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Zufütterung von Trockenfutter ja/nein und Empfehlung Hallo zusammen, das Thema wurde früher schonmal "diskutiert" bzw. aufgegriffen, aber mittlerweile gibt es neue Hersteller und neue Tipps dazu etc. und die meisten Bilder, Links sind mittlerweile nicht mehr aktuell oder verfügbar. Wir haben vor 2 Monaten 6-Wochen alte Zwergkaninchen (Zwergwidder) bekommen. Sind jetzt also jetzt 4 Monate alt. Bisher haben wir sie mit Heu und frischem Obst, Gemüse, Gemüseblätter, Gras (Klee, sämtl. Gräser nach Liste der Verträglichkeit,) getr. Brennnesseln, 1 EL Haferflocken und Erbsenflocken je Woche und Zweigen/Blätter gefüttert. Alles super angenommen :) Sie haben aber bisher nicht wirklich zugenommen und haben gefühlt dauernd hunger :rofl: Jetzt habe ich überlegt ein wenig Trockenfutter 2-3x die Woche mit aufzunehmen. Macht das Sinn? Oder erst im Winter? Und wenn ja welche 1-2 Sorten/Hersteller wird empfohlen? Danke und liebe Grüße |
Nein, denn satt sollten Kaninchen eh nie sein. So viel Wiese (mehr Wildkräuter, Klee und Gräser reichen da nicht) wie möglich, ansonsten blättriges(!) Grünfutter (Küchenkräuter, Kohl, Bittersalate) ist ausreichend. Als Leckerchen geht super ein Stücken Apfel oder ähnliches, denn Obst sollte wirklich wenig gefüttert werden, genauso wie Knollengemüse. |
Wie viel haben sie denn in den 2 Monaten zugenommen? Hast du mal eine Sammel-Kotprobe abgegeben? Wenn jemand seine Jungtiere mit nur 6 Wochen Alter abgibt (und damit 4 Wochen zu früh), muss man leider damit rechnen dass derjenige nicht allzu viel Wert auf die Gesundheit der Tiere legt. |
War die Mama der beiden krank oder warum wurden sie mit sechs Wochen schon abgegeben? Normalerweise säugt die Häsin mindestens bis zur 10/12 Woche, tlw. bis zur 16. Woche. Von daher (was die Darmflora angeht, die war ja noch viele Wochen auf zusätzliche Milch eingestellt) auf keinen Fall irgendein Trockenfutter geben. Sind es gleich- oder gegengeschlechtliche Tiere? Falls Rammler dabei, wann wurde kastriert? Sind sie TA-mäßig gecheckt worden (inkl. Sammel-KP)? Wann wurden sie geimpft? |
Abgesehn davon, wann die Tiere abgegeben worden sind, mein Zwergwidder hat mit Trockenfutter zugenomen... Den rat, dass Trockenfutter wegzulassen hab ich von anderen Usern bei dem Thema: "Wamme"https://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/47925-wamme.html. Hatte seine Vorteile, sie sieht viel fitter aus! |
Auf die Abholung der Tiere gehe ich nicht ein. Es gibt Infos zu ab 5. Woche, dann wieder nein nicht vor der 10., dann wieder 6.-8. Woche... Sie haben auch nicht mehr bei der Mutter getrunken. Auch mit der Verdauung, Ausscheidungen der beiden ist alles bestens und normal :) Sind beides Rammler (Brüder), TA gecheckt, bereits geimpft und noch nicht kastriert. Vor ein paar Wochen wogen sie 1,1 kg. Vertragen bisher wie gesagt auch alles problemlos und auch Kohl haben sie schon bekommen. Werde mir aber wohl noch getrocknete Blüten/Kräuter zulegen. Hab in meinem Haushalt keine 10 versch. frische Kräuter oder 10 versch. frische Blätter/Blüten zur Hand und irgendwo pflücken kann man die auch nicht immer zwecks Spritzen etc. |
Vier Monate alt, zwei Rammler und unkastriert? Viel Spaß noch und ein gut gefülltes TA-Konto. |
Getrocknete Kräuter sind reine Kalziumbomben und fördern Blasen- und Nierenprobleme. Kaninchen sind Frischköstler, trockenes fressen sie nur in der Not. Deswegen frisch, frisch, frisch! Du brauchst auch keine 10 verschiedenen Dinge pro Tag. Im Winter wird hier Weißkohl gefressen, dazu mal Rucola oder Feldsalat, wenn möglich mal Kohlrabiblätter oder Möhrengrün. Hast du keine Waldränder, Parks oder Spielplätze in der Nähe? Da kann man meist gut pflücken. Kastrieren solltet ihr sie wirklich bald, 2 Rammler kämpfen durchaus bis auf den Tod und es wird schwer sie wieder zusammen zu bringen, wenn sie einmal angefangen haben zu kämpfen. Und bei gleichgeschlechtlichen Paaren gilt: Platz, mehr als die üblichen 6m² ;) Für's nächste Mal: 12 Wochen ist ein gutes Abgabealter, 6 Wochen ist viel, viel zu früh, da lernen sie noch jede Menge Sozialverhalten von der Mutter ;) |
Ich lese jetzt zwischen den Zeilen heraus, dass du bisher keine Kotprobe abgegeben hast? Falls das stimmt, solltest du das umgehend nachholen. Sollte es einen Befund geben, musst du außerdem die Impfungen wiederholen. Bei Kokzidien- oder Wurmbefall wird nämlich kein ausreichender Schutz aufgebaut. Ist die Kotprobe ohne Befund, sollte die Kastra zeitnah erfolgen, es wird allerhöchste Zeit. Besser wäre eine Frühkastration gewesen, aber der Zug ist ja nun leider abgefahren. Was wiegen die beiden denn jetzt? Und wie lange ist "vor ein paar Wochen" her? Das wäre schon wichtig zu wissen um beurteilen zu können, ob sie tatsächlich zu wenig zugenommen haben. Zum Trinken bei der Mutter: die Häsin lässt sich meist nicht beim Säugen beobachten, außer sie hat großes Vertrauen in "ihren" Menschen. Junge Kaninchen werden tatsächlich noch bis zur 12. Woche, in Ausnahmefällen auch noch länger, gesäugt. Dass sie bereits "futterfest" sind, also mit normalem Futter auch ohne Muttermilch überleben können, ändert nichts daran dass sie zusätzlich noch gesäugt werden. Sie nehmen dadurch nicht nur Nährstoffe, sondern auch wertvolle Antikörper auf die ihrem Immunsystem helfen. Und noch etwas extrem wichtiges nehmen sie auf: Darm Bakterien der Mutter, mit deren Hilfe sie ihre eigene Darmflora aufbauen. Außerdem erlernen sie Sozialverhalten. Wer behauptet, man könne Kaninchen schon mit 5 oder 6 Wochen von der Mutter trennen, der weiß entweder das alles nicht oder es ist ihm egal - zum Beispiel, weil die Häsin als gewinnbringende Gebärmaschine herhalten soll. Die Jungtiere sterben nicht daran (zumindest überleben mehr als die Hälfte), aber das ändert nichts daran, daß es nicht gut ist. |
