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Toschi 02.11.2014 17:03

Kaninchen im Kleingarten / Tierquälerei?/ 1,5qm für 5 Tiere?!
 
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Liebe Kaninchenhalterinnen und Halter,

ich bin neu in diesem Forum und habe mich in diesem Forum registriert, um eure Meinung zur Kaninchehaltung meiner Kleingartennachbarin zu erfragen.
Meiner Meinung nach grenzt das, wie sie die Kaninchen hält an Tierquälerei und hat dazu geführt, dass meine Partnerin und ich diesen Sommer gar keine Freude mehr an unserem Garten hatten, da wir diese Art der Tierhaltung nebenan kaum ertragen. Unsere Nachbarin findet jedoch, dass ihre Tiere es gut hätten bei ihr und ist in dieser Hinsicht unbelehrbar.
Eine Zeit lang waren die Kaninchen weg (lag es daran, dass wir deutlich unseren Unmut geäußert hatten?) und wir konnten aufatmen. Aber nun sind sie wieder da und zwar noch mehr...
Deswegen möchte ich eure Expertenmeinung dazu hören.
Unsere Nachbarin hält inzwischen FÜNF Kaninchen auf ein wenig mehr als EINEM Quadratmeter. Habe heut Bilder davon gemacht, wie sie die Kaninchen hält und diese in den Anhang geladen.
Darf man so etwas in Deutschland? Oder ist das garnicht so schlimm, wie ich denke? Habe inzwischen viel im Internet recherchiert und bin der Ansicht, dass das garnicht geht und Tierquälerei ist. Aber was meint ihr?

*Engel* 02.11.2014 17:14

Hallo,

erstmal finde ich es toll, dass ihr euch für die Haltung der Tiere interessiert da wo es nicht mal eure eigenen sind.

Ich schätze aber da wird nicht viel passieren. Meist wird nur gehandelt wenn die Tiere nicht genügend Futter oder Wasser haben, aber selbst da wird meist auch zu lasch gehandelt.

Du kannst das beim Vetamt melden, aber ich bezweifle stark, dass die da tätig werden... leider.

Wie hat die Dame denn reagiert als ihr die angesprochen habt?

Angora-Angy 02.11.2014 17:15

Dass das keine artgerechte Haltung ist, darüber wird hier kaum einer streiten. Frage ist, ob die Tiere dort wirklich ständig leben oder "nur" zeitweise. In Kleingärten nach Bundeskleingartengesetz ist eine dauerhafte Kleintierhaltung grundsätzlich nicht erlaubt, Ausnahmen kann der VOrstand im EInvernehmen mit sämtlichen Pächtern gewähren. Ich würde versuchen, das VetAmt oder das Ordnungsamt zu informieren, auch den Gartenvorstand.

Toschi 02.11.2014 17:27

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Danke für eure schnellen Antworten.
Ich habe der Nachbarin gesagt, dass ich nicht die Haltung an sich im Kleingarten kritisiere und nichts gegen die Kaninchen habe, wenn sie es gut hätten. Sie war sofort auf aggro, beschimpfte und beleidigte mich und ist absolut stur und uneinsichtig. Sie meint, ihre Kaninchen hätten es gut.
Im Sommer habe ich noch Bilder davon gemacht, wie sie die Kaninchen in einem Treckerreifen unter Glas gehalten hat, bei über 20 Grad Celsius im Schatten.
Die "gute Tierfreundin" kommt soweit ich das beurteilen kann wohl einigermaßen regelmäßig und genießt den Anblick ihrer Lieblinge stundenlang. Sie lässt sie dabei aber nicht raus, damit sie mal Auslauf haben, weil sie dann gleich abhauen.

Das tut uns richtig weh, dies mitansehen zu müssen und wir können es uns nicht vorstellen, dass so etwas sein darf.

Der Vorstand, dem ich die Glasbilder gezeigt habe, hat zwar mit den Ohren geschlackert aber das hilft niemandem weiter, erst recht nicht den armen Kaninchen.

Minerva 02.11.2014 17:34

Das mit der Glasplatte ist ja heftig! Dadurch können die Tiere in Lebensgefahr geraten!

Mich macht das auch immer so wütend, dass man Tiere in Deutschland wie Gegenstände "verwahren" darf, als hätten sie keine Bedürfnisse und Rechte.
Wo greift denn da das Tierschutzgesetz??

