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Es freut mich, dass es deinem Kaninchen wieder besser geht. Eine Vergiftung mit Schierling kann ich mir nicht vorstellen. Schierling ist eine der giftigsten heimischen Pflanzen. Allein 0,5 bis 1 g bringen einen Erwachsenen um, geschweige den ein so kleines Tier, auch wenn Kaninchen besser mit Giften umgehen können, als wir. Zudem sind die von dir beschriebenen Symptome vollkommen untypisch. Ich kann mir vorstellen, dass es vorher schon eine Magenproblematik gab, die sich zufällig beim Genuss der Pflanze äußerte. Ich habe Schierling gepflückt, der Gestank ist so widerlich, wenn du nicht gerade den Geruchssinn verloren hast, nimmst du den freiwillig nicht mit. Kerbel wird häufig mit der Hundspetersilie verwechselt, da diese aber ähnliche Alkaloide besitzt, wären Vergiftungserscheinungen gleich dem Schierling. Das Gift beider Pflanzen geht auf das zentrale Nervensystem. Sumpfschachtelhalm und Kerbel kann man nicht verwechseln. Sie gehören weder zur gleichen Pflanzenfamilie noch haben sie ansatzweise die gleichen Blätter oder Blüte. |
Ich hätte von den Anzeichen nicht auf eine Vergiftung geschlossen. Gut, dass es ihr wieder besser geht! |
@Streicher: Bei Sumpfschachtelhalm bezog die TE sich auf eine Verwechslung mit Ackerschachtelhalm (bzw. andersherum). |
@RieseUndZwerg Ich habe mir die Pflanze nochmal angesehen.Dubhast Recht....Hundspetersilie. Ein rotbraunes Ende an unteren Stengel spricht fùr die Hundspetersilie. Auch ist die Hundspetersilie in ihrem Gift dem Schierling zwar ähnlich doch die Dosierung/Konzentration des Giftes ist anders. Schierling/ tödliche Dosis Rind 4kg frisches Grün und bei Hundspetersilie/tödliche Dosis Rind 15 kg frisches Grün. www.botanikus.de Giftstoffe, Wirkung und Symptome: Die Hundspetersilie enthält unter anderem das Alkaloid Aethusin, das mit dem im Schierling enthaltenen Coniin vergleichbar ist. Der Vergiftungsverlauf ist somit dem des Schierlings ähnlich. Es kommt zu Brennen im Mund und Rachen, zur Pupillenerweiterung und zu Sehstörungen. Der Patient muss sich erbrechen und leidet unter Durchfällen und Leibschmerzen. Bei starker Vergiftung trübt sich das Bewusstsein, es beginnt aufsteigende Lähmung, der Patient stirbt letztlich an Atemlähmung. Die ersten Vergiftungsanzeichen beginnen etwa eine Stunde nach Aufnahme des Giftes. Tiergiftig: Die Pflanze ist auch für Pferde, Rinder und Kühe, Schweine, Hunde und Katzen, Hasen, Kaninchen Meerschweinchen und für Vögel stark giftig. Die Symptome einer Vergiftung sind Speichelfluss, Unlust zum Fressen, Magen- und Darmbeschwerden, erst verlangsamter, dann erhöhter Puls, aufsteigende Lähmung bis zum Erreichen der Atmung, schließlich Tod durch Atemlähmung. Die tödliche Dosis für Rinder liegt bei 15 Kg des frischen Krauts. Quelle: www.botanikus.de @ dem der meinte die Symptome passen nicht, wenn ich dies hier lese passt es sehr gut zu Pepsis Symptomen. Reizung/Rötung der Nase uns Scharte, Ruhen, Rückzug,Kopf ablegen,Krämpfe,Durchfall, Schmerzen, eine Art Schluckauf oder Würgen, Fressunlust bis zur ersten Medikamentengabe (ca. 1h nach Vergiftung )Bis auf das ich ein vermehrtes Speicheln nicht beobachten konnte. Es schien dann ja eher eine leichte Vergiftung zu sein, oder zumindest nicht tödlich. Und Neun das Kaninchen hatte keine Magen-Darm-Probleme die schon zuvor bestanden. Ich habe die Möglichkeit meine Kaninchen sehr oft am Tag zu sehen und lese kleine Anzeichen von Unwohlsein. Ich behaupte meine Tiere gut zu kennen und einschätzen zu können. Wäre zuvor etwas gewesen hätte ich es gemerkt. Vielleicht schreibe ich noch einen eigenen Thread dazu. Ich denke es ist wichtig, dass Anfänger und noch nicht sehr kundige Pflanzensammler besonnen vorgehen. Müssen ja nicht alle den selben Fehler machen, wie ich. Nach 1 Woche war die Rötung weg und nun 2 Wochen sind auch die Atemgeräusche weg. Sie zeigt sich immer wieder als zähe kleine Maus. LG Anni |