Ok bzgl. den 6 Wochen haben wir den Abgebern halt vertraut. Sorry nächstes Mal dann anderst. Kotprobe habe wir noch keine abgegeben. Der TA hat uns auch beim 1. Check gar nicht danach gefragt... Werde das dann gleich mal nachholen. Aber warum ist diese eigentlich so wichtig wenn es keine Probleme gibt? :confused: Noch streiten sie lediglich ums essen das gerade einer aus dem Napf genommen hat ;) Bzgl. Kastrieren hat er gemeint das viele es sogar gar nicht machen. Er überlässt das uns. Werde mich dann mal bzgl. Termin schlau machen. Müssen sie nach der Kastration getrennt werden? Und noch sind die 2 sehr lieb zueinander, chillen nebeneinander und lecken sich ab. Der TA meinte übrigens auch: 90% der Nahrung sei Heu... Sie bekommen neben Obst/Gemüse/Zweige/Gras/Wiesengräser natürlich auch Kohl, Salat, Kohlrabi/Radieschen/Möhrenblätter. Auch Petersilie und Basilikum ist ab und zu dabei. Im Netz stehen nur so viele Kräuter und Blüten da hatte ich gedacht die sollten immer alle dabei sein... :) Auch Haselnusszweige und Rosen/Brombeerblätter stehen auf dem Speiseplan. Also denke unsere Ernährung der 2 ist nicht wirklich schlecht :) |
Die Kotprobe ist deshalb wichtig, weil es auch asymptomatische Infektionen gibt. Das heißt, du siehst dem Kot die Infektion nicht an, bis das Problem schon richtig groß ist. Ihr solltet die beiden gemeinsam kastrieren lassen und nach Möglichkeit gemeinsam aufwachen lassen aus der Narkose (und dann die beiden auch zusammen lassen). Das ist am besten für die Beziehung der beiden. Kastra ist ein Muss, je eher desto besser. Ihr sitzt nämlich auf einem Pulverfass ohne zu wissen, ob die Lunte schon brennt. Es kann gut gehen, jahrelang. Und urplötzlich knallt es, mit unter Umständen tödlichem Ausgang. Potente Rammler neigen nämlich dazu, ihren Kontrahenten die Hoden abbeißen zu wollen, und daran kann ein Rammler verbluten. Die Ernährung hört sich gar nicht schlecht an aber bitte Vorsicht mit Obst, das wirklich nur ein Leckerchen. |
Nein, 90% der Nahrung sollte nicht Heu sein, sondern Wiese bzw. Alternativ blättriges Frischfutter. Wie gesagt, Kaninchen sind Frischköstler und keine Wüstenbewohner. Sie nehmen über die Nahrung Flüssigkeit auf. Heu hat kaum noch Flüssigkeit dafür aber vergleichsweise viel Zucker. Ganz ehrlich, euer Tierarzt klingt nicht sonderlich Kaninchenerfahren. Ihr könnt Marinahexe eine pn mit eurer Plz schicken, sie hat eine Liste mit empfehlenswerten Tierärzten. Bei den bisherigen Aussagen: mit welchem Impfstoff wurden eure Tiere geimpft? Kennt ihr die Seite www.kaninchenwiese.de ? Die ist wirklich empfehlenswert. |
Das mit der Ernährung meinte ich auf das Frischfutter bezogen, da habe ich mich leider missverständlich ausgedrückt. 90 % Heu ist gar nicht gut, viel zu trocken und es fehlen etliche Vitamine durch lange Lagerung. Dazu der hohe Zuckergehalt den ja auch Honeymouse schon angesprochen hat. Ich schließe mich den Empfehlungen von Honeymouse absolut an, ich würde mich an eurer Stelle wirklich nach einem anderen Tierarzt umsehen. Angesichts der Aussagen sollten wir mal einen Blick auf die verwendeten Impfstoffe werfen, nicht dass der Schutz gegen RHD2 fehlt. Das wäre fatal. Und Kaninchenwiese.de ist wirklich klasse. |
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Ich ging bisher davon aus, dass ich im Winter die jetzt frisch gepflückte Wiese dann durch Heu ersetzen würde. Aber das was du sagst klingt ja sinnvoll. Also würde ich dann eher schauen, dass ich mehr grünes Gemüse aus'm Supermarkt besorge statt Heu zu nehmen? Wie sieht das mit gefrorenem Gemüse, zum Beispiel Brokkoli, aus? Wenn ich das auftaue und dann füttere, eignet sich das ggfls. auch als Winternahrung? |
Heu würde ich dennoch anbieten im Winter, aber auch da sollte das Hauptfutter Frischfutter sein. Kohl eignet sich super, dazu Bittersalate, Küchenkräuter und Gemüsegrün. Ab und an mal ein Stückchen Möhre, dann passt das im Winter. Gefrorenes Gemüse eignet sich hingegen nicht als Kaninchenfutter. |
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Die Kotprobe ist unheimlich wichtig, solche die Kaninchen mit 6 Wochen abgeben, achten auch nicht drauf das sie keine Kokzidien, Hefen oder Würmer haben. Das sollte direkt abgecheckt werden, Kokizidien kann Jungtieren gut zusetzen- Flöckchen war deshalb Untergewichtig. Und das ziemlich gut für ein deutschen Riesenbaby. Impfung hat der Tierarzt dann sicher auch nicht erwähnt? Gegen RHD/RHD2 und Myxomatose. Unheimlich wichtig! Nach der Kastration können die 2 Jungs eigentlich zusammen bleiben, wenn sie ja noch friedlich ist. |
