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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 15.04.2014
Beiträge: 207
Pocket befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.04.2014, 11:23

Ach so, ja die Idee ist an sich gut. aber es kommt wohl weniger darauf an, dass der Käfig neu ist, sondern darauf, dass er richtig groß ist. D.h. ein großes, mardersicheres Gehege, in dem sie dauerhaft frei laufen dürfen, könnte die Lösung sein.

Wenn du einen neuen Stall in ähnlicher Größe wie den alten kaufen würdest, würden sie höchstens kurze Zeit das streiten vergessen, weil sie den neuen Käfig beschnüffeln, sich aber dann wieder genauso fetzen.



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Benutzerbild von KaninchenLover2009
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 26.03.2014
Beiträge: 183
KaninchenLover2009 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.04.2014, 11:36

Ich habe mich auf kaninchenwiese.de schlau gelesen. Hier sind ein paar Methoden der Zusammenführung. Welche findet ihr am Besten (in meiner Situation)? :

Methode 1: Zusammenführung außerhalb des Revieres
Diese Methode ist besonders gut für Kaninchen-Anfänger oder Menschen geeignet, die etwas ängstlich an die Vergesellschaftung gehen. Zudem birgt sie die höchsten Erfolgschancen gegenüber anderen Zusammenführungs-Methoden.
Vor der Vergesellschaftung sollten die Kaninchen mindestens zwei Wochen getrennt leben (in separaten Gehegen) so dass sie sich weder sehen noch riechen können. Dadurch läuft die Rangordnungsklärung nachher entspannter und weniger gefährlich ab.
Zusammen geführt werden die Kaninchen auf einem Gebiet, dass sie beide noch nicht kennen (außerhalb des gewohnten Revieres) damit sie das andere Kaninchen nicht als Revier-Eindringling wahrnehmen, dies würde die Kämpfe verstärken. Außenkaninchen werden wenn möglich am besten im Haus und Innenkaninchen im Garten vergesellschaftet. Die Kaninchen sollten gleichzeitig dort abgesetzt werden und dürfen sich vorher nicht beschnuppern oder sehen.
Natürlich sollte in diesem Gebiet genug verstreutes Futter wie z.B. Heu und Frischfutter, aber auch neue Unterschlüpfe angeboten werden (keine Unterschlüpfe, die sie bereits kennen!). Bei den Unterschlüpfen ist darauf zu achten, dass kein Kaninchen in die Enge getrieben werden kann (z.B. weil ein Häuschen nur einen Eingang hat).
Die Kaninchen klären nun außerhalb ihres Revieres die Rangordnung indem sie kämpfen, rammeln und Fell ausreißen, so gut wie immer kommt es auch zu Jagereien und Streitereien.
Dieses Verhalten ist ganz normal und nötig, damit sie die Rangordnung klären können, nur mit geklärter Rangordnung ist nachher ein harmonisches Zusammenleben möglich. Die ersten Stunden sollte man dabei bleiben oder sehr oft nach ihnen schauen um eingreifen zu können, falls sie sich ineinander verbeißen (Decke drüber oder dazwischen werfen bzw. sie erschrecken und wieder weiter kämpfen lassen), eines der Kaninchen extrem unter der Zusammenführung leidet (nichts mehr frisst, mit Kopf gegen das Gitter oder die Wand da sitzt etc.) und das andere es weiter quält oder wenn es zu ernsthaften Verletzungen kommt, so dass man den Tierarzt aufsuchen muss.

Es kann mehrere Wochen dauern, bis sie sich beruhigt haben und miteinander vertragen. Wenn sie miteinander fressen und nebeneinander sitzen, können sie zurück ins alte Gehege ziehen (altes Revier eines Tieres). Das alte Gehege sollte zuvor eine Grund-Reinigung mit Essigwasser bekommen, für den Übergang verwendet man erst einmal nur neutrale Gegenstände/Einrichtung und räumt die Gehegeaufteilung etwas um. Es kann noch mal zu leichten Auseinandersetzungen kommen, wenn die Kaninchen in das alte Revier umziehen. Diese legen sich sehr schnell wieder.


