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Zitat von ezzi Hallo liebe Leute,
nun häufen sich bei mir ein paar Fragen. Da ich keine Erfahrung mit der Haltung von Kaninchen habe, wie sie hier von vielen in der Wohnungshaltung (hab mir die Gehege mal angesehen) gemacht wird, muss ich mal nachfragen. |
Dafür sind wir ja hier
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Kurz zu mir: ich hatte schon ganz viel Viehzeugs (ist ganz liebevoll gemeint, nenne meine Tiere liebevoll Viecher) in meinem Leben. Meerschweine, Wellensittiche, Hund, Zebrafinken, Kater, aktuell Wustenrennmäuse. Pferde als Pflegetiere, Großeltern hatten einen Kleintierzoo. Ganz kurz hatte ich auch mal nen Kaninchen - für 2 Wochen (lange Geschichte). Damals wohnten meine Meeries noch im Käfig, eines hatte 6 Monate bis zu seinem Tod die Wohnung als zuhause.
Nach dem Tod meiner beiden Kater sollte es kein großer Nager sein, weil ich meine Tiere nicht in einem Käfig sperren wollte. Auf die hier gezeigte Unterbringung bin ich erst gestoßen, als ich mich immer mehr mit selbstgebauten Gehegen für meine Wüstenrenner beschäftigte.
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Ich finde es toll dass du dich so gut informierst. So kommt oft eins zum anderen, Ideen für die Wüstenrenner-Unterkunft führen dann manchmal auch zu Kaninchen
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Da Kaninchen stubenrein werden
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Leider nicht alle - es gibt unter den Kaninchen schon ein paar "Schweinchen". Andere dagegen sind peinlichst stubenrein, und legen sogar sämtliche Böbbel brav ins Klo. Gerade während einer Vergesellschaftung bzw. während der Pubertätsphase würde ich mich darauf aber keinesfalls verlassen, das kann sich auch zeitweise mal ändern.
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und meine Tochter schon einen Bezug zu dieser Tierart hat, sollen es also Kaninchen sein.
Nun fehlt mir selbst die Erfahrung speziell bei Kaninchen. Allerdings habe ich genug Tierverständnis, das ich sicher bin, alles zu meistern, was die Tiere so mir als Aufgabe stellen.
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Und soweit wir können, helfen wir dir gern.
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So, langer Anfang, nun die Fragen:
Auf einigen Bildern sehe ich Katzenschlafhöhlen (so weiche Stoffkissen) und Katzenkratzbäume. Knabbern die Stoffe nicht an? Grad in den Höhlen sind doch auch Füllungen.
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Die meisten Kaninchen lassen die Schlafhöhlen und Kratzbäume in Ruhe, vor allem wenn sie mit Frischfutter ernährt werden und Knabberäste haben. Hat man ein Exemplar erwischt was Stoff oder Kratzbäume schreddert, sollte man tatsächlich drauf verzichten.
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Versteckt ihr Kabel ganz akribisch?
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Also bei meinen Nagern haben wir das früher nicht gemacht. Klar gab es beknabberte Kabel, aber nur sehr selten war eins wirklich kaputt und nie ein Tier "tot durch Kabel". Sicherlich wird immer gesagt - gut sichern - aber nicht alles kann und will man irgendwo verstecken.
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Du wirst sicher irgendwo eine kleine Ecke übersehen - man ist nur ein Mensch. Sind es nicht die Kabel, ist es eine andere Gefahr. Aber: man muss schon so gut wie irgend möglich sichern. Kaninchen sind
extrem neugierig! Es gibt kaum eine Ecke in die sie nicht gelangen, und kaum etwas was nicht untersucht wird. Und Kaninchen erschließen sich mögliche neue Nahrungsquellen durch einen sogenannten Probebiss: sie probieren ein kleines Stück von etwas neuem, um die Verträglichkeit zu testen. Das ist der Grund, warum Kaninchen so sehr erfolgreich sich neue Lebensräume erschließen konnten. Leider sind sie nicht auf die Tücken der menschlichen Lebensweise vorbereitet, so dass eben auch Kabel einem solchen Probebiss unterzogen werden. Stromführende Kabel oder teure Netzgeräte sollte man deshalb gut sichern!
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Neuerdings scheint man jedem Nager Äste zu geben. Woher nehmen denn die Großstädter unter euch Äste? Ich kann ja schlecht in den nächsten Park gehen und da die Bäume kürzen.
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Übers Wochenende einen Ausflug ins Grüne, die umliegenden Schrebergärtner ansprechen etc.
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Selbst in Zoos werden den Tieren Brotkanten gegeben.