Ich persönlich verzichte nicht ganz auf die Pellets-Zusatzfütterung. Meine Kaninchen haben einen eigenen Kräutergarten, zusätzlich werden viel Blätter, Löwenzahn usw. verfüttert. Gerade wenn meine Zibben tragend sind, oder frisch Mutter sind, brauche ich mehr Pellets. Ansonsten gibt es durch den Tag Kräuter, Gräser, Gemüse, Heu und etwas Früchte, über Nacht bekommen sie dann die Pellets. Meine Kaninchen stürzen sich am Anfang darauf, aber meist reicht eine kleine Portion über die ganze Nacht, denn sie haben ja noch anderes zu fressen. Meine 4 Kaninchen sind im Idealgewicht, die andern 2 sind 1x zu leicht und 1x zu schwer. Meine Kastraten sind in jungen Jahren oft etwas schwerer, dies normalisiert sich aber auch wieder. Der zu leichte Kastrat ist in tierärztlicher Behandlung, da er eine Immunschwäche hat. Deshalb ist er auch zu leicht. Also ich bin sehr zufrieden mit de Pellets als Zusatz. Liebe Grüsse aus der Schweiz:wink5: |
Pellets haben halt das Problem, dass sie von ihrer Struktur her nichts gutes mitbringen. Sie quellen auf im Magen, binden Flüssigkeit und vervielfältigen ihre Volumen. Das kann zu üblen bis tödlichen Magenüberladungen führen. Abgesehen davon sind die Inhaltsstoffe meist nur Industriemüll. Außerdem sind sie nicht für das Kaninchengebiss geeignet. Dieses ist auf das Zermahlen von Blättern ausgelegt. Pellets führen zu einer vertikalen Belastung der Zähne, die zu einer Überlastung und im schlimmsten Fall direkt zu einer Wurzelschädigung führen können. Da hilft es auch nicht, wenn sie parallel Blattzeug kriegen. Wenn erhöhter Energiebedarf gedeckt werden muss, gibt es weitaus bessere Möglichkeiten wie z.B. Haferflocken. |
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Von daher sind Deine Tipps noch nicht einmal interessant für jemanden der aus dem Tierschutz evtl. ein bereits tragendes Mädel aufgenommen hat. Und für diese wird hier schon immer „Cuni Complete“ empfohlen, das für Vermehrer aber meist zu teuer ist. Denn hier im Forum geht es um gesunde (!) und artgerechte Ernährung, was Vermehrer häufig (meistens?)außer acht lassen. „Züchterpellets“ gehören bestimmt nicht dazu! |
Ich habe sehr Freude an meiner kleinen Zucht, jedes Jahr habe ich einen Wurf. Ab 4 Jahren trägt bei mir keine Zibbe mehr. Das ist meine Liebhabersache, diese kleinen Lebewesen aufwachsen zu sehen. Meine Tiere scheinen glücklich zu sein. Sie dürfen unter schattenspendenden Tannen die Natur geniessen. In den 15 Jahren hatte noch kein Kaninchen ein Zahnproblem. Was ich viel schlimmer finde als ein paar Pellets, die Kaninchen 12 Jahre alt werden lassen, ohne ein Magen- oder Zahnproblem, ist, wenn man bei schlimmen Krankheiten noch lange am Kaninchen herumdoktern muss, obwohl man sieht, wie sehr das Tier leidet, und wenn es auch im seltenen Fall wieder gesund wird, hat es eine wahnsinnige Strapaze hinter sich. Aber hier geht es jetzt darum, dass diese 2 Rammler zunehmen müssen, denen muss man helfen, denn jetzt leiden sie (hoffentlich) noch nicht. Mein kleiner hat auf jedenfall schon wieder etwas zugenommen, ist jedoch noch nicht auf seinem Idealgewicht. Ihr müsst keine Pellets verfüttern wenn Ihr nicht wollt, aber ich teile gerne meine guten Erfahrungen mit. |
Das Ding ist, dass viele dieses hobbygezüchte nicht sonderlich gutheißen :o Das ist hier ein Liebhaberforum, keines für die Zucht. Wobei meines Wissens verantwortungsvolle und informierte Züchter mit artgerechter Haltung hier auch willkommen sind :) Meiner Meinung nach auch völlig gerechtfertigt, da es dabei echt zu schwerwiegenden genetischen Defekten kommen kann. Ich möchte dir, ohne dich zu kennen, nicht unterstellen, dass du dich nicht mit Genetik auskennst, aber diese Kenntnisse sind Grundlagen für eine verantwortungsvolle Zucht. Man muss weiträumig die Herkunft/Stammbäume seiner Tiere kennen, um gewisse Risiken ausschließen zu können. Außerdem gibt es auf dieser Welt schon so viele Kaninchen, die kein (gutes) Zuhause haben. Da noch extra welche zu züchten finde ich alles andere als gut. Letztendlich kann man sich nämlich nicht sicher sein, wohin die übrigen Kaninchenjungtiere kommen, in welchen Verhältnissen sie leben werden und für wie lange. Dass keines deiner Tiere jemals Zahnprobleme hatte ist natürlich sehr schön, in meinen Augen aber auch irgendwo Zufall. Mein Opa „züchtet“ (bzw vermehrt) seit Jahren Kaninchen für den eigenen Verzehr. Auch wenn er darauf achtet, welche er miteinander verpaart und seine Althasen augenscheinlich alle gesund sind, hatte er dieses Jahr einige dabei, die schon im jungen Alter massive Zahnfehlstellungen hatten und dann... naja schon etwas eher auf dem Teller gelandet sind :o :( Ich glaube das Terry und Dangerschaf dir noch mitteilen wollten ist, dass es einfach gesündere Alternativen als Pellets für die Ninchen gibt, die auch zum Ziel führen und das Kaninchen zum Zunehmen bewegen. |