Schade, dass die Frau so uneinsichtig ist. Bleibt trotzdem dran und versucht es im Guten - immer wieder. Vielleicht könnt ihr ihr ja auch mal eine schriftliche Info zum Thema artgerechte Haltung von Kaninchen zukommen lassen. Möglicherweise sind ihr ja ihre Fehler gar nicht bewusst.... Interesse an den Tieren scheint sie ja zu haben.

Olga 02.11.2014 17:35

Das Foto mit dem Traktorreifen ist wirklich schokierend.:eek:

Toschi 02.11.2014 17:44

Ich werde nochmals mit dem Vorstand sprechen und hoffen, dass sich da was tut.
Aber viel Hoffnung habe ich da nicht.
Die Nachbarin halte ich für unbelehrbar. Ich bin ja inzwischen auch schon "DAS BÖSE" für sie. Sie gehört zu der Sorte Mensch, die sich nichts sagen lassen. Bei ihr ist es sogar so ausgeprägt, dass sie es nochnichtmal merkt, ob jemand es im Guten versucht und ihr nichts Böses oder sogar helfen will. Sie poltert gleich los...
Bitte, wenn ihr Ideen und Tipps habt, was wir tun können, dann wären wir sehr dankbar.
Bislang habe ich: Kleingartenvorstand, Veterinäramt und evtl. Ordnungsamt.

Angora-Angy 02.11.2014 17:48

Und wenn du auf Gegenangriff gehst und ein richtig hübsches Gehege bastelst, in dem deine Kaninchen so richtig Gas geben? In Absprache mit dem Vorstand natürlich, als Anschau, was aus Kaninchen wird, wenn man sie lässt?

Toschi 02.11.2014 17:55

Ich habe keine Kaninchen, anhand derer ich es ihr zeigen könnte. Hatte auch überlegt ihr Hilfe anzubieten als es losging im Sommer. Aber nachdem sie mich nun mehrfach angemotzt und beleidigt hat, ist nicht wirklich Land in Sicht...
Die Floskel bekommt ja nun richtig Sinn: "Der Frau ist nicht zu helfen"
Die Tiere werden sich ja sicherlich auch weiter vermehren.

Olga 02.11.2014 17:58

Vieleicht könnte dir der Kaninchenschutzverein helfen?

http://www.kaninchenschutz.de/ansprechpartner.php

Toschi 02.11.2014 18:03

http://www.kaninchenschutz.de/ansprechpartner.php

das ist ein guter Hinweis! Danke!

Kanarienvogel 02.11.2014 18:13

Also, wenn du das Thema etwas verschärfter darstellt, als es sowieso schon ist (leider wohl sogar noch nicht genug), so wird das vielleicht beim Veterinäramt und beim Tierheim in der Umgebung etwas. Vielleicht kannst du einfach an alle Tierschutzorganisationen in der Umgebung schreiben...
Je mehr Wind gemacht wird, desto besser...

Du kannst ja sagen, dass die unkastrierten Tiere (weißt du ob sie es sind?) in Traktorreifen mit scharfen Glas als Bedeckung leben müssen. Manchmal kriegen die vielen Tiere Auslauf auf nicht mal 1qm. Da immer mehr Tiere dazukommen, könnte auch eine Gefahr von Animal- Hording besteht. Die Bilder gleich hinterher.
Sie scheint nicht nur eine, mittlerweile, bewusste Tierquälerin, sondern auch eine ziemlich Grobe und Beleidigende Person zu sein, die solche Maßnahmen einfach verdient hat.
Also wenn da keiner Eingreift, was ich auch nicht mehr, wozu es Tierschutz in Deutschland gibt...

Tinachen 02.11.2014 18:16

Oje, oje, das ist so schlimm so hilflos zu sein. Die armen Tiere. Ich denke das wird noch eine lange "Wegstrecke". Auch wenn die Frau offensichtlich nicht sehr belehrbar zu sein scheint würde ich trotzdem auf steter Tropfen höhlt den Stein setzen. Könnte man sich nicht mal in ungezwungener Runde zu einer Tasse Kaffee treffen und darüber sprechen? Vielleicht könnte auch ein Mediator dabei unterstützen. Eigentlich sollte es auch im Interesse der Gartengemeinschaft sein, deshalb verstehe ich den Vorstand nicht. Er sollte das ja eigentlich regeln können. Hier in den FAQs könnte man: "Kaninchengrundwissen - mit Erfolg zu glücklichen Kaninchen" ausdrucken und es der Frau, in der Hoffnung das es zum Umdenken animiert, überreichen.

