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Fire_Kaninchen 12.05.2014 11:43

Nach der ganzen diskutierung ist möchte ich sagen ,dass ich weiß wieviel aufwand und zeit ein Tier braucht. Ein Haun ist bei uns nicht erwünscht/möglich. Wir haben einfach keine zeit so lange mit im rauszugehen und damit meine ich nicth ,dass ich keine zeit hätte mich um meerschweinchen zu kümmern ,da es ja etwas anderes ist. Außerdem findet meine mutter es immernoch tierquälerei wenn man hunde drinnen in einer kleinen Wohnung haltet.
Zitat:

Im Tierheim warten schon viele ältere Herren und Damen auf ihre Besitzer.

Wobei ich stark bezweifel, dass das das Richtige ist.
Ältere Hunde können sich nicht so gut an einen gewöhnen.

Katzen:
Es sollte eigentlich nicht egoistisch klingen wenn man sagt ,dass man eine Allergie dagegen hat und ,dass man würgreize bekommt wenn man das Essen von denen sieht. Es ist ja nicht böse gemeint gegen das Katzenfutter aber es ist leider nun mal so.

Ich glaube ich halte lieber Meerschweinchen als Kaninchen weil:
ich müsste für Kaninchen den ganzen Balkon umbauen,
und ich kann 3 Meerschweinchen halten und somit wenn einer stirbt sind immernoch 2 da..

Zu den Kosten:
Ich weiß ,dass die TA-Kosten über mehrere hundert euro steigen können.
Deshalb will ich erstmal sparen um somit ein konto für TA_kosten haben kann und voher gucke wieviel ich für den eigenbau ausgeben muss.Ich spare darauf. Jeden monat kriege ich 20euro taschengeld und kann diese für haustiere bezwecken.. Wenn ich doch keine Haustiere halten werde kann ich das gesparte geld auch gut woanders ausgeben..

lg. Fire_Kaninchen

NiTi 12.05.2014 11:49

Also entschuldige, aber: WOW.

Alte Hunde können sich nicht mehr an einen gewöhnen? Ein Hund in der Wohnung ist Tierquälerei? 3 Meerschweinchen weil dann noch 2 da sind wenn einer stirbt?

Diese und andere Aussagen von dir lassen eigentlich nur einen Schluss zu: Das geeignete Haustier für dich darf nicht lebendig sein. Sorry, wenn das hart klingt, aber auch ich bin der Meinung, dass hier ein Stofftier die beste Wahl ist.

Bevor du dir irgendein Tier zulegst, solltest du dir grundlegende Informationen über Tiere im Allgemeinen zulegen. 20 Euro Taschengeld sind hier bei mir schon mit einer Impfung für ein Kaninchen weg. Sogar etwas mehr noch. Bis du da genügend für Gehegekosten, Futter und Tierarzt angespart hast, kannst du also in aller Ruhe jede Literatur über Tiere zur Hand nehmen und lesen, die du zu fassen bekommst.

Lupine 12.05.2014 12:12

Ältere Hunde sind für Anfänger besonders gut geeignet - sie sind idealerweise bereits ausgebildet und erzogen und können sich bestens an neue Besitzer gewöhnen. Die Eltern einer Bekannten von mir haben sich kürzlich einen älteren Dackel zugelegt, nachdem der eigene Hund verstorben war. Der Dackel hatte seinen Besitzer verloren weil der in ein Altenheim musste und ihn nicht mitnehmen konnte. Nun sind Hund und neue Herrchen überglücklich und der alte Besitzer froh, seinen Liebling in besten Händen zu wissen.

Einen Hund in der Wohnung zu halten ist durchaus keine Tierquälerei solange man wirklich täglich mit ihm spazieren geht. Und zwar lange genug, nicht nur zum pinkeln mal eben eine Runde um den Block. Es sollte allerdings in einer kleinen Wohnung eben nicht gerade eine deutsche Dogge sein, und man muss darauf achten dass Treppen steigen für Hunde nicht gesund ist. Hat man viele Treppen zu überwinden sollte man den Hund lieber tragen.