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Aber die falsche Kaubewegung ist nicht nur problematisch für den Zahnabrieb, sie fördert auch Kiefergelenksarthrosen (die nicht besonders leicht zu erkennen sind und so zu "unerklärlicher" Gewichtsabnahme führen können). Darüber hinaus sind die klein gemahlenen Ausgangsprodukte von Pellets ein Problem für die Darmflora. Es herrscht dort - insbesondere im Blinddarm - ein Übermaß an kleinsten Partikeln mit zu kurzer Verweildauer. Wertvolle Teile der Darmflora verhungern geradezu. Futtermittel, die selbst gekaut werden ohne weiter durch Flüssigkeitskontakt zerlegt zu werden, haben unterschiedliche Partikelgrößen und können so die gesamte Darmflora ernähren. Gleiches gilt für Extrudate, die aus unterschiedlich großen Partikeln bestehen. Auf die Gefahr einer Magenüberladung wurde ja bereits hinreichend eingegangen. Die Kalorienzufuhr kann man auch ohne Pellets problemlos sicherstellen, auch bei trächtigen oder laktierenden Häsinnen. Sonst wären die Kaninchen wohl sehr schnell ausgestorben ;) |
@Topsy: Dann würde ich Dir auch dringendst Anraten, Dich mal bei Kaninchenwiese einzulesen. Gerade betreffend Zähne&Trockenfutter, Empfehlung über das Verständnis von Genetik etc. . Würdest Du Dich mit harten Fakten/Statistiken beschäftigen, dann hättest Du eine andere Einstellung. @Minimannfrau Zu den diversen Themen kannst Du Dch bei Kaninchenwiese.de genauestens einlesen. Wie bereits geschrieben wurde, ist die Chance v.a. für Kokzidienbefall recht hoch, wenn sie viel zu früh abgegeben wurden und wenig zunehmen/wachsen. Im besseren Fall entsteht dadurch ein Entwicklungsrückstand. Im schlimmsten Fall führt es ohne Vorzeichen zum Tod eins Jungtieres. Werden Kaninchen zu früh abgegeben, dann werden sie nicht durch ein erwachsenes Tier sozialisiert. Das macht sich dann bei Gleichgeschlechtlichen (kaum bei Paaren) irgendwann während der Pubertät bemerkbar. Sind es dazu noch Spätkastrate, dann wird es um Vielfaches schwieriger. Mit 4 Monaten fängt die Pubertät erst an, da wird man eher noch nicht viel bemerken. Ab ca. 6-7 Monaten gibt es bereits bei der Mehrheit der Unkastrierten Rammler Unverträglichkeiten. Die Situation kann sich schlagartig ändern. Extreme Ausnahmen gibt's zwar mal, aber davon ist aus Tierschutzgründen dringend abzuraten, da das jederzeit eskalieren kann. Du solltest Deine Rammler daher so schnell wie möglich kastrieren lassen, damit es nicht zu spät ist. Leider wird es aber trotz Kastration keine 100% Gewähr geben, dass sie sich langfristig verstehen werden. Das muss man einfach mal abwarten. https://www.kaninchenwiese.de/soziales/wer-passt-zusammen/ |
Hi zusammen, also wir haben nun einen Termin zum Vorgespräch bzgl. Kastration bei einem anderen TA vereinbart. Der erste wurde uns von einer Bekannten genannt und wir kannten bisher einfach keine anderen in der Gegend. Dieses Mal habe ich mir vorher die Website angeschaut und ein sehr gutes Gefühl. Es ist eine Kleintierpraxis mit 4 versch. Ärzten die für versch. Bereiche spezialisiert sind :) Noch Verhalten die 2 sich echt süß miteinander, aber habe verstanden, dass dies von heut auf morgen anderst sein kann. Also wird die OP schnell nach dem Termin stattfinden. Auch eine Kotprobe geben wir dann dort ab. Denke auch mit der Fütterung machen wir eig. alles soweit richtig und lassen die Pellets weg. Erbsenflocken und Haferflocken gibt es nur 1-2 Mal die Woche und nur nen EL voll. Obst werden wir bisschen einschränken und neben dem bisherigen mehr nach Gemüsegrün, Kräuter und versch. Salaten schauen. Bei Kaninchenwiese habe ich viel gelesen und uns eine Futterliste zu allen Bereichen ausgedruckt und auch was nicht gegeben werden darf ;) Werd euch nach dem Termin kurz berichten was Sache ist. ;) |
Hallo, Also meine Kaninchen genauso wie mein Zwerghamster lieben aus irgendeinem Grund Trockenfutter extrem. Das ist glaub ich von Tier zu Tier unterschiedlich. Ich denke mal dass du jederzeit eine gewisse Portion Trockenfutter dazu geben kannst, zum Beispiel Erbsenflocken. Habe hier einen interessanten Artikel gefunden, wo die verschiedenen Bestandteile der Kaninchen Ernährung genau erklärt sind: link entfernt. Werbung bitte unterlassen. Denke aber mal dass eine ausgewogene Ernährung wie bei uns Menschen immer am wichtigsten ist. Kaninchen brauchen auch nicht überfüttert werden. |
Einen Hamster mit einem Kaninchen zu vergleichen, ist wie Jacke und Hose zu vergleichen. Dein Hamster braucht Körner und Samen, also Trockenfutter. Für ein Kaninchen ist es wiederum schädlich, da der Kiefer nicht darauf ausgelegt ist, Trockenfutter zu zerkleinern. Auch Erbsenfkocken fördern unnatürliche Ksubewegungenb und können schaden. Also nein, Kaninchen brauchen, anders als Hamster, kein Trockenfutter und sollten es auch nicht bekommen. Und Kaninchen kann man mit Wiese und Frischfutter nicht überfüttern und sollten blättriges (!) Frischfutter 24h am Tag zur Verfügung haben. |
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Es gibt gute Seiten ohne einen solchen kommerziellen Hintergrund, wie kaninchenwiese.de. Wer es wissenschaftlicher mag, kommt bei kaninchen-wuerden-wiese-kaufen.de auf seine Kosten. Wie schlecht die Seite ist, merkt man schon daran dass für Jungkaninchen Möhren und Fenchel als ideales erstes Frischfutter angepriesen werden. Richtig wäre Wiese. Zitat:
Dass man sie nicht mit Knollengemüse, Wurzelgemüse, Obst, Getreide oder anderen stark stärke- oder zuckerhaltigen Dingen vollstopfen darf, ist richtig. Aber Wiese, alternativ Bittersalate und/oder Kohl und gutes Heu müssen selbstverständlich IMMER zur Verfügung stehen! Ansonsten riskiert man potenziell tödliche Verdauungsstörungen. |