Rosaminze 02.11.2014 18:34

:eek:bei dem Anblick blutet einem das herz!
aber ich kenne solche Leute leider auch. da kann man noch so viel reden, denen noch so viele Prospekte und Bücher in die Hand drücken, da stößt man einfach auf taube Ohren und wird noch als lästiger Möchtegern Tierschützer beschimpft :mad:

ich würde an deiner Stelle den ganzen Ämter, Tierheime,etc die Hölle heiß machen, damit die mal in Bewegung kommen...wozu hat man denn einen Tierschutz, wenn er bei sowas nicht reagiert? :confused:

LG

Loveless_ 02.11.2014 18:46

Wow, das ist echt krass O.o
Also ich glaube, das vernünftigste wäre wirklich, den Kaninchenschutzverein einzuschalten oder wende dich an andere Tierschutzorganisationen :o
Wenn alles nichts mehr hilft, glaube ich, das Peta (ja, böses Peta aber in üblen Fällen erstatten die auch Strafanzeige gegen den Halter und dann spätestens wird die Frau ja hoffentlich nachgeben^^;) da vielleicht auch was machen könnte.
Es besteht ja wirklich akutes verletzungsrisiko (Bei dem Anblick der Glasscheiben ist mir wirklich übel geworden O.o ) und Tierschützer werden bei so was sicher Nachforschungen betrieben.

Lapin 02.11.2014 19:22

Das mit dem Ausdrucken der FAQ - "Kaninchengrundwissen - mit Erfolg zu glücklichen Kaninchen" find ich eine gute Idee. Dazu überreichst Du ihr noch ein Bund Möhren mit Grün ... vielleicht mit dem Satz: Ich meine es wirklich nicht böse, würde mich aber freuen, wenn Sie dort mal einen Blick reinwerfen....

Edit meint noch: das mit der Glasscheibe ist ja krass, möchte nicht wissen, was darunter für Temperaturen herrschen!!!

Kanarienvogel 02.11.2014 19:45

Hm, ich glaube, wenn die Frau, sogar Beleidigungen ausgerufen hat, wäre ich zu Nettigkeiten nicht mehr fähig...
Der sollte man mit einer Anzeige die Hölle heiß machen...:hand:
Ich kenne solche Leute, unter Anderem meine alte Klassenlehrerin, du kannst schleimen wie du willst, sie nimmt deine Geschenke auch an, nimmt sie nach hause und schmeißt sie in die Tonne und geht zum nächsten Nachbarn und zieht mit dem über dich her... :o
Ich finde man soll sich nicht unterdrücken und schleimen, stark bleiben und Hämmern!!!
Die Tierschutzorganisationen richtig nerven...

Toschi 02.11.2014 19:52

Uns hat das Herz den ganzen Sommer über geblutet.
Ich werde es zunächst nochmal auf einem "friedlichem Weg" versuchen und ihr ein paar Seiten ausdrucken und zukommen lassen. Wenn dann keine vernünftige Reaktion erfolgt, werde ich Stress machen müssen und ganz viel Wind säen. Hab zwar kein Interesse daran Sturm zu ernten, aber die armen Tiere kann ich mir nicht länger so ansehen. Bin sehr gespannt, was passieren wird.
Das einzig Gute an der Sache ist, dass wir noch nie soviel am Strand waren wie diesen Sommer, weil wir im Garten nicht mehr sein konnten, ohne richtig schlechte Laune zu bekommen und mit ganz viel Wut dem unseligen Treiben ohnmächtig zuzusehen.
Haben jedenfalls beschlossen, dass wir gegen diese Art der Tierhaltung vorgehen werden und uns unsere Freude am Garten nicht nehmen lassen von unserer neuen Nachbarin.
Vielen Dank für die vielen Antworten hier, die mir gezeigt haben, dass das was die Frau macht absolut nicht in Ordnung ist und es richtig ist, sie nicht gewähren zu lassen.
Werde euch auf dem Laufenden halten und hoffe für die Tiere, dass der Spuk möglichst schnell vorbei ist.

