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Zickenkrieg - schon wieder - bin ratlos! auf Kaninchen Forum

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 14.01.2014
Beiträge: 199
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Geschrieben am 18.08.2015, 11:26

Zickenkrieg - schon wieder - bin ratlos!


Liebes Forum,

ich weiss langsam echt nicht mehr weiter, meine beiden Weiber (beide unkastriert, ca. 4 und 6 Jahre alt), welche ich vor rund einem Jahr eigentlich erfolgreich vergesellschaftet hatte, sind sich seit einiger Zeit nur noch am bekriegen. Der Kastrat ist mir auch keine Hilfe, der verzieht sich lieber, sobald die Fetzen fliegen, anstatt mal ein Machtwort zu sprechen.

Ich erzähl mal ein bisschen, wie die ganze Geschichte bisher gelaufen ist, vielleicht hab ich ja auch irgendwo gravierende Fehler gemacht, auf die ihr mich sehr, sehr gerne aufmerksam machen dürft:

Also, vor ca. einem Jahr (http://www.kaninchenforum.de/kaninchenhaltung-allgemeines/34780-seit-heute-vergesellschaftung-fragen.html und http://www.kaninchenforum.de/kaninchenhaltung-allgemeines/34865-vg-bitte-moralischen-beistand-werde-noch-wahnsinnig.html) haben wir die drei vergesellschaftet. Ging damals schon gut ab, irgendwann war dann aber gut und Nala (die Neue) hat ihren Thronanspruch durchgesetzt und Penny hat sich damit abgefunden.

Im April hat Nala Penny dann beim Gartenfreilauf richtig erwischt, mit Besuch beim Notdienst, Gasnarkose, nähen, Einzelhaft und allem pipapo (http://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/37682-bisswunde-im-genitalbereich-halskrause.html)

Nach der Einzelhaft gings mit den beiden eigentlich wieder, ca. 2 Monate später hatte Penny aber wieder ne Bisswunde im Genitalbereich, wieder beim (eigentlich täglichem) Gartenfreilauf, diesmal musste nix genäht werden, nur wieder Einzelhaft zur Beobachtung, ob Penny Kot und Urin absetzt und ordentlich frisst. Also hab ich Madame einen Teil des Geheges abgetrennt und sie da reingesetzt (ca. 3-5 qm, bin schlecht im schätzen). Gehegeelemente sind aber kein Hindernis für die Gute, ich musste sie zweimal wieder zurückverfrachten. Während dieser Ausflüge hat Nala sie wohl auch gut gebeutelt, sie sass zumindest jedes Mal in irgendeiner Ecke und hat sich vor Nala versteckt. Ich hab ihr dann irgendwann ein normale eingestreutes Klo in ihren abgetrennten Bereich gestellt, danach ist sie nicht mehr ausgebrochen. Sie mochte die Handtuchvariante scheinbar nicht.

Als das wieder verheilt war (ca. 1-2 Wochen), hab ich den abgetrennten Teil wieder geöffnet und Penny wieder zu den anderen gelassen. War nicht gut. Nala ist ihr sofort fauchend und grunzend hinterher (auch in dem Bereich, der vorher für Penny abgetrennt war), für mich sah das nicht nach Rangordnungskampf, sondern nach "Raus aus meinem Revier und wenn ich dich dafür umbringen muss" aus. Also richtig aggressiv. Penny war erstmal viel zu geschockt um sich zu wehren, bzw. sie war ja die ganze Zeit nur mit flüchten beschäftigt. Ich hab ihr dann wieder den selben Bereich wie vorher abgetrennt uns sie da wieder reinverfrachtet, weil ich nervlich nicht mehr in der Lage war, wieder in der ständigen Angst zu leben, dass Nala Penny verbeisst und sie dann am Ende keinen Harn- und/oder Darmausgang mehr hat. So hab ich sie dann mal noch ca. ne Woche sitzen lassen, sie hat sich mit ihrer Einzelhaft relativ gut abgefunden, so ein typisches still leidendes Kaninchen. Klar, wenn ich ihr beim Aufräumen, rauskehren, etc. zu nahe kam, hat sie mir mitgeteilt, dass das ihr Revier ist, auch dem Handfeger hat sie regelmäßig Bescheid gesagt.

Nach nochmal ner Woche hab ich mich zwar immer noch nicht getraut, die drei wieder zusammen zu setzen, hab dann aber beschlossen, dass Penny ja nix für die Situation kann, und habe getauscht. Ab da sass Nala in Einzelhaft und Penny durfte wieder mit Bommel raus. Nala war weitaus weniger entspannt, die hat richtig Randale gemacht, mit Gitterratteln, Klo leerbuddeln, Teppich verwühlen, etc. Da hab ich das Gehege auch sicherheitshalber nach oben gesichert. Am Anfang hat sie Bommel und Penny die Gitter auch noch angegriffen (fand ich bei Penny verständlich, bei Bommel merkwürdig) Nach 1-2 Tagen hatte Nala sich dann auch mit der Situation abgefunden und lag danach die meiste Zeit hinter dem Sichtschutz oder direkt am Gitter. Die anderen beiden durften sich auf der anderen Seite des Gitters aufhalten und auch mal dazulegen.