Aber das nur am Rande, nun zur Finanzierung:

Wenn deine Eltern dir die Finanzierung allein überlassen, brauchst du allein für Tierarztkosten eine Rücklage von ca. 1.000 Euro. Sonst stehst du irgendwann da, und deine Lieblinge müssen sterben weil du kein Geld hast.

Von 20 Euro Taschengeld kannst du nämlich keine weiteren Rücklagen bilden, die brauchst du für die TÄGLICHE Versorgung komplett. Da wären nämlich Heu, Einstreu, Mülltonne für die Einstreu-Entsorgung, Frischfutter. Ich habe für meine Kaninchen in Außenhaltung monatlich im Winter zwischen 30 und 40 Euro ausgegeben für diese täglichen Dinge. Denn gerade im Winter muss der Unterschlupf immer trocken eingestreut sein damit sie nicht frieren (sie haben ja keinen bestens isolierten Erdbau) und man muss Futter in größerer Menge zukaufen weil in der Natur kaum noch was wächst.

Ein mardersicheres 6-qm-Gehege kostet ab 300 Euro, würde ich sagen - bei relativ schlechter Materialqualität. Das macht sich am Ende nicht bezahlt, weil du über die Lebensdauer der Kaninchen mehrfach neu bauen (oder kaufen) musst.

Für 2 Kaninchen oder eine Kleingruppe von 3 Meerschweinchen würde ich für die tägliche Versorgung ungefähr 50 Euro im Monat rechnen, wenn man keine großzügige Tierarztrücklage hat. Zuzüglich einmaliger Anschaffungen wie Gehege, Unterschlüpfe etc.

SilversWacht 12.05.2014 12:33

Du wirst dir nun bei deinen Balkon sicherlich denken: Für was einen Mardersicheren Käfig?

Und ich denk mir regelmäßig, wieso diese Tiere immer in den engsten Dachboden sich rumtreiben...
Marder sind sehr gute Kletterer.

Wenn es kaum Zeit gibt, mit einem Hund zu spazieren, werden deine Meerschweinchen wohl auch auf frisch gepflückte Wiese verzichten müssen?
Und ältere Hunde sind großartig. Und Dankbar. Wenn man sich da richtig reinhängt und sich richtig und ausgiebig damit beschäftigt, wie man einen solchen Hund halten muss, was er braucht, und was nicht, dann ist das wirklich ein toller Freund fürs Leben.

Und zum Thema ausgiebig informieren:
Das solltest du bei allen Tieren. Selbst wenn du dich nun dazu entscheidest, Meerschweinchen zu nehmen, solltest du dich davor nochmal ausgiebig damit beschäftigen und richtig in die artgerechte Haltung reinhängen. Das wird dich, nein, euch, viel Zeit kosten, Zeit die du und deine Eltern wahrscheinlich nicht haben? Aber das sind wertvolle Informationen, die man sich einmal für ein gesundes Grundwissen zulegt.

Danach wird die Erfahrung arbeiten.

Und wenn das 2. deiner 3 Meerschweinchen stirbt? Bist du bereit, ein weiteres Meerschweinchen zu kaufen, damit das letzte nicht alleine ist?

Oder wartet dann das Tierheim? Oder eine Ebay Kleinanzeige?

Egal was für ein Tier du dir holst, egal wie viele, du benötigst eines: Zeit!
Auch bei Meerschweinchen ist es nicht getan, wenn man einmal am Tag den Napf mit Trockenfutte bis zum Rand auffüllt und einmal in der Woche oder 2x im Monat ausmistet.

Dann wirst du keine glücklichen Tiere haben.

Übrigens:
Tierarztkosten.
Ende Januar habe ich über 300 € in mein Kaninchen Lilly gesteckt, weil sie plötzlich schwer erkrankte. Jeder Cent war mir das wert, auch wenn sie es nicht überlebte.