Methode 2a: Zwei Rückzugsreviere mit neutralen Treffen in der Mitte
Diese Methode ist nur möglich, wenn jede Kaninchengruppe (bzw. bei 2er-Zusammenführungen jedes Kaninchen) einen eigenen Bereich hat (z.B. ein Zimmer in der Wohnung oder ein Gartenabteil) in dem es sich schon eingelebt hat und den es als Revier sieht. Zudem muss zwischen diesen beiden Revieren ein revierloser Bereich liegen (Flur, weiterer Raum, Gartenabteil). Außerdem dürfen sich die Kaninchen zwei Wochen bevor man sie aneinander gewöhnt nicht mehr sehen oder riechen.
Am Tag der Zusammenführung öffnet man die beiden Reviere zum neutralen Revier hin und baut Pappkartons usw. (ohne Sackgassen!) auf, so dass die Kaninchen neugierig diesen Bereich erkunden. Die Kaninchen können jeder Zeit in ihr altes Revier zurückkehren, der Halter muss jedoch darauf achten, dass die Kaninchen auf keinen Fall in das fremde Revier gehen. Solche Treffen werden nun mehrmals täglich unter Aufsicht des Halters durchgeführt. Die Kaninchen dürfen während der Zeit im neutralen Gebiet auch kämpfen (nicht eingreifen!) und sich jagen um die Rangordnung zu klären. Wenn sie irgendwann miteinander fressen und harmonisch wirken, kann man entweder erlauben, dass sie ins fremde Revier gehen und schauen, wie sie aufeinander reagieren, bis sie sich auch dort aneinander gewöhnt haben und sich gegenseitig akzeptieren. Oder aber sie ca. zwei Tage und zwei Nächte in den neutralen Raum lassen. Das alte Revier wird derweil einer gründlichen Reinigung unterzogen und mit neutraler Einrichtung versehen, so dass sie dann zurück ziehen können.

Methode 2b: Neutrales Treffen mit Unterbrechungen
Ebenfalls ist es möglich, die Kaninchen z.B. nachts in ihre alten Gehege zu setzen (nicht eines der Kaninchen im neutralen Gebiet lassen!) und tagsüber oder wenn man da ist (jeden Tag möglichst lange!) zusammen ins neutrale Gebiet zu verfrachten. Die Kaninchen sollten sich, wenn sie getrennt sind, auf keinen Fall sehen und auch zwei Wochen vor der Vergesellschaftung nicht beschnuppern oder sehen. Nachteile diese Methode sind, dass zum einen nach jeder Trennung wieder etwas angespannter "gekämpft" wird und zum anderen, dass die Vergesellschaftung etwas länger dauert als wenn man sie durchgängig durchführt. Zudem scheitert diese Vergesellschaftungs-Form häufiger als die durchgängige Vergesellschaftung ohne Unterbrechungen. Sie ist eher für erfahrenere Halter empfehlenswert. Der große Vorteil ist, dass man kein mardersicheres neutrales Gebiet braucht sondern sie z.B. einfach nur tagsüber ins neutrale Gebiet setzen kann.

Methode 3: Nebeinander herleben in sehr großen Gebiet
(Diese Methode ist nur bei freier Gartenhaltung oder freier Wohnungshaltung möglich)
Wenn die Kaninchen auf mindestens 150m² frei leben, kann man sie auch direkt im Revier vergesellschaften. Dabei sollte aber auf das neue Kaninchen (Revier-Eindringling) geachtet werden, damit es nicht zu sehr darunter leidet. Die Kaninchen sollten sich gut aus dem Weg gehen können.
Eine solche Vergesellschaftung ist nur für erfahrene Kaninchenhalter zu empfehlen.

