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Bacardi 16.10.2010 16:07

Probleme bei der Futterumstellung
 
Hallo!
Ich weiß, dieses Thema gab es schon tausend Mal, aber ich möchte auf keinen Fall etwas falsch machen und habe irgendwie Angst, dass meine Kaninchen irgendwann eine Mangelerscheinung haben...

Habe seit Donnerstag zwei Kaninchen aus dem Tierheim (sie kannten sich schon und sind dort geboren- beide 1/2 jahr alt)
Bella= Angorawidder= 1,5 kg
Bacardi= irgendein Mix = 2 kg
(haben bei mir ein 6qm Innengehege)

Da sie im Tierheim nur Trockenfutter und wenige Salatblätter bekommen haben, stelle ich sie derzeit um (morgens jeder einen EL Trockenfutter).
Bei Bella klappt es derzeit soweit gut, bei Barcardi überhaupt nicht.
Fenchel, Ruccula, Feldsalat, Sellerie und Petersilienwurzel, Chinakohl fressen Beide leider überhaupt nicht.
Wenn ich schon in den Raum komme, stürzen sie sich auf das Frischfutter, schnuppern daran, scharren ein wenig und hoppeln wieder weg. Lediglich Broccoli, Kohlrabiblätter, gaaaanz wenig Eisbergsalat und Petersilie essen sie. Doch dies bläht auf Dauer ja auch und kann nicht rund um die Uhr gegeben werden.

Was mache ich jetzt? Ich habe schon fast Panik, dass sie mir verhungern, obwohl immer hochwertiges Heu dort ist. Eigentlich heißt doch die Regel: pro kgKaninchen= 100 g Frischfutter. Soll ich den Napf doch mehrere Stunden radikal stehen lassen, bis sie es fressen? Aber wenn sie dann immer noch nichts fressen?
Bin voll besorgt -.-

Liebe Grüße

Tierarztgeplagt 16.10.2010 16:35

AW: Probleme bei der Futterumstellung
 
Zitat:

Was mache ich jetzt? Ich habe schon fast Panik, dass sie mir verhungern, obwohl immer hochwertiges Heu dort ist. Eigentlich heißt doch die Regel: pro kgKaninchen= 100 g Frischfutter. Soll ich den Napf doch mehrere Stunden radikal stehen lassen, bis sie es fressen? Aber wenn sie dann immer noch nichts fressen?
Bin voll besorgt -.-

Liebe Grüße
Wie lange lässt du das Futter denn im Moment stehen?

Bacardi 16.10.2010 16:57

AW: Probleme bei der Futterumstellung
 
Also normalerweise 2-3 Stunden. Dann mache ich mir Sorgen und versuche was anderes ... da stürzen sie sich wieder drauf, lassen es aber letztendlich liegen.

Tierarztgeplagt 16.10.2010 17:08

AW: Probleme bei der Futterumstellung
 
Lass das Futter ruhig über Nacht im Gehege stehen. Manchmal dauert es etwas, bis die Mäuse auf den Geschmack kommen.

Und solange sie Heu zur Verfügung haben, schadet es auch nicht, wenn sie mal 2-3 Stunden kein FriFu futtern ...

Bacardi 16.10.2010 17:11

AW: Probleme bei der Futterumstellung
 
Ah, super danke für deine Antwort. Nun bin ich erleichtert, ich dachte schon, ich mache etwas falsch. Aber ich habe soviel angeboten und sie haben kaum etwas gefressen davon.
Na ja, da muss ich wohl geduldig sein und einfach abwarten.

Und wenn der Napf bis morgen früh immer noch voll ist? Wahrscheinlich wieder etwas anderes ausprobieren, oder?

Tierarztgeplagt 16.10.2010 17:37

AW: Probleme bei der Futterumstellung
 
Biete die Futtermittel, die verschmäht werden ruhig immer wieder und auch über einen längeren Zeitraum an.

Kaninchen sind skeptische Esser. Futtermittel, die tagelang verschmäht werden, werden auf einmal geliebt.

Und deine beiden futtern ja schon ein wenig FriFu, d.h. du hast gute Chancen, dass sie auch bei den anderen Futtermitteln auf den Geschmack kommen.

Wie sieht es denn mit "stinknormalen" Möhren aus?

Schrappel 16.10.2010 17:47

AW: Probleme bei der Futterumstellung
 
Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. :D

Trifft sogar bedingt zu. Wie auch immer, ich habe gelesen, daß Kaninchen und Hasen in freier Natur erst immer ein bissel probieren und dann abwarten. Wenn es ihnen nach einer bestimmten Zeit dann immer noch gut geht, dann wird das unbekannte Futter als fressbar eingestuft und danach bedenkenlos gefuttert.

Klang für mich irgendwie logisch...und ich konnte es anfangs bei der Futterumstellung bei meinen auch ganz gut beobachten.

Stell Dir vor, Du bist zu Besuch auf einem anderen Planeten und die Außerirdischen sind nett und bieten Dir von ihrem Essen an...ich denke, wir alle hier würden ähnlich reagieren wie Deine Kaninchen. ;-)

Bacardi 16.10.2010 18:05

AW: Probleme bei der Futterumstellung
 
Hey,

also Möhren fressen sie schon ein wenig, aber das ist nicht genug. Ich kann ja nicht rund um die Uhr Broccoli und Kohlrabiblätter anbieten.

Also zusammengerechnet müssten die Beiden ja jeden Tag 350 g Frischfutter essen. Das kommt aber auf keinen Fall hin.

