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Hilfe - Kaninchenmutter jagt frisch kastriertes Junges auf Kaninchen Forum

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  • 3 Post By hasis2011
  • 1 Post By

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Ninchen
 
Registriert seit: 07.09.2011
Beiträge: 12
famam befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.10.2012, 20:29

Hilfe - Kaninchenmutter jagt frisch kastriertes Junges


Wir haben seit Januar ein Zwergkaninchengeschwisterpaar (kastriertes Männchen und ein Weibchen). Die beiden haben sich bis jetzt immer super verstanden. Nun haben wir das Weibchen im August decken lassen und sie hat fünf super süsse Jungen zur Welt gebracht. Alles lief sehr gut und vier Junge durften vor einer Woche zu ihrem neuen Besitzer ziehen. Ein Junges Männchen haben wir behalten und da es jetzt sieben Wochen alt ist, gestern zur Kastration gebracht. Alles ist soweit gut gelaufen.

Nun aber zum eigentlichen Problem. Wir haben das frisch kastrierte Junge wieder zu seiner Mutter und dem älteren kastrierten Männchen in den Stall gesetzt. Damit kein Schmutz in die Wunde kommt, haben wir die Stalltür zum Aussengehege geschlossen gehalten. Zuerst ging alles gut, aber nach ca. einer Stunde fing die Mutter an das Junge zu jagen und dann auch das ältere Männchen. Damit das Junge etwas Ruhe hat, haben wir die beiden älteren ins Freilaufgehege gelassen und die Stalltür geschlossen. Als wir die Stalltür gegen Abend wieder öffneten, ging die Jagd von Neuem los. Aufgrund dieser Situation meinte unsere Züchterin, wir sollen die drei über Nacht zusammen in eine kleinere Box setzen, damit sie sich beschnuppern aber nicht jagen können. Das haben wir dann gemacht und es hat soweit gut funktioniert und die Zwerghasen lagen entspannt in dieser Box. Am Morgen haben wir die drei dann wieder in den Stall gesetzt und da ging die Hetzjagd von Neuem los. Wir haben jetzt die Stalltür offen gelassen, damit sich die Zwerge wenigstens in ihren Unterschlüpfen verstecken können und mehr Freiraum haben und sich nicht im Stall jagen. Aber immer wieder geht die Hetzjagd von vorne los. Vor allem die Mutter jagt die beiden anderen. Heute Nachmittag haben wir aber beobachtet, wie die Mutter das frisch kastrierte Junge abgeleckt hat und neben ihm sass. Gegen Abend sass die Mutter dann neben dem älteren Männchen und hat es ebenfalls abgeleckt. Aber kurz darauf wurde wieder gejagt.

Was sollen wir jetzt machen? Legt sich das wieder und sollen wir die Zwerghasen jetzt einach so zusammenlassen? Heute Nacht haben wir ausnahmsweise die Stalltür in den Freilauf offen gelassen, dass sie in der Nacht nicht in der Box umherjagen. Wir sind sehr dankbar für Tips von erfahrenen Zwerghasenbesitzern.




Benutzerbild von hasis2011
Kaninchen
 
Registriert seit: 14.02.2011
Beiträge: 30.760
hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.10.2012, 21:07

Hallo und herzlich Willkommen.

Meine erste Frage ist: Wie gross ist der Stall?

Kaninchen sollten in Aussenhaltung mind. 3m² pro Tier an Platz haben, und das Tag und Nacht. Wären in deinem Fall mind. 9m², die die Kaninchen dauerhaft zur Verfügung haben sollten.
Werden sie in der Nacht in einen kleinen Stall gesperrt, wird es auf Dauer zu Kämpfen und Jagereien, wie es bei dir gerade der Fall ist, kommen.
Gerade in der Nacht, wenn Kaninchen sehr aktiv sind, müssen sie in den Stall, dadurch sind Aggressionen vorprogrammiert.

Was du auf keinen Fall machen darfst ist, das du die Kaninchen immer wieder trennst, das führt zu Aggressionen weil sie die Rangordnung nicht festlegen können und immer wieder von vorne damit beginnen müssen.

Ist das Aussengehege mardersicher und wie gross ist es? Und wenn nicht, wäre es eine Möglichkeit, dieses so zu sichern, das sie auch über Nacht draussen bleiben können, dann wird deine Gruppe besser harmonieren.
Du solltest auf keinen Fall die Kaninchen über Nacht im ungesicherten Gehege lassen, das kann für sie tödlich enden! Marder oder Füchse gibt es überall!

Der Tipp deiner Züchterin, die Kaninchen in eine kleine Box zu sperren, ist meiner Meinung nach, grob fahrlässig! Im schlimmsten Fall können sie sich darin heftig verletzen!
Mach das bitte nicht mehr...du hast grosses Glück gehabt. Ausserdem finde ich es eine "psychische" Vergewaltigung, ein rangniedriges Tier mit einem ranghöheren auf so engen Raum zu sperren, es kann nicht weichen und den Respektabstand wahren, der in einer Kaninchenhierarchie aber sehr wichtig ist!
Und das du die Häsin hast decken lassen...dazu sag ich jetzt mal nichts.