Methode 4: Gitter an Gitter (Käfig an Käfig)
Oft wird empfohlen zwei Käfige oder Gehege nebeneinander zu stellen. So eine Vergesellschaftungs-Methode gelingt aber nur, wenn die Kaninchen sehr schüchtern sind und wenig Aggressionen aufstauen. Ansonsten kann es zu heftigen Kämpfen kommen, wenn sie immer Gitter an Gitter leben und plötzlich zusammen gelassen werden, denn dann entladen sie alle durch das Gitter angestauten Aggressionen (sie möchten ihre Rangordnung klären, es klappt aber nicht) auf einmal und es kommt zu üblen Verletzungen. Empfehlenswert ist die Methode für behinderte Kaninchen, die den Rangkämpfen nicht gewachsen sind. Oft hilft es, die Gehege und Einrichtung regelmäßig zu tauschen, also das Kaninchen ins andere Gehege zu setzen, damit sie sich an den Duft des anderen gewöhnen. Auch bei extremen Fällen kann eine solche



Vergesellschaftung manchmal ein letzter Ausweg sein, da so keine Verletzungen möglich sind (z.B. bei Angstbeißern), dann sollte man allerdings sehr viel Zeit (ca. 1/2 Jahr) einplanen und es als letzte Möglichkeit einräumen.



Methode 5: Stress-Vergesellschaftung
(Zusammenführungen in einer Transportbox während der Autofahrt oder auf einer Waschmaschine im Schleudergang)
Das Prinzip dieser Methode beruht darauf, dass soziale Tiere sich zusammen schließen, wenn sie einen gemeinsamen Feind haben (z.B. würden Kaninchen keine Revierkämpfe ausfechten, wenn ein Fuchs sie gerade jagt oder viele Menschen schweißt es in besonders schwierigen Zeiten eng zusammen). Deshalb kuscheln sich Kaninchen eng zusammen, wenn sie Todesangst haben oder in große Panik geraten. Ich habe schon viele Möglichkeiten gehört, u.a. Leute die ihre Kaninchen in die Transportbox stecken und eine halbe Stunde lang auf Schotterwegen herumfahren oder die Empfehlung, die Kaninchen im Schleudergang auf die Waschmaschine zu stellen. Ich lehne solche Methoden ab, da sie zum einen das Kaninchen extrem unter Stress setzen und zum anderen kann es zu schweren Verletzungen kommen, wenn die Kaninchen sich in der engen Box doch verbeißen.
Es ist jedoch möglich, Elemente dieser Vergesellschaftung zu nutzen. Zum Beispiel kann man zwei Kaninchen getrennt von einander in einer Transportbox im Auto befördern um sie leicht zu verunsichern und anschließend außerhalb ihres Revieres aneinander gewöhnen, dadurch läuft die Vergesellschaftung meist milder ab. Das sollte jedoch eine der letzten Möglichkeiten sein!