Die letzten 2 Wochen sind es wieder knapp 500€ geworden. Viele Grunduntersuchungen, Impfungen, Röntgen, Kokzidienerkrankungen... Und mir ist jeder Cent wert.

Als ich noch keinen Führerschein hatte, musste ich für TA-Besuche betteln, weil ich merkte, dass mit meiner Süßen was nicht stimmt, und mich niemand zum TA fahren wollte.

Du musst es merken, wenn es den Tieren nicht gut geht. Und zwar so schnell wie möglich und die Tiere zeigen dir das auch, wenn du auf die Zeichen achtest.

Fire_Kaninchen 12.05.2014 12:58

Zitat:

Wenn es kaum Zeit gibt, mit einem Hund zu spazieren, werden deine Meerschweinchen wohl auch auf frisch gepflückte Wiese verzichten müssen?
Es ist was anderes für ein paar minuten runter in den garten zu gehen und gas zu plfücken als mit den hund ne stunde zu spazieren..

Lupine 12.05.2014 13:07

Gras und Wiese sind nicht das gleiche. :hand: Ganz im Gegenteil. Normales Gras, wie man es in den üblichen Zierrasen findet, hat kaum wertvolle Inhaltsstoffe. Das führt zu einer Mangelernährung. Lesematerial für dich: [url]www.kaninchenwiese.de[/url]

Richtige Wiese zu pflücken, das kostet die meisten hier mindestens eine halbe Stunde pro Tag - außer diejenigen die eine Mähwiese direkt nebenan haben und mit der Sense umgehen können.

Wenn du nicht mal eine Stunde pro Tag Zeit hättest um mit einem Hund spazieren zu gehen, würde ich dir dringend empfehlen dir z. B. eine der bekannten tragbaren Spielkonsolen zuzulegen und ein entsprechendes Tierspiel - denn für so jemanden kommen lebende Tiere doch eher nicht in Frage. Ich vermute, dass du meinen Beitrag nicht aufmerksam genug gelesen hast - Kaninchen (oder Meerschweinchen) kosten dich ebenso viel Zeit wie das spazierengehen mit einem Hund - täglich!

Selbst mein kleines Aquarium braucht eine Menge an Zeit und Pflege (füttern, Fische auf Krankheitszeichen beobachten, Filter reinigen, Mulm absaugen, Scheiben säubern, Pflanzen zurechtstutzen etc.).

Madzia 12.05.2014 13:11

Ich habe einen Hund und drei Kaninchen. Das Wiese pflücken verbinde ich immer mit dem Gassigehen. Ich brauche da etwa eine Std, aber auch wenn Maja mal nicht mit kommt, geht da nicht viel weniger zeit drauf. Allerdings gebe ich mich auch nicht mit ein paar langweiligen Grashalmen zufrieden. Ich möchte meinen Tieren immer das Beste geben und dafür gehe ich schonmal weitere Strecken, um so viel verschiedene Kräuter, wie nur möglich zu finden.

Trotzdem würde ich sagen, dass ein Hund doch mehr zeit in Ansprunch nimmt, als ein Meerschweinchen oder Kaninchen. Was mir bei dir nur Sorgen macht, sind die 20€, die du jeden Monat zur Verfügung hast. Wenn deine Eltern nichts dazuzahlen, wirst du deine Meerschweinchen bei der ersten Erkrankung oder Verletzung verlieren. Denn, wie hier schon gesagt wurde, reicht das Geld kaum für die laufenden Kosten :(

SilversWacht 12.05.2014 13:56

Ein Hund kann man zudem nicht so leicht ignorieren, wie Käfig-Knast-Tierchen.
Ich als Wiesenpflücker-Neuling laufe schonmal meine 2 Stunden am Main entlang, weil ich einfach noch keine Ahnung habe, wo man am besten Pflücken kann (ein Dank an Keks mit dem Tipp Wald - da werde ich mich demnächst umsehen. )

Aber ich muss dazu sagen, dass ich auch einfach die Natur nochmal genieße. =) Und mein Neffe braucht ja auch mal seinen Auslauf.

