 | Kaninchen | | Registriert seit: 09.08.2009
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Geschrieben am
04.11.2012, 10:51
| | | | @ hasis2011:
Ich bin der Meinung des Tierarztes, denn Nestbau über Monate hinweg in 2wöchigem Abstand ist sehr krass. Das ist kein normales Pubertätsverhalten mehr!
Man geht zwar davon aus, dass zwar in der Pubertät verstärkt Nestbautrieb auftreten kann, allerdings spricht man hier von maximal 1 -2 Scheinschwangerschaften pro Jahr außerhalb der Pubertät - innerhalb der Pubertät verdoppelt sich das zwar bei einigen Häsinnen, aber nicht in diesem Umfang. Bei nur 2wöchigen Abständen ist der hormonelle Stress für den Organismus ganz extrem, man kann fast schon von einer Dauer-Scheinschwangerschaft reden.
Und ich gehe davon aus dass der TA sie abgetastet hat, möglicherweise sogar schon eine Veränderung ertastet hat.
Bitte nenne doch die Quelle aus der du die Aussage beziehst, dass eine Kastration in der Pubertät ein erhöhtes gesundheitliches Risiko birgt - mir ist nichts dergleichen bekannt. Welche zusätzlichen Risiken sind das?
@ Moehre222:
Die Pubertät dauert unterschiedlich lange, je nach Veranlagung des Kaninchens. Man kann zwischen 3 und 6 Monate rechnen.
Wie stark die Pubertät spürbar wird, hängt ebenfalls von der Veranlagung ab. Meine beiden Häsinnen waren nahezu gleich alt, bei Wuschel spürte man die Pubertät so gut wie gar nicht, bei Jule dagegen konnte man phasenweise die Hormone geradezu "Achterbahn fahren sehen". Extreme Aggressivität war jedoch auch bei ihr nicht der Fall.
Rammler müssen grundsätzlich kastriert werden, um sie erfolgreich zusammen zu halten. Es empfiehlt sich, das möglichst früh zu tun. Bei ihnen verläuft die Pubertät dann tatsächlich eher schwach, vor allem werden die Rangordnungskämpfe so gemildert dass ein friedliches Zusammenleben möglich ist.
Bei Häsinnen muss man unterscheiden zwischen hormongesteuertem pubertärem Verhalten und dem Erwachsen-werden an sich. Häsinnen sind fast immer deutlich revierbezogener als Rammler. Das macht sich auch im nicht-geschlechtshormongesteuerten Verhalten bemerkbar, so dass eine Kastration nur dann eine Verhaltensberuhigung bewirkt, wenn tatsächlich ein Hormonüberproduktion vorlag. Um dies vorher zu diagnostizieren, wäre eine Hormonspiegelbestimmung nötig, Vergleichswerte sind allerdings eher rar, so dass das schwierig ist. |