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| Ein Kaninchen verhält sich immer wie ein Kaninchen, das liegt in der Art. Erziehung ist typisch menschlich; ein Kaninchen kann kein Rückschlüsse ziehen, dass sein Verhalten Konsequenzen zieht und daher die Situation vermeiden oder gar nicht erst entstehen lassen, weil es sich die Konsequenzen NICHT bewusst ist. Es wird sich höchstens in der Situation unterwerfen aus Angst, egal ob gegen Artgenossen oder gegenüber dem Menschen, wobei es beim Menschen kaum je wissen wird, warum. Schliesslich verläuft die Kommunikation beim Kaninchen über die Körpersprache. Natürlich wird auch ein Kaninchen wie jedes andere Tier ziemlich alles für eine Belohnung machen, was als positive Verstärkung dient. Was aber absolut nun nichts mit Erziehung zu tun hat, zumindest im Sinne (wie ich es verstehe) nicht, dass es eine Entscheidung auf Grund des Verhaltens treffen kann. Irgendwelche sinnvolle oder weniger sinnvolle Kunststücke aufzuführen, sehe ich nicht als Erziehung an, sondern als positive Verstärkung.
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| Deswegen habe ich das Wort Erziehung in Anführungszeichen gesetzt. Umgangssprachlich benutzt man es eben, auch wenn es fachlich falsch ist. Das was du mit positiver Verstärkung unten angeführt hast stimmt fachlich gesehen auch nicht. Ein Verstärker ist ein "Werkzeug" meist was zu Fressen. Die Kunststücke sind eine Konditionierung. Ein erlerntes Verhalten erleichtert durch einen positiv oder negativ Verstärker.
__________________ ~*~Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen die Tiere fühlen, dass die Menschen nicht denken.~*~ Schöne Grüße von den zwei kleinen Monstern Choco und Drago
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| Für die Anhänger der antiautoritären Erziehung: ihr könnt euch ja gerne die Wohnung verwüsten lassen, euch von euren Tieren kratzen, beißen, anrempeln oder umrennen (Pferd z.B.) lassen. Ich bin da nicht scharf drauf. Und wenn ich beißen meine, dann rede ich nicht einfach von zwicken. Wir mußten bei unseren früheren Wohnungskaninchen nie irgendwas absperren und wir hatten keinerlei Schäden am Inventar. Ich hatte auch erwähnt, dass die unerzogenen Nins nur zur Pflege bei uns sind. Meines Wissens ist auch keiner von euch über meine Wohnsituation/Umgebung gut genug informiert (man könnte ja vorher, aus Versehen, mal fragen) um das Wie und Warum meiner Vorgehensweise anzuzweifeln. @Crazy Curry: Ich persönlich gehe davon aus, dass jeder vernünftige Tierhalter vorher hinterfragt und abklärt, ob sein vierbeiniger Partner aus Unwohlsein/ Schmerzen oder eben einfacher Ungezogenheit/ Rangordnungsdiskussion wegen das eine oder andere Verhalten an den Tag legt.
__________________ Was eine Katze nicht weiß, ist nicht der Mühe wert, gewusst zu werden. (Sidonie- Gabrielle Colette)
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| Wieso soll das von der Wohnsituation abhängen, ob ich körperliche Strafen bei Haustieren anwende oder nicht? Ich kann ja auch nicht argumentieren, dass es in einer 1-Zimmer-Wohnung zulässig ist, seine Kinder zu verprügeln, in einem Einfamilienhaus nicht? Von der Wohnsituation kann höchstens abhängen, ob ich mir überhaupt das jeweilige Haustier anschaffe, nicht aber, wie ich mit ihm umgehe... und Haustiere, egal ob Pferd, Hund, Katze oder Kaninchen beißen/kratzen/treten nicht einfach nur "aus Spaß", oder um dem Halter eins auszuwischen, sondern normalerweise aus Angst. Da sollte sich ein verantwortungsbewusster Halter eher über seinen Umgang mit dem Tier Gedanken machen, als dies dann zu bestrafen...
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| Man kann Tiere nicht erziehen, man kann sie nur besser kennenlernen und die Umstände passend machen. Wenn ein Tier den ein oder anderen Trick kann, heißt das nicht, dass es erzogen ist. Meine Ghosti überwintert im Haus und hat mir das Bett übelst vollgepinkelt. Jetzt habe ich alles umgestellt, auch ihre Katzentoilette, und jetzt geht sie rein zum pinkeln (mit gelegentlichen Ausnahmen). Ghosti war total ungezogen Jetzt verhält sie sich super -> dazwischen fand keinerlei Erziehung statt.