__________________



Geändert von hasis2011 (13.10.2012 um 21:17 Uhr).

Ninchen
 
Registriert seit: 07.09.2011
Beiträge: 12
famam befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.10.2012, 21:38

Hallo. Danke für die Rückmeldung. Der Aussenstall ist ca. 8 m2 gross, der Käfig ca. 2 m2. Leider können die Zwergkaninchen über Nacht nicht draussen bleiben, da das Gehege nicht einbruchsicher ist. Bis jetzt hatten wir nie Probleme damit und es sind auch keine Streitigkeiten aufgetreten. Wir haben sehr sehr schlechten, steinigen und lehmigen Boden, daher ist eine Untergitterung schwierig durchzuführen.

Aus deiner Aussage schliesse ich, dass ich die Gruppe trotz den Kämpfen unbedingt zusammenlassen soll und nicht mehr trennen soll, damit sie die Rangordnung unter sich ausmachen können. Ich habe mich über dieses Verhalten einfach sehr erschrocken, da dies vor der Kastration nie ein Thema war und die drei friedlich zusammen lebten. Aber ich denke, dass wohl die Mutter durch die Kastration und den Fremdgeruch ihr Junges nicht mehr erkennt und jetzt als "Fremdling" ansieht und somit die Rangordnung neu festgelegt werden muss. Wie lange kann denn das dauern?




Benutzerbild von hasis2011
Kaninchen
 
Registriert seit: 14.02.2011
Beiträge: 30.760
hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.10.2012, 21:47

Genau so ist es, der Kleine riecht fremd, nach TA usw. und sie erkennt ihn nicht mehr.
Du solltest sie aber unbedingt zusammenlassen, hab aber ein Auge drauf, ob es für den Kleinen nicht zu gefährlich wird, mit seinen 7 Wochen kann er sich nicht wehren und kann mitunter auch schwer verletzt werden.

Wie lange das dauern kann, kann man nicht genau sagen, meist ist es aber nach ein paar Tagen erledigt und es ist wieder Ruhe.

Du musst aber damit rechnen, das immer wieder solche Auseinandersetzungen kommen werden, das ist aber normal...Kaninchen sind ständig am Rangordnung ausmachen.
Spätestens wenn der Kleine in die Pupertät kommt, kanns nochmal ordentlich krachen.



__________________



Ninchen
 
Registriert seit: 07.09.2011
Beiträge: 12
famam befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.10.2012, 23:21

Tja, dann hoffe ich sehr, dass sich die drei wieder schnell vertragen (vor allem dem Kleinen zu liebe) und sich die Situation möglichst bald wieder beruhigt. Auf jeden Fall werde ich in der nächsten Zeit immer ein Auge auf die "Rasselbande" haben. Danke für die Rückmeldung!




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.10.2012, 23:31

Du könntest den Boden mit Gehwegplatten auslegen, ist auch einfacher zu reinigen.




Ninchen
 
Registriert seit: 07.09.2011
Beiträge: 12
famam befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.10.2012, 09:43

Gestern habe ich gesehen, wie die Mutter den Kleinen wieder wild durchs Gehege gejagt hat und plötzlich hat der Kleine einen schrillen Schrei von sich gegeben. Das heisst ja, dass er Todesangst hatte. Verletzt ist er nicht, also denke ich, war der Schrei nicht auf Schmerzen zurückzuführen. Sollte ich die drei wohl doch besser trennen oder gibt es das bei der VG einfach? Jetzt sind sie wieder einigermassen friedlich.




Ninchen
 
Registriert seit: 07.09.2011
Beiträge: 12
famam befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.10.2012, 21:18

Unsere Züchterin meinte heute, wir sollen die VG abbrechen und das Junge von den zwei anderen trennen und erst wieder versuchen zusammenzuführen, wenn das Kleinere grösser ist. Es ist ja jetzt erst einmal wichtig, dass das Junge nicht mehr gejagt oder gequält wird.
Für uns stellt sich natürlich jetzt das grosse Problem, was machen wir mit dem Jungen. Leider haben wir keine zweite Möglichkeit, das Junge draussen in einem anderen Stall unterzubringen. Macht es Sinn, den Kleinen den Winter durch in der Wohnung zu halten und anschliessend nochmals versuchen, die drei zusammenzuführen?




Ninchen
 
Registriert seit: 07.09.2011
Beiträge: 12
famam befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.10.2012, 21:20

Die andere Möglichkeit ist natürlich, dass wir das Junge an die Züchterin zurück geben und sie einen neuen geeigneten Platz sucht. Aber dies ist natürlich für unsere Kinder ganz ganz schwer zu verstehen....



Antwort



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