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Verträglichkeit nach KastrationHi! Ich bin neu hier und Suche etwas Rat. Ich habe zwei Widderböckchen, Merry und Pippin, und die beiden gestern kastrieren lassen. Nun war es schon vorher so, dass die beiden sich gegenseitig kurz ein bisschen gejagt haben, wenn der eine genervt von dem anderen war, weil sie sich immer gegenseitig angerammelt haben. Aber seit sie sich gestern abend so langsam von der Narkose erholten ist das schlimmer geworden. Zum Einen fängt Pippin hin und wieder grundlos zu klopfen an, wobei ich denke, dass das vielleicht von den Schmerzen kommen könnte, und zum Anderen hetzt Merry ihn manchmal echt heftig durch den Käfig, so schlimm war das vorher nicht. Jetzt mache ich mir natürlich etwas Gedanken. Zwar flog bisher immer nur Fell und im Moment liegen die beiden auch wieder entspannt nebeneinander, aber ich mache mir Sorgen, dass das schlimmer werden könnte. Kann mir hier wer weiterhelfen? Mache ich mir unnötig Sorgen oder muss ich auf etwas achten? Gruß Kazi
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AW: Verträglichkeit nach KastrationHi! Danke, das sagt irgendwie jeder =D Die zwei sind beide ungefähr anfang Dezember 2011 geboren, Pippin am 7. und bei Merry weiß ich es nicht, er ist aber glaube ich etwas jünger, sind also jetzt beide gute viereinhalb Monate, wenn ich richtig gerechnet habe =) Aktuell wohnen sie in einem 1,20m-Käfig bei mir im Zimmer, ich bin aber dabei sie an draußen zu gewöhnen, wo sie dann einen großen Stall mit Auslauf haben. Gerade pausiert es aber eben wegen der Kastra =)
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AW: Verträglichkeit nach KastrationOhje, das hört sich nicht gerade harmonisch an. Manchmal passt es einfach nicht und es kann sein, dass sie die beiden nie verstehen werden. So einen Fall hatte ich auch schon. Es wäre ratsam, wenn du die beiden bis zur Genesung auseinander sperrst. Du solltest sie in unterschiedliche Ställe stecken, aber bitte nicht negeneinander! Sie dürfen sich nicht riechen. Solange die Rangfolge noch nicht geklärt ist, muss man sie auskämpfen lassen. Wenn sie nebeneinander sitzen würden in zwei Ställen, staut sich die Aggression an und es wird noch schlimmer. Das ist jetzt nach der Kastration natürlich ungünstig. Dass Pippin immer klopft hängt eindeutig mit den Schmerzen zusammen. Das hast du richtig erkannt. Mist ey, für gewöhnlich sollten sie sich jetzt besser verstehen, zumal beide das gleiche Leid mit der Kastration durchgemacht haben. Wohnen sie in dem gleichen Stall? Ich kann nicht einschätzen wie schlimm das ist. Wenn sie auch entspannt nebeneinander liegen können, scheint es ja nicht immer heiß her zu gehen. Lass die am besten doch zusammen und führ die Trennung nur durch, wenns brutal wird. Du solltest ihnen aber UNBEDINGT die Möglichkeit geben, aus dem Stall raus zu kommen. Solange du zu Hause bist, lass das Ställchen offen, damit sie rausspringen und sich aus dem Weg gehen können. Wenn sie auf engsten Raum im Stall hocken, kann das echt gefährlich werden. Viel Glück und halt uns auf dem Laufenden. LG Leitmuchtel ![]()
