Zitat:
Zitat von Katerrobin Ich dachte eigentlich aus dem Tierheim. Sterilisiert, weil ich eben im Sommer im Garten ein Problem befürchte, wenn die anderen Männer ein zeugungsfähiges Mädchen nur riechen. |
Nochmal die Erklärung: Sterilisationen werden bei Kleintieren nicht durchgeführt.
Bei einer Sterilisation werden nur die Eileiter oder die Samenstränge durchtrennt bzw. blockiert, die Keimdrüsen selbst bleiben wo sie sind. Mit der Konsequenz, dass sämtliches geschlechtstypische Verhalten ebenso erhalten bleibt wie geschlechtstypischer Geruch und auch sämtliche Funktionen (z. B. hitzig werden bei den Meerli-Damen).
Was Abhilfe schaffen könnte, wäre eine Kastration. Das heißt auch bei den Mädels so, im Unterschied zur Sterilisation werden hier die Keimdrüsen, also beim Männchen die Hoden und beim Weibchen die Eierstöcke entfernt. Dadurch sinkt die Hormonproduktion extrem ab, sowohl geschlechtstypische Verhaltensweisen als auch entsprechender Geruch werden abgemildert.
Da allerdings diese Operation bei Meerschweinchen sehr heikel zu sein scheint, gehen die Tierärzte selbst bei Ovarialzysten nicht gerne da dran - sie versuchen es lieber mit Hormonspritzen und homöopathischer Behandlung sowie Punktionen. Deshalb sind kastrierte Meerli-Damen eine echte Ausnahme.
Generell kann man sagen, wenn vor Eintritt der Geschlechtsreife kastriert wird, dass die Hormoneinwirkung dann noch so gering war dass kaum geschlechtstypisches Verhalten herausgebildet wird.
Deshalb könnte ein Frühkastrat die richtige Wahl sein - den bieten aber nicht viele Tierheime an, da solltest du dich auch in den Notstationen umsehen. Frühkastraten bekommt man nur, wenn die Würfe in den Notstationen stattfanden oder die junge Familie quasi direkt nach dem Wurf in solche Hände gekommen ist, oder bei Haltern die sich eingehend mit einer solchen Problematik beschäftigt haben.