.
Kein Tier und kein Kind hat es verdient durch Schreckmomente, sei es durch "nur" Wasser, "nur" die Zeitung auf den Hintern oder "nur" ein Klaps auf den Hintern erzogen zu werden. Vorallem nicht im Jahr 2016.

Es ist ganz einfach:

Sicher deine Möbel und alles was sie anknabbern dürfen, lass es es so. Sicher den Boden damit WENN was danebengeht, es nicht schlimm ist.

Machst du das nicht, ist es Pech gehabt. Dann bist DU schuld und nicht das wehrlose Tier.

Alternativ gab es eine nette Erklärung für Welpenhalter zum Stubenreinheitsraining (ersetze hier Welpe durch Kaninchen)

Man nehme; eine eingerollte Zeitung und ein Hundewelpe.
Welpe pinkelt auf den Boden
Nimm jetzt die Zeitung und Hau sie dir ordentlich selber auf den Kopf.
Sag dir dazu: "Ich darf nicht den Hund aus den Augen lassen"

Zugegeben ist das bei Kaninchen etwas schwerer, aber du kannst dir mit einer Wasserflasche selber immer dann ins Gesicht sprühen, wenn die Tiere auf Fläche gekotet oder gepinkelt haben die nicht ordentlich gesichert waren. Menschen sind zum Glück lernfähig

Diabi 28.11.2016 19:39

Nein, ich hatte keine schlechte Laune, und wüsste auch nicht, inwiefern ich Dich angefeindet oder gar nieder gemacht haben soll, vielmehr habe ich versucht zu erklären, warum Kaninchen nicht so lernfähig sind, wie Hunde, und dass es keinen Sinn macht, von Kaninchen "gutes Benehmen" einzufordern, wenn sie sich eigentlich nur ihrer Natur entsprechend verhalten.

In Deinem ersten Thread sprachst du auch nicht davon, dass Du die Nins nur beschäftigen willst, sondern dass sie bestimmte Dinge "unbedingt lernen" müssen.

Und auch, wenn Du es nicht gerne hörst: ich finde es ein No-Go, seine Kaninchen mit Wasser zu bespritzen, um sie von ihrem völlig artgerechten Verhalten, nämlich der Knabberei, abzubringen.

Ich bestrafe auch nicht meine Kleinkinder, wenn sie Schränke ausräumen, sondern kaufe mir eine Schranksicherung.

Inora 28.11.2016 20:16

Ich kann dich verstehen Ezzi. Manche Antworten hätte man neutraler schreiben können. Jeder hat seine Meinung, mache sehen es bereits als Tierquälerei an Hunden „Sitz“ und „Platz“ bei zu bringen (Auf keine Antwort aus diesem Forum bezogen.)
Weißt du, ich bin ebenfalls Hundetrainerin aber ich übe meinen „Beruf“ Tag täglich aus. Zu mir kommen Leute die drücken mir ihre Tiere in die Hand und sagen; „Mach was.“ Erwarten von mir irgendwelche Wunder und das der Hund innerhalb von einigen Tagen all „seine“ Fehler verliert. Das sind dann auch solche Leute, die nicht verstehen, dass der Fehler nicht bei dem Hund liegt sonder allein an ihnen.

Deswegen schwören viele Leute genauso wie Trainer auf so etwas wie die Sprühflasche. Negative Konditionierung funktioniert viel schneller als die Positive. Es ist jedem selbst überlassen wie er seine Tiere erzieht, ich für meinen Teil ziehe die freiwillige Basis dem Zwang vor. Alles dauert viel länger aber ich weiß genau, dass meine Hasen meine Möbel in ruhe lassen, weil sie es wollen und nicht, weil sie mit Bestrafung rechnen bzw. mit den Möbeln etwas negatives Verbinden.

Ich finde Tiertraining auf der richtigen Grundlage unheimlich wichtig. Es macht Spaß, ist eine gute Möglichkeit sich mit seinen Tieren zu beschäftigen. Vorausgesetzt natürlich den Kaninchen bereitet es auch Freude. :)

Fang einfach langsam an, ich empfehle dir einen Target Stick. Viele Kaninchen haben Angst vor dem Klicker, weil die meisten zu Laut sind. Alternativ kannst du auch ein leisen Laut machen.
Ich würde dir ebenfalls raten die „Kommandos“ nicht in Worte zu fassen. Tiere lernen viel schneller durch Handzeichen und Gestik. :)


Amy Rose: Kaninchenschlägerin ist ein wenig beleidigend, findest du nicht?

