 | Moderatorin | | Registriert seit: 24.10.2010
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Geschrieben am
09.04.2015, 16:55
| | | | Ich hatte auch mal so einen Panikhasen. Er sollte in eine 6er Gruppe integriert werden. Es lief eigentlich gut, keiner hat ihn böse attackiert. Keine Verletzungen, gar nichts. Mogli hat sich später nur noch in eine Ecke gedrückt und versucht, sich "unsichtbar" zu machen.
Nachdem er aus dieser Ecke nicht mehr freiwillig rauskam, hab ich gefühlsmäßig für mich entschieden, die VG abzubrechen. Ich brachte ihn also wieder in die Wohnung. Dort saß er auch wie ein Häufchen Elend in der Ecke, ohne sich zu rühren. Er sollte auch Zeit bekommen, sich zu erholen. Nachdem er 2 Std. später immer noch im selben Eck neben der Couch lag, hab ich ihn hochgenommen um auf evtl. übersehene Verletzungen zu überprüfen. Er hatte keinerlei Körperspannung mehr, der Kreislauf war total zusammengebrochen. Ich bin abends um 23 Uhr mit ihm in die TK, wo er die Nacht verbracht hat. Man hat mir wenig Hoffnung gemacht.
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück bin ich zur TK und hab ihn nach Hause geholt, obwohl man damit nicht einverstanden war. Meine Überlegung war, wo sich ein Panikkaninchen besser regenerieren kann: in der fremden TK oder im gewohnten Umfeld.
Mogli hat sich wieder erholt, aber es hat Wochen gedauert, bis er seine ursprüngliche Lebensfreude wiedergefunden hatte.
Was ich Dir damit sagen will:
Beobachte das sehr genau und hör auf Dein Gefühl. Wir hier kennen die Kaninchen nicht und können nur anhand der Fakten Ratschläge geben. Evtl. wäre ein Leben, getrennt durch Gitter, für einige Wochen ratsam. |