Kaninchenforum - Das Kaninchen Forum Online

Kaninchenforum - Das Kaninchen Forum Online (https://www.kaninchenforum.de/)
-   Kaninchenhaltung & Allgemeines (https://www.kaninchenforum.de/kaninchenhaltung-allgemeines/)
-   -   Verstehen sich zwei Rammler nach Kastration wieder? (https://www.kaninchenforum.de/kaninchenhaltung-allgemeines/32621-verstehen-sich-zwei-rammler-nach-kastration-wieder.html)

Mollimaus 01.03.2014 17:11

Verstehen sich zwei Rammler nach Kastration wieder?
 
Hallo ihr lieben :)

Ich hätte da mal eine wichtige Frage. Ich habe zwei Rammler bei mir zu Hause, die noch nicht kastriert sind. Habe direkt für Montag einen Kastrationstermin gemacht. Die beiden sind ca. 1,5 Jahre alt und verstehen sich überhaupt nicht. Ist ja klar, da wir Weibchen und Männchen halten. Einer der beiden hat den anderen schon blutig gebissen. Jetzt wollte ich mal wissen, ob es möglich ist, dass sich die beiden nach der Kastration verstehen. Ansonsten bleibt wohl nur noch der Weg, die beiden wieder wegzugeben, oder zumindest einen. Diesen Weg möchte ich aber umgehen.

Ich bedanke mich schon einmal für hilfreiche Antworten.

Liebe Grüße,
Franzi

RABBID24 01.03.2014 17:35

Sie sollten sich nach der Kastration schon verstehen, wenn du sie richtig vergesellschaftest und sie genug Platz haben. Du darfst sie allerdings erst nach sechs Wochen Quarantäne zu dem Mädchen setzen ;)

Hase2 01.03.2014 17:51

Hallo,
So sicher wäre ich mir da nicht. Es kann klappen, wenn die Hormone runtergefahren sind. Es kann aber auch sein, dass sie sich einfach nicht mögen, dann nützt auch eine Kastration nichts, zumal sie sich ja bereits als Rivalen kennengelernt haben.

LG

Mollimaus 01.03.2014 21:04

Okay, vielen Dank für die Antworten. Ja Platz haben wir ja genug. Ich hoffe echt, dass das funktioniert. Nach der Quarantänezeit werde ich mich dann nochmal melden, wie es so klappt mit den beiden.

Hase2 01.03.2014 21:15

Ich drücke die Daumen

gerti 01.03.2014 21:58

Ich hab da schon gute Erfahrungen gemacht. Unser Tierheim gibt ja dooferweise unkastrierte Rammler ab. Als wir da vor Jahren einen 4 jährigen Zuchtexwidder holten, hat er sich massiv mit dem vorhandenen Minizwerghasen gefetzt. Wir haben ihn dann kastrieren lassen und ich glaub sogar nach 2 Wochen hat es dann auch schon geklappt. (Wir hatten keine Weibchen) Es war keine Vergleich mehr zu vorher!

Mollimaus 03.03.2014 14:14

Halloooo,
so die Kastration ist ohne Probleme verlaufen, nur Tom hat einen kleinen Bluterguss, ist aber nichts wildes. Unser tierarzt macht sowas mit örtlicher Betäubung, sodass die beiden schon wieder voll auf den Beinen sind. Sie fressen, hoppeln und zu meinem großen Erstaunen kuscheln die beiden jetzt schon miteinander. Sehr süß wie die beiden eben über die Couch gehoppelt sind :) ich bin so froh, aber jetzt warte ich erstmal ab, dass das auch so bleibt.

Liebe Grüße,
Franzi

Valentina 03.03.2014 16:41

mit örtlicher Betäubung???:eek:

Mollimaus 03.03.2014 19:07

Ja, die nehmen keine Narkose. Wieso, ist das nicht gut?

Kreusa 03.03.2014 19:10

Zitat:

Zitat von Mollimaus (Beitrag 614918)
Ja, die nehmen keine Narkose. Wieso, ist das nicht gut?

Gar keine?

Schnallen die die Kaninchen bei Bewusstsein auf dem Tisch fest und betäuben dann nur die Hoden örtlich?