Minerva 28.11.2016 20:45

Zitat:

Zitat von Inora (Beitrag 991589)

Amy Rose: Kaninchenschlägerin ist ein wenig beleidigend, findest du nicht?

Ich bin nicht Amy Rose. Aber warum was schön reden, das alles andere als schön ist.

Amy Rose 28.11.2016 21:11

Zitat:

Zitat von Minerva (Beitrag 991594)
Ich bin nicht Amy Rose. Aber warum was schön reden, das alles andere als schön ist.


Dankeschön. :wink5:

@Inora: Wie soll ich sie sonst nennen? Wenn es versehentlich passiert wäre, würde sie es hier nicht als Erziehungsmethode erzählen und verteidigend. Ich bin noch nie ein Freund davon drumherum zu kriechen. Für mich ist sie eine Kaninchenschlägerin, da gibts nichts schön zu reden. Und vielleicht muss es ja jemand mal in allerdeutlichkeit ausdrücken. v

Inora 28.11.2016 21:33

Es redet hier ja auch niemand etwas schön. Gewalt gegen Tiere ob nun passiv oder aktiv, in welcher Form auch immer ist etwas wirklich schreckliches. Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass viele Leute eben diesen schnellen Lernerfolg sehen, sich freuen wie gut das funktioniert. Daher wird eben oft und schnell mal so ein dummer Rat gegeben.

Ich möchte einfach nur in einem angenehmen Klima hier schreiben. Solche Titel wie Kaninchenschläger führen meistens leider dazu, dass sich irgendwer Beleidigt fühlt. Wie eine Kettenreaktion und irgendwann hat die ganze Sache nichts mehr Diskutieren zu tun, sondern lediglich irgendwelche Beleidigungen dem gegenüber an den Kopf zu werfen. Ich hoffe ihr versteht was ich meine.

maREN* 28.11.2016 21:58

Ich verstehe das schon und würde dir auch unter anderen Umständen zustimmen, aber dies dient hier ja auch unter Umständen der Information unerfahrener Kanincheninteressenten. Ich finde da sollte man ganz klar stellen, was einfach gar nicht geht!

Inora 28.11.2016 22:46

Da hast du recht, das streite ich nicht ab. Allerdings ist das Klima hier in diesem Thema ja schon sehr "eisig". Man muss solche Menschen aufklären, richtig. Neutral und mit Argumenten, Beispiele bringen.
Wenn die Leute verstehen was man mit solch "einfachen" Sachen wie Zeitungen anrichten kann, dann lassen sich doch einige vom Gegenteil überzeugen.
(Nicht immer einfach und bei manchen sollte man ein Tierhaltungsverbot aussprechen!)

Ich könnte bestimmt jede Woche mindestens einen Hundebesitzer, der zu mir kommt, als den größten Idioten der Welt bezeichnen, als Tierquäler und ihm raten sein Tier abzugeben. Tue ich aber nicht, weil dieser Mensch danach nie wieder zu mir kommt. Er wird sich einen anderen Trainer suchen, der ihm im schlimmsten falle zustimmt. Da hat das Tier nichts davon.

Gehe ich allerdings neutral an die Sache ran, erkläre ihm sein Verhalten und das was es bei seinem Tier auslöst. Ja dann hört er mir erst einmal zu und möglicher weiße kann ich ihn überzeugen seine Verhaltensweisen zu ändern.

Die wenigsten Menschen, die Versuchen ihr Tier abzurichten, haben wirklich Ahnung davon. Man sucht im Internet nach irgendwelchen Tipps und bekommt so einen Scheiß vorgesetzt. Rascheldosen, Sprühflaschen, Tiere in den Urin tauchen usw.
Mit Glück hat man ein Tier, dass alles gut übersteht, sich fügt und brav bleibt.
Mit Pech hat man Eines, dass absolut Verhaltensgestört und unberechenbar aggressiv ist.

(Daher hat mir auch der Spruch von Amy Rose mit dem Welpen so gut gefallen. Das trifts einfach auf den Punkt.)

Und irgendwie schweife ich zu sehr ab...

Was ich sagen will, wenn sich Leute wirklich Gedanken über die Natur ihres Tieres machen, sie "studiert", sich darüber im klaren ist, wie das Gehirn lernt. Erst dann passieren so Sachen wie einen Klaps auf den Po nicht mehr. (Sofern man sein Tier liebt.)