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Unser Tierpark hier hat die Brötchenfütterung erfreulicherweise stark eingeschränkt. Ich glaube die beginnen zu verstehen dass billiges bzw. kostenloses Futter am Ende teurer kommt als gesundes - nämlich weil der Tierarzt dann Dauergast wird (oder sie die Tiere verlieren).
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Und ja, ich habe gelesen, das es ungesund sein soll. Aber auch meine Tiere haben früher Brotkanten bekommen und es war auch nie ein Tier "tot durch Brotkanten". Und Krebs bekommen die wohl eher nicht vom Brot.
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Krebs vielleicht nicht unbedingt. Aber eine ganze Reihe andere Probleme: beispielsweise Nierenprobleme durch das enthaltene Salz, schwere Darmschäden durch das enthaltene Gluten (empfindliche Kaninchen reagieren mit zunehmender Zeit solcher Fütterung mit schweren bis lebensbedrohlichen Durchfällen!), Verfettung (viel zu viele Kalorien), Zahnprobleme (durch den hohen Sättigungsfaktor wird nicht mehr genug Grünfutter gefressen um den Zahnabrieb zu gewährleisten)...
Mit anderen Worten: wenn man keine Lust hat auf Kosten seiner Kaninchen russisches Roulette zu spielen und darauf zu vertrauen dass ausgerechnet die eigenen Tiere das Brot trotz all seiner falschen Inhaltsstoffe vertragen, der sollte besser darauf verzichten.
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Die Leute machen sich wirklich viele Gedanken über Tierhaltung heute. Das ist löblich! Manches scheint mir aber doch etwas übertrieben. Artgerecht ist Wohnungshaltung nämlich nie, egal wie groß. Dennoch glaube ich, das Kinder mit Tieren aufwachsen sollten. Nur so entwickeln sich Menschen mit Verständnis für Tiere. Hier in der Stadt ist man doch sehr entfernt von der Natur und den Tieren. Ich versuche trotzdem meinen Tieren möglichst gerecht zu werden und dabei "die Kirche im Dorf zu lassen".
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Die Gratwanderung ist schwierig. Sieht man es ganz streng, ist grundsätzlich Tierhaltung niemals artgerecht. Trotzdem darf das nie als Ausrede missbraucht werden, um Mindeststandards zu unterschreiten. Was wir hier angeben (z. B. vom Platz her) ist wirklich das Minimum. Mein Mann hat mit meinem Hobby nie wirklich etwas am Hut gehabt, ist aber trotzdem mittlerweile der Meinung dass unser 6-qm-Gehege zu klein ist für 2 - 3 Zwerge. Was war passiert? Etwas sehr einfaches eigentlich: er hat ein paar Wildkaninchen über eine Wiese toben sehen.
Auch die Fütterungsempfehlungen dienen nicht als Selbstzweck. Sondern sie entstehen aus den Erfahrungen der Halter heraus, die merken dass bestimmte überkommene Fütterungsweisen Probleme verursachen, die man hinterher beim Tierarzt teuer bezahlt.
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Nun habe ich auch mal was über Buddelkisten gelesen. Brauchen die Tiere das zwingend? |
Ob es nun eine Kiste sein muss sei dahin gestellt, aber buddeln ist ein arttypisches Verhalten von Kaninchen. Stellst du ihnen keine Buddelmöglichkeit zur Verfügung, werden sie sich ihre eigene suchen.
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Hab in einem Buch gelesen, das man die auch mit Handtüchern füllen kann. Kann man?
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Ja, kann man - es sei denn man hat ein Exemplar erwischt was Stoff frisst. Ein Erde-Sand-Gemisch (KEINE Blumenerde! Der Dünger ist giftig!) ist aber wesentlich beliebter und wird besser angenommen.
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Sand, in den sie dann reinpinkeln, möchte ich nicht. Dann doch eher nochmal mit Streu füllen, wenn sie es doch eh als Klo benutzen.
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Das kann aber zu zweierlei führen: einerseits werden sie die Buddelkiste dann unter Umständen auch als Klo betrachten. Andererseits könnten sie verleitet werden, das Klo ebenfalls umzubuddeln...
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Was sollte ich ganz unbedingt beachten?
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Ein Tipp von euch nochmal |
Lektüretipp: www.kaninchenwiese.de
Wenn du damit durch bist, weißt du das Grundlegende. Und dann: Augen auf. Kaninchen sind so faszinierend, dass du den Fernseher wahrscheinlich wesentlich seltener anmachen wirst als früher. Allerdings muss man ihnen dafür auch die passenden Rahmenbedingungen geben. Aber daran arbeiten wir ja gerade
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Ich bin gespannt auf eure Antworten. Und falls mir noch Fragen einfallen, folgen die |
Immer her damit