^^ Dann wundert es mich ehrlich, dass denen noch kein Kaninchen bei der Prozedur vor Stress umgekommen ist.

Mollimaus 03.03.2014 19:18

Die beiden haben ein Beruhigungsmittel bekommen. Klar, sonst würden die doch nicht ruhig halten. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es den Kaninchen danach besser geht.

Valentina 03.03.2014 20:20

Also wäre das mein TA gewesen, hätte der mich das letzte Mal gesehen... ^^

Mollimaus 05.03.2014 22:57

Zitat:

Zitat von Valentina (Beitrag 614959)
Also wäre das mein TA gewesen, hätte der mich das letzte Mal gesehen... ^^

Weißt du denn, dass es schlecht für die Tiere ist??

Ich denke, dass der Tierarzt weiß, was er tut. Zumal es den Tieren sehr gut geht.

Valentina 05.03.2014 23:05

Gegenfrage, kannst du mit Sicherheit sagen, dass es während der OP gut für die Tiere und deren Kreislauf war?

Ich frage mich immer, ob der Mensch selbst auch so leichtsinnig mit sich umgeht, nur weil ein Mann mit Kittel es gut meint...

Mollimaus 05.03.2014 23:24

Zitat:

Zitat von Valentina (Beitrag 615564)
Gegenfrage, kannst du mit Sicherheit sagen, dass es während der OP gut für die Tiere und deren Kreislauf war?

Ich frage mich immer, ob der Mensch selbst auch so leichtsinnig mit sich umgeht, nur weil ein Mann mit Kittel es gut meint...

Mit Sicherheit kann man natürlich nichts sagen, aber genauso könnte ich dir die Frage stellen, ob eine Narkose besser ist, die den Kreislauf auf jeden Fall beeinträchtigt.
Ich finde es nicht so schön, dass man immer gleich als total kalt abgestempelt wird, weil man eine Frage zu diesem Thema stellt. So verliert man leider den Spaß an dem ganzen hier. Ich hatte sachliche Argumente erwartet und keine Antworten, die einen als totalen Blödmann darstellen lässt. Tut mir leid, aber das ist meine Meinung dazu. Und wenn du dir nicht sicher bist, dann antworte doch einfach nicht darauf.

Valentina 06.03.2014 05:37

Aber ich kann doch sagen, dass für mir persönlich eine örtliche Betäubung nicht in Frage kommen würde!

gerti 06.03.2014 10:11

Ich persönlich habe da auch eine Meinung dazu.
Ich finde es nicht verwerflich, wenn der TA eine kleine OP mit Beruhigungsmittel und Lokalanästhesie durchführt.
Ich kenne diese Methode aus der Humanmedizin, weil ich 13 Jahre in einer chirurgischen Praxisklinik gearbeitet haben. Mann kann Mensch und Tier zwar nicht 1 zu 1 vergleichen....aber auch da werden OP Eingriffe mit Beruhigungsmittel und Lokalanästhesie durchgeführt und der Patient bekommt überhaupt nichts mit, weil er halt schläft. Ich denke man sollte da auch seinem Arzt vertrauen, wenn er gute Erfahrungen damit macht.
Ich finde es toll, dass sich die Beiden auch schon wieder so gut verstehen :)

Lupine 06.03.2014 10:47

Zitat:

Zitat von Mollimaus (Beitrag 615562)
Ich denke, dass der Tierarzt weiß, was er tut. Zumal es den Tieren sehr gut geht.

Wenn er weiß was er tut, müsste er dich über die Risiken dieser Art der Kastration aufgeklärt haben. Hat er das nicht, bin ich nicht sicher ob er weiß was er tut.

gerti zog die Parallele zu einem humanmedizinischen Eingriff, es gibt jedoch einen sehr wesentlichen Unterschied: dem Menschen kann man erklären was ansteht, und damit günstigenfalls Panikreaktionen vermeiden. Bei Tieren geht das nicht.

Ich setze hierbei voraus, dass es sich bei der Sedierung tatsächlich rein um eine Beruhigung handelt, nicht um ein Schlafmittel und damit im Grunde genommen um eine Kurznarkose.

