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sehr scheu/ ängstlichhallo!!! ich habe ein kaninchenpärchen, einen kastrierten bock und eine kaninchendame. sie ist sehr neugierig und kommt auch her wenn ich meine hand hinhalte. sie lässt sich auch hochnehmen und streicheln... allerdings auch nicht so richtig gerne. er dagegen ist total scheu und schreckhaft. komme ich an ihr gehege und halte meine hand hin rast er weg... von ihn streicheln oder einmal auf den schoß nehmen und kuscheln ganz zu schweigen... ich weiß einige halten davon auch nichts... so vom hochnehmen und so... aber ich will doch auch ein bisschen kontakt zu meine hasen. oder soll ich sie nur in ihrem gehege springen lassen??? aber dann gewöhnen sie sich ja nie an mich. ich habe sie jetzt seit ca 2 monaten und sie sind beide etwa 4,5 monate alt. was kann ich denn tun, dass ich etwas mehr kontakt zu ihnen haben kann... streicheln, kuscheln, hochnehmen? wäre dankbar sandra
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| ja schon, aber nimmst du sie nie hoch zum kuscheln??? oder ist das ne blöde vorstellung? streichelst du sie dann nur in ihrem auslauf und hast sonst keinen kontakt zu ihnen?
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| Hallo bonny clyde! Am Anfang waren meine drei Kaninchen auch schreckhaft und sind immer aufgesprungen, sobald ich das Gehege betreten habe. Ich habe mich ganz oft einfach sehr lange in das Gehege gelegt oder gesetzt, mit Leckerlis in der Hand. Zuerst fraßen sie aus meiner Hand, dann irgendwann sind sie auf mir rumgehoppelt und haben an mir rumgeknabbert. Am Anfang habe ich sie nicht zum streicheln hochgehoben, sondern immer nur leicht an der Nase angestupst (das signalisierte ihnen, dass ich ihr "Freund" bin) und den Kopf gekrault, also ein anderes Kaninchen imitiert. Nach und nach haben sich meine Kaninchen dann an meinen Geruch gewöhnt, und sie wissen jetzt auch, dass ich meistens etwas Leckeres (Kohlrabiblätter finden sie total toll) bringe. Das Kuscheln und Hochnehmen ging erst so richtig, nachdem die Kaninchen Vertrauen zu mir aufgebaut hatten. Das dauerte auch einige Wochen. Und mal so nebenbei: Es ist zwar schön, mit seinen Kaninchen zu kuscheln. Aber dieses (ich drücke es jetzt mal so aus) "Herumtragen" ist nicht soo artgerecht. Ein Tip: Wenn deine Kaninchen sich ausruhen und ausgestreckt auf dem Boden liegen, kannst du dich (wenn deine Kaninchen "soweit" sind) danebenlegen, auch ganz nah an ihren Körper. Das ist für die Kaninchen angenehmer, und so kannst du ihnen auch sehr nahe sein. Man braucht halt ein bißchen Zeit und Ruhe und Geduld, und die Kaninchen sind ja von Natur aus neugierig und kommen von sich aus an, um dich kennenzulernen. LG, Isa
__________________ Friedrich Nietzsche
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| Hierzu hab ich auch mal eine Frage: Und zwar ist es bei uns so, dass sie einen Käfig haben, aus dem sie raushoppeln können. Sprich wenn sie drin sind, dann sind sie vor uns "sicher". Wir müssten durch die Seiten- oder Deckenklappe durchgreifen, wenn wir sie anfassen wollten. Kai hat ziemlich schnell begriffen, wozu die "Tür" ist und kommt auch von sich aus raus und ist schon recht zutraulich (und das obwohl sie erst seit 5 Tagen bei uns sind). Seine Schwester ist allerdings ein bisschen ein Angsthase und ist bisher nur 2 Mal rausgekommen, aber nie weit weg vom Eingang in den Käfig. Meine Frage also: Wird sich das mit der Angst bei ihr noch legen mit der Zeit? Bzw. wie kann ich ihr "beibringen", dass wir ihre Freunde sind, wenn ich sie nicht ohne weiteres anfassen bzw. mich daneben legen kann? Ist es denn normal, dass die beiden mehr Zeit im Käfig verbringen als draußen? Fragen über Fragen ![]()
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| Ich hab' mir mal vorgestellt, ich läge da ganz gemütlich und dösend in meinem Bett im Schlafzimmer und auf einmal grapscht da so eine riesige fremde Hand nach mir. Ich glaube, ich würde mich sehr gestört fühlen... Klar, es passiert mit einer netten Absicht deinerseits, aber das weiß das Kaninchen ja (noch) nicht! Für das Kaninchen ist erst einmal alles, was von oben kommt, ein potenzieller Feind, der es fängt und fressen will. Am besten ist, den Stall und das Gehege des Kaninchens als "sein" Revier zu respektieren. Das bedeutet, den Kaninchen am Anfang Zeit zu lassen, damit sie ihr eigenes Revier erkunden und markieren können. Nach dem Eingewöhnen (meistens laufen sie dann nicht mehr geduckt, sondern hoppeln selbstbewusst und ausgelassen herum) kannst du dann beginnen, Vertrauen zu ihnen aufzubauen (wie oben beschrieben). Toiletten und Stall ausmisten mache ich immer nur, wenn meine Kaninchen im Gehege laufen. Vielleicht hast du schon mal erlebt, dass deine Kaninchen etwas wieder umräumen, wenn du mal etwas am Stall geändert oder an einen anderen Ort geräumt hast. So zeigen sie, dass es ihnen nicht in den Kram passt, dass du in ihrem Zuhause herumwuselst. Und was die Tür angeht - zieh' dich am besten mal aus dem Gehege zurück oder setze dich etwas abseits - am Anfang trauen sich die Kaninchen nicht recht heraus, wenn sie dich riechen und sehen. Aber sie werden schnell begreifen, dass sie draußen mehr Platz und Erkundungsmöglichkeiten haben. ![]()
__________________ Friedrich Nietzsche
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| Zitat:
irgendwann, wenn sie SEHR viel vertrauen zu mir haben, werde ich sie mal zum streicheln hochnehmen. ich muss zugeben, ich mach es auch nicht gerne, weil krümel mir den ganzen arm blutig gekratzt hatte, außerdem beist sie dann immer. die narben sehen auch dementsprechend aus ![]()
__________________ Krümel, ich werde dich nie vergessen! ![]() 10.01.2008- 20.11.2011
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| Ich kenne nur wenige Kaninchen, die sich das Hochnehmen einfach so gefallen lassen und dabei ganz gleichgültig sind. Mein Larry verfällt dabei (wenn ich ihn zum Krallenscheniden z.B. woanders hinsetze) immer in so eine Angststarre, erst recht, wenn ich die Öhrchen berühre, was ja auch einen Starre-Reflex bei Kaninchen auslöst. Und selbst Zwee-T, die total gelassen im Gehege liegt, neben die ich mich problemlos legen kann und die sich IMMER gerne streicheln lässt - auch sie hasst es, hochgenommen zu werden. Es entspricht einfach keiner natürlichen Position für Kaninchen, und ich schaue deshalb, meine so wenig wie möglich herumzutragen. Kuscheln und Streicheln und naher Kontakt geht ja auch wunderbar im Innengehege.
