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Frischfutter wieviel? Hallo alle zusammen, habe mal eine Frage zur Menge an Gemüse und Saftfutter für meine Pflege-Löwenköpfchen. Im Moment gibts Zuccini, Pastinake, Petersilienwurzel, Möhren, Chicoree, Gurke, Kohlrabi, Brokkoli, Endivien und vom Feld Rübe und Winterkorn. Ich mische das für den Tag immer bunt durcheinander, abends gibts dann bloss etwas Salat und Möhren. Dann füttere ich noch Heu und etwas Trockenfutter. Meine Frage: wie viel darf ich davon füttern?. Das eine Kaninchen hat Matschköttel bekommen. An Heu fressen sie auch nicht soviel, aber aufs Trockenfutter stürzen sie sich. Möchte das allerdings etwas einschränken, Heu wäre wichtiger. Freue mich auf eure Infos. LG Marion, Struppi + Hoppel |
Was für Trockenfutter ist es denn? Vermutlich solltest du das einfach weglassen. Es sollte dagegen immer so viel Frischfutter da sein, dass bei der nächsten Fütterung noch etwas übrig ist. Dabei sollte es vorallem blättriges sein, sprich Bittersalate, Gemüsegrün und Kohl. Wurzelgemüse wie Möhre, Pastinake und Petersilienwurzel sollte es nur selten geben. Zuccini und Gurke würde ich persönlich gar nicht füttern, da es kaum Nährstoffe enthält. Und so wichtig ist Heu tatsächlich auch nicht. |
An Trockenfutter gebe ich Vilmie und JR Farm Basic. Aber gibt es keine Faustregel fürs Grünzeug? An Grünfutter war abends wenig bis garnichts mehr übrig. Trotzdem hat Struppi Matschkot bekommen. Der ganze Popo war veklumpt und verklebt. Haben ihn heute waschen müssen. Da er überall recht verfilzt ist, war es für ihn schon stressig. Damit es aber nicht den Anschein gibt, dass ich die Hasen verkommen lasse, möchte ich sagen, dass ich die Kaninchen so bekommen habe. Da sich die Kinder von den Hasenbesitzern nicht mehr gekümmert haben, wurden sie einfach im Pferdestall einquartiert. Da ich bei den Leuten die Pferde versorge, kümmere ich mich halt um die Hasen. War schon etwas geschockt wie Struppi aussah. Möchte jetzt natürlich das Beste für sie und habe auch schon das Freigehege verschönert. Vielen Dank für die Info. LG |
Du kannst dich mal auf der Seite www.kaninchenwiese.de umschauen, da findest du jede Menge Informationen. Das Trockenfutter solltest du weglassen. Die Faustregel für Grünfutter ist: so viel Frischfutter, dass immer was da ist. Und davon hauptsächlich blättriges. Hast du schon mal eine Kotprobe beim Tierarzt abgegeben? Das könnten auch Darmparasiten sein. |
Kaninchen brauchen kein Heu, es sind keine Pferde. Zucchini und Gurke können aufgrund ihres hohen Wassergehalts zu Durchfall führen und haben weder Nährwert noch sind sie für den Zahnabrieb förderlich. Es sollte immer soviel dasein, das zur nächsten Fütterung noch was da ist. Eine genaue Mengenangabe kann man da nicht machen. Trockenfutter kann bei Außenhaltung durch eine Saatenmischung ersetzt werden oder ein vitaminisiertes Strukturmüsli oder Cuni Complete Adult von Versele Laga. Wichtig ist blättriges Futter, wie Bittersalate ( Endivie, Ruccola, Radicchio), Kohl,besonders Grünkohl lieben die meisten Kaninchen , Spitzkohl oder Wirsing. Dazu Möhrengrün, Kohlrabiblätter und frische Kräuter. Brombeerzweige sind auch im Winter belaubt. Knollengemüse nur mal ab und an , ist recht zuckerhaltig. Ich würde mal über drei Tage den Kot sammeln, kühl lagern und auf Hefen, Kokzzidien und Würmer untersuchen lassen. Zudem die Zähne, ggg mit Röntgenbild. Zahnprobleme können auch zu Durchfall führen, da bei mangelnder Kautätigkeit das Futter nicht richtig zerkleinert und verdaut werden kann. |
