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Vorwurf zu viel Tierliebe auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von iLulu
Kaninchen
 
Registriert seit: 12.07.2012
Beiträge: 4.098
iLulu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.07.2012, 08:09

AW: Vorwurf zu viel Tierliebe


Guten Morgen

Ich kann dich gut verstehen...ich lasse meine Ninis zwar nicht impfen und so, aber wenn ihnen was fehlt gehe ich auch sofot zum Tierarzt und zwar solange bis ich weiß was los ist.

Mein Vater wird das nie verstehen - er sieht in einem Tier hauptsächlich den materiellen Wert. Es ist nicht so, dass er ein Tier quälen würde oder es verhungern/verdursten lassen würde. Er würde aber eben auch kein Geld für so ein Tier ausgeben, das materiell nicht so viel Wert hat. Im Grunde kann er da gar nichts für, das ist seine Erziehung. Er ist auf einem Bauernhof aufgewachsen und da werden Kaninchen nunmal zum schlachten gehalten und wenn sie krank sind...naja, ich erspare die Einzelheiten. Er würde ein Tier aber nicht leidern lassen.
Genauso versteht er nicht, dass ich ein Tier in der Wohnung halte und als ich ihm gesagt habe, dass noch ein 2. kommt hatte er null Verständnis. Gott sei Dank lebe ich in meiner eigenen Wohnung, die ich von meinem Geld bezahle und kann so selbst entscheiden was ich mache und was nicht.

Auch wenn mich das in meiner Kindheit/Jungend sehr eingeschränkt hat (mit meinen damaligen Ninis) kann ich ihm das im Nachhinein nicht mehr übel nehmen. Unsere Eltern kommen eben aus einer anderen Zeit (in der das Geld oft knapp war) und haben eine andere Erziehung und hatten nicht die Möglichkeit im Internet zu schauen was ein Kaninchen alles braucht etc. - sie konnten sich nur auf ihre Eltern verlassen. Sie hatten aber eben auch selten eine wirkliche Beziehung zu einem Tier.

Vielleicht kannst du nochmal versuchen deinen Eltern zu erklären wie wichtig dir das ist dich so um deine Ninis zu kümmern. Sie werden es wahrscheinlich nicht verstehen, aber vielleicht akzeptieren, weil sie merken was es dir bedeutet.

Gute Besserung für deine Kleine



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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 19.06.2012
Beiträge: 826
Siriox befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.07.2012, 08:31

AW: Vorwurf zu viel Tierliebe


Zitat:
Er würde aber eben auch kein Geld für so ein Tier ausgeben, das materiell nicht so viel Wert hat. Im Grunde kann er da gar nichts für, das ist seine Erziehung.
Mit der nächsten Generation wird das hoffentlich etwas besser.



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Benutzerbild von imi
imi imi ist offline
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.09.2011
Beiträge: 1.115
imi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.07.2012, 09:11

AW: Vorwurf zu viel Tierliebe


Meine Eltern sind auch noch mit Schlachttieren im/um Haus groß geworden! Das finde ich immer wieder eine seltsame Vorstellung. Ein Teil vom Wohnzimmer des Elternhauses meines Papas war ein Schweinestall! Auch Mastkaninchen hatten sie.

Bin sehr froh, dass meine Eltern dennoch zwischen Mastvieh (klingt unmöglich das Wort...) und Haustieren unterscheiden können, vom Gefühl her meine ich. Zu meinem Kaninchen was ich als Kind hatte hatten beide eine Beziehung. Sie würden zwar nicht so verhätscheln wie wir hier ;-) aber es schon bemüht machen!

Auch meine Freundin vom Bauernhof kann gut unterscheiden zwischen Mast und Haustier. Nicht dass Masttiere nicht gut gehalten werden sollten, das will ich nicht sagen. Aber man sollte halt keine Beziehung aufbauen, sonst hat man ein Problem.