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AW: Verträglichkeit nach KastrationBei unseren Beiden war das ähnlich. Kaum haben sie sich von der Narkose erholt, gings los. Ich hab mir auch schon Sorgen gemacht, wurde hier aber beruhigt, dass das normal ist und ich nicht dazwischen gehen soll. Das ging dan gut 2-3 Tage und danach hatten sie sich wieder lieb. Ist wirklich schwer das mit anzusehen, da kann ich mitfühlen. Ich hoffe, dass die beiden auch schnell alles klären ![]()
__________________ Gruß aus dem LK Wolfenbüttel von Cäsar&Napoleon
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AW: Verträglichkeit nach KastrationHallo, dass sie sich jetzt nach der Kastra verstärkt bekämpfen, kann auch einfach daran liegen, dass sie beide nach Tierarzt riechen (also fremd). Außerdem merken sie, dass der jeweils andere vergleichsweise schwach ist und in der Natur werden schwache Tiere aus Schutz ja aus der Gruppe vertrieben. So würde ich es mir momentan jedenfalls erklären, warum sie jetzt heftiger streiten als vor der Kastra. Begünstigt wird das Ganze natürlich durch viiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeel zu wenig Platz. So ein Käfig reicht nichtmal für ein halbes Kaninchen. Du solltest so schnell wie möglich dafür sorgen, dass die beiden dauerhaft (also 24 Stunden an jedem Tag) mindestens 4m² (in Außenhaltung eher 6m²) zur Verfügung haben. Das ist das A und O dabei, dass sich v.a. gleichgeschlechtliche Paare vertragen. Ich habe z.B. auch 2 kastrierte Männchen zusammen und es klappt wunderbar. Wie lange dauert es denn noch, bis sie nach draußen können? Und hast du an die Mardersicherheit usw. vom Gehege gedacht? Wie viel Platz haben sie denn dann da dauerhaft zur Verfügung? Ob du sie bis dahin trennen solltest, hängt zum einen davon ab, wie sehr sie sich momentan gegenseitig gefährden und verletzen... außerdem musst du ganz doll drauf achten, dass die Kastrationswunden nicht aufreißen, sich entzünden oder sonstwas. Ich persönlich würde dir empfehlen, die beiden so voneinander zu trennen, dass sie sich weder sehen noch riechen können (und das bei möglichst viel Platz für jeden)... in diesem kleinen Käfig wärs mir einfach viel zu gefährlich... grade mit den OP-Wunden. Und das für mehrere Wochen und auf jeden Fall bis das größere Gehege draußen fertig ist. Was meinst du denn überhaupt mit "an draußen gewöhnen"? Wie genau läuft denn das ab? Vielleicht können dazu auch ein paar Leute mit mehr Erfahrung, was die Außenhaltung angeht, was dazu sagen, ob sie jetzt vielleicht nicht sowieso einfach ganz nach draußen können. So kalt wird es ja nachts momentan nicht mehr, aber ich bin mir nicht sicher, ob es nicht vllt doch noch ein wenig zu kalt ist. edit: achso zum Klopfen... hier gibt es irgendwo einen Thread zur Kaninchensprache. Das kann mehrere Gründe haben... meine klopfen oft, weil sie irgendwas hören, oder riechen oder sehen, vor dem sie den andren warnen wollen (so ists ja auch in der Natur: sie klopfen, um die andren gruppenmitglieder zu warnen bzw. auf irgendwas aufmerksam zu machen). Manchmal kommts mir auch so vor, als würde Krümel aus Trotz klopfen^^ Schmerzen können sicher auch ein Grund sein, muss aber nicht. Wenn du allerdings das Gefühl hast, dass es wegen irgendwelcher Schmerzen ist, solltest du das vom TA abklären lassen und ggf. mit nem Schmerzmittel behandeln. Geändert von Ecci (18.04.2012 um 14:29 Uhr).
