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Gruppenhaltung auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Lynn
Ninchen
 
Registriert seit: 13.12.2009
Beiträge: 5
Lynn befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.12.2009, 20:01

Gruppenhaltung


Hey,

seit Kurzem beschäftige ich mit dem Gedanken, meinen zwei Kleinen noch eine Freundin zu schenken...
nur zur Hintergrundinformation:
Ich habe zwei Kaninchen - einen kastrierten Rammler (Zwergwidder, 3 - 4 Jahre alt) und ein unkastriertes Löwenkopf-Siam-Mix-Mädchen (ca. 4 Monate alt).
Nun würde ich gerne ein weiteres Ninchen "dazuholen" und gehe mal davon aus, dass es dann ein Mädchen sein sollte... (?)
Jetzt zu meiner eigentlichen Frage:

Funktionert ein solches Trio, oder sollte man auf so eine Gruppenhaltung lieber verzichten?

Allerdings kenne ich einige Leute, die durchaus mehr als 2 Kaninchen haben und die Tiere verstehen sich einwandfrei miteinander.

Meine Zwei leben bei mir mit im Zimmer und erhalten tägl. mind.(!!!) 3 Std. Auslauf - allerdings werde ich mir einen größeren Käfig kaufen.
Welche Größe sollte ein Käfig für 2-3 Kaninchen haben?

Wie gesagt, ich würde gerne noch ein drittes Ninchen dazuholen, doch wenn dadurch das Zusammenleben meiner Kleinen negativ beeinflusst werden würde, werde ich natürlich von dem Gedanken Abstand nehmen...

Meine Zwei sind, was das Alter betrifft, ja realtiv weit auseinander...
wie alt sollte ein womögliches 3. Tier sein?

Ach ja, man braucht nicht zu befürchten, dass mein kleiner Mann bis vor Kurzem in Einsamkeit verkümmert ist - leider ist im Sommer mein anderes Kaninchen gestorben (sie war 8 Jahre alt und sehr krank) - ich vermisse sie noch immer ganz, ganz schrecklich; mein kleines Seelchen war etwas furchtbar Besonderes- ein Engel auf Erden...

nach dem doch realtiv unerwarteten Tod war ich jedoch erstmal nicht fähig, sofort ein neues Kaninchen für meinen Kleinen zu holen, sodass er immerhin 3 Monate lang ganz allein war, aber irgendwie trotz der "Neuen" noch immer nicht ganz "der Alte" ist- seit dem Tod seiner geliebten Freundin hat er sich wirklich verändert - schlägt nicht mehr so hohe Haken, wird stetig ruhiger und zutraulicher...
(er war sonst ziemlich scheu und ließ sich außerhalb des Käfigs nur sehr selten streicheln-nun funktioniert dies fast problemlos.)

Kann die Trauer eines Kaninchens so stark ausgeprägt und so intensiv sein, dass dies zur Verhaltensveränderung führt und jene Trauer auch noch dann besteht, wenn das Tier einen neuen Partner gefunden hat?
Er hat wirklich an meinem kleinen Engelchen gehangen - ich würde sogar behaupten, mehr als an unserem Löwenkopfmädchen.

Na ja...ich würde mich über Antworten, bezogen auf die evtl. Gruppenhaltung, sehr freuen!
LG



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 13.12.2009, 20:28

AW: Gruppenhaltung


Ich habe selbst eine Dreiergruppe, bestehend aus einem Kastraten, einer kastrierten Häsin (trotzdem sehr dominant) und einer unkastrierten Häsin.

Eine solche Gruppe ist sehr oft recht instabil von der Rangordnung her. Du bräuchtest einen durchsetzungsfähigen Kastraten und zwei möglichst nicht-dominante Häsinnen, dann kann es gut funktionieren. Voraussetzung ist allerdings jede Menge Platz: 6 qm dauerhaft für 24 Stunden am Tag. Sperrst du eine solche Gruppe in einen Käfig, hast du irgendwann vermutlich morgens ein verletztes Nin, weil sie sich auch mal streiten werden. Und dann müssen sie sich aus dem Weg gehen können. Gleichgeschlechtliche Tiere haben oft ein ausgeprägtes Konkurrenzverhalten. Nur wenn beide sehr ruhig und ohne Anzeichen von Dominanz sind, oder das unterlegene Nin überhaupt keinen Versuch macht die unterste Rangordnungsstelle verlassen zu wollen, kann es auch mit etwas weniger Platz gut gehen, aber das Risiko wäre doch enorm.

Besser wäre es mit zwei Paaren, die Rangordnung ist dann meist stabiler. Aber dann brauchst du natürlich noch mehr Platz, 8 qm sollten es dann schon sein.

Bei mir ist die Rangordnung wie oben schon beschrieben recht instabil, ich musste sehr viel an der Gehegeeinrichtung experimentieren bis ich eine Einrichtung gefunden habe die etwas Entspannung bringt. Futterzeiten sind trotzdem problematisch, die unterlegene Häsin muss ihren eigenen Fressplatz bekommen weil die dominante sie nicht mitfressen lässt. Zum Glück ist aber die übrige Zeit meist Frieden im Gehege, und auch die beiden Häsinnen liegen gelegentlich beieinander. Aber das hat mir schon einige graue Haare eingebracht...



 
 
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