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Tragendes Kaninchen von der Gruppe trennen auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Morti
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.04.2010
Beiträge: 170
Morti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.06.2011, 12:44

Tragendes Kaninchen von der Gruppe trennen


Hallo,
mir fällt immer wieder auf, das es eine weit verbreitete Unart zu sein scheint, wenn man eine trächtiges Kaninchenweibchen hat,
dieses aus der Gruppe und gewohnten Umgebung zu reissen und alleine zu setzen.

WARUM BITTE?

Natürlich, wenn das arme Geschöpf in einem handelsüblichem Käfigknast hockt,
am besten noch mit dem weiterhin unkastriertem Partner erklärt es sich von selbst!

Aber warum wird diese Unart auch durchgeführt wenn die Tiere in harmonischen Gruppen leben
mit ausreichendem Platzangebot (was in letzter Zeit immer wieder bei Threaterstellern so vorkam) ?

Was verspricht man sich davon?
Die Häsin gerät in Panik weil ihr Partner, ihr soziales Umfeld plötzlich verschwindet,
am besten kommt sie noch in ein völlig neues Umfeld und all ihre Pläne für ein Nest
sind damit über den Haufen geworfen ( sie sondiert mit Sicherheit schon vor dem Werfen die Umgebung
um den für sie idealen Platz zu finden).

Man hat also ein hochtragendes Tier dessen Adrenalispiegel vor Angst und Nervosität am kochen ist,
kein vertrauter Partner in der nähe der Ruhe und Sicherheit bietet (und wir Menschen sind da keine Sicherheit)
und man will ja eigentlich nur das beste für sein Tier.

"Sie brauchen Ruhe", entschuldigung, das Kaninchen ist schwanger und liegt nicht im sterben!
Was wir als Ruhe empfinden, also Abgeschiedenheit und Stille ist für ein Gruppenabhängiges Fluchttier doch ein Alptraum!

Ich würde bei einer harmonischen Gruppe in einem ausreichend grossen Umfeld die Tiere nicht trennen,
weil das meiner Meinung nach mehr zerstört als gut macht( vom Blasensprung bishin zum töten der Jungtiere).
Wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist und warum auch immer man eine tragende Zippe hat sollte man doch dann alles geben
um alle Tiere gesund durch die Geburt zu bekommen.

Und dann zum Abschluss mein Lieblingssatz: Abends kommt auch keiner auf die Wildkaninchenwiese und sammelt die Rammler ein,
warum sammeln "wir" dann bitte die Kastraten aus den Gehegen?

So,das wollt ich mal loswerden weil es mir immer wieder auffällt und ein Dorn im Auge ist!

Morti




Benutzerbild von Jinro
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.02.2011
Beiträge: 18.446
Jinro wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 07.06.2011, 13:02

AW: Tragendes Kaninchen von der Gruppe trennen


Der Partner ist in dem Fall ein unkastrierter Rammler. Und da dient die Trennung schlicht dem Schutz des Nachwuchs. Wobei auch kastrierte Rammler dazu neigen sich nicht sonderlich freundlich um Nachwuchs zu kümmern. Im Sinne des Nachwuchsschutzes ist es weniger problematisch die Zibbe vor der Geburt umzusetzen, als das Nest nach der Geburt.

Definiere doch mal ausreichend Platz. Die 4 m², die man zwei Kaninchen bieten sollte sind nicht genug um Nachwuchs sicher zu verstecken.



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Benutzerbild von Morti
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.04.2010
Beiträge: 170
Morti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.06.2011, 13:24

AW: Tragendes Kaninchen von der Gruppe trennen


Hi,
ich meine keinen bestimmten aktuellen Fall sondern einfach das Resume von nun mehreren Monaten Forenaktivität, dachte das wäre deutlich rüber gekommen,mach ich aber nochmal^^

Es betrifft KEINEN aktuellen Fall im speziellen, sondern einfach das ständig sich wiederholende der letzten Monate!