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Da hat mich meine Erinnerung doch nicht im Stich gelassen, du hast schon einmal so fragwürdige "Tipps" gepostet und ein Mod hat einen Link aus deinem Beitrag entfernen müssen: Zitat:
Edit: Die Seite kommt mir äußerst bekannt vor, nachdem ich dort den Bereich Außenställe mal angeschaut habe... Die Mods können, soweit ich weiß, alle Änderungen an Posts sehen, also wahrscheinlich auch den entfernten Link. Sollte das wirklich die Seite sein, die schon einmal entfernt wurde, wäre das wirklich mehr als dreist! |
Ich hab's auch schon gemeldet, mit der selben Erinnerung ;) |
Hallo Leute Wenn man den ersten Eintrag liest, wo jemand um Rat und Hilfe bittet und dann so über die verschiedenen Antworten gleitet, muss ich sagen, es wird hier mehr genörgelt und kritisiert, anstatt eine sachliche, problembezogene Antwort zu äussern. Es geht hier nicht nur um mich, sondern auch um andere. Es wird geurteilt, obwohl man nur einen Bruchteil kennt und jeder weiss es besser, ja das ist menschlich. Und wo wir schon bei menschlich sind, die TA, die Buchautore, die Züchter, die Tierschützer... ja das alles sind auch Menschen, die Ihren Beruf sicher gut verstehen, aber auch die machen Fehler und haben nicht immer Recht. Natürlich habe ich Kaninchenbücher gelesen, auf Kaninchenwiese eingelesen usw. Aber ich verlasse mich nie 100% auf so einen Text. Wie oft wurde das Gesundheits-Ideal in den letzten Jahren schon geändert, weil irgendwelche Wissenschaftler immer noch etwas besseres herausfinden wollen. Deshalb braucht es da noch einen gesunden Menschenverstand. Habt Ihr schon gesehen wie meine Kaninchen die Pellets fressen? Wisst Ihr was in meinen Pellets drin ist? Und Ihr wisst wohl auch woher meine Kaninchen stammen? Und wie ihre Genetik ist, wisst Ihr auch! Toll, Ihr seid ja richtige Hellseher. Dummerweise sind meine Kaninchen trotz dieser Pelletszufütterung und trotz dieser furchtbaren Genetik so furchtbar alt geworden, und dies erst noch fast ohne Tierarztbesuche!!!! - wie schade!!! Nein jetzt mal im Ernst! Dieses Forum ist doch zum Helfen da, nicht zum nörgeln. Und zum Teilen von eigenen Erfahrungen. Hauptsache den Kaninchen geht es gut, und sie haben ein schönes, gesundes Leben. |
Prinzipiell stimme ich ja zu, dass oft schon genörgelt wird, weil viele hier einfach alteingesessene sind, viele Jahrzehnte teilweise Erfahrung haben und sie sehen hier einfach tagtäglich Menschen die es auch gar nicht besser machen wollen. Diese Leute hier lieben Kaninchen. Es ist ihnen hier unheimlich wichtig wie es den KANINCHEN geht und das schätze ich hier. Manchmal will man Dinge nicht hören, man denkt "Ist doch nichts passiert" als man dies und das getan hat. Ändert aber häufig nichts an den Umständen warum es einem Kaninchen nicht gut geht. Pellets. Ein Thema das minimal sein sollte, aber immer riesig aufgeschlagen wird. Ich habe eine klare Meinung dazu gebildet aufgrund der Erfahrung mit Flöckchen. Nein. Weder Pellets noch Cunis kommen mir ins Gehege. Ich habe in Flöckchen seinem Bauch, er war auch unterernährt zu dem Zeitpunkt dank Kokizidien, Pellets GESPÜRT. Im Bauch. Einzelne geschwollene Pellets. Daraufhin hab ich sie, schon vor diesem Forum, entfernt. Restlos. Ich war schockiert und verängstigt. Ich gestehe es gibt Pellets die nicht quellen. Die Züchterin wo ich Aviv herhabe, hat diese benutzt und ich hab es zuhause getestet mit einem Quelltest. Nicht gequellt. Auch nicht nach 10min. Einfach zerfallen. Tolle Sache müsste man meinen. Füttern wir das doch einfach mal drauf los. Und dann schauen wir uns ein Kaninchen Gebiss mal an. Kaninchen mahlen ihre Mahlzeiten. Das eine. Du sagst wir wissen das nicht, nehmen wir mal an sie Mahlen TATSÄCHLICH die Pellets die du gibst. Wie lange? Der Zahnabrieb von Kaninchen sollte pro Futtermahlzeit mindestens 3 bis 4 Minuten mümmeln. Wie viele Pellets steckt man rein, dass es wirklich so viel mümmelt. Wiese mümmeln sie übrigens bis zu 9-12 min.,dass heißt ein 9-12 minutiger Abrieb entsteht. Unmöglich durch Pellets zu erreichen. Sie fressen bis zu 80 kleine Mahlzeiten am Tag. Das heißt optimal wäre mindestens 3x80 min mümmeln, würde ich mal grob ausrechnen. Denn der Zahnabrieb entsteht übrigens nicht durch das Nahrungsmittel, sondern durch die Zähne die aneinander reiben hauptsächlich. Natürlich hilft bei Wiese die Erde zusätzlich beim Zahnabrieb (Silizium ist darin enthalten umd und hart genug die Zähne mitzuschleifen). Das heißt selbst wenn die Pellets den Magen nicht kaputt machen, sind sie ungeeignet für das sensible, auf blättrige Nahrungsmittel geschulte Gebiss eines Kaninchen. Normalerweise bin ich ruhig beim Pelletthema, aber es stört mich wenn man Pellets in den Schutz nimmt. Kann gut sein das du Glück hattest und es wirklich keine Probleme gab, kann gut sein das deine Kaninchen es super versteckt haben und eigentlich Zahnweh hatten. Und von Genetik reden wir gar nicht erst, denn die ist wirklich sehr kompliziert von Kaninchen und ich hab da von der Züchterin damals sehr viele Infos bekommen worauf man achten muss und man nicht machen sollte. Zum Beispiel die Scheckenverpaarung aufgrund Megacolonkaninchen. Ein Leihe kann das nicht einfach so. Genetik ist kein Spielplatz wo ich einfach sage "Boah der weiße ist aber hübsch und der kleine ist so klein und süß, verpaaren