Da aber oben genanntes schneller geht, einfacher ist und auch was "bringt" existieren solche Sachen. Daher Aufklären und kein Shitstorm los treten.

(Das ist jetzt Allgemein gehalten und nicht gegen irgendjemanden gerichtet :) )

Cangrejita 28.11.2016 23:08

Hi, ich habe das gleiche Problem, nachdem ich bereits eine Wohnung verwüstet habe... Tapeten ausschneiden und mit großen Tapetenflicken reparieren musste... Bodenleisten austauschen musste... und überhaupt aus dem Putzen nicht mehr raus kam.
A) Man muss alles sichern, am besten mit Gittern (Auslaufgitter für Kaninchen oder niedrige Gitter für Nagetiere) - ähnlich wie Kamingitter vor das stellen, was geschützt werden soll. Gegen Urinspritzer muss natürlich etwas Undurchlässiges her.
Ein Sofa wurde schon von unten aufgerissen und als Toilettenhöhle zerstört. Das nächste ist mit Nagetier-Gitter (max. 20cm hoch) geschützt: https://www.youtube.com/watch?v=IKyedoxfQys
Hier das Gitter https://www.fressnapf.de/p/trixie-freilaufgehege-joy%231022652

B) Man muss sie beobachten und kennenlernen. Ghosti wird jetzt scharf beobachtet, wenn sie z.B. auf dem Sofa scharrt. Ich gucke ständig nach, ob sie dabei den Stoff aufreißt. Falls ja, darf sie halt nicht mehr hoch (höheres Gitter).

C) Wenn man Decken und Teppiche auslegt, wird i.d.R. nur noch darauf gepinkelt. Signe Teppiche von ikea sind perfekt. Meine kleine Ghosti muss den Winter drinnen überwintern und hat erstmal unter dem Bett gepinkelt, es lief wieder hinter die Leisten, unter die Bettpfosten... nun habe ich Teppiche ausgelegt und sie macht nur noch darauf.

D) Sie brauchen weiches Holz zum Nagen, z.B. einen Ikea Rast Nachttisch.

E) Beobachten beobachten beobachten! Und für jedes Problem seine eigene Lösung suchen.

maREN* 28.11.2016 23:12

Du hast recht. Wenn ich drüber nachdenke, kenne ich sogar recht viele Leute die mit ihren Tieren so oder ähnlich umgehen, obwohl sie sie augenscheinlich sehr lieb haben. Allerdings ist es oft nicht nur Unwissenheit sondern auch Verbohrtheit und da tue ich mich sehr schwer. Wenn man versucht sachlich aufzuklären und es kommt bloß, was willst du denn, stell dich nicht so an, das haben wir schon immer so gemacht...

Inora 28.11.2016 23:35

Das ist mein täglich Brot mit Leuten die sich falsch aufklären lassen, schlechte Bücher lesen oder Blind irgendwelchen Menschen aus dem TV glauben.:D Weißt du eigentlich wie viele Leute es gibt die nach wie vor an irgendwelche Märchen wie "Alphatier sein" usw. fest hängen?
Oder der Klassiker: "Der weiß genau, was er falsch gemacht hat."

Viel Geduld, hoffen das die Leute irgendwann so weit sind und wirklich etwas über ihre Tiere lernen wollen.
Ach und ganz wichtig! Den Drang unterdrücken manche Menschen zu erschlagen :cool:

Kruemelmonster 05.12.2016 16:26

Hallo,

ich bin auch noch nicht lange Kaninchenbesitzer.
Meine beiden sind jetzt 3 und 4 Monate alt.
Sie wollen alles erkunden und probieren alles aus.

Meine zwei haben einen abgetrennten Bereich für sich (groß genug) und bekommen zusätzlich noch Auslauf in der Wohnung wenn wir zuhause sind.
Ich habe alles Kaninchen sicher gemacht, jedoch gibt es trotzdem noch Sachen, die vorher nie interessiert haben und jetzt plötzlich werden sie angeknabbert.

Genauso ist es mir letztens passiert, dass sie mir das erste mal auf das Sofa gemacht haben.

Ich finde schon, dass man ihnen kleine "Regeln" beibringen kann - und das geht auch ohne die Zeitung oder Sprühflasche.
Wenn sie bei mir etwas machen, was nicht in Ordnung ist, dann gibt es ein lautes und lang gezogenes "NEIN". Sie schauen mich immer an, als wüssten sie jetzt genau dass das gerade eben falsch war und hören sofort damit auf.
Falls das nicht der Fall sein sollte, wiederhole ich das so oft bis sie aufhören.