3 Meerschweinchen werden nicht so viel verschlingen, wie 9 Kaninchen. Aber ich habe heute wieder für 20 €uro eingekauft, für Futter, das knapp ne Woche hält, wenn es ordentlich Wiese dazu gibt.

Liebe Fire Kaninchen,
du bist doch hoffentlich gescheid genug um zu merken, dass wir dir nicht aus lauter Böswilligkeit davon abraten dir jetzt schon Tiere anzuschaffen.

Haustiere sind etwas großartiges. Dennoch wollen wir für dich und deine zukünftigen Haustiere nur das Beste. Genau so wie du doch für deine zukünftigen Schützlinge nur das Beste möchtest oder?
Und die Möglichkeit, Tiere zu besitzen, wird dir nicht weglaufen.

Ich hatte sehr früh schon Meerschweinchen, erwähnte ich ja bereits, und das hat weder mir, noch meinen Eltern und schon gar nicht den Schweinchen gut getan.

Bedenke bitte auch, dass du hier eine Entscheidung über Lebewesen triffst.
Und auch wenn es so viele Meerschweine gibt, jedes Lebewesen hat das Recht ein Leben so zu verbringen, dass es sich lohnt, zu leben.
Wenn du das im Moment nicht gewährleisten kannst, dann warte, bis du es ermöglichen kannst, bis du die Zeit aufbringen kannst und bis du es dir leisten kannst.

Clia 12.05.2014 14:00

Man muss sich sehr gut überlegen ob man allen Bedürfnissen eines Haustieres gerecht werden kann. Wenn du gerne Tiere magst, aber doch nicht rund um die Uhr Zeit hast und auch nicht genügend Geld um evtl. Tierarztkosten zu bezahlen, dann rate ich dir von einem Haustier ab.
Eines unserer Meerschweinchen wurde 9 Jahre alt.

BigwigDasKaninchen 12.05.2014 14:24

Ich hatte mit 7 mal ein Meeri das ist 3 jahre später gestorben jämmerlich verhunget. Meine Eltern wollten nicht zum TA sie wollten das Geld lieber für Alkohol und Zigaretten ausgeben. Die Katze ist aus selbem grund gestorben auch mit ihr ist niemand zum Arzt gegangen.
Soviel dazu.
Lg
BigwigDasKaninchen

TanjaZ 12.05.2014 19:02

Was vielleicht auch noch eine Möglichkeit für dich wäre, viele Tierheime sind froh wenn sie sogenannte Katzenstreichler haben. Das sind Tierheimmitglieder die kommen nur um Katzen etc. zu streicheln, um bei ihnen zu sein und um mit ihnen zu reden und so. Vielleicht wäre das ja erst mal eine Art Haustierersatz für dich. Du hättest auch keine Kosten (höchsten den Mitgliedsbeitrag des Tierheims) Frag doch mal nach bei einem Th in deiner Nähe..

Lupine 12.05.2014 20:34

Das ist eine super Idee von TanjaZ :thumbsup: Frag am besten gleich in den nächsten Tagen mal nach, wie eine Mitarbeit dort für dich aussehen könnte. Vielleicht haben sie auch Kleintiere, um die du dich kümmern könntest. Oder einen Hund, für den du an einem oder zwei Tagen in der Woche dann vielleicht Gassigeher werden kannst.

Rabbit1990 13.05.2014 21:49

Also ich bin ja noch recht unerfahren was Kaninchenhaltung angeht, allerdings bin ich mit Tieren aufgewachsen. Und habe in meinem Leben schon verschiedenste Haustiere gehabt.