Toschi 02.11.2014 20:11

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Die Glasscheiben waren nur eine "Übergangslösung" bis dann diese elegante und windschnittige Konstruktion kam: siehe Anhang! Da waren drei Kaninchen drin.
Das Gehege jetzt ist schon richtig gut im Vergleich! Aber nun sind es fünf. Konnte es nicht glauben heut mittag und musste mehrfach zählen.
Aber mehr Fotos kommen heut nicht mehr. Das war genug des Grauens für einen Sonntag. Die Anschaffung des Teleobjektivs hat sich jedoch mal wieder gelohnt (hat das Zählen auch sehr erleichtert).

Loveless_ 02.11.2014 20:35

Tut mir leid, das ich mich wiederhole aber das ist IMMERNOCH verdammt gefährlich O.o
Wenn das zusammenklappt, sind die Nienchen drunter begraben und kommen ncht weg O.o
Was denkt sich die Frau denn dabei^^;?

Loveless_ 02.11.2014 20:40

Aber ich denke, das ich im Namen aller schreibe, wenn ich mich bei dir/Ihnen bedanke, das du nicht nur die Augen verschließt und dich um die Tiere kümmerst, die keine eigene Stimme haben um sich zu verteidigen.
Danke dafür, weiter so :)

lotti_karotti235 02.11.2014 21:38

ich hab bei so nem ähnlich fall mal total tolle hilfe von nem privaten tierheim bekommen... vielleicht einfach da mal anrufen?
oder wirklich mal kaninchenhilfe, bunnyhilfe o.ä. anschreiben... die haben auch oft gute ideen wie man helfen kann.
fakt ist, dass man da was tun muss!
ich bin grad so schockiert... :(

NiniJule 02.11.2014 21:59

Ohje die armen Nickel, hat die Frau etwa Freude daran?
Mir kommt es vor alls ob sie rum experimentiert und sehen will was passieren wird....
Krank die Frau sorry, mir tun die Hasen so leid, hoffentlich wird ihnen schnellst möglich geholfen.

Drücke euch die Daumen.

Toschi 03.11.2014 19:28

Neues von der Kaninchenfront
 
Gesagt, getan!
Hab den ganzen Weg zur Arbeit und zurück (ist immerhin mehr als eine Stunde über Land mit dem Fahrrad, sodass ich genug Zeit hatte) überlegt, wie ich meiner Nachbarin freundlich begegnen kann und ein Gespräch deeskalierend aufnehmen kann.
Das ist echt schwer, (überspitzt aber durchaus zutreffend: ungefähr so als würde man mich auffordern einen Nazi zu streicheln und lieb zu ihm zu sein) aber dann hatte ich die Idee, ihr zu erzählen, dass ich das Thema Kaninchen auf der Arbeit mit meinen Grundschülern grade behandelt habe und ihr dann anzubieten etwas vom Erarbeiteten zu kopieren.
Das wäre dann ja erstens ein relativ unverfänglicher Einstieg, auf der anderen Seite wäre aber auch klar, dass ich mich mit dem Thema befasst habe und weiß was Sache ist und sie mir nicht weißmachen kann, dass ihre Kaninchen es gut bei ihr hätten (was sie bislang immer getan hat).

Also auf in den Garten, Kartoffelacker umgraben, und sie war da. Saß wie immer auf ihrem rosa Plastiksessel vorm Kaninchengefängnis und freute sich über ihre kleinen Racker. (Ist keine Ironie, wirklich nicht!)

Als ich mit der Schubkarre an ihr vorbeifuhr, erzählte ich ihr, was ich mir überlegt hatte und bot ihr Broschüren an, vielleicht hätte sie ja Interesse an der Arbeit der Kinder.

"Nee, das brauche sie nicht!" kam halbwegs gesittet aber mit erkennbar rotem Kopf zurück. Also fragte ich freundlich aber bestimmt, ob ihr denn bewusst sei, dass 1QM für 5 Kaninchen sehr wenig Platz wäre. "Ja ein wenig größer, wäre schon nett", sagte sie.
"Soll ich dir wirklich nichts mitnehmen, die Kinder haben da spannende Sachen rausgeabeitet und wir haben noch ganz viele Broschüren und so."
"Nee, brauche sie nicht!"
Nun gut, sagte ich beim Weggehen, aber schon so, dass sie es noch hören konnte, "dann müssen wir wohl einen anderen Weg einschlagen".