Methode 6: Kaninchen zusammen aus der Narkose aufwachen lassen
Eine Studie zeigt, dass ein gemeinsames Aufwachen aus der Narkose die Aggressivität hemmt. Diese Methode kann genutzt werden, wenn beispielsweise zwei Rammler gleichzeitig kastriert werden oder als "letzte Möglichkeit" bei sehr schwierigen Kaninchen indem man sie leicht sediert (mit dem Tierarzt absprechen!) und zusammen aufwachen lässt. Natürlich sollten die Kaninchen anschließend trotzdem erst einmal außerhalb des Revieres leben bis sich die Beziehung gefestigt hat (dabei kann es auch zu Kämpfen kommen, nicht eingreifen!), später können sie zurück ins Revier ziehen.
"A. Cherkin und R. O. Meinecke von der Universität in Los Angeles betäubten eine Reihe besonders kampfwütiger Kaninchen mit dem Anästhesiemittel Natrium Pentobarbital. Selbst vierzehn Wochen nach der Betäubung lebten die Kaninchen noch friedfertig in ihrem Käfig zusammen. Dann wurden die Tiere zwei Wochen lang voneinander isoliert. Als die Forscher die Kaninchen anschließend wieder in einem Käfig züsammensperrten, war nichts mehr von ihrer Friedfertigkeit zu spüren: Binnen zwei Minuten entbrannten heftige Kämpfe zwischen den Tieren. Die Isolation hatte — so folgerten Cherkin und Meinecke — das Aggressionspotential der Kaninchen erneut aufgeladen."
"Die Version bestätigte sich in einer zweiten Versuchsserie mit sechsundzwanzig Kaninchen. Die Tiere, die nach der Anästhesie gemeinsam mit ihren Artgenossen das Bewußtsein wiedererlangt hatten, zeigten kaum Aggressionserscheinungen. Hingegen waren Kaninchen, die isoliert aus der Betäubung erwachten, besonders aggressiv. Wurden die vorübergehend befriedeten Kaninchen vier Wochen nach der Anästhesie wieder voneinander getrennt, so erlangten auch sie diese große Aggressivität, die offenkundig von der Isolation bewirkt wurde."



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Geschrieben am 18.04.2014, 11:38

Wie gern ich doch einen neuen, großen Käfig hätte...aber wie soll ich Mama überzeugen?



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Geschrieben am 18.04.2014, 12:28

Zeig ihr doch mal Fotos von Außengehegen, davon gibts ja im Internet mehr als genug. Es muss halt sicher sein, damit kein Marder oder Fuchs rein und kein Kaninchen raus kann. Den Stall könnt ihr daran anschließen, so dass sie ihn als Rückzugsort nutzen können, aber jederzeit, auch und vor allem nachts, ins Gehege gehen können. Dann hört auch der Streit auf. So ein Außengehege kann man richtig dekorativ gestalten, so dass es dann nicht nicht Garten verunstaltet.



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Geschrieben am 18.04.2014, 14:16

Okay, das ist eine gute Idee, ich gucke mal. Wie viel kostet so ein Gehege?



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gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.04.2014, 14:20

Das kommt darauf an, wie Ihr es dann bauen wollt. Den mardersicheren Volierendraht gibt es in 25m Rollen im Internet, Holz im Sägewerk oder Baumarkt, als Untergrund entweder Volierendraht eingraben oder günstige Platten legen, das kommt darauf an welche Art von Gehege Euch gefällt



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Geschrieben am 18.04.2014, 15:14

Also Holz und Bausachen haben wir
Platten müssten wir auch haben, aber dieses Draht haben wir glaub ich nicht.



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gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.04.2014, 21:06

http://www.drahtexpress.de/UKracht15-p4h4s8-Volierendraht-19-mm-.html

so etwas ist mardersicher....



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KaninchenLover2009 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2014, 11:59

Ich habe mich auf kaninchenwiese.de schlau gelesen. Hier sind ein paar Methoden der Zusammenführung. Welche findet ihr am Besten (in meiner Situation)? :