Ich weiß nicht ob das der beste Weg ist, oder ob es nur Zufall ist, dass sie damit aufhören.
Aber es funktioniert, und das auch ganz ohne Gewalt oder Angst.:rolleyes:

Susane 05.12.2016 20:44

Zitat:

Zitat von Kruemelmonster (Beitrag 993033)
Ich finde schon, dass man ihnen kleine "Regeln" beibringen kann - und das geht auch ohne die Zeitung oder Sprühflasche.
Wenn sie bei mir etwas machen, was nicht in Ordnung ist, dann gibt es ein lautes und lang gezogenes "NEIN". Sie schauen mich immer an, als wüssten sie jetzt genau dass das gerade eben falsch war und hören sofort damit auf.
Falls das nicht der Fall sein sollte, wiederhole ich das so oft bis sie aufhören.

Ich weiß nicht ob das der beste Weg ist, oder ob es nur Zufall ist, dass sie damit aufhören. Aber es funktioniert, und das auch ganz ohne Gewalt oder Angst.:rolleyes:

Ja das funktioniert, bei mir auch aber meine kleine macht dann trotzdem weiter da kann ich "Nein" so oft wie ich möchte sagen. Was aber auch hilft, aufstehe, hingehen, falls sie mit dem was sie nicht machen dürfen nicht schon längst aufgehört haben und weggesprungen sind, einfach sanft mit der Handfläche wegschieben oder sie einfach kurz mit Leckerlies ablenken. Hilft immer und tut weniger weh für beide Parteien. ;)

Lupine 05.12.2016 20:59

Das sanfte Wegschieben ist sehr empfehlenswert, wenn man Kaninchen "erziehen" möchte. Denn es imitiert die Kaninchensprache, ich habe es des öfteren erlebt wie mein Leo Jule oder Wuschel mit dem Kopf beiseite geschoben hat wenn ihm etwas nicht passte.

Zeitung oder Wasserflasche dagegen sind abzulehnen. Sie erzeugen ein Schreckmoment, das mit Sicherheit der Bindung zum Menschen abträglich ist. Es gibt Kaninchen die trotzdem zu ihrem Menschen kommen, aber auch diese Kaninchen werden sich vermutlich niemals 100%ig entspannen in Gegenwart ihres Menschen. Denn sie müssen ja damit rechnen, dass es wieder etwas gibt was sie erschreckt. Und Kaninchen sind alles andere als dumm, sie werden also definitiv nach einiger Zeit die Anwesenheit des Menschen mit diesem Erschrecken verbinden. Denn wenn der Mensch nicht da ist, bleibt ihr Handeln ja ohne Konsequenz.

Am besten für alle ist es, gefährdete Bereiche für die Kaninchen unzugänglich zu machen. So kann sowohl Mensch als auch Kaninchen entspannen.

Kruemelmonster 05.12.2016 21:15

Stimmt, das mit dem wegschieben mach ich auch ab und zu wenn sie besonders "hartnäckig" sind und nicht aufhören. Da reicht es schon, wenn man sie leicht wegschiebt.
Manchmal reicht es auch wenn ich einfach nur aufstehe und mich daneben stelle.

Diabi 05.12.2016 21:23

Zitat:

Zitat von Susane (Beitrag 993119)
Was aber auch hilft, aufstehe, hingehen, falls sie mit dem was sie nicht machen dürfen nicht schon längst aufgehört haben und weggesprungen sind, einfach sanft mit der Handfläche wegschieben. ;)

Das hilft bei mir auch nicht, zumindest nicht, wenn Luna besonders stolz auf ihr neu gebuddeltes Loch ist: dann kann ich sie mit Händen oder mit dem Rechen schieben, sie bleibt stur sitzen...("Nein, das ist soooo schön, ich geh da nicht weg, du machst das nur wieder zu, du du... K...") - dabei könnte sie in ihrem Gehege buddeln, wie sie wollte, nur im Rest vom Garten will ich nicht alle naslang ein- bzw. mir dann noch ein Bein brechen...

Und "Nein!"-Rufen wird mit breitem Grinsen und Bocksprüngen beantwortet, womit mir meine Stellung als Futtersklave dann gleich wieder verdeutlicht wird...

