 | Kaninchen | | Registriert seit: 09.08.2009
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Geschrieben am
30.12.2012, 22:16
| | | | Die 1700 Euro Tierarzt- und Medikamentenkosten sind nicht wirklich abwegig - zu solchen Beträgen kann man durchaus kommen. Kaninchen SIND teuer, natürlich kommt das aber auch darauf an unter welchen Bedingungen man sie hält. Wer eher ländlich wohnt und zumindest den Sommer über die Möglichkeit hat Wiese in großer Menge zu füttern, und einen Misthaufen nutzen kann zur Entsorgung der Einstreu, der kommt weit günstiger weg als derjenige, der mitten in der Innenstadt wohnt, auch im Sommer auf gekaufte Blattgemüsesorten angewiesen ist und die Streu nicht mal in die Biotonne tun darf, sondern im normalen Müll entsorgen muss.
Deine Zeitplanung ist auch alles andere als vollständig, Kristin - denn es fehlt der fast wichtigste Punkt überhaupt! Du musst die Kaninchen jeden Tag mindestens eine halbe Stunde bis Stunde beobachten, um auch feststellen zu können ob sie möglicherweise krank sind. Kaninchen sind Meister im verstecken von Krankheiten, regelmäßige und ausgiebige "Kontrollen" sind unbedingt notwendig. Auch in Außenhaltung bei Sauwetter.
Mindestens eine halbe Stunde Beobachtung also - am besten zweimal pro Tag, zu den Hauptfütterungen, dazu täglich ein- bis zweimal Klos reinigen und Wasserschüssel säubern und frisch füllen (ca. 10 Minuten pro Tag), Sammeln frischer Wiese (alle 2 Tage geht dabei schnell mal eine Viertelstunde drauf - alternativ Einkauf von Frischfutter - macht 15 Minuten pro Tag), da sind wir schon fast bei einer Stunde am Tag. Dazu kommt die Komplettreinigung des Geheges - ich habe dafür einmal die Woche ca. 2 bis 3 Stunden gebraucht. Umgelegt auf den Tag sind das nochmal so um die 20 Minuten, macht einen Durchschnittsaufwand pro Tag von einer und einer viertel Stunde pro Tag.
So - und nun sag mir bitte nochmal dass du mit ein paar Minuten auskommst  |