Wenn ich die Aussagen aus deinem Ausgangspost lese muss ich sagen wird mir wirklich schlecht.
Auch wenn es anmaßend klingen mag muss ich dir sagen das du dir ein anderes Hobby suchen solltest. (Das ist vor allem im interesse der Tiere)

Wenn es daran scheitert das Tiere eine zu lange Lebenserwartung haben(was müssen das für irre sein die sich Schildkröten anschaffen?!) oder das Futter für den Halter nicht appetitlich genug aussieht , muss ich mir an den Kopf fassen!
Das du gerne was zum Kuscheln haben möchtest ist nur all zu verständlich, jedoch wäre wie schon oben gennant ein Kuscheltier (oder ein Menschlicher Patner) sicherlich die bessere Wahl!
Es gibt kein Tier auf dieser Welt das fremdbestimmt etwas aufgezwungen bekommen will und wenns dann nicht mehr gefragt ist in den Käfig zurück wandern sollte!

Klar gibt es verschmuste Tiere, allerdings werden diese mit viel hingabe und großem Zeitaufwand versorgt. Und ist dies der Fall dann Leben sie meistens (zum Glück) auch relativ Lange.

Ich denke du solltest dir nochmal ganz genau überlegen ob die Anschaffung eines Haustieres momentan das richtige für dich ist

Pocket 13.05.2014 22:47

Ich weiß gar nicht, warum ihr hier alle so auf Fire_Kaninchen herumhackt. Bedenkt auch, dass sie ein junges Mädel, wohl eher ein Kind ist!

Manches war wohl etwas ungeschickt formuliert ("man könnte sie ja ins Tierheim bringen") und einige Argumente völlig falsch ("alte hunde gewöhnen sich nicht an einen") aber ich lese von ihr auch mehrere sehr vernünftige Argumente.

Es ist absolut sinnvoll, die Lebenserwartung zu bedenken, und auf sehr langlebige Tiere im Zweifelsfall lieber zu verzichten. Wenn das mal jeder tun würde!
Und wenn man selbst oder andere Familienmitglieder eine Aversion gegen bestimmtes Tierfutter hat, ist das ein ganz legitimer Grund, ein Tier nicht anzuschaffen. (Dumm wäre es nur, wenn einem das erst auffiele, wenn das Tier bereits gekauft wurde!)

Und ebenfalls hat sie völlig recht damit, dass ein Hund wesentlich mehr Arbeit macht als z.B. zwei Kaninchen.
Kaninchen im großen Gehege, mit frischem Futter und Wasser versorgt, ist es nämlich schnurzpiepegal, ob ihr Halter öfters mal den ganzen Tag über fort ist! Auch kann man sich Kaninchen ganz entspannt auf dem Sofa sitzend widmen, während ein Hund bei Wind und Wetter täglich mehrere Stunden Bewegung an der frischen Luft braucht.

Auch vernünftig ist, sich Gedanken zu machen, welches Tier sich denn auch mal streicheln lässt. Wieviele andere kaufen einfach ein Tier das kuschelig aussieht, und ärgern sich im Nachhinein, dass das Tier gar nicht kuscheln will???
Kaninchen wären ja schon am ehesten tiere, die tatsächlich streichelzahm werden können, wenn auch nicht jedes Kaninchen.

Ich denke aber auch, dass sie nicht die Vorraussetzungen für die Kaninchenhaltung hat. Es scheitert schon am finanziellen, denn es müsste ein richtiges Gehege mit Volierendraht, einem Holzstall etc. errichtet werden, schon damit die Kaninchen nicht herunterfallen oder erfireren können. sowas wird einige Hundert € kosten, und auch mit der Fütterung und gelegentlichem TA-Besuch bei Bedarf kommt man mit 20 € wirklich nicht weit.