PS ich weiss nichtmal was du nun meinst Jinro,ich habe akut keine Lust alle deine Beiträge durchzusuchen um es rauszufinden




Benutzerbild von Jinro
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.02.2011
Beiträge: 18.446
Jinro wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 07.06.2011, 13:33

AW: Tragendes Kaninchen von der Gruppe trennen


Ich spreche ganz allgemein von dem von dir beschriebenen Szenario. Ein Kaninchen wird nicht ohne Rammler trächtig. Und in jedem Fall stellt der Rammler eine Bedrohung für den Nachwuchs dar.



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 28.05.2013
Beiträge: 40
Neelam befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Neelam eine Nachricht über Skype™ schicken
Geschrieben am 18.10.2013, 12:10

Zitat:
Zitat von Jinro Beitrag anzeigen
Der Partner ist in dem Fall ein unkastrierter Rammler. Und da dient die Trennung schlicht dem Schutz des Nachwuchs. Wobei auch kastrierte Rammler dazu neigen sich nicht sonderlich freundlich um Nachwuchs zu kümmern. Im Sinne des Nachwuchsschutzes ist es weniger problematisch die Zibbe vor der Geburt umzusetzen, als das Nest nach der Geburt.

.
Ist ja schon lange her das Thema, bin auch nur zufaellig bei der Suche nach meiner eigentlichen Frage druebergestolpert, komme aber absolut nicht drum herum, mich nachtraeglich mal einzumischen...

Ich habe eine Gruppe aus Kaninchen, die harmonisch zusammenlebt. Ehe unser Rammler kastriert wurde, haben wir einmal Nachwuchs zugelassen, weil so viele Leute mich nach Nachwuchs fragen. Diese sind nun 6 Wochen alt und gehen Ende November in ihre neuen Heime. Die Zibbe wurde nicht getrennt. ALLE in der Gruppe kuemmern sich INKLUSIVE dem Rammler hervorragend um die Kleinen. Ja, in Fakt, ich bin nach wie vor unsicher, ob 2 Kaninchendamen sich ein Nest teilen, denn ich sah beide unsere Maedchen eindeutig beim Saeugen. Es ist auch die, die ich nicht als Mutter annehme, da die Fellfarben recht eindeutig auf das andere Weibchen zurueckzufuehren sind, die dafuer sorgt, dass der Nachwuchs anfangs immer wieder in den sicheren Schutz des Nestes zurueck huschte, als sie anfingen fluegge zu werden. Der Vater ist eifrig dabei, seine Nachkommen zu pflegen, man sieht ihn oft wie die Entenmama verfolgt von ein oder zwei seiner Nachkoemmlinge und wenn die mal mit unserem deutschen Riesen Rammler spielen wollen, wird Daddy regelmaessig scheinbar eifersuechtig und scheucht den Grossen weg.

Ich habe, nach der Vergesellschaftung der Stammgruppe, nicht eine ernste Meinungsverschiedenheit erlebt und selbst die Rangordnung der Gruppe steht felsenfest und selten hat unsere Fluffy als das Alphaweibchen der Gruppe das Beduerfnis, das mal wieder klar zu stellen. Sie sind eine perfekte "Familie".

Ueberhaupt beobachte ich viele Dinge, die mich eine Gaensehaut bekommen lassen, wenn ich dann lese, wie Menschen ueber Kaninchenhaltung denken, weil diese Dinge so unglaublich an der Wahrheit vorbei sind.

Geburtenkontrolle bei Kaninchen ist ein MUSS, wenn man nicht zuechtet und zuechten im Sinne des Menschen ist fuer mich ohnehin schon wieder nicht im Sinne des Tierschutzes und Tierwohles. Nur, Kaninchen sind nicht wie die Kaninchen. Sie haben bestimmte Zeiten im Jahr, wo die Zibbe willig ist. Wir haben ein halbes Jahr gewartet, ehe unsere endlich willig wurde. Und sie ist auch nicht nochmal traechtig geworden, obwohl der kastrierte Bock nicht 6 Wochen in Quarantaene war, denn das erachtete ich fuer ihn als Alphamaennchen als nicht gewuenscht und Gefahr fuer die Ruhe in der Gruppe. Ich hoffe, seine Kastration wird sich nicht ebenso negativ auswirken. Ich habe lange ueberlegt es zu tun und stattdessen nicht eher die beiden Weibchen sterilisieren zu lassen, aber dabei ist ja das Risiko groesser.

