Ich habe jetzt mit dem Tierheim und mit meiner Tierärztin gesprochen. Die Meinungen bezüglich Kaninchenzusammenführungen gehen ja sehr auseinander.
Jack hat nach der Trennung von den Mädels nun auch angefangen zu beißen. Er war mehr als frustriert. Nun sitzt er bei ihnen im Garten und ist wieder glücklich. Heute Abend werden sie wieder rein kommen. Der Versuch ist nun folgendermaßen:
Die kleinen Jungs bleiben in den oberen Etagen (haben dann immerhin 5 qm allein für sich). Die anderen drei bekommen den Boden. Sie bleiben durch die Gitter getrennt und die Kleinen können größer werden und sich erholen. Der Garten wird geteilt und jede Gruppe bekommt einen Teil. Sie können sich jedoch nach wie vor sehen und riechen. Ganz ohne Kontakt geht das nicht.
Wenn die Kleinen groß genug sind, kann man nochmal die VG auf neutralem Boden versuchen und nach gründlicher Stallreinigung mit Essig nochmal alle fünf aufeinander los lassen. Die TA rät dann dazu, erst einmal EIN Mädel zu den kleinen Jungs zu lassen, die Weibergruppe aufzuspalten und Jack eine Häsin zu lassen, damit er nicht wieder Frust schiebt.
Jack muss eine masochistische Ader haben. Er hat gestern auch solche
Prügel bezogen, dass ich dachte, er kommt mit den Mädels auch nicht mehr klar. Aber stattdessen hat er sich heute so gefreut, als er mit den beiden raus durfte.
Ich habe jetzt so viel über Kaninchen gehört und gelesen und vieles widerspricht sich total. Persönlich habe ich immer gute Erfahrungen gemacht, wenn die Böcke während der Kastrafrist Blickkontakt und Riechkontakt mit den anderen hatten. Auch wenn viele sagen, dass das die Aggression schürt.
Ich versuche es einfach. Entweder sie gewöhnen sich aneinander oder nicht. Komplett trennen und getrennt halten, kann ich sie räumlich nicht über längere Zeit. Dafür ist mein Keller nicht geeignet und bei meinem Vermieterstress ist mir das zu riskant, erwischt zu werden. Tierhaltung im Keller ist hier nicht gestattet.