Auf dem Rückweg sprach sie mich dann von sich aus an an und sagte, dass sie es wüsste, dass ihr Gehege zu klein sei, und dass sie schon lange auf der Suche sei nach etwas Größerem. Lenkte also erkennbar ein und es war ihr anzumerken, dass ihr bewusst geworden war, dass die Luft langsam dünn wird und sie mir nichts erzählen kann.
Ich habe ihr dann freundlich erklärt, dass sie aber wirklich zusehen müsse, dass sich die Situation ändert, denn so könne es nicht weitergehen und erzählte ihr auch, dass wir wegen der Situation nicht mehr gern in Garten kommen. Dies wäre nicht böse gemeint von uns (wenngleich es uns ganz böse und gemein werden lässt, dachte ich mir insgeheim), aber sie müsse dringend etwas unternehmen.

Ja, sie wisse es und würde es auch tun.
Ich beendete das Gespräch dann mit den Worten, dass ich mich jedenfalls freue, dass es ihr bewusst sei, dass das kein Zustand für die Kaninchen sei.

Immerhin, das Gespräch verlief nicht destruktiv. Aber wars denn konstruktiv?
HMMM???!!!
Wie lang soll ich denn noch warten? Wie lang sollen sich die Tiere noch quälen?
Weshalb hat sie die Tiere, wenn sie ihnen keine artgerechte Haltung ermöglichen kann?
Nebenbei habe ich rausgefunden, dass die Kaninchen nicht kastriert sind, weil sie ja die kleinen Kaninchen, die sie zusätzlich noch daheim hat, verkaufe.
Wie sieht es dann wohl bei ihr daheim aus?! (Ist da doch was dran an der Überlegung mit dem animal crowding?)

Einerseits bin ich ja froh, dass da eine gewisse Einsicht ist, aber diese nützt ja nichts, wenn den Worten keine Taten folgen, was wahrscheinlich ist. Sie hat zwei linke Hände (und auch keinen Mann, oder Frau, oder wenigstens einen Akkuschrauber) und wird nichts bauen können, ganz zu schweigen davon, dass sie sich das hierfür benötigte Material vermutlich auch nicht leisten kann.
Ja, sie suche auf ebay u.s.w. Hmmm: selbst wenn sie in einem Ballungsgebiet lebte, würde sie doch niemanden finden, der ein Kaninchengehege verschenkt, dieses bei sich abbaut und zu ihr transportiert, um es dann bei ihr aufzbauen.

Immerhin ist ihr jetzt klar, dass ich weiß, was notwendig ist, dass ich die Situation beobachte, dass ich auch bereit bin notfalls für sie unangenehme Schritte einzuleiten. Vielleicht ist ihr auch klar geworden, dass ich nicht "DAS BÖSE" bin aber durchaus böse werden kann ihr gegenüber.
Hoffentlich ergreift sie die Chance und ändert wirklich etwas.

Im Winter will sie die Kaninchen mit nach Hause nehmen. Da fällt mit nichts mehr zu ein: Dann hat sie da also die fünf Großen, es sei denn, da sind noch mehr daheim und etliche Kleine noch dazu... Sie bewohnt keine Villa, nur so zur Info. Ach, ich liebe meine Mitmenschen!

Was meint ihr?

Loveless_ 03.11.2014 20:45

Ich würde mal ganz dreist sagen, das, wenn sich die Situation in einer Woche nicht gebessert hat, du die "unangenehmen Schritte" einleiten solltest.
Ist vielleicht etwas hart...aber...das sind kleine Lebewesen mit deren Leben sie da spielt^^;
Also...Tierschutzorganisation oder Polizei :o
Würde ich auch so machen :o
Aber ich würde ihr sagen, das wenn es in einer Woche nicht besser wird, das es dann...unangenehm werden kann.
Mach ihr etwas druck, vielleicht hilft das ja auch :)

Olga 03.11.2014 21:09

Ne Woche finde ich schon ganz schön knapp. Icch würde zwei Wochen sagen.

Das ist wirklich eine schweirige Situation. Man möchte eigentlich wirklich wissen, wie es zu Hause bei ihr mit der Haltung aussieht.

Sprich doch bitte mal den Kaninchenschutzverein und frag da mal nach, wie sie dir und deiner Nachbarin helfen könnten.

Tinachen 03.11.2014 21:16

Ich versuche ja trotzdem immer an das Gute im Menschen zu glauben......