Ich habe mich dann mit der Vorbesitzerin von Nala getroffen und mit ihr besprochen, dass ich ziemlich ratlos bin, aber keine Lust habe, dauerhaft in der Angst zu leben, dass Nala Penny irgendwann mal richtig heftig verletzt. Wir haben dann ausgemacht, dass ich Nala beim TA vorstelle um abklären zu lassen, ob hinter ihrer Aggressivität vielleicht eine Krankheit/Gebärmutterveränderung/etc. stecken könnte und ob eine Kastration evtl. sinnvoll wäre.
Die Tierärztin hat aufgrund des Alters von Nala die Kastration als allerletzte Lösung gesehen und erstmal homöopathische Mittel mitgegeben. Veränderungen an der Gebärmutter wären keine ertastbar, es können natürlich aber durchaus sein, dass sich eine (kleine) Zyste, etc. gebildet hat, die den Hormonhaushalt durcheinanderbringt. Festgestellt hat sie eine Ohrenentzündung (Widder), die wir mit Tropfen und AB (Baytril) behandelt haben. In der Behandlungszeit (werden heute drei Wochen), saß Nala bis vergangenen Freitag noch getrennt, was mir das Einfangen und Ohrentropfen und AB verabreichen wesentlich erleichtert hat. AB gabs ca. 10 Tage, die Ohrentropfen gibt es in dem einen Ohr immer noch, da war vor einer Woche noch ein kleines bisschen Entzündung zu sehen, sie wollte nicht zu früh aufhören, nicht dass es direkt wieder kommt. Donnerstag haben wir dann wieder Nachkontrolle, ich hoffe wirklich, dass es dann wieder gut ist.

Nachdem sie aber immer trauriger wirkte und ihr Fell immer stumpfer wurde, hab ich mich am Freitag dann getraut und den Gehegebereich von Nala geöffnet. Ich habe nur die Tür in dem einen Gehegeteil entfernt, die Gitter an sich habe ich erstmal stehen lassen, so das Nala noch einen Rückzugsort hat. Durch das relaxte Interagieren durch das geschlossene Gitter hatte ich die Hoffnung, dass die beiden Weiber mit geöffneten Gitter genauso relaxt miteinander umgehen. Haha. Eher nicht.

Am Anfang gab es nur Gezicke, wenn eine der Weiber den Bereich der jeweiligen anderen betreten hat, wobei Nala völlig entspannt war, ich hatte damit gerechnet, dass sie ihren Bereich direkt verlässt um Penny in ihre Schranken zu weisen. Dem war nicht so. Penny ist zu Nala rein und Nala hat sich hinter ihren Sichtschutz verzogen und nur Stress gemacht, wenn Penny auch hinter den Sichtschutz kam. Alles in allem hatte ich den Eindruck, dass Penny die Konfrontation gesucht hat und Nala daran nicht unbedingt interessiert war. Natürlich ist Nala Penny hinterher, sobald diese sie zu sehr provoziert hat, aber sie hat sich dann meinst mit dem Vertreiben aus ihrem Gehegeteil zufrieden gegeben.
Seit gestern hat Nala dann wohl die Schnauze voll, sie kam aus ihrem Teil raus und Penny wohnt jetzt im Flur in einem sichtgeschützten Versteck. Hab ihr dann gestern Abend dort Wiese und Leckerlis serviert, bevor sie sich nicht mehr ins Gehege traut und nix mehr futtert.

Penny hat schon wieder Macken ohne Ende am ganzen Körper, Nala geht halt auch richtig ran. Bluten tut nix, sind denke ich eher Kratzer vom Fell ausbeißen, wenn die Zähne dann doch mal bis auf die Haut kommen. Allerdings teilweise schon relativ groß. Nala sieht eigentlich nur an den Ohren böse aus, Kratzer am Körper gibt es vereinzelt, aber lange nicht so viele wie bei Penny.

Ich bin mit meinem Latein und meinen Nerven ziemlich am Ende. Am liebsten wäre mir, die drei würden sich einfach vertragen, zusammen futtern, zusammen kuscheln, etc. Zur Not wäre ich auch mit Ignoranz zufrieden, Bommel teilt sich ja jetzt auch schon geschickt zwischen den beiden Weibern auf, mal wird die eine bekuschelt und geputzt, mal die andere. Mit diesem ständigen Rumgezicke und Machtgehabe und der ständigen Angst, dass Nala Penny mal richtig erwischt, komme ich dagegen nicht wirklich zurecht. Aber die beiden Weiber immer im zweiwöchigem Wechsel einzeln zu halten, ist auch keine Lösung. Ich habe nicht die Möglichkeit, zwei getrennte Gehege zu bauen und einen zweiten Kastraten zu holen. Entweder raufen sich die beiden Weiber jetzt wieder zusammen, bevor ich aufgebe, weil Nala entweder ein Ohr fehlt oder Penny nur noch aus Verkrustungen besteht, oder ich verfrachte Nala zurück zu ihrer ursprünglichen Besitzerin, die vor sechs Wochen ihr erstes Kind bekommen hat, und nach eigener Aussage auch nicht wirklich den Platz hat, Nalas Platzbedürfnis gerecht zu werden. Alles Mist. Hilfe.

Wer bis hier hin gelesen hat, danke, dass du dir die Zeit genommen hast. Gerne kannst du mir ein paar aufmunternde Worte, noch besser die Komplettlösung zu meinem Problem da lassen

LG Sabrina



 

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