So, das wollte ich einfach mal so los werden.

Ach so, unsere Gruppe lebt auf knapp 60 qm frei und hat verschiedene Haeuser aller Groessen und Arten als Shelter vorm Wetter.




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 18.10.2013, 13:03

Zitat:
Zitat von Neelam Beitrag anzeigen
Nur, Kaninchen sind nicht wie die Kaninchen. Sie haben bestimmte Zeiten im Jahr, wo die Zibbe willig ist. Wir haben ein halbes Jahr gewartet, ehe unsere endlich willig wurde.
Das ist eine sehr gefährliche Aussage, so allgemein wie du sie formulierst! Denn das trifft durchaus nicht auf alle Kaninchen zu. Richtig ist, dass Wildkaninchen im Winter keinen Nachwuchs bekommen. Das würde auch von der Natur her keinen Sinn machen. Aber der Mensch mit seiner Haltung greift an verschiedensten Punkten in den Jahresablauf des Kaninchens ein: durch energiereiches Futter auch im Winter, durch Wärmezufuhr, durch künstliches Licht. All das führt dazu, dass selbst Zibben in Außenhaltung möglicherweise zur Unzeit trächtig werden - mit der Folge dass der komplette Wurf erfriert!

Dass eure Zibbe erst nach einem halben Jahr trächtig wurde, kann außerdem auch andere Gründe haben. Dazu zählen das Alter und die Rasse, mögliche Probleme bei der Spermaqualität des Rammlers, und viele andere Möglichkeiten. Was du beobachtet hast, und was du daraus schließt, muss nicht unbedingt zusammenhängen.

Es gibt da ein nettes Beispiel was ich letztens gelesen habe: die Bewohner einer Südseeinsel bekamen per Luftfracht Carepakete. Hierfür war eine mobile Landebahn samt Landebefeuerung eingerichtet worden. Das ganze war nur für kurze Zeit der Fall, die Bewohner sahen aber die "großen Vögel" am Himmel. Also legten sie aus Holz eine provisorische Landebahn an, samt Befeuerung, um die Flugzeuge anzulocken! Sie hatten beobachtet, dass erst die Landebahn da war, und dann die Flugzeuge darauf landeten. Diese Beobachtung ist richtig. Sie schlossen allerdings daraus, dass man mit einer Landebahn Flugzeuge anlocken kann - wie wir alle wissen, ist diese Schlussfolgerung falsch.

Zitat:
Und sie ist auch nicht nochmal traechtig geworden, obwohl der kastrierte Bock nicht 6 Wochen in Quarantaene war, denn das erachtete ich fuer ihn als Alphamaennchen als nicht gewuenscht und Gefahr fuer die Ruhe in der Gruppe.
Auch hier wieder: Zufall? Schlechte Spermaqualität? Probleme bei der Häsin, aufzunehmen? Die möglichen Ursachen sind äußerst vielfältig, und es gibt jede Menge gegenteilige Beobachtungen, wo Häsinnen bereits bei sehr kurzem Zusammentreffen oder direkt nach einer Geburt aufgenommen haben.

Was die Ruhe in der Gruppe durch die Kastra-Quarantäne betrifft: deshalb wird ja normalerweise kastriert BEVOR ein Rammler in eine Gruppe integriert wird, bzw. bevor die Geschlechtsreife eintritt. So kann man die Verschiebung der Rangordnung vermeiden.