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AW: Verträglichkeit nach KastrationMeine Beiden haben sich nach der Kastra auch ziemlich bekämpft .... hab mir richtig sorgen gemacht ... aber bei meinen war es auch so, dass sie sich nach ner Woche wieder super verstanden haben. Sie mussten einfach die Rangordnung klären hatte ich das Gefühl
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AW: Verträglichkeit nach KastrationErfahrung Außenhaltung: Meine zwei (noch nicht kastrierten) Widdermännchen sind auch erst ca. 10 Wochen alt ( haben sie mit 6 Wochen bekommen) sind aber von Anfang an im Außenstall. Es hatte vor Kurzem sogar nochmal Nachtfrost... genügend Stroh und ein kleines Haus zum Verkriechen.... war kein Problem. Sie sind beide putzmunter. Sie hatten auch seit dem wir sie haben einen Auslauf. Zuerst relativ klein. Mittlerweile wurde ein Teil vom Garten mit Holzlager (hier ist auch der Stall in dem sie jederzeit rein und raus können) eingezäunt. Nachts sind sie im Mardersicheren Stall. Kastrieren: hab jetzt schon Angst... vor allem wenn ich dann an die Streitereien denke. Bis jetzt sind die zwei Männchen nämlich ein Herz und eine Seele. Laut meiner TA sollen sie erst kastriert werden, wenn sie um 1kg wiegen... das habens noch nicht ganz.
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AW: Verträglichkeit nach Kastration@Ecci: Mit "an draußen gewöhnen" meine ich, dass die beiden bisher immer nur drinnen gelebt haben und ich sie bisher immer nur raus gesetzt habe, wenn es warm genug war. Über Nacht lasse ich sie erst draußen, wenn es warm genug ist. Der außenstall ist 1,20x1,50x0,90m groß(2-stöckig) und das Laufgehege so groß wie ich es gerade möchte, ich habe etwa 15 Zaunelemente =) @Alle anderen: Auf jeden Fall danke für so viele Tipps und Antworten, ich sammel gleich meine Gehegezäune von draußen ein und bastel ein "Hausgehege", da mein Zimmer nicht Nickelsicher ist(wohne nur übergangsweise wieder bei meinen Eltern, weil ich am Umziehen bin). Und dann warte ich einfach mal ab und hoffe, dass sich das ganze Tatsächlich wieder legt =)
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AW: Verträglichkeit nach KastrationMir ging es mit meinen beiden fast genauso. Sie waren zur Kastra 16 Wochen alt und in der Nacht danach ging es los mit den Rangeleien. Vorher war nie was. Ich hab mir auch super Sorgen gemacht und das Gehegegitter geöffnet (mittlerweile ist es komplett weg, freie Zimmerhaltung), damit Memphis genug Platz zum Abhauen hat (Murphy hat ihn immer gejagt und es ist ordentlich Fell geflogen, das war ein einziges Ninchenknäuel). Das hat ca. 2 Tage gedauert und Memphis war noch eine ganze Weile schreckhaft und ängstlich, aber dann hat sich alles wieder normalisiert. Seit dem sind sie wieder ganz dicke Ich denke, dass das einfach am Hormonabbau liegt. War ja nunmal keine Frühkastra. Sie merken ja beide, dass da jetzt irgendwas anders ist. Sie müssen sich nun beide nochmal beweisen, wer der stärkere ist. Solange kein Blut fließt und sie sich nicht böse verbeißen, würde ich sie auf jeden Fall zusammen lassen und für genügend Platz sorgen, wie du es ja vorhast. Dann haben sie sich bestimmt bald wieder lieb. Die Jungs müssen eben ihren Hormonverlust erstma kompensieren ![]()
__________________ Wolli (*11.11.2011) R.I.P Fritz (1998 - 30.12.2007) Memphis (19.07.2011 - 19.08.2014) Murphy (19.07.2011 - 25.01.2017) Apollo "Poe" (2014 - 20.01.2022)
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AW: Verträglichkeit nach KastrationHi! nur nochmal fürs Protokoll und für alle, die interessiert, wies bei mir ausgegangen ist: Im Moment liegen beide platt auf der Seite und schlafen, heute morgen wurd intensiv geguschelt und sich gegenseitig das Fell sortiert, die Jagerei hat sich auf ein absolutes Minimum reduziert und Klein Pippin klopft auch nicht mehr! =D Ich würd mal sagen, jetzt hats geklappt, mit der Rammelei scheint auch schluss zu sein, ich weiß nur nicht, ob die zwei noch rumspritzen, oder ob ich den "Spritzschutz" vom Käfig endlich entfernen kann weil sie die Wand jetzt nicht mehr einsauen =) Liebe Grüße Kazi
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