Wie wäre es mit einem Hamster? Einen Zwerghamster kann man in einem Käfig oder Aquarium von 0,5x1m gut halten. Hamster riechen kaum, machen wenig Arbeit, haben eine kurze Lebenserwartung, sie brauchen keine Gesellschaft, und sie sind sehr putzig anzuschauen. So richtig zum Kuscheln sind sie natürlich nicht, aber sie können durchaus so zahm werden, dass sie angerannt kommen, Leckerchen nehmen und auf die Hand klettern.
Durch die Nachtaktivität kommt es aber auch vor, dass man sie mal den ganzen Tag nicht zu sehen bekommt.
Wenn Zahmheit wichtig ist, ist man am besten beraten, ein bereits zahmes Abgabetier (z.B. über eine Kleinanzeige) zu suchen.

Rabbit1990 14.05.2014 09:34

Hat doch mit herumhacken nix zu tun ! (Auch das wurde schon betohnt)

Klar sind die Gründe alle legitim ist ja ein freies Land !

Nur wenn man all diese Gründe berücksicht bleibt am Ende der selbe Nenner :
Ein Haustier passt wohl nicht.(im Moment)

Nicht mehr oder weniger wurde doch gesagt oder? Mag vieleicht nicht die bequemste Antwort sein aber ist alle mal mehr im interesse des Tieres und des zukünftigen Halters.

Ich bin halt der Meinung grad was Tiere angeht entweder richtig oder gar nicht (Sorry)

Pocket 14.05.2014 09:53

Lies dir mal die Sprüche durch, die einige hier von sich gegeben haben, und lasse sie dir auf der Zunge zergehen!

Das ist keine Argumentation, sondern bloße Pöbelei. Ich weiß nicht, wie alt diese Pöbler sind, aber möglicherweise fallen da erwachsene Frauen über ein Kind her...armselig, und alles andere als konstruktiv.

NiTi 14.05.2014 09:57

Pocket, einerseits hast du recht. Andererseits: Wer alt genug ist, sich alleine im Internet aufzuhalten, muss mit so was leben. Es fehlt die Mimik, der Tonfall... ausgesprochen würden viele dieser "Sprüche" sicherlich ganz anders ankommen.

Pöbelei finde ich hier im Übrigen nicht, nur ein paar deutliche Worte. Die wohl auch angebracht sind.

Lupine 14.05.2014 10:05

Zitat:

Zitat von Pocket (Beitrag 637132)
Ich weiß gar nicht, warum ihr hier alle so auf Fire_Kaninchen herumhackt. Bedenkt auch, dass sie ein junges Mädel, wohl eher ein Kind ist!

Das bedenken wir. Das heißt nämlich im Klartext, sie ist nicht in der Lage ALLEIN für Tiere zu sorgen weil ihr nämlich dafür auf jeden Fall die finanziellen Mittel fehlen. Und die Eltern stellen sich das offensichtlich so vor, dass das Mädel "ihre" Haustiere allein von ihrem Taschengeld bezahlt und auch allein versorgt und sie nichts damit zu tun haben. Nur kann sie sich dann (vorausgesetzt das Geld reicht überhaupt für die Tiere!) NICHTS anderes mehr von ihrem Taschengeld gönnen, keinen Kinobesuch mit der Freundin, kein Accessoire, nichts. Das wird irgendwann zu mächtigem Frust führen und die Tiere müssen es ausbaden, auf die eine oder andere Art.

Zitat:

Manches war wohl etwas ungeschickt formuliert ("man könnte sie ja ins Tierheim bringen") und einige Argumente völlig falsch ("alte hunde gewöhnen sich nicht an einen") aber ich lese von ihr auch mehrere sehr vernünftige Argumente.
Hinter den ungeschickten Formulierungen kommt leider recht deutlich heraus, dass sie nicht den notwendigen Elternrückhalt in Form das Vorlebens einer verantwortungsbewussten Einstellung Tieren gegenüber hat. Der Fehler liegt zwar nicht bei ihr - aber für die Tiere ist das egal, und die sind hier nun mal die angedachten Hauptpersonen.