Methode 1: Zusammenführung außerhalb des Revieres
Diese Methode ist besonders gut für Kaninchen-Anfänger oder Menschen geeignet, die etwas ängstlich an die Vergesellschaftung gehen. Zudem birgt sie die höchsten Erfolgschancen gegenüber anderen Zusammenführungs-Methoden.
Vor der Vergesellschaftung sollten die Kaninchen mindestens zwei Wochen getrennt leben (in separaten Gehegen) so dass sie sich weder sehen noch riechen können. Dadurch läuft die Rangordnungsklärung nachher entspannter und weniger gefährlich ab.
Zusammen geführt werden die Kaninchen auf einem Gebiet, dass sie beide noch nicht kennen (außerhalb des gewohnten Revieres) damit sie das andere Kaninchen nicht als Revier-Eindringling wahrnehmen, dies würde die Kämpfe verstärken. Außenkaninchen werden wenn möglich am besten im Haus und Innenkaninchen im Garten vergesellschaftet. Die Kaninchen sollten gleichzeitig dort abgesetzt werden und dürfen sich vorher nicht beschnuppern oder sehen.
Natürlich sollte in diesem Gebiet genug verstreutes Futter wie z.B. Heu und Frischfutter, aber auch neue Unterschlüpfe angeboten werden (keine Unterschlüpfe, die sie bereits kennen!). Bei den Unterschlüpfen ist darauf zu achten, dass kein Kaninchen in die Enge getrieben werden kann (z.B. weil ein Häuschen nur einen Eingang hat).
Die Kaninchen klären nun außerhalb ihres Revieres die Rangordnung indem sie kämpfen, rammeln und Fell ausreißen, so gut wie immer kommt es auch zu Jagereien und Streitereien.
Dieses Verhalten ist ganz normal und nötig, damit sie die Rangordnung klären können, nur mit geklärter Rangordnung ist nachher ein harmonisches Zusammenleben möglich. Die ersten Stunden sollte man dabei bleiben oder sehr oft nach ihnen schauen um eingreifen zu können, falls sie sich ineinander verbeißen (Decke drüber oder dazwischen werfen bzw. sie erschrecken und wieder weiter kämpfen lassen), eines der Kaninchen extrem unter der Zusammenführung leidet (nichts mehr frisst, mit Kopf gegen das Gitter oder die Wand da sitzt etc.) und das andere es weiter quält oder wenn es zu ernsthaften Verletzungen kommt, so dass man den Tierarzt aufsuchen muss.

Es kann mehrere Wochen dauern, bis sie sich beruhigt haben und miteinander vertragen. Wenn sie miteinander fressen und nebeneinander sitzen, können sie zurück ins alte Gehege ziehen (altes Revier eines Tieres). Das alte Gehege sollte zuvor eine Grund-Reinigung mit Essigwasser bekommen, für den Übergang verwendet man erst einmal nur neutrale Gegenstände/Einrichtung und räumt die Gehegeaufteilung etwas um. Es kann noch mal zu leichten Auseinandersetzungen kommen, wenn die Kaninchen in das alte Revier umziehen. Diese legen sich sehr schnell wieder.


Methode 2a: Zwei Rückzugsreviere mit neutralen Treffen in der Mitte
Diese Methode ist nur möglich, wenn jede Kaninchengruppe (bzw. bei 2er-Zusammenführungen jedes Kaninchen) einen eigenen Bereich hat (z.B. ein Zimmer in der Wohnung oder ein Gartenabteil) in dem es sich schon eingelebt hat und den es als Revier sieht. Zudem muss zwischen diesen beiden Revieren ein revierloser Bereich liegen (Flur, weiterer Raum, Gartenabteil). Außerdem dürfen sich die Kaninchen zwei Wochen bevor man sie aneinander gewöhnt nicht mehr sehen oder riechen.
Am Tag der Zusammenführung öffnet man die beiden Reviere zum neutralen Revier hin und baut Pappkartons usw. (ohne Sackgassen!) auf, so dass die Kaninchen neugierig diesen Bereich erkunden. Die Kaninchen können jeder Zeit in ihr altes Revier zurückkehren, der Halter muss jedoch darauf achten, dass die Kaninchen auf keinen Fall in das fremde Revier gehen. Solche Treffen werden nun mehrmals täglich unter Aufsicht des Halters durchgeführt. Die Kaninchen dürfen während der Zeit im neutralen Gebiet auch kämpfen (nicht eingreifen!) und sich jagen um die Rangordnung zu klären. Wenn sie irgendwann miteinander fressen und harmonisch wirken, kann man entweder erlauben, dass sie ins fremde Revier gehen und schauen, wie sie aufeinander reagieren, bis sie sich auch dort aneinander gewöhnt haben und sich gegenseitig akzeptieren. Oder aber sie ca. zwei Tage und zwei Nächte in den neutralen Raum lassen. Das alte Revier wird derweil einer gründlichen Reinigung unterzogen und mit neutraler Einrichtung versehen, so dass sie dann zurück ziehen können.