Meine Meinung: Kaninchen brauchen Heu, oder besser die frische Variante, Gras und allerlei Kräuter die auf Wiesen wachsen. Manchmal schwer verfügbar, und viel Arbeit, also ist Heu die nächstbessere Variante. Nicht nur hat es den nötigen Rohfaseranteil, sondern es sorgt durch die richtige Kaubewegung auch für die richtige Abnützung der Zähne. Es gibt bei Heu grosse Unterschiede, abhängig vom Schnittzeitpunkt, Art der Wiese, Art der Einbringung und Trocknung, der Lagerung usw - also da eher welches wählen das noch grünliche Farbe hat, gut riecht, trocken ist und nicht zuviel staubt. Wenn Kaninchen eine Sorte nicht fressen, eines von einer anderen Quelle probieren. Der Vergleich mit Pferden hinkt etwas. Das "Blattfresser" bezieht sich nicht auf Salat oder so, sondern dass sie aufgrund ihrer weniger effizienten Verdauung im Gegensatz zu Pferden die blättrigen Bestandteile der Gräser (Gras, wie andere Pflanzen, besteht aus Blatt, Stengel und Wurzeln) bevorzugen, während Pferde mehr Anteil an Rauhfaser /Stengel brauchen können, manchmal, bei besonders gutem Kaninchenheu, ist's sogar sinnvoll für Pferde Stroh dazuzumischen. Trotzderm geht's da um Wiese, nicht Gemüse. Kanichen brauchen Rohfaser, und Mengendurchsatz für eine gute Verdauung, Gemüse ist reich an Zucker und Kalorien, möglichst wenig Fasern - weil es für den Menschen optimiert ist. Kaninchen brauchen Gemüse nicht wirklich, aber es ist voll ok und eine Bereicherung des Speiseplans im Winter oder wenn man keinen Zugang zu Wiese hat, aber sollte keinen zu grossen Anteil haben, vor allem Möhren etc. sind Zuckerbomben (->Matschkot, Verdauungsprobleme etc.). Alles mit Mass und Ziel, wenn Probleme auftauchen (Verdauung, Übergewicht) würd ich an dem Ende anfangen zu reduzieren. Und möglichst abwechslungsreich, aber konstant füttern (jeden Tag ein 2cm Stück Möhre, anstatt einmel pro Woche eine ganze) Pellets - auch da gibt es grosse Unterschiede, ich verwende sie als Leckerli zum Trainieren und Belohnen, kleine Faustvoll pro Tag für meine 4,5kg Mümmel. Das Forum hier ist das erste wo ich auf eine Aversion gegen Heu treffe, offenbar hat da wer ganze Arbeit geleistet..., das letzte mal hat wohl irgendwer Trockenmassewerte von Heu mit Frischwerten von Gemüsen punkto Zuckern verglichen und geschlussfolgert dass Heu viel zu süss ist, natürlich Unsinn, umgekehrt wird ein Schuh draus. Aber, das Gute ist: Kaninchen können mit einer ganzen Reihe von verschiedenen Fütterungsmethoden gut, gesund und bis in reifes Alter leben - es ist nur komisch wenn manche Proklamieren was alles nicht gefüttert werden soll, ohne das zu begründen. Eine der imho besten Seiten punkto Kaninchenernährung, leider in English: https://www.harcourt-brown.co.uk/articles/free-food-for-rabbits |
Hast du schon mal einen Feldhasen oder Wildkaninchen Heu kaufen sehen? Ich nicht und auch meine Handaufzuchten an Feldhasen, welche verletzt oder verwaist waren, haben kein Heu gefressen sondern das was im Gehege wuchs, Wurzeln ausgebuddelt oder Kohl und Gemüsegrün gefressen. Jegliches Knollengemüse wurde liegengelassen. Der Winter ist nunmal eine karge Zeit und auch unsere Hauskaninchen benötigen nicht zig tausend Sorten, das ist vermenschlicht. |
Natürlich seh ich Feldhasen und Wildkaninchen täglich an der Tiersupermarktkasse, Wagen voll mit Heuballen. Ich hab sehr andere Erfahrungen als du, auch Wildkaninchen fressen Heu wenn sie drankommen, es ist ja nur konservierte Wiese. Besser konserviert als das welke Etwas das draussen im Winter noch zu finden ist, aber auch noch reicht. Feldhasen, dazu kann ich nicht viel sagen, aber ich denke mal dass sie wesentlich weniger graben und so auch weniger an Knollen kommen, im Gegensatz zu Kaninchen. Richtig, Kaninchen benötigen nicht dutzende Sorten was auch immer, Heu alleine reicht auch, aber in Maßen schadet anderes Zeug auch nicht, im Gegenteil. Wildkaninchen, mit einer Lebensdauer von 2-3 Jahren, schaffen das mit welkem Gras, klar ist eine vielfältigere, bessere Ernährung mit z.b. u.A. Heu nicht "natürlich", genausowenig wie die Lebenserwartung unserer Mümmel von 10+Jahren. Wie gesagt, bei Heu gibt's grosse Unterschiede, wird's nicht gefressen kann's durchaus an dessen Qualität liegen. Abgesehen davon, die Geschmäcker sind auch unterschiedlich, manche mögen etwas das andere konsequent liegenlassen. Ich finde die Projektion von dem Edlen Wildem auf Tiere, denen das Thema völlig wurscht ist, vermenschlichend. |