wir sie!", sondern es gibt extrem viele Kriterien wann welches Kaninchen und wie lange zur Zucht geeignet ist. Wenn wir mal außen vor lassen wie viele Kaninchen es schon gibt. Ich freu mich wirklich, dass es bei dir alles gut gelaufen ist, aber das ist leider ganz und gar nicht die Norm. Und dadurch auch nicht sehr hilfreich für irgendwen der hier still mitliest oder neu im Gebiet Kaninchen ist. Fakt ist, Kaninchen brauchen keine Pellets. Übrigens sind Kaninchen FRISCHKÖSTLER. Oder hat hier jemand schon mal Pellets auf einen Baum wachsen sehen? Ich noch nicht. In freier Natur gibt es nur frisches, veganes Futter. Wiese, Kräuter, Äste, Wurzeln, ja manchmal klauen sie auch vom Feld den Weizen, aber in geringen Mengen und nicht dauernd. Ihr Körper besteht zu 60% aus Wasser und sie benötigen jede Menge Wasser zusätzlich. Das schaffen sie mit bloßen Wasserschüsseln nicht. Wenn sie übrigens nicht genug Frischfutter bekommen, dadurch nicht genug Wasser aufnehmen, steigt die Gefahr auf Nierenprobleme, Blasengries und Blasensteine extrem an. Meine Tierärztin sagte mir als sie Flöckchen seine 100% Frischfutterblase sah, dass sie LEIDER noch nie so eine saubere Kaninchenblase gesehen hat und sie wunderschön ist (Ärzte mögen das eben). Und die Lebensdauer sollte man doch bestmöglich erhöhen. Gebe meinem Hund doch auch Futter wo ich auf die Nährstoffe schaue, welches Fleisch drinnen ist ect. Ich finde das ist wie bewusstes Essen für den Mensch. Nur das man das beim Tier macht. Liebe Grüße von jemanden der noch daran arbeitet die Weisheit mit Löffeln gefuttert zu haben im Bereich Kaninchen :) Edit: entschuldigt für den langen Text seh ich grade xD Kann übrigens auch sein das die 3-4min mindestens zu wenig sind. |
@ Flöckchen Ich danke dir, dass du noch "mit normalem Ton"antwortest. Wahrscheinlich hast du mein anderer Beitrag nicht gelesen, bei dem ich geschrieben habe, dass sie hauptsächlich Frischfutter und Heu bekommen, dann am Abend die Pellets. Hätte eines meiner Kaninchen Schmerzen in den Zähnen, so hätte es immer noch andere Nahrungsmittel zur Verfügung gehabt als die Pellets, welche sie aber immer gefressen haben. Übrigens meine Pellets verringern das Ausbrechen von Kokzidienbefall. Und wegen der Zucht, habe ich die Vorsteherin des Zuchtverbandes an meiner Seite. Ich habe auch schon Not-Kaninchen aufgenommen. Es war eine intensive Zeit mit ihm und als Problemfall wollte ich ihn nicht weitervermitteln. Ein Jahr habe ich gebraucht, bis ich ihn mit gutem Gewissen weitergeben konnte. Bei der eigenen Zucht weiss ich was ich habe. Da wird nicht gebissen, geknurrt, gekratzt, sondern man ist lieb, zahm und nicht geschädigt (d. fehlerhafte Haltung). Die zukünftigen Besitzer schätzen dies sehr. |
Nein hab tatsächlich nicht, ich hab nur die E-Mail für diese Antwort bekommen und war schockiert, dass wenn das wer unerfahrenes liest, derjenige leider zum schluss kommen könnte Pellets sind toll und Genetik ist leicht. Leider schmecken die meisten Pellets, weil da viele Zusatzstoffe enthalten sind und sie auch häufig mit Nährstoffen zugebombt werden. Eine überversorgung ist dadurch leicht zu erreichen. Cuni Complete werden hier als gut empfunden, sie haben auch eine bessere zusammensetzung, aber aus eigener Erfahrung bin ich zu sehr getriggert von Trockenfutter in egal welcher Pelletform. Muss dazu sagen, Flöckchen bekam nicht mal stinknormales Heu wo ich ihn herhabe. Die trächtige Mutter eine Portion Stroh fürs Nest- wie nett.... Aviv seine Züchterin macht zwischendurch eine Kokzidienkur. Auf Wunsch kann das Kaninchen, wie Aviv, sie mitmachen. Hab aber, aufgrund mangels Vertrauen in Menschen, trotzdem eine Kotprobe abgeben. War aber Kokizidienfrei. Immerhin musste ich sie nicht bezahlen, da war ich skeptisch :) Wobei es auch Kräuter gibt zum vorbeugen von Kokizidien oder Würmern und Hefen können leider dirch jegliches Trockenfutter gefördert werden, sogar durch frisch Futter wie Knollen. Natürlich heißt es nicht, dass wenn jemand Pellets füttert, er seine Tiere nicht liebt. Deshalb finde ich es wichtig die Leute darüber in Kenntnis zu setzen, manche stellen ihren Kaninchen die Cunis dauerhaft hin und die Kaninchen schlingen kein einziges mal die runter. Aber wie gesagt, ich sehe einfach so viele Probleme durch dieses Futter verursacht, dass der Name oder ob Pellet, Extrudate, Cunis oder von mir aus in Herzform zusammengepresstes Superfutter, dass ich es kritisch und gefährlich sehe, dass gerade auf jahrelange Sicht zu füttern. Aviv hat davon bisschen genascht, kaum zu verhindern wenn die Mutter es bekommt. Und es war schon ein sehr ungutes Gefühl. Je mehr fachliches Wissen man dazu liest über Kaninchen, desto unheimlicher wird das ganze. In ner Zucht ist es schwer darauf zu verzichten, man muss ja eine gewisse Bande 'satt' bzw 24/7 füttern können. Dennoch würde ich vielleicht überlegen auf mehr Frischfutter zu setzen, wenn es möglich ist. Ja, da wird ja selektiert sozusagen. Flöckchen war ein jeder dürfte Mal ran Kandidat und ich hab Glück, dass er so ein liebenswürdiger Kuschelkandidat geworden ist. Vermutlich hat das viel mit der Zeit zu tun die ich mit ihm verbracht habe. Denn sein Vater war übrigens, durch die enge Zwergkaninchenbucht, ein sehr aggressiver Zeitgenosse. Nicht