Zitat:
Ich hoffe, seine Kastration wird sich nicht ebenso negativ auswirken. Ich habe lange ueberlegt es zu tun und stattdessen nicht eher die beiden Weibchen sterilisieren zu lassen, aber dabei ist ja das Risiko groesser.
Was ist denn das jetzt für eine Schlussfolgerung, die dich zur Überlegung brachte die Häsinnen kastrieren zu lassen? Übrigens wird eine Sterilisation bei Kaninchen üblicherweise nicht durchgeführt. Wenn eine solche OP erfolgt, erfolgt sie im Normalfall als Ovariohysterektomie. Unruhe in der Gruppe hättest du dann genauso gehabt. Vielleicht sogar noch sehr viel mehr, denn du scheinst nicht zu wissen dass es bei Kaninchen neben der grundsätzlichen Rangordnung auch noch eine geschlechterinterne Rangordnung gibt.

Zitat:
Ach so, unsere Gruppe lebt auf knapp 60 qm frei und hat verschiedene Haeuser aller Groessen und Arten als Shelter vorm Wetter.
Diese wichtige Information hätte ganz vorne in deinen Beitrag gehört, statt sie fast schon versteckt hinterherzuschieben! Denn nur bei so großzügigem Platzangebot kann man davon ausgehen, dass die Häsin die Möglichkeit hat, sich eine Art eigenes Wurfrevier zu schaffen und selbst zu entscheiden wen sie dort hineinlässt, ohne dass die anderen Kaninchen dadurch in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt werden.




Benutzerbild von Selkie
Moderatorin
 
Registriert seit: 20.12.2009
Beiträge: 19.449
Selkie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.06.2011, 13:47

AW: Tragendes Kaninchen von der Gruppe trennen


wie ist es denn in der freien natur? ziehen sich denn trächtige weibchen dort nicht auch irgendwann zurück um ihren nachwuchs zu gebären und sich um diesen zu kümmern?
wenn ja, wie viel platz müsste man dann einer kaninchengruppe von sagen wie mal 4 kaninchen bieten, sodass sich das weibchen zurückziehen kann und ungestört von den anderen ist?



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Man kann nicht glücklich sein ohne manchmal auch unglücklich zu sein.

(Quelle: Oliver, Lauren: Delirium)




Benutzerbild von Jinro
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.02.2011
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Jinro wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 07.06.2011, 13:56

AW: Tragendes Kaninchen von der Gruppe trennen


Wildkaninchen bauen Setzhöhlen, abseits des Gemeinschaftsbaus. Die Entfernung kann variieren, kenne dafür keine Zahlen. Ein anderer Punkt, der dem nachwuchsschutz dient ist der Umstand, dass nur einmal am Tag gesäugt wird. Je weniger man auf den Nachwuchs aufmerksam macht, um so besser.



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Benutzerbild von Blume
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Blume befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.06.2011, 14:03

AW: Tragendes Kaninchen von der Gruppe trennen


Also vor viele Jahren hatten wir schonmal Kaninchen...haben das Mädel damals unwissend trächtig gekauft und ihren Partner auch nie von ihr getrennt und das ging ohne Problem und das obwohl die beiden sogar noch draußen in einem handelsüblichen Käfig gelebt haben und nur tagsüber Auslauf hatten...ich glaube auch nicht, dass es da schon so viele Foren und Informationsseiten gab Ich würde die Häsen jetzt auch bei dem Partner lassen...was natürlich mit der Erfahrung zusammen hängt, aber mit meinen 2 kastrierten Mädels wird es eh zu keinem Nachwuchs mehr kommen




Benutzerbild von hasis2011
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Registriert seit: 14.02.2011
Beiträge: 30.760
hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.06.2011, 18:36

AW: Tragendes Kaninchen von der Gruppe trennen


Ich stimme Morti voll und ganz zu!
Ist genug Platz vorhanden und die Gruppe harmonisch ist es nicht notwendig die Häsin von der Gruppe zu Trennen und würde ich ,aus von Morti genannten Gründen, nicht machen.
Ich habe meine trächtige Häsin (die schwarze in der Mitte) nicht von der Gruppe getrennt und es gab nie Probleme. Im Gegenteil, die anderen Kaninchen sind mit den Babys sehr liebevoll umgegangen.
Auf dem Foto (leider sehr unscharf) sieht man die Grossen und ganz links eins von 5 Babys, 15 Tage alt. Das war Babys erster Ausflug vom Nest


