 | Ninchen | | Registriert seit: 23.07.2016
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Geschrieben am
23.07.2016, 12:14
| | | | Ein schwarzer Freitag Hallo liebe Foris,
mein Name ist Linus und ich komme aus Köln.
Schon öfters habe ich mir Tipps und Informationen aus eurem Forum geholt und möchte mich nun selbst beteiligen.
Ich weiß nicht genau ob das Thema hier richtig ist ansonsten könnt ihr mich auch gern verschieben.
Alles begann vor acht Wochen. Als ich von der Uni nach Hause kam, bemerkte ich, dass irgendwas mit meiner Kaninchendame nicht stimmte. Sie hielt den Kopf schief und taumelte. Ich bin darauf hin sofort in die Tierklinik gefahren, wo man Encephalitozoonose cuniculi diagnostizierte. Die TÄ verordnete mir Baytril für 5 Wochen, Fenbendazol für 6 Wochen, 4 Spritzen Dexamethason für 2 Wochen und 6 Spritzen Vitamin B (1x/ Woche). Alles sollte ich subcutan spritzen bis auf das Fenbendazol, das gab es oral. Zusätzlich besorgte ich mir noch Wiesenbärenklau, welches auch gegen EC helfen soll. Alles lief super. Nach 3 Wochen zeigte sie keine neurologisch-motorische Auffälligkeiten mehr. Die Medikamente gab ich aber natürlich weiter. Das Einzige was blieb, war die Polyurie. Alles war wieder gut. Doch dann kam der schwarze Freitag. Als ich von einer Beerdigung nach Hause kam war alles normal sie bekamen Frischfutter und waren wild wie immer. Als ich jedoch aus der Dusche kam sah ich sie vor ihrem Haus auf der Seite liegen und das Böckchen saß eingeschüchtert in der Ecke. Ich direkt zu ihr um zu schauen was los ist. Sie war total schlaff und ohne Körperspannung. Ich holte mein Stethoskop und hörte sie ab.
Leider hörte ich nichts mehr...ich rief die TÄ an und durfte sofort vorbeikommen. Doch auch sie konnte nur noch den Tod feststellen. Sie vermutet, dass die Nieren durch das EC zu stark geschädigt waren und die hohen Temperaturen einfach nicht geschafft haben.
Nun bin ich natürlich untröstlich traurig. Wenn man 6 Wochen lang erfolgreich behandelt hat, jeden Tag das Kaninchen zum spritzen auf dem Arm hatte, richtig zusammen gewachsen ist und dann kann doch alles so schnell vorbei sein. Im Berufsalltag begegnet mir der Tod zwar auch öfter aber bei ihr fällt es mir unglaublich schwer Abschied zu nehmen.
Das Böckchen scheint es jedoch gut verkraftet zu haben und ist ganz normal am fressen und buddeln. Er wurde übrigens vorsorglich auch mit Fenbendazol 4 Tage bahandelt.
Jetzt suche ich schnell eine neue Partnerin für den Kleinen. Doch eine vierjährige lässt sich selbst hier in Köln nur schwer finden.
Was könnt ihr mir empfehlen? Wieviele Jahre können die beiden auseinander sein? Er ist von seinem Wesen sehr unterwürfig und ausgeglichen weswegen ich im Notfall auch vor einem sehr jungen Kaninchen nicht zurückschrecken würde.
Vielen Dank und liebe Grüße |