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Benutzerbild von iLulu
Kaninchen
 
Registriert seit: 12.07.2012
Beiträge: 4.098
iLulu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.07.2012, 09:45

AW: Vorwurf zu viel Tierliebe


Mein Vater kann das ja auch unterscheiden Er wollte ja auch nie meine Kaninchen schlachten oder so...er hat halt nur einfach kein Verständnis dafür, dass man soviel Geld und Zeit darein steckt. Er hat ja auch für sich nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt, so wie er die Tiere versorgt hat (als ich noch kleiner war) - es ist halt nur ein 'gröberer' Umgang. Die Tiere hatten immer Fressen, Trinken, regelmäßigen Freilauf und der Käfig war auch immer gemistet und der Käfig war auch größer als normal (selbstgebaut). Aber es gab eben Wiese und Trockenfutter. Tiere zusammen in den Auslauf, aber einzeln in den jeweiligen Käfig. Er wusste es halt nicht besser. Und als ich damals mit meiner Lissi zum Tierarzt bin, die zu dem Zeitpunkt leider schon ziemlich weit fortgeschrittenen Krebs hatte...hat er kein Verständnis fürs Einschläfern gehabt...das hätte er "lieber" selbst gemacht, weil ers für unnötig hält. Er hätte das nicht gern getan, aber er hätte sie halt von ihren Qualen befreien wollen, er mochte "das Tier" ja auch - für ihn ist und bleibt es aber eben "das Tier".

Ich wollte nur etwas Verständnis wecken für die Generation...damals ist man einfach anders aufgewachsen. Man war abhängig von den Tieren, weil man sonst kein Geld und Essen hatte. Da baut man keine Beziehung zu denen auf. Und wenn doch, am Ende will man trotzdem lieber Essen auf dem Tisch haben. Genauso wie ein Bauer das auch heute macht...die verdienen ihr Geld damit und da haben Tiere einfach eine andere Bedeutung...was nicht heißt, dass die Tiere zwangsläufig leiden müssen!

Ich jedenfalls kenn die Situation nicht, wenn man Angst haben muss kein Essen zu haben. Deswegen kann ich mich auch nicht richtig in ihn (und andere) hineinversetzen. Für mich sind meine Ninis - genau wie für euch - Haustiere, die man lieb hat und für die man sehr viel tun würde. Man muss aber halt ab und zu auch mal versuchen das ganze aus anderen Augen zu sehen um einige Einstellungen und Meinungen zu verstehen. Fakt ist jedenfalls, dass mein Papa sich auch keine Haustiere zulegen würde, weil er eben nicht bereit ist für sie in ausreichendem Maße zu sorgen und das auch weiß. Die Ninis hatten wir immer nur mir zu Liebe (und das ist ja nun auch schon fast gute 7 Jahre her).



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Beiträge: 1.784
Lilly98 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.07.2012, 12:13

AW: Vorwurf zu viel Tierliebe


ich kann dich da auch sehr gut verstehen, meine eltern sagen immer wenn ich sie frage, ob wir zum ta können (weil eins meiner ninchen mal nen tag nichts frisst, oder sich komisch verhält, oder die füße schief stehen etc...) , dass man ja erstmal etwas abwarten kann, und das ich das ganze zu sehr dramatisiere und wir uns doch beim ta mit sowas mur lächerlich machen würden... sie verstehen mich auchnicht, wieso ich meine, dass 3 ninchen 6qm brauchen, der kleine 1qm stall würde doch auch reichen. sie verstehen auchnicht, wieso ich mir mit dem futter der ninchen solche mühe mache, denn wieso jeden tag 30-45 min losfahren und mühsam grün pflücken, wenn man doch auch ganz bequem das trofu in den napf schütten kann.
bei all sowas verstehen sie mich auchnicht wirklich, und erklären mich auch desöfteren mal als verrückt, oder nicht ganz normal, aber damit kann ich leben.ich merke aber auch, das sie mich seitdem ich die beiden kleinen ninchen habe immer etwas mehr verstehen, also das sie mich mittlerweile bei manchen sachen auch schon unterstützen.

vielleicht wird das bei deinen eltern ja auch noch besser, und wenn nicht, dann mach so weiter und lass dich von ihnen nicht verbiegen!