Immerhin war sie Gesprächsbereit. Das ist ja schon mal positiv. Nach der Beschreibung bin ich überzeugt davon, dass sie von der Situation völlig überfordert ist und eigentlich dringend Hilfe benötigt. Wahrscheinlich hilft den Tieren letztendlich nur ein Zusammenspiel verschiedener Hilfsangebote aus dem sozialen aber auch im praktischen Bereich. Könntet ihr euch Hilfe bei der Schrebergartengemeinschaft suchen und zusammen z. B. bei der Erstellung einer artgerechten Kaninchenunterkunft helfen?

Kanarienvogel 04.11.2014 01:32

Vielleicht kannst du dir ja auch einen Überblick über die anderen Kaninchen im Inneren Verschaffen, damit du weißt, womit du es zu tun hast, nicth dass es ein Hording Fall ist (Denn bei sowas würde, denke ich, echt nur der Tierschutz helfen können)...:o

Du könntest ihr vielleicht auch erstmal helfen und Inserate auf Ebay, Tierwelt, Quoka, hier im Forum und in anderen Kaninchenforen erstellen und diese Tiere als Notfälle darstellen, was sie ja eigentlich auch sind. :confused:

Eventuell kannst du ja Tierheime und co. fragen, ob sie Gitterelemente für ein Gehege übrig hätten, dass sie verleihen könnten und sie sozusagen vor-informieren, was Sache ist, sodass diese sich auf Hilfe vorbereiten könnten...(wie Pflegestellen organisieren und co...)

Hat sie die Tiere eigentlich wenigstens nach Geschlecht getrennt?:thumbsup:

Ich finde es super wie du dich durchsetzt und helfen willst!!!...:D
Viel Glück!!!:seeya:

sarahsmiley123 04.11.2014 14:50

Sowas zu sehen macht mich echt wütend...die armen tiere:( hoffendlich schaltet diese agro schachtel nochmal ihr offensichtlich ungenutztes gehirn wieder ein:(

Lg

Toschi 08.11.2014 10:10

Wirklich viel werde ich vor dem Winter jetzt nicht mehr tun können. Selbst wenn ich ihr eine Deadline setzte, würde sie die Kaninchen wahrscheinlich einfach früher mit nach Hause nehmen. Dort wird es ihnen mit Sicherheit nicht bessser ergehen.

Deshalb überlege ich, ob ich schon mal Kontakt zum Kaninchenschutzbund, zum Tierheim und zum Amtstierarzt aufnehme, um ihnen die Situation zu schildern, die Fotos zukommen lassen und zu sehen, was die meinen. Vielleicht handeln sie jetzt schon. Falls nicht, sind sie vorinformiert, falls es im Frühjahr wieder losgehen sollte.

Ich werde auch den Gartenvorstand nochmals informieren. Ich gehe davon aus, dass bei der Mitgliederversammlung das Thema behandelt werden wird. Alle, die ich bislang gesprochen habe, sind gegen eine Tierhaltung im Kleingarten, was ich so aber nicht richtig finde. Die Gärtner sind gegen die Kaninchenhaltung, weil sie Ratten anzögen u.s.w. Stimmt das tatsächlich? Mir geht es um die Tiere und den Tierschutz. Ich werde dort den Tierschutz ansprechen und referieren, wie viel Platz z.B. Kaninchen bräuchten. Mein Vorschlag wäre, die Tierhaltung zu erlauben, allerdings nur dann wenn diese ganz klar artgerecht ist.