Mich persönlich würde sehr interessieren, ob die Pflanze auch eine Kerbe im Blattstiel hatte. |
Bedarf an einem extra Thema sehe ich ehrlich gesagt nicht. Weiße Doldenblütler haben es einfach in sich. Das steht auch überall. Da würde ich mich auch nicht auf eine App oder so verlassen. |
Kerbe im Stiel @ Dangerschaf Ich hatte extra auf Deinen Tipp geachtet. Sie hatte eine Kerbe wie ein Giersch von oben nach unten. Insgesamt war er von oben nach unten der Länge nach gerillt. Hellgrün, keine Flecken! (hätte Wasserschierling auch nicht), das untere Stück ca 10-20 cm rotbraun. Bei der Abgabelung der "Zweige" war es lauchartig ähnlich wie beim großen Schierling. Ich denke es nochmal zu schreiben schadet nicht, denn in dem Thema Ochsenzunge liest es ja kaum einer. Und Anfängern wie mir die Gefahr nochmal zu verdeutlichen ist nicht verkehrt. Ich war schon bemüht, Wochen lang mit App, Kaninchen-Webseite und Pflanzenbestimmungsbuch, sowie Tipps unterwegs... Was soll dann einem noch weniger informierten Sammler gehen. Im Bereich Kinderbetreuung erlebe ich wie unbedarft Erzieher, Eltern und Kinder mit Giftpflanzen umgehen, wieso sollte das bei einigen Haltern anders sein? Insbesondere wird hier im Forum auch beschrieben, das die optimale und kundige Kaninchenhaltung immernoch gering ist. Es soll nur helfen, dem dem es nützt. Die anderen können es ja ignorieren. LG Anni |
Was du beschreibst, klingt eher nach Hauptstiel. Der ist (laut Literatur) bei der Hundspetersilie fein gerillt, beim beim Wiesenkerbel hohl und kantig gefurcht. Über die Blattstiele finde ich leider nichts. Bei "meinem" Kerbel sind die Blattstiele dreieckig im Querschnitt wie Giersch. Ich bilde mir ein das als eindeutige Unterscheidungsmerkmal auf irgendeiner Bestimmungsseite gelesen zu haben. Die habe ich aber nie wieder gefunden :o Ich kann ja später mal ein Foto machen. Falls jemand was dazu weiß, bitte gerne Bescheid sagen. |
Hi Anni, Zitat:
Ok, aber die Symptome, die du jetzt aufzählst, hattest du ursprünglich ja nicht genannt. In deiner ursprünglichen Symptombeschreibung fehlen wichtige ERkennungsmerkmale einer Vergiftung. Du schriebst: "Sie zog sich zurück, war teilnahmslos, wollte nicht fressen. Sie legte den Kopf ab. Sie hatte sichtlich Bauchschmerzen (Zähne knirschen, Rücken in Wellen durchdrücken). (...) jedoch nicht apathisch und kam wieder zum Fressen. Typische Anzeichen wie Lähmung, Ausfallerscheinungen, Speicheln, Blut im Stuhl,vermehrtes Urinieren, Futterverweigerung gab es nicht!" Insofern ist schon verständlich, wenn jemand in deiner Beschreibung nicht zwangsläufig Vergiftungssymptome sieht. GRüße S. |
Hast du vllt. die Möglichkeit, die Pflanze, die du im Verdacht hast, nochmal am selben Standort zu finden & fürs Forum zu fotografieren? S. |
Das ist mein Kerbel. Wird seit Jahren vor allem im Frühjahr in Massen gefressen. http://www.abload.de/img/7ak0d.jpg Der Fokus ist etwas verrutscht, aber man kann die Kerbe und den Querschnitt des Blattstiels gut erkennen. http://www.abload.de/img/a5jcw.jpg Das ist der Hauptstengel. So sehen auch die Stengel aus, die zu den Blüten führen. |