[url=http://www.abload.de/image.php?img=bild039hi7r.jpg][/url]




Benutzerbild von Jinro
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.02.2011
Beiträge: 18.446
Jinro wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 07.06.2011, 18:59

AW: Tragendes Kaninchen von der Gruppe trennen


Du bist doch diejenige, die ihre Kaninchen auf einem Bauernhof-ähnlichen Gelände mit 550m² hält und einem über 40m² Innengehege, oder? Entspricht nicht gerade dem typischen Kaninchenumfeld, den der Heimtierhalter so im Schnitt bietet.



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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 06.01.2011
Beiträge: 383
Moisi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.06.2011, 20:51

AW: Tragendes Kaninchen von der Gruppe trennen


Sorry aber ich sag jetzt mal ganz leise und vorsichtig etwas...
Ihr vergesst dass die Natur einfach ihren Lauf nehmen sollte...wenn die Häsin umgesetzt wird, Stress, Panik usw und sie könnte evt ihren Wurf töten oder vernachlässigen was ja auf´s selbe hinaus läuft.

Oder aber der Rammler tötet den Wurf bzw ist nicht grad freundlich zu den Zöglingen...aber GENAU DAS ist eben der lauf der Dinge.
Wer viel Platz hat, lässt die Mutter beim Rammler und wer nicht sollte vllt über Trennung nachdenken?!
Keine Ahnung...das ganze wird hier nun ewig diskutiert werden...denke ich

Am besten Nachwuchs vermeiden und alles ist gut...nur schade dass das nicht jeder weiß...




Benutzerbild von Jinro
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.02.2011
Beiträge: 18.446
Jinro wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 07.06.2011, 20:53

AW: Tragendes Kaninchen von der Gruppe trennen


Für Züchter kommt noch hinzu, dass sie fürs Veterinäramt (so sie als Kleinbetrieb der Kontrolle unterliegen) Hygienestandards nachweisen müssen. Sprich desinfizierbare Wurfstätten/Buchten.

Aber davon ab: Wilde Kaninchen vereinzeln sich aus Eigenantrieb. Sie bauen ja nen eigenen Wurfbau. Sie versuchen ihren Nachwuchs zu verstecken vor der Familie. Kaninchen sind Nesthocker, die kein Welpenschutzverhalten aufweisen. Das zusammengenommen verdeutlicht doch, dass es natürlich ist eine tragende Häsin zu vereinzeln. Harmonische Gruppe hin oder her.



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Benutzerbild von Blume
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.04.2011
Beiträge: 8.789
Blume befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.06.2011, 21:44

AW: Tragendes Kaninchen von der Gruppe trennen


Aber es ist doch was anderes wenn die Häsin selber entscheiden kann wo sie hin geht und wenn sie möchte auch imme rzur Gruppe kann wie wenn sie in EInzelhaft kommt? Ich denke einfach Babys sollte man sich auch nur Anschaffen, wenn man genug Platz hat...




Benny
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 18.10.2013, 12:57

Deine Erfahrung hat eindeutig mit deiner Haltung zu tun.
Sobald die Kaninchen in einem Gehege eingesperrt sind, sieht das aufgrund des mangelnden Platzangebotes und der "Langeweile" wieder ganz anders aus.




Ninchen
 
Registriert seit: 14.12.2014
Beiträge: 4
Hoppelbunnyflecki befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.12.2014, 00:56

Hallo morti


ich Stimme dir zu...haben jetz auch kleine Kaninchen...ich gestehe, es war ein Unfall aber wir freuen uns...der Papa ist kastriert worden...hat es aber vorher geschafft...😉

Naja, jetz sind die kleinen da...haben einen alten Bauernhof und im Stall ein, wie ich bisher fand großes Gehege...wenn ich das hier so lese muss ich dringend anbauen...