Auch ist ein Vebot, die Kaninchen im Garten zu halten keine Lösung für die Kaninchen und diese Halterin. Es wäre gut rauszufinden, wie viele Kaninchen sie noch daheim hält und was da los ist. Aber ich werd sie wohl kaum bei ihr zuhause besuchen...
Allein deshalb wäre es wohl sinnig jemanden einzuschalten.
Sie ist tatsächlich gnadenlos überfordert mit der Tierhaltung und züchtet dennoch Kaninchen. Darf man das einfach so?
Die Kaninchen sind nicht kastriert, sind nicht nach Geschlecht getrennt und sie verkauft dann die kleinen Kaninchen, die sie daheim hält... Der Genpool ist doch auch bei z.B. 6 Tieren immer noch zu klein, oder sehe ich das falsch?
Bei der Recherche habe ich so viele wirklich gute Ställe und Gehege für Kaninchen gesehen. Was manche Leute bauen, ist klasse. Wenn so etwas nebenan stände und ich wüsste, dass die Haltung funktioniert, die Tiere glücklich und gesund sind, würde ich es befürworten. Aber sie wird es nicht hinkriegen. Selbst mit Unterstützung nicht. Selbst wenn Material vorhanden wäre, kommen da bei einem venünftigen Gehege schnell dreistellige Kosten zusammen, die sie nicht decken kann.
Vielleicht würde ich mich sogar darauf einlassen, ihr zu helfen, auch meine Freundin wäre dabei. Hätten sogar irgendwie Lust dazu. Helfen würde in diesem Fall wohl bedeuten, alles zu organisieren...
Aber die ganze Geschichte stinkt meiner Meinung nach zum Himmel, die Frau hat auch zu viel verbrannte Erde hinterlassen. Vor allem jedoch finde ich das Ganze, ja, ich nenne es beim Namen, man kann es schon als krankhaft bezeichnen, oder?

sarahsmiley123 08.11.2014 10:15

Kaninchen ziehen eig nur ratten an wenn der stall durchgehend dreckig ist und stinkt oder futterreste liegen bleiben.das die ninis aber nie tierischen besuch anziehen wird sich nicht vermeiden lassen...

Toschi 08.11.2014 10:21

Dann werde ich mir den Kompostberg meiner neuen Nachbarin ansehen, den sie natürlich schön an die Grundstücksgrenze gesetzt hat, neben die von und in diesem Frühjahr neu gepflanzte Hecke, einen Meter von unserem Häuschen entfernt... Allein das spricht doch schon Bände darüber, mit was für einem Menschen wir es zu tun haben!
Dort entsorgt sie bislang alles aus dem "Gehege".

sarahsmiley123 08.11.2014 10:35

Schrecklich solche leute-.-

Kanarienvogel 08.11.2014 10:41

Einfach nur schrecklich...ganz sicher illegal. Allein die Tatsache, dass die Tiere nicht nach Geschlecht getrennt sind...
Aber das klingt für.mich echt nach sowas hier:

http://m.bild.de/regional/koeln/kaninchen/aus-leverkusener-wohnung-gerettet-34516688,variante=S.bildMobile.html

http://www.bz-berlin.de/artikel-archiv/mann-haelt-ueber-120-hasen-auf-balkon

Wenn es wirklich so krankhaft ist, so ist damit sicher nicht zu spaßen... Wenn du den Behörden eventuell auch einen Vergleich mit diesen Fällen bietest???!!!

Viel Glück ��

Toschi 08.11.2014 11:36

So krass wie in den Zeitungsartikeln ist es, zumindest was ich im Kleingarten sehe, nicht. Noch nicht? Aber, was sie daheim macht?
Danke für den Hinweis. Hab heute morgen auch schon ein wenig zum Thema animal hording gelesen.

KleineLady 08.11.2014 13:22

Das Problem, das ich sehe, ist aber, wenn ihr jetzt noch soviel Druck macht, packt sie die Monster ein und bringt sie zu sich nach hause. Das war es dann. Ihr müsst den Anblick zwar ertragen, aber den Tierchen geholfen ist nicht. Im Gegenteil. Wenn sie daheim noch mehr Nins hat, die sie wahllos kreuzt, sind nur noch fünf potentielle Mamis und Papis zugegen.

Ich glaub, ich hätte sie mal gefragt, warum sei ausgerechnet diese fünf herbringt, während der Rest daheim bleiben muss. Hinten rum rausfinden, wie viele es daheim sein könnten. Wie das mit dem verkaufen läuft, also, was sie so pro Tier nimmt. Ich kann mir vorstellen, dass das ab einer bestimmten Summe eine gewisse Relevanz hat, gerade auch, je nachdem, ob sie einen Job hat oder nicht (zum Teil auch welchen. Wenn jemand im Tierschutz arbeitet, daheim aber seine Tiere so hält und sie ohne Ende werfen lässt, dann kommt das für die Orga für die die Person arbeitet, ziemlich schlecht). Inwiefern das als "Nebenverdienst" für das liebe Finanzamt interessant ist, mag ich nicht beurteilen.