Methode 2b: Neutrales Treffen mit Unterbrechungen
Ebenfalls ist es möglich, die Kaninchen z.B. nachts in ihre alten Gehege zu setzen (nicht eines der Kaninchen im neutralen Gebiet lassen!) und tagsüber oder wenn man da ist (jeden Tag möglichst lange!) zusammen ins neutrale Gebiet zu verfrachten. Die Kaninchen sollten sich, wenn sie getrennt sind, auf keinen Fall sehen und auch zwei Wochen vor der Vergesellschaftung nicht beschnuppern oder sehen. Nachteile diese Methode sind, dass zum einen nach jeder Trennung wieder etwas angespannter "gekämpft" wird und zum anderen, dass die Vergesellschaftung etwas länger dauert als wenn man sie durchgängig durchführt. Zudem scheitert diese Vergesellschaftungs-Form häufiger als die durchgängige Vergesellschaftung ohne Unterbrechungen. Sie ist eher für erfahrenere Halter empfehlenswert. Der große Vorteil ist, dass man kein mardersicheres neutrales Gebiet braucht sondern sie z.B. einfach nur tagsüber ins neutrale Gebiet setzen kann.

Methode 3: Nebeinander herleben in sehr großen Gebiet
(Diese Methode ist nur bei freier Gartenhaltung oder freier Wohnungshaltung möglich)
Wenn die Kaninchen auf mindestens 150m² frei leben, kann man sie auch direkt im Revier vergesellschaften. Dabei sollte aber auf das neue Kaninchen (Revier-Eindringling) geachtet werden, damit es nicht zu sehr darunter leidet. Die Kaninchen sollten sich gut aus dem Weg gehen können.
Eine solche Vergesellschaftung ist nur für erfahrene Kaninchenhalter zu empfehlen.

Methode 4: Gitter an Gitter (Käfig an Käfig)
Oft wird empfohlen zwei Käfige oder Gehege nebeneinander zu stellen. So eine Vergesellschaftungs-Methode gelingt aber nur, wenn die Kaninchen sehr schüchtern sind und wenig Aggressionen aufstauen. Ansonsten kann es zu heftigen Kämpfen kommen, wenn sie immer Gitter an Gitter leben und plötzlich zusammen gelassen werden, denn dann entladen sie alle durch das Gitter angestauten Aggressionen (sie möchten ihre Rangordnung klären, es klappt aber nicht) auf einmal und es kommt zu üblen Verletzungen. Empfehlenswert ist die Methode für behinderte Kaninchen, die den Rangkämpfen nicht gewachsen sind. Oft hilft es, die Gehege und Einrichtung regelmäßig zu tauschen, also das Kaninchen ins andere Gehege zu setzen, damit sie sich an den Duft des anderen gewöhnen. Auch bei extremen Fällen kann eine solche



Vergesellschaftung manchmal ein letzter Ausweg sein, da so keine Verletzungen möglich sind (z.B. bei Angstbeißern), dann sollte man allerdings sehr viel Zeit (ca. 1/2 Jahr) einplanen und es als letzte Möglichkeit einräumen.