Hallo Solkinok, ich nahm Niemanden den Gedanken übel, das die Symptome anders gedeutet werden können, ich hatte zu Anfang selbst auch nicht gedacht, dass es eine Vergiftung sein könnte. Ich habe mich etwas angegriffen gefühlt, als ich den Vorwurf wahrgenommen habe, es hätte vorher schon eine Krankheit bestanden. Ich achte nämlich sehr auf den Zustand der Kaninchen und nehme Wesensveränderungen, Körperhaltung sehr gut wahr. Wahrschienlich war es nihct mal ein Vorwurf, manchmal hört man beim Lesen Betonungen, die es in einem Text eigentlich gar nicht zu hören gibt. Nocmal wegen der Symptome... ich hatte eine Internetseite gefunden, auf der Exakt das Verhalten/Verlauf des Kaninchens bei unterschiedlichen Giftpflanzen in leichter und schwerer Verlaufsform beschrieben war. Und ich kann sie nicht wieder finden. Zu schade denn dort wurde mir der "vermehrte Kotabsatz" (Es war wirklich ein Megahaufen) als Symptom genannt, mit anschlissendem Durchfall etc. Und ich hätte zu gern den Artikel nochmal gelesen. Aber nicht wieder zu finden. Ich weiss nicht wie man ein Zitat deutlich in einen Text bringt :-) deswegen so... Symptome erste Mitteilung: " Es blieb noch eine Reizung der Nasen-Schleimhaut zurück (Rötung der Hasenscharte/Geräusche bei Aufregung) " "Nach wenigen Minuten ging es ihr schlecht. Sie zog sich zurück, war teilnahmslos, wollte nicht fressen...... Sie legte den Kopf ab. Sie hatte sichtlich Bauchschmerzen (Zähne knirschen, Rücken in Wellen durchdrücken).... (zwar zurück gezogen) jedoch nicht apathisch und kam wieder zum Fressen." "Typische Anzeichen wie Lähmung, Ausfallerscheinungen, Speicheln, Blut im Stuhl,vermehrtes Urinieren, Futterverweigerung gab es nicht !" Symptome letzte Mitteilung: "Reizung/Rötung der Nase uns Scharte, Ruhen, Rückzug,Kopf ablegen,Krämpfe,Durchfall, Schmerzen, eine Art Schluckauf oder Würgen, Fressunlust bis zur ersten Medikamentengabe (ca. 1h nach Vergiftung )Bis auf das ich ein vermehrtes Speicheln nicht beobachten konnte." Also ich finde es ziemlich identisch, ausser das ich die Bauchkrämpfe oben nur beschrieben und nicht namentlich genannt habe. Aber in der Tat war ein Symptom dazu gekommen bei weiterer Reflektio der vergangenen Tage. Nämlich diese Würgen/Schluckauf (Wohlmöglich Übelkeit ohne sich Übergeben zu können oder doch vermehrter Speichel?) LG Anni |
Hallo Dangerschaf, vielen Dank für die Mühe, deine Fotos hier einzubringen. Das ist sehr hilfreich. Der Stengel sah aus wie deiner, hellgrün gerillt. Einen Querschnitt habe ich nicht gemacht, aber eine Kerbe von oben nach unten wahrgenommen, die wie beim Giersch ist. Viellicht auch eher eine Abflachung/Delle der Länge nach, als ein tiefe schmale Kerbe (in meinem Fall). Das das untere Stück rotbraun war habe ich erst nachträglich gesehen . @ Solkinok ich kann die Pflanze leider nicht mehr fotografieren, sie war auf einem Privatgrundstück (ich habe gefragt ob ich da pflücken darf) am Knick angrenzend und wurde von den Besitzern mittlerweile entfernt. Am Knick wachsen allerdings weitere so aussehende Pflanzen. Aber ob es die selben sind? Ich danke euch allen auf jeden Fall für Ideen, Gedanken und Austausch. LG Anni |
Wenn da noch weitere wachsen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um dieselben Pflanzen handelt. |
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