Naja, wir haben alle Tiere zusammen gelassen...ich muss auch sagen, sie verstehen sich weiterhin sehr gut...meine einzige Sorge betrifft unseren Kater...er schläft immer bei den Kaninchen im Gehege...er hat auch schon das Nest entdeckt...aber, mir ist aufgefallen, dass alle drei diesen sehr effizient abwehren...muss sagen, wir haben keine zwergkaninchen, sondern typische große Kaninchen, die ursprünglich für den Verzehr gezüchtet wurden...es gibt diese nur, da unser hoppel von mir ab ersten Tag mit der Flasche aufgezogen wurde...seine Mutter hat ihn nicht angenommen...

Naja, lange Rede, kurzer Sinn...bis jetz ist die Mutter sehr entspannt und deutlich ruhiger wie vorher...sie hat mich auch an das Nest gelassen...habe aber nur kurz geschaut, ob sie leben...weiß nich genau, wieviele es sind, will nich drin rumwühlen...
Auch die beiden kastrierten Böcke die im Gehege sind passen vorbildlich auf das Nest auf und legen sich an einem Zugang immer auf die Lauer, wenn unser Kater da ist...wurde erfolgreich verscheucht

Ich hätte nicht erwartet, dass sie sich alle so vertragen, wenn der Nachwuchs da ist...aber mir scheint, die haben der Mama sogar geholfen...einer der kastrierten hatte nach der Geburt Blut über der Nase...und die Häsin kuschelt jetz sogar mit ihm, das war vorher nicht der Fall..

Sieht schon klasse aus...man kommt in den Stall und alle drei gehen in "hab-acht-Stellung"




Moderatorin
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.925
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.12.2014, 11:46

Ich stimme Morti ebenfalls zu, immer vorausgesetzt, man hat genügend Platz, Rückzugsmöglichkeiten etc., und die Gruppe ist harmonisch.

Es wird immer mal wieder vorkommen, dass eine Häsin ihre Jungen tötet oder andere Kaninchen die Jungen angreifen, genauso wie es bei Menschen immer mal wieder Kindstötungen aus den unterschiedlichsten Motiven gibt: die Regel ist dies jedoch nicht.

Wenn genug Platz vorhanden ist, und damit meine ich schon deutlich mehr als 2 qm pro Tier, dann sind Rammler und andere Gruppenmitglieder Beruhigung und Unterstützung für die Häsin, und das Entfernen der Häsin nur unnötiger Stress.

Meine ersten Erfahrungen mit Kaninchenhaltung hatte ich vor knapp 30 Jahren, und da wurde weder bei uns, noch bei den Kaninchenhaltungen in der Nachbarschaft auch nur in Erwägung gezogen, die Häsin zu separieren, und trotzdem oder vielleicht gerade deshalb gab es bei der Jungtieraufzucht nie Probleme, selbst bei denen, die nur ein kleines Gehege hatten und/oder die Tiere nachts einsperrten.

Bei "Züchtern" in den typischen Buchtenhaltungen mag dies anders aussehen, dies liegt dann aber am fehlenden Platz und der nicht artgerechten Haltung, und nicht daran, dass Häsinnen, Rammler oder sonstige Gruppenmitglieder besonders aggressiv wären.

Im übrigen bringt auch ein Wildkaninchen seine Jungen zwar in einer eigenen Wurfhöhle zur Welt, nimmt diese dann aber, wenn sie ihr Nest verlassen, mit zur restlichen Kaninchengruppe. Die Wildkaninchen hätten wahrscheinlich kaum überlebt, wenn es dann ständig zu Angriffen gegen die Jungtiere kommen würde...

Eine ganz andere Sache ist, dass man einen UNKASTRIERTEN Rammler nicht bei der Häsin lassen sollte: dies weniger, weil er eine Gefahr für die Jungen darstellen würde, sondern vielmehr, weil es nicht alle vier Wochen neuen Nachwuchs geben sollte...



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