Zitat:

Es ist absolut sinnvoll, die Lebenserwartung zu bedenken, und auf sehr langlebige Tiere im Zweifelsfall lieber zu verzichten. Wenn das mal jeder tun würde!
Ja, durchaus. Und ja, Chins werden älter als Kaninchen. Aber auch Kaninchen haben eine potenzielle Lebenserwartung, die hier bereits den Rahmen des Überblickbaren sprengt. In 10 Jahren ist sie 21 Jahre alt und steht mit Sicherheit schon im Berufsleben oder Studium. Wenn sie da nicht auf die Unterstützung der Eltern zurückgreifen kann, wird die Übergangszeit äußerst schwierig - wenn wir mal davon ausgehen, dass sie nicht in 3 oder 4 Jahren bereits ihren Freund, die Disco und Klamottenläden wichtiger findet als ihre Haustiere.

Zitat:

Und wenn man selbst oder andere Familienmitglieder eine Aversion gegen bestimmtes Tierfutter hat, ist das ein ganz legitimer Grund, ein Tier nicht anzuschaffen. (Dumm wäre es nur, wenn einem das erst auffiele, wenn das Tier bereits gekauft wurde!)
Aus dem Gesamtzusammenhang würde ich diese Aussage dahingehend interpretieren, dass das Argument "Wohnungshaltung nicht artgerecht" gegen die Anschaffung eines Hundes aufgebraucht war, und nun gegen eine Katze ein anderes her musste. Die Argumentationsschiene der Eltern ist recht durchschaubar finde ich.

Zitat:

Und ebenfalls hat sie völlig recht damit, dass ein Hund wesentlich mehr Arbeit macht als z.B. zwei Kaninchen.
Kaninchen im großen Gehege, mit frischem Futter und Wasser versorgt, ist es nämlich schnurzpiepegal, ob ihr Halter öfters mal den ganzen Tag über fort ist! Auch kann man sich Kaninchen ganz entspannt auf dem Sofa sitzend widmen, während ein Hund bei Wind und Wetter täglich mehrere Stunden Bewegung an der frischen Luft braucht.
Zum einen: Kaninchen sind ziemlich krankheitsanfällig. Und ich habe mit meinen sehr viel Pech gehabt. Ich habe für sie weit mehr Zeit aufwenden müssen als für unseren Hund damals, denn wir hatten einen Garten in dem er sich den ganzen Tag frei bewegen durfte.

Zum anderen musste ich jetzt gerade lachen bei der Vorstellung dass dein Sofa bequem vor dem Außengehege steht :D Denn die Kaninchen sollen draußen untergebracht werden, in der Wohnung fehlt der Platz. Da muss man - genau wie beim Hund - mitunter mehrere Stunden draußen an der frischen Luft sein.

Zitat:

Auch vernünftig ist, sich Gedanken zu machen, welches Tier sich denn auch mal streicheln lässt. Wieviele andere kaufen einfach ein Tier das kuschelig aussieht, und ärgern sich im Nachhinein, dass das Tier gar nicht kuscheln will???
Kaninchen wären ja schon am ehesten tiere, die tatsächlich streichelzahm werden können, wenn auch nicht jedes Kaninchen.
Da ist es wieder, das falsche Image von Kaninchen als Kuscheltieren. Ich würde sagen: die meisten Kaninchen sind eher NICHT streichelzahm. Das soll heißen dass sie sich nur dann anfassen lassen wenn sie das gerade für richtig halten, und nicht dann wenn der Halter es gerade möchte. Da kann es durchaus selbst bei eigentlich verkuschelten Kaninchen wie meiner Jule mal vorkommen dass sie sich ein oder zwei Tage gar nicht anfassen lassen möchten. Und bei Wuschel habe ich eineinhalb Jahre (!) gebraucht bis sie sich überhaupt freiwillig von mir berühren ließ! Von Streicheln war dieses berühren aber weit entfernt.