Letztlich sind - zumindest meine - Nins in vielem mit Kleinkindern vergleichbar: ich sehe da gerade meine 1 1/2 jährige Nichte vor Augen: wenn sie was anstellt, und man will losschimpfen, grinst sie einen an, wackelt mit dem Zeigefinger und sagt: "Oh-Oh!" Womit sich das schimpfen dann meist erledigt hat....

Cangrejita 05.12.2016 21:56

Haha! Wenn ich meine Ghosti wegschiebe, weil sie gerade auf mein Bett pinkeln will, dann beißt sich mich!
Nein nein, wenn ein Kaninchen etwas wirklich will, dann hilft nur absichern.

Rakete 06.12.2016 07:46

Zitat:

Und "Nein!"-Rufen wird mit breitem Grinsen und Bocksprüngen beantwortet, womit mir meine Stellung als Futtersklave dann gleich wieder verdeutlicht wird...

Letztlich sind - zumindest meine - Nins in vielem mit Kleinkindern vergleichbar: ich sehe da gerade meine 1 1/2 jährige Nichte vor Augen: wenn sie was anstellt, und man will losschimpfen, grinst sie einen an, wackelt mit dem Zeigefinger und sagt: "Oh-Oh!" Womit sich das schimpfen dann meist erledigt hat....
Du hast das richtig beschrieben. Ich wende zwar erfolgreich 'Pst' an, das zwar durchaus verstanden und meist sofort befolgt wird, bis man ihnen den Rücken zudreht. Dann geht es wieder von vorne los.

Kaninchen sind von der 'Intelligenz' (wenn man das überhaupt so bezeichnen darf) nicht vergleichbar mit Katze, Hunde & Co, am ehesten noch vergleichbar mit einem typischen, bockigen Kleinkind, was partout nicht gehorchen will. Und daher definitiv in dem Sinn auch nicht erziehbar. Wer was anderes behauptet, der vermenschlicht seine Kaninchen und macht aus ihnen etwas, was sie definitiv nicht sind!

Diabi 06.12.2016 10:25

Zitat:

Zitat von Rakete (Beitrag 993193)
Kaninchen sind von der 'Intelligenz' (wenn man das überhaupt so bezeichnen darf) nicht vergleichbar mit Katze, Hunde & Co, am ehesten noch vergleichbar mit einem typischen, bockigen Kleinkind, was partout nicht gehorchen will. Und daher definitiv in dem Sinn auch nicht erziehbar. Wer was anderes behauptet, der vermenschlicht seine Kaninchen und macht aus ihnen etwas, was sie definitiv nicht sind!

Ob es nicht "intelligenter" ist, wenn man einfach tut, was man will und wie es der eigenen Art entspricht, statt all die Nutzlosigkeiten zu "lernen", die einem der komische Zweibeiner ohne ordentliches Fell ständig beibringen will, ist die Frage...

entscheidend ist aber die Konsequenz, die man zieht: ich bestrafe ja auch nicht mein Kleinkind, wenn es den Schrank ausräumt oder in die Steckdose fasst, sondern bringe Kindersicherungen an... das Kleinkind wird irgendwann größer, und versteht, was ich sage, dann kann ich auch irgendwann erwarten, dass es auf mich hört oder zumindest mit mir darüber spricht, das Kaninchen versteht meine Sprache, ich seine nicht, und sieht die Welt mit völlig anderen Augen, wieso soll ich es dann bestrafen, wenn es völlig kaninchentypische Angewohnheiten wie Dinge anknappern oder per Pipi Revier markieren hat?

Susane 06.12.2016 11:25

Ich muss zugeben das ich mit keiner meiner Kaninchen jemals Probleme hatte aber wenn man denke ich, sofort anfängt das die Tiere das nicht dürfen anstatt es vielleicht ein paar mal zu zulassen, dann merken die das auch. Ich würde mich als Kaninchen fragen "warum durfte ich das wenn ich es jetzt nicht mehr darf?"
Alles Kaninchen sicher kann man auch nicht machen. Mein neuster Zugang knabbert sogar Leisten an. Die Stufe zum Balkon ist dabei wirklich ihr Hauptopfer, kann ich schlecht sichern wenn wir alle drüber steigen müssen bzw. die Tür auf machen muss, da hilft auch wie gesagt kein "Nein" mehr, aber wenn ich aufstehe dann springt die sowieso gleich weg. Dann wird mit Leckerlies abgelenkt. Vielleicht sollte man die Kaninchen mehr auf Leckerlies beziehen. Also ich hab da eine Box oder Schale, darauf reagieren meine Kaninchen sehr gerne und lassen alles stehen und liegen, wenn man das mit bockigen Kleinkindern vergleichen würde, würde man dem Kind sagen "wenn du aufhörst bekommst du ein Stück Schokolade." funktioniert bei Kaninchen genauso. Sobald ich in die Schale greife oder früher die Dose geschüttelt habe, hatte ich die volle Aufmerksamkeit aller Kaninchen. Da war nichts mit "weiter" machen.
Schliesslich bringen die meisten Halter ihren Kaninchen auch nur Kunststückchen bei durch Leckerlies. ;)
Man braucht ja nicht gleich das ungesunde Zeugs nehmen, ich hab einfach was gekauft getreidefreie und zuckerfrei. Dann denen beigebracht das das eine Belohnung ist bzw. nur ab zu gibt. Meine Kleine kommt zu mir sogar auf den Sessel um die Dinger zu erbetteln. :rofl:

Inora 06.12.2016 12:38

@Rakete: Naja ich bin ehrlich gesagt nicht ganz der Meinung. Nur weil man einem Tier etwas beibringt usw. vermenschlicht man es nicht. "Erziehen" kannst du jedes Tier, es ist nur die frage ob man genug Geduld und den Aufwand betreiben will.



Viele schreiben das ihre Kaninchen auf die Couch pinkeln. Die Leute wollen in den meisten fällen einen schnell wirkenden Tipp haben. Das sind z.B. Gitter rundherum.
Dasselbe Ergebnis erreichen sie jedoch auch durch Konditionieren oder Ersatzverhalten und das dauert Kaninchen/Verhältnis abhängig einige Woche- Monate-Jahre. Nach einpaar Monaten ist die Couch aber hinüber.

Vermenschlichen ist wenn man mit ihnen redet, ihnen menschliches Denken anhängt. Habe ich ein Kaninchen was an der Stelle nicht sein darf und man geht in den Raum. Dann hüpft es weg. Warum? Weil die ganze Körperhaltung, Tonlage schon nach "Ärger" schreit. Oder es hüpft weg weil du zu nah kommst.
Das ist jetzt nicht pauschal auf jedes Kaninchen anwendbar aber in den meisten fällen ist es genau das oben beschriebene. Eines ist jedoch sicher, es weiß nicht das es dort nicht sein darf.

In dem unten von Diabi beschriebenem Verhalten ist das Vertrauen so groß, das dem Kaninchen die Anwesenheit egal ist. Eine bessere Ausgangssituation gibt es nicht. In den meisten Fällen lernen genau solche Tiere schneller, als wenn sie immer gleich das Weite suchen.

Das mit dem Rücken umdrehen und trotzdem "Blödsinn" machen ist einfach zu erklären. Weil die Tiere keine Verknüpfung im Hirn haben, dass sie das nicht machen dürfen. Weil in vielen fällen erst gehandelt wird, wenn das Tier das "schlechte" Verhalten bereits ausführt.

Bei Tieren und "Erziehung" ist auch immer zu unterscheiden Ersatzverhalten oder reine Konditionierung. Ein Kaninchen ist und bleibt ein Kaninchen. Die wollen nun mal Holz benagen, Buddeln und ihr natürliches Verhalten ausleben.
Nagt mir mein Kaninchen Möbel an, dann bringt reine Konditionierung genau gar nichts. Da braue ich auf Ersatzverhalten mit wenig Konditionierung auf.

Ich erwähne es noch einmal, Kaninchen sind sehr Intelligent. Sie finden von selbst Problemlösungen und lernen Hindernisse eigenständig zu umgehen. Ähnlich wie bei Hund und Katze.
Der vergleich mit einem Kleinkind (selbst wenn es nur ein Beispiel ist) hingt massiv. Das Kleinkind ist von der Hirnentwicklung schon um einiges weiter als unsere Kaninchen. Vergleicht Kaninchen mit anderen Tieren die eine ähnliche Gehirnentwicklung haben.

Auf was ich mit meinem wiedermal zu langen Beitrag hinaus will. Kaninchen kann man "Erziehen" so wie jedes andere Tier auch. Es ist nur eine Frage des wie, wann und ob es sich lohnt bzw, ob es sinnvoll ist.

So jetzt darf ich in die Arbeit und mich mit einem zuckersüßen Herdenschutzhund herum prügeln, dessen Herrchen dumm genug war, sich solch eine Rasse, als Wachhund zu kaufen. Yes, sowas wünscht man sich...


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 04:14 Uhr.



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