Also lasse ich dieses Futter, welches sie verschmähen, bis morgen früh im Napf und gebe morgen dann nochmal etwas anderes, was sie nicht futtern (Fenchel etc.)? Aber verhungern sie dann nicht bzw. bekommen Mangelerscheinungen, wenn sie nicht ausreichend Frischfutter bekommen? Sie haben dann ja eigentlich nur Trockenfutter- 2 EL- Heu und gaaaaaaaaaanz wenig Frischfutter bekommen.

Laury 16.10.2010 20:09

AW: Probleme bei der Futterumstellung
 
Wenn cih richtig denke, dann reduzierst du das TF, oder ? Und das essen sie aber auch noch ?
Solange sie was essen verhungern sie auch nicht. Und wie die anderen schon gesgat haben, mit der Zeit essen sie dann auch das verschmähte Futter.
Und vielleicht einfach mal kein Brokkoli anbieten sondern was, dass sie noch gar nicht hatten. Es gibt so viel Gemüse, versuche es einfach weiter und biete Fenchel zum Beispiel immer wieder an.
Natürlich gibt es auch Gemüse das sie einfach nicht mögen, aber das fressen sie dann in der Not auch :D

Bacardi 17.10.2010 09:54

AW: Probleme bei der Futterumstellung
 
Guten Morgen.

Ja, ich reduziere derzeit das Trockenfutter und das fressen sie auch :D Heute Morgen war der Futternapf leider immer noch nicht angehört, hatte einige winzige Stückchen Frischfutter angeboten (Fenchel, Knollensellerie, Petersilienwurzel und Chinakohl). Habe dann wie üblich 2 EL Trockenfutter gegeben und sie haben sich gleich draufgestürzt -.- Aber wenn ihr sagt, dass sie dann nicht verhungern ...

lolo 17.10.2010 13:36

AW: Probleme bei der Futterumstellung
 
Zitat:

Da sie im Tierheim nur Trockenfutter und wenige Salatblätter bekommen haben, stelle ich sie derzeit um (morgens jeder einen EL Trockenfutter).
Bei Bella klappt es derzeit soweit gut, bei Barcardi überhaupt nicht.
Fenchel, Ruccula, Feldsalat, Sellerie und Petersilienwurzel, Chinakohl fressen Beide leider überhaupt nicht.
Sieh es doch mal so: die beiden sind noch gar nicht lange bei dir und müssen sich erstmal an die neue Umgebung, den anderen Tagesablauf und die neuen Menschen gewöhnen... und dann kommt plötzlich auch noch anderes Futter, das sie vorher gar nicht kannten. Da ist es doch ganz normal, dass sie anfangs damit noch nicht viel anfangen können. Bei Ninchen hat es damals auch einige Tage gedauert, bis sie sich ans Frischfutter getraut hat. In den ersten Tagen bekam sie morgens und abends je einen Esslöffel Trockenfutter und hatte immer drei, vier verschiedene frische Sachen im Gehege liegen. Ich glaube sie kam damals auch an einem Donnerstag (20. August 2009) zu uns und hatte erst am Montag das erste Mal etwas Frisches gefressen.
Besonders beliebt waren bei ihr damals frische Wiesenkräuter, wie Löwenzahn oder Bärenklau. Auch Apfelzweige, -blätter und -laub eignen sich ganz gut für die Umstellung.

Zitat:

Lediglich Broccoli, Kohlrabiblätter, gaaaanz wenig Eisbergsalat und Petersilie essen sie. Doch dies bläht auf Dauer ja auch und kann nicht rund um die Uhr gegeben werden.
Doch, wenn du die Kaninchen daran gewöhnt hast, kannst du es ihnen ruhig auch in größeren Mengen geben. Wichtig ist immer die Abwechslung im Frisch- und Grünfutter, sodass die Kaninchen frei wählen können, was sie fressen wollen und nicht gezwungen werden, z.B. Heu zu nehmen. So vertragen die Kaninchen auch problemlos Kohl und andere oft als "ungeeignet" eingestufte Futtermittel.

Zitat:

Was mache ich jetzt? Ich habe schon fast Panik, dass sie mir verhungern, obwohl immer hochwertiges Heu dort ist. Eigentlich heißt doch die Regel: pro kgKaninchen= 100 g Frischfutter.
Meine Kaninchen haben rund um die Uhr Grünzeugs zur freien Verfügung. So kommt man nicht in die Situation, dass die Kaninchen sich bei der Fütterung auf das Futter stürzen und es einfach in sich hineinstopfen, was häufig eine Ursache von Verdauungsproblemen sein kann.
Jeweils morgens und abends fülle ich das Futter auf und werfe verdrecktes Futter weg. So ist immer bis zur nächsten Fütterung noch etwas übrig. Für zwei Kaninchen reicht pro Tag ungefähr eine Einkaufstüte voll Wildkräuter, beispielsweise mit ein paar Möhrchen und etwas Apfel. Im Winter dagegen gibt es weniger Wildpflanzen, aber dafür mehr Gemüse, vor allem "Abfälle" wie Kohlrabiblätter oder Möhrengrün. Heu, Stroh und Wasser sind auch immer vorhanden, werden aber kaum angerührt. Außerdem bekommen sie zusätzlich Zweige inkl. Blättern aus unserem Garten und anstatt dem Fertigfutter als Leckerchen verschiedene Sämereien (im Moment eine Vogelfuttermischung).

mausefusses 18.10.2010 13:45

AW: Probleme bei der Futterumstellung
 
Ich würde das Trockenfutter ganz absetzen, die Tiere sind noch recht jung, da kannst Du innerhalb weniger Tage das Trockenfutter absetzen.

Ich schließe mich lolo an.

Schau mal hier, da findest Du Ernährungstips und auch Tips zur Futterumstellung:
http://kaninchenwiese.de/


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