Aber, wenn ihr zum Vet.-Amt geht. Sagt ihnen nicht nur von den fünfen. Sondern auch, dass die Lady meinte, sie hätte noch mehr daheim zum "Züchten" und dass da ein starker Verdacht auf AnimalHording besteht. Ganz mutige können auch in ihrer Nachbarschaft herumfragen. Das sollte man aber dann geschickt anstellen, damit es nachher keinen Ärger wg. Verleumdung oder übler Nachrede oder sowas gibt.

Ich möchte mich aber auch dem Lob der andern anschließen. Ich find das superklasse, dass ihr nicht einfach wegschaut, sondern handelt :thumbsup: Solche Menschen sollte es viel mehr geben.

Btw. Zum "züchten" Nicht jeder, der Männlein auf Weiblein packt ist ein Züchter. Es ist nicht wirklich ungewöhnlich, dass 12jährige ihr Böcklein auf die Zippe der Freundin packen. Weil sie ja so süß sind und für die kleinen schon ganz viele Interessenten da sind, oder weil man sein Taschengeld aufbessern will :rolleyes: Also verbieten kann man es nicht wirklich. Ist bei Katzen übrigens nicht anders und gilt ebenso für Hunde.

Toschi 08.11.2014 20:01

Genauso sehe ich das auch. Druck zu machen, würde jetzt vor dem Winter nicht viel nützen. Sie ist, glaube ich zumindest, inzwischen genug unter Druck, da sie nun endlich verstanden hat, dass wir nichts gegen die Kaninchen im Garten haben, sondern gegen sie als Halterin und dass sie so wird nicht weitermachen können.:hand: Werde unauffällig hintenrum versuchen herauszufinden, was für Nins sie daheim hat und wie viele.
Wollte ja meiner Nichte welche zu Weihnachten schenken :wink5:

Cupcake 2205 08.11.2014 21:21

Hallo Toschi,
ich finde es super dass du dich so für die Ninchen einsetzt, obwohl du selbst keine hast. Ich hab dass eigentlich auch noch vor, ich glaube nämlich dass eine die in der Nähe von mir wohnt ihren Hamster in nem mini knast hält. Das Blöde ist nur ich hab null Kontaktzu ihr und meiner tollen Freundin ( wohnt neben ihr) ist das egal. Sie sagt dann zu mir ich soll mich nicht so um ihn kümmern sondern stattdessen an was schönes denken... :banghead: :banghead: :banghead:

Ich hoffe du kannst wenigstens was bewirken.

Toschi 11.11.2014 17:08

Nun sind die Ninis ausgebüchst und seit Tagen in der Kolonie unterwegs. Das gefällt den ganz bestimmt besser als vorher. Wie sie die eingefangen bekommen will, ist mir ein Rätsel. Letztlich büxen die Kaninchen mit aller Regelmäßigkeit aus. Die Hütte hat sie offen stehen gelassen, weil sie hofft, dass sie von selbst "heimkommen". Ob die Heimkehrer tatsächlich Heimkehrer sind oder einfach nur ersetzt werden, kann ich nicht mehr nachvollziehen...

Schon interessant, wie sich die Kaninchen bewegen und was für Verhalten sie zeigen, wenn sie mehr Raum zur Verfügung haben.

Der Komposthaufen ist selbstverständlich voll mit alter Streu, Kötteln und Gemüsegrünzeug. Wenns denn wenigstens mit Rasenschnitt abgedeckt wär.


@cupcake: an was Schönes denken, habe ich versucht - funktioniert nicht. Nicht mal aufzuhören an das Blöde zu denken, klappt. Aber ich bin froh, dass meine Freundin über die Situation genauso denkt wie ich.
Haben beschlossen, dass wir den Garten nächstes Jahr kündigen werden, wenn der Spuk nicht aufhören sollte. Schade um die viele Arbeit und den schönen Ort, aber inzwischen ist er nunmal "kontaminiert". Mal sehen, was die Versammlung im Frühjahr ergibt. Wir werden das Feld nicht kampflos räumen, aber auf einen Garten, in dem Tierquälerei, mehr oder weniger stillschweigend geduldet wird, haben wir keine Lust mehr.

Loveless_ 11.11.2014 19:53

Oh jeh O.o nicht das den Tierchen was passiert :o
...ich glaube, ich wäre so...böse...und würde versuchen die Kaninchen einzufangen und ins Tierheim bringen...klar, gesetzlich gesehen gehören sie immer noch deiner Nachbarin...aber...es geht ums Wohl der Tiere...


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