Methode 5: Stress-Vergesellschaftung
(Zusammenführungen in einer Transportbox während der Autofahrt oder auf einer Waschmaschine im Schleudergang)
Das Prinzip dieser Methode beruht darauf, dass soziale Tiere sich zusammen schließen, wenn sie einen gemeinsamen Feind haben (z.B. würden Kaninchen keine Revierkämpfe ausfechten, wenn ein Fuchs sie gerade jagt oder viele Menschen schweißt es in besonders schwierigen Zeiten eng zusammen). Deshalb kuscheln sich Kaninchen eng zusammen, wenn sie Todesangst haben oder in große Panik geraten. Ich habe schon viele Möglichkeiten gehört, u.a. Leute die ihre Kaninchen in die Transportbox stecken und eine halbe Stunde lang auf Schotterwegen herumfahren oder die Empfehlung, die Kaninchen im Schleudergang auf die Waschmaschine zu stellen. Ich lehne solche Methoden ab, da sie zum einen das Kaninchen extrem unter Stress setzen und zum anderen kann es zu schweren Verletzungen kommen, wenn die Kaninchen sich in der engen Box doch verbeißen.
Es ist jedoch möglich, Elemente dieser Vergesellschaftung zu nutzen. Zum Beispiel kann man zwei Kaninchen getrennt von einander in einer Transportbox im Auto befördern um sie leicht zu verunsichern und anschließend außerhalb ihres Revieres aneinander gewöhnen, dadurch läuft die Vergesellschaftung meist milder ab. Das sollte jedoch eine der letzten Möglichkeiten sein!

Methode 6: Kaninchen zusammen aus der Narkose aufwachen lassen
Eine Studie zeigt, dass ein gemeinsames Aufwachen aus der Narkose die Aggressivität hemmt. Diese Methode kann genutzt werden, wenn beispielsweise zwei Rammler gleichzeitig kastriert werden oder als "letzte Möglichkeit" bei sehr schwierigen Kaninchen indem man sie leicht sediert (mit dem Tierarzt absprechen!) und zusammen aufwachen lässt. Natürlich sollten die Kaninchen anschließend trotzdem erst einmal außerhalb des Revieres leben bis sich die Beziehung gefestigt hat (dabei kann es auch zu Kämpfen kommen, nicht eingreifen!), später können sie zurück ins Revier ziehen.
"A. Cherkin und R. O. Meinecke von der Universität in Los Angeles betäubten eine Reihe besonders kampfwütiger Kaninchen mit dem Anästhesiemittel Natrium Pentobarbital. Selbst vierzehn Wochen nach der Betäubung lebten die Kaninchen noch friedfertig in ihrem Käfig zusammen. Dann wurden die Tiere zwei Wochen lang voneinander isoliert. Als die Forscher die Kaninchen anschließend wieder in einem Käfig züsammensperrten, war nichts mehr von ihrer Friedfertigkeit zu spüren: Binnen zwei Minuten entbrannten heftige Kämpfe zwischen den Tieren. Die Isolation hatte — so folgerten Cherkin und Meinecke — das Aggressionspotential der Kaninchen erneut aufgeladen."
"Die Version bestätigte sich in einer zweiten Versuchsserie mit sechsundzwanzig Kaninchen. Die Tiere, die nach der Anästhesie gemeinsam mit ihren Artgenossen das Bewußtsein wiedererlangt hatten, zeigten kaum Aggressionserscheinungen. Hingegen waren Kaninchen, die isoliert aus der Betäubung erwachten, besonders aggressiv. Wurden die vorübergehend befriedeten Kaninchen vier Wochen nach der Anästhesie wieder voneinander getrennt, so erlangten auch sie diese große Aggressivität, die offenkundig von der Isolation bewirkt wurde."



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KaninchenLover2009 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2014, 12:00

Welche Mögl. gefällt euch am Besten???



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Benutzerbild von gerti
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gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2014, 12:04

Wenn ihr ein Freigehege bauen würdet, wäre es das einfachste, dass die Beiden das Gehege miteinander neu beziehen , bevor sie nicht immer genug Platz haben wird das nichts!
Und bitte niemals die 5. Methode, das ist absoluter Schwachsinn!



hasis2011 likes this.
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Geändert von gerti (19.04.2014 um 12:13 Uhr).