Und soweit ich mich erinnere hatten wir hier im Forum einen sehr tragischen Fall, wo ein Kaninchen genau durch diese Art der Kastrationsdurchführung mit örtlicher Betäubung eine Wirbelsäulenverletzung davontrug mit vollständiger Hinterhandlähmung. Ich muss mal schauen ob ich den Thread wiederfinde, es ist schon eine Weile her. Aber soweit ich mich erinnere ging die Sache nicht gut aus :frown5:

Dem gegenüber sehe ich dann die Kastrationsmethode meines Tierarztes, der nicht nur eine leichte Sedierung einsetzt sondern eine Gasnarkose. Das Tier kann sich dann nicht mehr zur Wehr setzen, Abwehrverletzungen sind damit ausgeschlossen, und die Gasnarkose dürfte wegen ihrer kurzen Dauer nicht deutlich belastender sein als eine Sedierung. Leo war jedenfalls als ich ihn abholte fit wie ein Turnschuh, nur noch stinkbeleidigt. Bereits am nächsten Tag habe ich ihm absolut gar nichts mehr angemerkt, hätte ich nicht von der Kastration gewusst wäre ich niemals auf die Idee gekommen er sei einen Tag zuvor operiert worden.

Ich stimme damit Valentina zu: die von deinem Tierarzt gewählte Kastrationsmethode halte ich für mindestens genauso risikoreich wie eine Kastra unter Gasnarkose. Rechne ich dann den Stress für das Tier dazu, hätte auch mich dieser Tierarzt zum letzten Mal gesehen. Ich würde immer wieder einen Tierarzt wählen der über ein Gasnarkosegerät verfügt und über die notwendigen Kenntnisse dieses auch einzusetzen. Meiner schaffte das sogar bei Zahnsanierungen.

Mollimaus 06.03.2014 11:57

Erstmal danke für hilfreiche Antworten. Vermutungen und Spekulationen bringen offensichtlich niemanden hier weiter.

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 615617)
gerti zog die Parallele zu einem humanmedizinischen Eingriff, es gibt jedoch einen sehr wesentlichen Unterschied: dem Menschen kann man erklären was ansteht, und damit günstigenfalls Panikreaktionen vermeiden. Bei Tieren geht das nicht.

Da hast du nicht ganz Unrecht. Jedoch gibt es genug Menschen, die auch nach einer ausführlichen Aufklärung noch Panik haben. Beispielsweise jemand, der sich vor einem Zahnarzt fürchtet. Man weiß, dass nichts passieren kann, trotzdem hat man Angst.
Zu 100 % risikofrei ist ein solcher Eingriff natürlich nie. Aber ich denke, wir sollten den Teufel nicht an die Wand malen. So schlimm kann es für die beiden nicht gewesen sein und passiert ist auch nichts. Ich verstehe die ganze Aufregung nicht.

Lupine 06.03.2014 13:05

Das Problem an der Sache ist, dass es auch anders hätte ausgehen können - zumindest dann ist das ein wirklich ernstzunehmendes Problem wenn der Tierarzt dir das vorher nicht gesagt hat. Das wäre ein grober Vertrauensbruch, der Halter muss auf der Grundlage aller wichtigen Informationen entscheiden können, welche Behandlung er für sein Tier will. Dazu gehört auch, dass Komplikationen die auftreten können niemals verschwiegen werden dürfen. Auch dann nicht, wenn sie selten sind.

Stichwort selten: Leo war sein ganzes Leben lang immer wieder in Narkose, weil seine Zähne fortlaufend saniert werden mussten. Er hat es immer prima verkraftete. Bei geübten Fachleuten ist das Risiko für einen Narkosezwischenfall nicht größer als das Risiko eines Herzversagens durch Stress bei einer Behandlung ohne Narkose.

Aber es ist auf jeden Fall sehr schön dass es gut ausgegangen ist, und ich freue mich sehr für dich dass die beiden das so toll verkraftet haben.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 23:07 Uhr.



Search Engine Friendly URLs by vBSEO 3.6.0 PL2 ©2011, Crawlability, Inc.