__________________ Friedrich Nietzsche
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| Hallo Sandra, also ich kann mich da den anderen nur anschließen... so auf die Schnelle erreicht man nichts... wichtig ist ganz langsam Vertrauen aufzubauen... die Tiere dich mit etwas Positivem verbinden lassen... Kaninchen sind keine Schmusetiere... sie sind auf Streicheleinheiten wie wir sie uns vorstellen (hochnehmen und kuscheln) längst nicht so aus wie manche Katze o.ä.. Grade das Hochnehmen ist etwas was nur selten der Fall sein sollte und erst kommen sollte wenn sie bereits ein gewisses Grundvertrauen haben... und dann auch erstmal nur ganz kurz und direkt danach mit Leckerchen (ein bisschen Obst o. Kräuter) belohnen... Denn normalerweise erinnert das Hochheben das Kaninchen an ihre Fressfeinde (z.B. Greifvögel!)... das die Tiere sich wehren hat also nichts mit reinem Unwillen zu tun sondern eher mit Todesangst... Also weniger ist am anfang in jedem Fall mehr... man muss zwar schon mit dem Tier gewisse Situationen "üben" (für Tierarztbesuche, Krallenschneine, Fellpflege etc.) aber alles ganz langsam und immer im Tempo deines Tiers... die Dame ist da offensichtlich etwas mutiger und forscher... das Böckchen eben zaghafter... LG Anita
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| Das mit Revier akzeptieren ist mir schon klar, nur ist das Revier unser Kaninchen gleichzeitig unser Wohnzimmer. Es ist daher schwierig für uns uns zurückzuziehen. ich finde es eben nur so seltsam, dass vor allem das Weibchen überhaupt nicht raus möchte aus ihrem Käfig (der halbe Körper, die Hinterbeine noch drinnen ist das weiteste), wo es doch immer heißt, Kaninchen seien so bewegungsfreudig (was man am Böckchen auch sehr gut sehen kann). Ich hoffe nur, das wird sich noch ändern... Sie ist einfach ein bisschen scheuer als er.
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| Hallo Ka(i)ninchen, da kann ich dich beruhigen: es gibt noch andere Kaninchen, die sich in unmittelbarer Anwesenheit von Menschen einfach nur ungern aus ihrem Käfig trauen. Mein Larry zum Beispiel: er ist jetzt etwas über einen Monat bei mir, und er wartet mit dem Stall-Verlassen auch lieber ab, bis die Luft "rein" ist. Und jedes Tier hat halt generell seinen ganz eigenen Charakter - manche Kaninchen benehmen sich schon beinahe wie kleine Hunde, haben keine Angst vor schnellen Bewegungen, vor dem Staubsauger, vor dem Streicheln etc. Und andere sind halt eher noch "typisch" Kaninchen und legen ihre naturgegebenen Instinkte nicht so sehr ab wie andere. Und da du / ihr ja auch im selben Zimmer aufhaltet wie die Kaninchen, kann es dann halt noch ein bißchen dauern, bis sich dein Weibchen auch heraustraut. Vielleicht kannst du sie ja mit etwas Leckerem herauslocken bzw. Leckerlis im Zimmer verteilen - erst am Käfig, dann in Käfignähe und schließlich im Zimmer LG, Isa
__________________ Friedrich Nietzsche
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| Juhuuuu! Heute ist Ninchen tatsächlich das erste Mal ganz von alleine raus gekommen. Sie braucht also wahrscheinlich wirklich nur ein bisschen mehr Zeit als ihr Bruder *freu* Es ist so faszinierend zu sehen, wie unterschiedlich die beiden sind... Geändert von Ka(i)ninchen (19.10.2008 um 17:04 Uhr).
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| Hey Ka(i)ninchen, das freut mich für dich! Und da hast du vollkommen recht: jedes Tier hat seinen eigenen Charakter und auch seine ganz eigenen Macken! Hoffentlich wetzt deine Kleine bald richtig durchs Zimmer! LG, Isa
__________________ Friedrich Nietzsche
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