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Geschrieben am 18.07.2012, 12:23

AW: Vorwurf zu viel Tierliebe


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Lara004 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.07.2012, 15:45

AW: Vorwurf zu viel Tierliebe


Wenn ich das so lese, bin ich wirklich froh, dass meine Eltern da ganz anders sind. Ich schimpfe sicher gerne mal über sie, aber die Gesundheit und das Wohl der Tiere ist ihnen genauso wichtig, wie das eigene.
Ich habe sie im Laufe meiner Kindheit ganz gut dazu erzogen, dass sie so sind, wie sie sind. Gegen solch ein Tierverrücktes Kind konnten sie dann auch nicht gegen an. Was soll man auch machen, wenn ein kleines Mädchen mit einem rieeesen Kaninchen im Arm vor der Tür steht und nciht will, dass es gegessen wird...



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Lady_Dynamite befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.07.2012, 16:38

AW: Vorwurf zu viel Tierliebe


Bei meinen Eltern bemerke ich auch, dass sie finden ich übertreibe. Ist nicht so dass sie meine Tiere nicht mögen, oder sie nicht versorgen würden. Aber ein riesen großes Gehege, täglich Frischfutter und hunderte Euro an TA Rechnung finden sie doch ein bisschen übertrieben. Sie sind eben auch anders aufgewachsen, mein Vater ist auf dem Hof seines Großvaters aufgewachsen, da waren Tiere eben Tiere und wenn die Kühe nicht schnell genug in den Stall gegangen sind wurde eben draufgedroschen (mein Vater hat mir das erzählt, das sein Opa das gemacht hat und fand es selber nicht schön). Und die Eltern meiner Mutter hatten einen Schrebergarten mit ein paar Hühnern und fertig.

Es gibt auch aber in meiner Generation Leute, die würden das nicht verstehen (von den Kommentaren "Oh leckerer Sonntagsbraten" mal abgesehen). Die finden meine Ninchen zwar niedlich und streicheln und füttern sie gerne, wenn ich aber von TA-Rechnungen mit mehrern hundert Euro erzähle gucken die auch sparsam. Es gibt eben Leute, die mögen Tiere zwar, wollen aber keine haben und interessieren sich nicht dafür. Die kann man aber sensibilisieren finde ich. Und es gibt so Tierverrückte wie uns



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Do not wait for the storm to pass. Learn to dance in the rain


At some point, you have to make a decision. Boundaries don't keep other people out, they fence you in. Life is messy. That's how we're made. So you can waste your life drawing lines or you can live your life crossing them. But there are some lines that are way too dangerous to cross. Here's what I know: If you're willing to take a chance the view from the other side is spectacular.



Benutzerbild von Lilly98
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Registriert seit: 19.03.2012
Beiträge: 1.784
Lilly98 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.07.2012, 17:17

AW: Vorwurf zu viel Tierliebe


ich höre auch oft sprüche wie ,,wann kommt der denn in die pfanne??'' oder sowas wie ,,zum essen sind die aber reichlich klein, da istja kaum was dran, was wollt ihr denn jetzt mit so kleinen?'' oder sowas wie ,,die beiden kleinen müssen noch größer werden, aber der braune da, der ist doch schon groß genug für ein sonntagsessen!''
das shockt mich manchmal auch, und ich habe das gefühl, das manche das wirklich ernst meinen, das find eich am schlimmsten!:O



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 10.07.2012
Beiträge: 50
marie kanin befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.07.2012, 17:35

AW: Vorwurf zu viel Tierliebe


Also mein Vater hat auch nicht soviel Verständis dafür, wenn ich ständig zum Tierarzt gehe. Zum Glück ist meine Mutter etwas anders, obwohl sie auch zuerst immer versucht mir es auszureden zum Tierarzt zu gehen. Sie sagt, dann immer, dass es zuviel Stress ist und ich aufpassen soll, dass ich sie damit nicht umbringe, aber ich denke mir immer, so kann ich es auch nicht lassen. Soll das Kaninchen denn immer unter Schmerzen leben?
Musst du denn den Tierarzt alleine bezahlen? Ich muss es nämlich und so frage ich meine Eltern nicht mehr ob sie mit mir zum Tierarzt gehen, ich mache es einfach, schließlich ist es mein Tier (trage so die Verantwortung) und bezahle das Ganze auch selber.
Meist kommt ja auch was bei der Untersuchung raus und dann sagen sie, dass es doch richtig war zum Tierarzt gegangen zu sein.
Ich wünsche dir ganz viel Glück mit deinen Eltern, dass sie sich irgendwann mal besser.

LG Marie



 
 
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