Benutzerbild von TanjaZ
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TanjaZ ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 19.04.2014, 12:08

Ich glaube welche Methode ist jetzt erstmal zweitrangig, solange deine Nins nicht genug Platz rund um die Uhr haben, wird jede Art und Methode der VG scheitern. Deine Nins brauchen einfach mehr Platz und das 24 Stunden am Tag, müssen sich aus dem Weg gehen können und dürfen nicht ständig wieder getrennt werden. Sonst wird das nix..

Um trotzdem deine Frage zu beantworten: Ich finde Methode 1 die einzigst richtige und beste Methode.

Schöne Grüße,
Tanja



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Geschrieben am 19.04.2014, 19:51

Hier ist der Käfig. Einmal Hopsis: Meine Hasen vertragen sich nicht mehr-sam_0426.jpg
Einmal Krümels: Meine Hasen vertragen sich nicht mehr-sam_0422.jpg
Und hier sind die beiden, als wir Krümel erst seit ein paar Tagen hatten (Ach, wie friedlich....) : Meine Hasen vertragen sich nicht mehr-kr%FCmel-hopsi.jpg



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hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2014, 19:56

Zitat:
Zitat von gerti Beitrag anzeigen
Und bitte niemals die 5. Methode, das ist absoluter Schwachsinn!
Richtig! Mich wundert es, das das auf Kaninchenwiese.de steht!

@KaninchenLover2009: Solange die Platzsituation nicht verbessert ist, brauchst du über eine VG gar nicht nachdenken, das wird nicht funktionieren!



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Benutzerbild von Kreusa
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Kreusa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2014, 20:01

Zitat:
Zitat von KaninchenLover2009 Beitrag anzeigen

Methode 5: Stress-Vergesellschaftung
(Zusammenführungen in einer Transportbox während der Autofahrt oder auf einer Waschmaschine im Schleudergang)
Das Prinzip dieser Methode beruht darauf, dass soziale Tiere sich zusammen schließen, wenn sie einen gemeinsamen Feind haben (z.B. würden Kaninchen keine Revierkämpfe ausfechten, wenn ein Fuchs sie gerade jagt oder viele Menschen schweißt es in besonders schwierigen Zeiten eng zusammen). Deshalb kuscheln sich Kaninchen eng zusammen, wenn sie Todesangst haben oder in große Panik geraten. Ich habe schon viele Möglichkeiten gehört, u.a. Leute die ihre Kaninchen in die Transportbox stecken und eine halbe Stunde lang auf Schotterwegen herumfahren oder die Empfehlung, die Kaninchen im Schleudergang auf die Waschmaschine zu stellen. Ich lehne solche Methoden ab, da sie zum einen das Kaninchen extrem unter Stress setzen und zum anderen kann es zu schweren Verletzungen kommen, wenn die Kaninchen sich in der engen Box doch verbeißen.
Es ist jedoch möglich, Elemente dieser Vergesellschaftung zu nutzen. Zum Beispiel kann man zwei Kaninchen getrennt von einander in einer Transportbox im Auto befördern um sie leicht zu verunsichern und anschließend außerhalb ihres Revieres aneinander gewöhnen, dadurch läuft die Vergesellschaftung meist milder ab. Das sollte jedoch eine der letzten Möglichkeiten sein!
Da steht doch aber eine klare Aussage, dass diese Methode nicht empfehlenswert ist, drin.



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It takes very special qualities to devote one's life to problems with no attainable solutions and to poking around in dead people's garbage: Words like 'masochistic', 'nosy,' and 'completely batty' spring to mind.

Paul Bahn. 1989. Bluff Your Way in Archaeology.

Introverted iNtuitive Thinking Judging



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hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2014, 20:04

Zitat:
Zitat von Kreusa Beitrag anzeigen
Da steht doch aber eine klare Aussage, dass diese Methode nicht empfehlenswert ist, drin.
Meiner Meinung nach sollte das komplett raus.



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Sie vertragen sich nicht mehr ! Tinzkis Wackelnasen Kaninchenhaltung & Allgemeines 25 13.11.2010 10:29

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