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Kaninchen zusammenführen etwas problematisch Hallo! Ich schreibe hier einen Beitrag für einen Bekannten, der etwas ratlos ist. Er hat sich im Dezember ein Widderkaninchen gekauft (männlich), welches im August 2014 geboren wurde. Aufgrund dessen, dass man Kaninchen immer mindestens zu zweit halten soll, hat er das Kaninchen auch gleich kastrieren lassen. Nun hat er sich ein weiteres Widderkaninchen (Weibchen) gekauft, welches im Dezember 2014 geboren wurde und noch sehr klein ist. Mein Bekannter hat sich überlegt, ob er dem Weibchen zunächst eine Schonfrist geben soll und gewisse Zeit alleine halten soll. Sein Vater hat dann gemeint, dass er es einfach probieren soll und die beiden gemeinsam ins Kleintierhaus setzen soll. Dies hat er dann auch gemacht. Das Problem ist nun, dass das Weibchen sichtlich Angst vom Männchen hat. Meist sitzt sie in einer Ecke und hat die Augen weit geöffnet. Das Männchen kratzt nicht und beißt auch nicht, sondern leckt sie meist nur ab. Manchmal versucht er sie aber zu rammeln, was ihm nicht gelingt, da sie entweder wegrennt oder sich flach auf den Boden legt. Meinem Bekannten tut das Weibchen leid, da sie - wie gesagt - in einer Ecke sitzt, die Augen weit geöffnet hat oder wegrennt. Dem Männchen scheint es hingegen prächtig zu gehen. Er macht Luftsprünge, wälzt sich im Stroh oder legt sich auf den Rücken. Leider besteht auch ein ziemlicher Größenunterschied, obwohl beides Widderkaninchen sind. Das Weibchen ist eben noch sehr klein. Was soll mein Bekannter nun machen? Soll er sie zusammenlassen, obwohl das Weibchen sichtlich Angst hat? Oder soll er sie trennen, obwohl das Männchen sie meist nur ableckt. Eventuell ist dies für das Weibchen etwas viel. Zunächst der Umzug in ein neues Heim und dann gleich auch noch die Zusammenführung mit einem Männchen. Für entsprechende Tipps sind wir sehr dankbar, wofür wir uns jetzt schon bedanken möchten. |
Was dein Bekannter machen soll, hängt sehr maßgeblich von seinem Gehege ab. Wie groß ist es, und hat es irgendwo Sackgassen? Die Kleine ist natürlich noch sehr klein, so etwas ist grundsätzlich nicht so empfehlenswert, besonders bei einem halbstarken Rammler. Aber der Kastrat scheint recht friedlich zu sein. Ist also das Gehege vernünftig eingerichtet und groß genug (4 qm oder größer!), sollte er nur darauf achten dass die Kleine auch zu fressen und zu trinken bekommt. Fürs nächste Mal sollte dein Bekannter aber darauf achten, dass bei neuen Tieren - insbesondere wenn sie nicht aus einer absolut verlässlichen Notfallstation kommen - eine zweiwöchige Quarantänefrist eingehalten werden sollte. Allzu leicht schleppt man sich eine ansteckende Erkrankung ein. Um zumindest einen Teil der möglichen Probleme rechtzeitig erkennen zu können, soll er bitte von 3 aufeinanderfolgenden Tagen Köttel sammeln und sie Montag beim Tierarzt abliefern mit der Bitte, sie auf Kokzidien, Hefen und Würmer zu untersuchen. So kann man wenigstens schauen ob die Kleine eine der gängigen Darmparasitenarten mitgebracht hat, die sich durch den Stress der Vergesellschaftung möglicherweise explosionsartig vermehren und sie in Gefahr bringen können. |
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