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| In Sachen, Sachen anknabbern hätte ich noch einen Vorschlag. Mehrere Hölzer kaufen, ich hab z.b. Löwenzahnwurzeln da, die sind eine abwechslung und liegen im Raum verteilt man kann reste aufsaugen oder große Stücke einfach aufheben zu einem haufen machen und nach dem sauber machen wieder verteilen. Ich schau das auch größere Hölzer in der Packung ist. Was eine Abwechslung wäre vielleicht Weidebälle, Holzspielzeug das sie knabbern und rumwerfen können. Also meine Häsin hat in einer Nacht- und Nebelaktion den kompletten Weidenball zerpflückt. Was ich auch zur Beschäftigung mache ist so ein Spiel, das hab ich mir gekauft. Da versteckt man Leckerlies, dann muss das Kaninchen diese suchen. Dauert zwar bei meiner nicht sehr lange, sie hat das schon so schnell gecheckt das sie gleich alle dinger runter nimmt XD innerhalb von 5min ist alles unten und aufgefressen aber zumindest war sie 5min abgelenkt mit etwas anderem. ![]()
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| Also bei mir funktioniert das mit der Ablenkung irgendwie nicht ... Meine hören einfach nicht auf die Gitterelemente von ihrem Gehege anzuknabbern. Das Gehege ist aber groß genug und wenn ich sie dann wegschiebe, hören sie dann auch auf.. Ich habe Angst dass sie sich damit die Zähne kaputt machen ![]() Ich hab als Ablenkung jetzt schon einen Weidenball, einen Leckerlieball und Knabberhölzer gekauft, aber anscheinend reicht es ihnen nicht...
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| Knabbern sie am Gitter wenn sie Auslauf haben oder wenn sie eingesperrt sind? Wenn sie eingesperrt sind dann wollen sie wohl raus, da du ja da bist wollen sie Aufmerksamkeit und rumspringen auch wenn das Gehege groß genug ist. Es gibt Kaninchen für die ist ein Gehege nie groß genug. Ich hatte auch so einen in einer 3er Gruppe der brauchte Platz ohne Ende weil er der aktivste von der 3er Gruppe war. Ich hab wieder ein ähnliches Kaninchen das gerade Abends sehr aktiv wird. Von daher ist Gitterknabbern angesagt bis die Tür vom Gehege auf ist. ![]() Vielleicht solltest du das Gehege öfters für kurze Zeit auf machen, gerade wenn du nur kurz zu Hause bist. Musst du weg, lock deine Kaninchen mit essen ins Gehege, wenn du wieder kommst kannst du das Gehege wieder auf machen. Geändert von Susane (23.12.2016 um 19:10 Uhr).
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| Sie knabbern nur wenn sie "eingesperrt" sind. Inzwischen sind sie sehr auf mich bezogen und er (der aktivere von beiden) verlangt auch immer seine Streicheleinheiten. Sie dürfen auch wenn ich da bin ab und zu ins Wohnzimmer, aber das Problem dabei ist, dass ich immer dabei sein muss weil ihnen immer irgendwie ein Quatsch einfällt den sie anstellen Das Problem hatte ich früher auch aber ich habe vor kurzem das Gehege nochmal erweitert und dachte dass es sich jetzt bessern sollte mit dem Knabbern. Können sie sich denn dabei die Zähne kaputt machen? Geändert von Kruemelmonster (23.12.2016 um 20:30 Uhr).
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| Ja das kenn ich zu gut, meine Kleine ist auch sehr auf mich bezogen und möchte eben raus zu mir. Wenn sie mich sieht und ich bleibe im Raum, dann knabbert sie auch am Gitter. Ich steh dann auf und sag das sie gleich raus darf. Dann ist sie ruhig. Ich lass sie dann aber dann raus, wenn ich keine Zeit habe sie raus zu lassen sag ich das auch geb ihr aber ein Leckerlie. Ich weiß ja nicht wann deine Kaninchen Auslauf bekommen können aber so bald du da bist solltest du die Gelegenheit deinen kleinen geben und das Gehege auf machen. Von Zahnproblemen habe ich bisher noch nie was gelesen in Sachen Gehegegitter knabbern aber man sollte halt versuchen das sie das knabbern am Gitter nicht sehr oft machen vielleict gibts du denen ein Zweig wenn sie wieder knabbern so als Ablenkung. Also jetzt nicht nur ins Gehege legen sondern richtig anbieten, so das sie es von der Hand nehmen können, vielleicht beschäftigt sie das ein bisschen.
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| Zitat:
Die meisten Möbel sind auch recht alt, aus Holz und im unteren Bereich türlos; weder meine Eltern noch ich haben einen Dukatenkacker um pausenlos neue Möbel zu kaufen. Wir hatten über die Jahre 15 (eigene) Wohnungskaninchen und bei keinem war es je nötig den Schrank einzuzäunen; vielleicht waren es ja alles Wundertiere ![]() Und wo hab ich behauptet sie dürfen nicht nagen? Es gibt 2 verschiedene Plätze , in der Wohnung, wo frische Zweige und je ein dicker Ast liegen um sich daran auszutun. Auch ein Kaninchen kann lernen, wo etwas erlaubt oder verboten ist. Und nur weil etwas arttypisch ist: das Markieren z.B. von Katern und Rüden ist auch arttypisch, deshalb würdest du es dem Tier aber doch sicher auch nicht erlauben, es in der Wohnung auszuleben. Emil & Co haben auch einen Platz im Garten wo sie buddeln dürfen und lassen tunlichst die Pfoten von den Beeten. Irgendjemand hatte hier die Idee man soll negatives Verhalten ignorieren (positives belohnen ist klar). Da würde sich mein neuer Wachhund aber freuen, dass sie Kaninchen dann ungestört als Quietschespielzeug gebrauchen darf... @Diabi: Ein Flegel ist aber schon etwas anderes als ein Angstbeißer.
__________________ Was eine Katze nicht weiß, ist nicht der Mühe wert, gewusst zu werden. (Sidonie- Gabrielle Colette)
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