mal der wo sie zum schlachten vermehrt, fässt da unnötig rein.... Ziemlich traurig und schockierend... In Krankheitsfällen werden auch mal zermantsche Cunis empfohlen sogar. Auch zum päppeln sollen sie geeignet sein. Dennoch schaue ich mich auch da nach anderem um, Critical Care soll auch nicht das Gelbe vom Ei sein. Ich versuche es einfach so natürlich wie möglich zu halten, da Kaninchen ja eben so empfindlich sind und Pellets so ein großes Nein bei mir schreit. Man kann ja sowieso keinen Zwingen die Ansichten zu teilen. Man kann versuchen sein fachliches Wissen zu nutzen, hab tatsächlich mich in letzter Zeit sehr intensiv mit dem Kaninchengebiss, Frischfutterernährung und Gewicht beschäftigt, und hoffen das es wem nützt oder anregt etwas anders zu machen. Gebe auch ungefragt im Kölle meinen Senf ab, wenn ich Käfigempfehlungen sehe oder Pellets von "....." sind soo toll und dann schaut man die Zusammensetzung an- ja da kann ich meinem Kaninchen gleich die Zähne ziehen. Es gibt schon grausam schlechte Zusammensetzungen, da wird mir beim Lesen schon übel. Würde ich nicht mal meinem ärgsten Feind zum essen geben. Edit: Dennoch muss ich anmerken, dass ich auch den harschen Ton hier schätze zwischendurch xD Einfach weil ich so immer eine deutliche Reaktion zu einem Thema sehe. Wie wichtig ein Thema ist, erkennt man hier am Ton sehr schnell und daran wie eindringlich es thematisiert und erwähnt wird! Natürlich trifft es jemanden mit anderer Meinung hart, gerade bei vermeidbaren Sachen wie Pelletfütterung. Salatfütterung ist zum Beispiel nicht perfekt, wird aber geschätzt und angenommen, auch Tipps gegeben, da es wichtiges blättriges Frischfutter ist und einen guten Ersatz bietet. Pellets ist einfach ein, auch zu Recht, negatives Thema in einem Liebhaberforum. Die Leute hier wollen ihre Kaninchen möglichst lange behalten, am besten 12 Jahre. Mindestens. Mehr ist ja besser. |
Auch Kaninchen mit Zahnproblemen fressen lange Zeit ganz normal weiter, es ist ihr Instinkt. So lange wie möglich überdecken, dass was nicht stimmt. Und Pellets mit Kokzidienkur bringen auch nicht sonderlich viel außer Resistenzen - es wurden schon mehr als ein Tier von sogenannten Züchtern gerettet, wonsie ebenfalls solche Pellets bekamen. Und? Kokzidien ohne Ende. Lässt du deine Tiere jährlich röntgen, um auch did Zahnwurzeln beurteilen zu können? Denn die sind die, die zuerst Probleme bereiten und mit dem bloßen Auge kann man sie nicht sehen und beurteilen. Du kannst gerne weiter deine Pelletws füttern, wenn du meinst, dass sie gut sind, aber wir werden solche für Anfänger fatalen Tipps sicher nicht unkommentiert stehen lasswn. |
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Würde man das nicht tun, wären wir heute noch überzeugt, die Erde sei eine Scheibe und Darwins Evolutionstheorie eine Einflüsterung des Teufels :hand: Zitat:
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Da mein Vater Zahnarzt war, ist das Thema Zähne für mich etwas vertrautes. Ich selbst bin Knirscherin, habe deshalb eine Schiene. Ich weiß, welche unglaublich hohen Kräfte bei kräftigem Zubeißen auf die Zähne wirken. Beim Menschen sind das Tonnen, beim Kaninchen sicherlich weniger - aber sie haben die zarteren Kiefergelenke als der Mensch. Für beide gilt: so harte Dinge wie Pellets zu zerbeißen, belastet Zähne (und damit nicht nur den sichtbaren Zahn, sondern vor allem auch die Zahnwurzel! Ich habe nicht umsonst Schmerzen im Bereich der Backenzahnwurzeln bekommen durch das knirschen!) und Kiefergelenke (eine Kieferklemme ist definitiv nicht lustig...) Der massive Druck bei diesem Zerbeißen der Pellets kann außerdem das retrograde Wurzelwachstum fördern. Es entstehen durch den Druck ständig Reize auf die Zahnwurzel und das umliegende Gewebe. Diese Veränderungen sieht man erst nach Jahren, sie sind aber nur auf eine einzige Art überhaupt therapierbar: durch eine Extraktion. Aber ein zahnloses Kaninchen? Schon der Verlust weniger Zähne ist ja ein Problem, da die Gegenspieler regelmäßig durch den Tierarzt abgeschliffen werden müssen. Betrifft das die überwiegende Zahl der Zähne, muss man sich die ernste und sehr harte Frage stellen, inwieweit das Leben so für das Tier auf Dauer lebenswert ist. Ich habe auch über die Zeit einen sehr feinen Blick für die Kaubewegungen meiner Kaninchen bekommen. Denn das dritte war ein Zahni (übrigens von den Vorbesitzern bei einer "liebevollen Hobbyzüchterin" erworben - ein sehr umgängliches kleines Kerlchen das weder gekratzt noch gebissen hat ;) ). Ich konnte, nicht zuletzt auch wegen der Beobachtungen der Mädels damals, schon nach kurzer Zeit anhand der veränderten Kaubewegungen feststellen, ob er wieder für die Zahnsanierung fällig war. Und zwar sehr zuverlässig. Einmal kam ich wieder zum Tierarzt mit Leo, und teilte ihm mit es wäre wieder soweit. Der Tierarzt hatte damals sein Endoskop nicht zur Verfügung, und schaute lediglich mit dem Othoskop. "Ich kann nichts problematisches sehen." war seine Aussage. Dann ein prüfender Blick zu mir: "Ich vertraue ihnen. Wenn sie sagen, da ist was, dann ist da was. Wir legen ihn in Narkose." Als ich Leo wieder abholte, zeigte er sich von dem Ausmaß der Probleme an den hinteren Backenzähnen regelrecht geschockt, ohne Narkose und nur mit dem Othoskop waren diese Schäden aber nicht in ausreichendem Umfang sichtbar. Zitat:
Einen Inhaltsstoff hast du aber genannt, und das habe ich zum Glück gerade noch registriert, ich wollte dir nämlich eigentlich vorschlagen als Selbstversuch dir mal ein paar von den Dingern zwischen die eigenen Zähne zu stecken und zu zerbeißen damit dir klar wird, wie viel Kraft man dafür aufwenden muss. Da die Dinger aber Kokzidiostatika enthalten, würde ich das keinem empfehlen :ack2: Toltrazuril beispielsweise darf nicht in den Menschen gelangen, ist deshalb für Legehennen und alle Tiere die zum Verzehr bestimmt sind, verboten. Es darf auch bei trächtigen Kaninchen nicht angewendet werden. Bei Pellets mit Kokzidiostatikazugabe platzt mir regelmäßig der Kragen, muss ich sagen. Das Problem: der Wirkstoff ist zu gering dosiert um tatsächlich zu wirken. Und das weit größere Problem: dadurch werden Resistenzen verursacht! Hier in der Gegend, wo solche Pellets früher massenhaft verwendet wurden (und ich fürchte, heute auch noch verwendet werden), ist Baycox schon beinahe wirkungslos geworden. Die Tierärzte müssen bereits auf Retardon ausweichen. Und wofür? Für eine scheinbare Sicherheit von Leuten, die lieber Chemie füttern statt sich des Themas Kokzidienvorbeugung anderweitig anzunehmen. Das mach mit traurig und - ehrlich gesagt - auch sehr wütend. Zitat:
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Übrigens hätte ich bei einem Züchter grundsätzlich halbjährliche Tierarztbesuche erwartet, nämlich zum impfen. Oder meintest du lediglich erkrankungsbedingte Tierarztbesuche? Zitat:
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Flöckchen, danke dir dass du dir so viel Mühe gemacht hast. Dein Beitrag enthält enorm viele wichtige Aussagen! Zitat:
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Übrigens ist inzwischen klar dass der Darm bei Mensch und Tier sehr wesentlichen Anteil am Funktionieren des Immunsystems hat. Genauer gesagt: die Darmflora hat diesen Anteil am Immunsystem. Wenn du die Darmflora, wie ich schon im vorherigen Beitrag ausgeführt habe, durch die Gabe solch gleichförmig gemahlener Futtermittel schädigst, ist das Immunsystem auf Dauer weniger leistungsfähig. Ein weniger leistungsfähiges Immunsystem und eine geschädigte Darmflora erhöhen aber ihrerseits massiv das Risiko eines Kokzidienbefalls. Dem versuchen die Hersteller der Futtermittel durch den Einsatz der Kokzidiostatika entgegenzuwirken. Man verursacht also einen Schaden durch industriell hergestelltes Futter, und versucht die dadurch entstehenden Nachteile durch Chemie auszugleichen. :mad2: |
Naja, das ist ja heutzutage auch ein Problem und man nennt es auch noch Tierliebe. Ja in der Natur müssen die Tiere manchmal qualvoll zu Ende gehen, das könnte einem das Herz zerreissen, würde man Alles mitbekommen. Aber ich verstehe überhaupt nicht, dass man mit seinem Kaninchen ohne jegliche Anzeichen zum TA geht, das Tier verängstigt und stresst, um dann irgendwelche 1000-mögliche Krankheiten zu suchen. Das ist als würde ich selbst jeden Monat zum Arzt, um zu fragen, ob ich wirklich immernoch keine Krankheit habe. Das zweite, sein Kaninchen möglichst lange halten wollen, ja ist gut und schön, solange das Kaninchen gesund ist. Aber wenn ich sehe, wie viel da operiert und herumgedoktert wird, was dem Kaninchen Stress und Schmerzen zuführt, so ist das bei mir keine Tierliebe mehr, sondern ein egoistisches Verhalten des Besitzers. Ich hatte auch schon Kaninchen, die sehr alt wurden, glücklicherweise eine gute Gesundheit hatten, aber wenn bei mir eines erkrankt und ihm ein langer Prozess bevorsteht, so wird es erlöst. Die Frage ist, wie viel da Tierliebe mit dem Tierwohl noch zu tun hat. Man macht eine Riesensache über Pellets (übrigens kaufe ich die NICHT in einem Tierfachgeschäft), ok, wenn es bei euch nur so Zusatzstoff-Pellets mit Getreide gibt, würde ich das auch nicht verfüttern, aber bei Wohnungshaltung sagt niemand ein Wort, was ich persönlich sehr schlecht finde. |
Du würdest also ein Kaninchen, was 4 - 6 Mal im Jahr in Narkose gelegt wird um die Zähne zu schleifen, ansonsten aber ein gutes, zufriedenes Leben hat, erlösen, und halbjährliche Impfungen lehnst du wegen des Stresses für das Tier ab? Du fütterst ein industriell hergestelltes Futter, dessen Inhaltsstoffe zunächst zermahlen wurden bis zur Unkenntlichkeit, danach unter hohem Druck zusammengepresst, möglicherweise in einem Format das leicht zu Verschlucken führen kann, das überdies auch noch fortlaufend mit einem potenziell leber- und nierenschädigenden Medikament versetzt ist, hälst aber freie Wohnungshaltung mit Buddelkiste etc. für schlecht, weil es sich nicht um eine natürliche Umgebung handelt? Oder habe ich da jetzt was falsch verstanden? :confused: Bin gerade wirklich verwirrt. |
@ lupine Nein ich war genervt, weil jeder schon besser weiss was man hat und tut, und dann urteilt, obwohl sie in Wirklichkeit nur einen Bruchteil wissen. |
Aha. Danke für die Aufklärung. Kleine Frage zum Abschluss: Woher weißt du so genau, welches Wissen derjenige am anderen Ende der Leitung hat oder nicht hat? Ist das nicht genau das, worüber du dich so vehement beschwert hast: Hellseherei? |
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