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Jackrabbit 04.05.2014 21:42

Ich habe gerade in den Vermittlungsthreads gesehen, deine kleine is ein rex.

Sie würde ich dann sowieso lieber in innenhaltung vermitteln.

Fluffi 04.05.2014 21:45

Ja, da habt ihr recht, glaube ich. Meine Freude von heute nachmittag ist erstmal verflogen...

Fluffi 04.05.2014 21:47

Sind Rexkaninchen für draußen zu empfindlich?

Sarabi 04.05.2014 21:54

Bei so einer Haltung bin ich immer hin und her gerissen. Ich kenne jemand der seine Tiere genauso hält und das schon seit vielen, vielen Jahren. Die Tiere sind augenscheinlich gesund und natürlich sehr fortpflanzungsfreudig. Allerdings da ein einfangen der kranken Tiere unmöglich wäre greift eben die Natur ein und kranke Tiere versterben recht schnell. Und die gesunden, kräftigen pflanzen sich fort. Die Tiere sehen nicht! so aus wie Wildkaninchen obwohl sie schon seit Generationen "verwildert" leben. Alle haben verschiedene Farben und Fellformen. Sie werden auch zugefüttert und kennen den Menschen, aber man kann ihnen nicht zu Nahe kommen.
Ich finde so ein Leben für Kaninchen deutlich besser als in einem Mini-käfig in Einzelhaft. Aber man muss damit rechnen das ein Kaninchen vielleicht nur einen Tag dort überlebt.

Jackrabbit 04.05.2014 21:57

Ich hab auch ein rexmädel hier sitzen.

Wollte sie erst vermitteln, aber mir wurde davon abgeraten, sie in Außenhaltung zu vermitteln.

Rexkaninchen sind ja eine sogenannte qualzucht.

Durch ihr seltsames fell und die verkümmerten tasthaare sind sie nicht wirklich für die Außenhaltung geeignet.

In der Wohnung kommt zoe prima zurecht, sie is seit Mitte Februar hier und war bis jetzt nur zum impfen beim Tierarzt :)

aber Außenhaltung wäre mir mittlerweile zu heikel bei ihr.

Fluffi 04.05.2014 21:57

Was meinst du damit, dass es nur einen Tag überleben könnte? Weil es von einem wilden Tier gefressen wird oder an was denkst du da zum Beispiel?

Sarabi 04.05.2014 22:02

Zitat:

Zitat von Fluffi (Beitrag 634543)
Was meinst du damit, dass es nur einen Tag überleben könnte? Weil es von einem wilden Tier gefressen wird oder an was denkst du da zum Beispiel?

Ja, zum Beispiel. Dieser Instinkt zur Flucht ist zwar in jedem Tier vorhanden allerdings kann er ein wenig verkümmern. Je länger das Tier wieder in Freiheit ist desto stärker bildet sich dieser wieder aus. Aber am Anfang sind die Kaninchen relativ leichte Beute.

Keks3006 04.05.2014 23:53

Ich gehöre nicht zu den Haltern, die ihre Tiere zu ihrer größtmöglichen Sicherheit lieber einsperren als ihnen ein bisschen Freiheit zu geben. Aber es gibt Grenzen. Wenn Tiere nicht mehr tierärztlich versorgt werden, sind die längst überschritten. Da wiegt Freiheit das auch nicht mehr auf.

Ich muss dabei an die verwilderten Hauskatzen denken, die sich fleißig vermehren, aber oft in schlimmem Zustand sind, die Jungen nicht ernähren können... Im Endeffekt versuchen nun Tierschützer, der Lage durch Kastrationen Herr zu werden, mit mäßigem Erfolg. Vielleicht läuft es in diesem Fall letztlich auch so: die Tiere vermehren sich, der Besitzer ist hilflos und dann badet der Tierschutz aus, was er sich eingebrockt hat.

Wer sich Tiere anschafft, trägt die Verantwortung. Sie einfach sich selbst zu überlassen, komme was wolle, hat nichts mehr mit dem romantischen Traum von Freiheit zu tun, sondern ist grob fahrlässig. Gegenüber den Tieren und der Umwelt, siehe z.B. Verschlechterung des Genpools der Wildkaninchen. In meinen Augen unterscheidet sich das nicht wesentlich von Aussetzen.

Fluffi 05.05.2014 07:48

Danke an alle für eure Hilfe. Ich werde mein Kaninchen dort nicht abgeben.

Liebe Grüße
Fluffi

Lupine 05.05.2014 09:43

Deine Entscheidung finde ich richtig. Ich habe mich nur deshalb nicht auch noch eingemischt, weil schon alles gesagt wurde bezüglich der Verantwortung, möglicher Trächtigkeiten und der Gefahren.

Eine solche Freilandhaltung unterscheidet sich sehr maßgeblich von einer freien Gartenhaltung auf halbwegs gesichertem Gebiet. Letztere ist durchaus für etwas risikofreudigere Halter (Gefahr durch Katzen und Füchse auch tagsüber) zu befürworten, soweit die Kaninchen ein sicheres Nachtgehege und adäquate tierärztliche Versorgung bekommen.

Aber für ein Rexkaninchen ist auch eine solche freie Gartenhaltung sorgfältig zu prüfen, denn nicht alle Rexe bilden ausreichend Winterfell aus. Das muss im Einzelfall überprüft werden, das heißt der neue Besitzer müsste die Möglichkeit haben jederzeit auf Winter-Innenhaltung oder zumindest frostfreie Haltung umzustellen.

Ich wünsche dir viel Glück bei der Suche nach einem guten neuen Zuhause für dein Nin.

Roady 05.05.2014 13:16

Ich habe mein Rexkaninchen in Außenhaltung. Es wurde aber bei einer Züchterin in Außenhaltung geboren und bekommt ein sehr dichtes Winterfell.
Mein Rexkaninchen hat mit verschiedenen Witterungseinflüssen keinerlei Probleme. Mein Langhaarkaninchen ist da schon empfindlicher.

Hase2 05.05.2014 14:09

Ich weiß nicht, ob es nicht vielleicht sogar sinnvoll wäre, das Vetamt zu informieren, vielleicht sind es Leute, die schonmal auffällig waren ?


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