Zitat:

Ich denke aber auch, dass sie nicht die Vorraussetzungen für die Kaninchenhaltung hat. Es scheitert schon am finanziellen, denn es müsste ein richtiges Gehege mit Volierendraht, einem Holzstall etc. errichtet werden, schon damit die Kaninchen nicht herunterfallen oder erfireren können. sowas wird einige Hundert € kosten, und auch mit der Fütterung und gelegentlichem TA-Besuch bei Bedarf kommt man mit 20 € wirklich nicht weit.
:thumbsup:

Zitat:

Wie wäre es mit einem Hamster? Einen Zwerghamster kann man in einem Käfig oder Aquarium von 0,5x1m gut halten. Hamster riechen kaum, machen wenig Arbeit, haben eine kurze Lebenserwartung, sie brauchen keine Gesellschaft, und sie sind sehr putzig anzuschauen. So richtig zum Kuscheln sind sie natürlich nicht, aber sie können durchaus so zahm werden, dass sie angerannt kommen, Leckerchen nehmen und auf die Hand klettern.
Das entspricht damit leider NICHT dem Anforderungsprofil der Threaderstellerin, die ausdrücklich ein Tier möchte das sich gerne STREICHELN lässt:

Zitat:

Zitat von Fire_Kaninchen (Beitrag 636250)
Ich würde ja gerne ein Haustier haben ,dass sich gerne streicheln lässt.


Zitat:

Durch die Nachtaktivität kommt es aber auch vor, dass man sie mal den ganzen Tag nicht zu sehen bekommt.
Da habe ich, vor allem angesichts der Vorstellungen der TE von ihrem idealen Haustier große Sorge, dass der Hamster dann bald uninteressant ist - weil man ihn ja sowieso nur selten zu Gesicht bekommt. Ein solcher Fall ist mir bekannt, das Mädchen bekam mit 12 einen Hamster, es dürfte ein Campbell-Hybrid gewesen sein vermute ich, auf jeden Fall ein Zwerghamster. Sie hat ihn mehrfach tagsüber geweckt weil sie ihn überhaupt mal sehen wollte, das endete damit dass das völlig gestresste Tier irgendwann ordentlich zubiss, und dann wurde er lediglich noch notdürftig versorgt bis zu seinem Lebensende.

Zitat:

Wenn Zahmheit wichtig ist, ist man am besten beraten, ein bereits zahmes Abgabetier (z.B. über eine Kleinanzeige) zu suchen.
:thumbsup: Wie bei einem älteren Hund: bereits erwachsene Tiere sind vielleicht nicht so niedlich - aber sie haben eine Menge Vorteile.

Pocket 15.05.2014 09:05

Q Lupine: Habe ich geschrieben "Jedes Kaninchen kuschelt jederzeit gerne"? Nö, oder?;)

Und einen Hund im Garten größtenteils sich selbst zu überlassen, entspricht nicht meinen Vorstellungen einer guten Hundehaltung.
Ich kann auch nicht bestätigen, dass Kaninchen allgemein besonders kränklich wären, sicherlich nicht mehr als Hunde.
In der Regel braucht man für einen Hund wesentlich mehr Zeit als für zwei Kaninchen.

Lupine 15.05.2014 09:15

@ Pocket: habe ICH geschrieben, wir hätten unseren Hund im Garten größtenteils sich selbst überlassen? :hand:

Es freut mich für dich dass du mehr Glück hattest als ich - bisher. Das muss aber nicht immer so sein, ich wollte lediglich zum Ausdruck bringen dass Kaninchen im Einzelfall durchaus sehr viel mehr Zeit beanspruchen können als ein Hund im Allgemeinen.

Was den Begriff "streichelzahm" betrifft, so scheine ich ihn deutlich anders zu verwenden als du. Für mich bedeutet streichelzahm, dass sich ein Tier grundsätzlich von seinem Besitzer jederzeit anfassen lässt (bis auf Ausnahmesituationen nach einem erheblichen Erschrecken oder bei Schmerzen zum Beispiel). Die meisten Katzen sind für mich deshalb ebenfalls nicht streichelzahm.


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