Heu alleine reicht nicht aus, erstens entzieht es dem Körper unnötig Wasser um es verdauen zu können und von Natur aus trinken Kaninchen wenig. Daher ist Frischkost unverzichtbar und zweitens ist die Heuqualität längst nicht mehr das was sie mal war, dank kräuterarmer Wiesen und drittens begünstigt diese trockene Ernährung Blasenprobleme. Wildis können durchaus älter werden, aber dank immer mehr Monokultur und Kräuterarmen Wiesen, Viruserkrankungen und ihr Leben mehr in der Stadt, als auf dem Land ( wir haben hier keine mehr ), verkürzt sich ihre Lebenserwartung. Selbst an super Heu, mega Kräuterreich, sind meine Tiere nicht gegangen und auch meine Kaninchen haben keine Knollen ausgebuddelt, obwohl sie es mal gekonnt hätten, das Grün wurde klar bevorzugt. |
Ich glaube schon, dass sich hier alle einig sind, dass Kaninchen immer Heu zur Verfügung haben sollten. Aber sie sollten eben auch immer Frischfutter zur Verfügung haben. Ich traue auch den Hauskaninchen zu, dass sie wissen, was für sie gut ist, solange es nicht künstlich attraktiv gemacht ist. Unsere fressen auch Heu, aber eben doch lieber blättriges Gemüse und getrocknete Wildkräuter. Sie futtern auch das Vogelfutter (Körner), das vom Futtersilo auf den Boden fällt, wenn sie Auslauf im Garten haben - daraus schließe ich, dass sie die zusätzliche Energie durchaus brauchen, und denke, dass auch Wildkaninchen das tun würden. Und jedes Wildkaninchen würde sich, wenn es die Wahl hätte, wohl eher an Gemüse gütlich tun, als an Heu. Ich glaube alle, die einen Gemüsegarten haben, in den Wildkaninchen eingedrungen sind, werden ein Lied davon singen können. |
Ach ja, Marion, wichtig ist eben, dass man Gemüse langsam anfüttert, wenn die Kaninchen es noch nicht gewohnt sind. Eine plötzliche Umstellung ist nicht so gut. |
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Bleibt mE nur, sich quer durch das verfügbare Informationsangebot zu wühlen, im Austausch mit anderen Haltern in unterschiedlichen (!) Foren zu bleiben und am Ende den eigenen Ansprüchen an Plausibilität zu folgen. :) |
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Dann könntest du genauso gut fragen, ob schonmal jemand ein Wildkaninchen oder Feldhasen Basilikum, Chicoree, Raddicchio, Broccoli....was auch immer hat kaufen sehen. Das sind genauso Produkte menschlicher Zucht bzw Produktion wie Heu und daher kein arttypisches Kaninchenfutter. Trotzdem kann es ja gesund, nahrhaft und empfehlenswert sein. |
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Aber du verstehst den Kern nicht. Eine reine Trockenfütterung ist für den Flüssigkeitshaushalt und damit Nieren und Blase fatal. |
Ich würde niemals raten Heu komplett wegzulassen. Ein Nachteil an gepflücktem Frischfutter ist, dass es je nach Wetterlage in Aussenhaltung sehr schnell welkt oder einfriert. Meine zumindest fressen es dann so oder so nicht mehr. Was dann nicht in der ersten Stunde gefressen wurde bleibt liegen. |
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Es hat auch niemand geraten Frischfutter komplett wegzulassen. Nur haben wir wohl eine andere Reihenfolge der Wertigkeit. Ich halte im Winter , wie Preitler, Heu für wichtiger als (gekauftes) Frischfutter, da es eben konservierte Wiese ist und keine Zuchtprodukte für die menschliche Ernährung. Trotzdem füttere ich auch gekauftes Frischfutter neben dem Frischfutter, was sie sich selbst im Auslauf suchen. Bisher haben mir auch alle Tierärzte, die ich dazu befragt habe zu einer 80-90% Heu Ernährung im Winter geraten (ich weiß natürlich, dass in den Augen des Forums eine ebensolche Prozentzahl an Tierärzten keine Ahnung hat von Kaninchenernährung;)) Ich würde ohnehin nie irgendwelche Mengen abwiegen und Prozentzahlen berechnen. Heu gibts ad libitum ganzjährig und wird täglich erneuert. Cunis auch ad libitum und Frischfutter theoretisch auch. Nur, dass sie das freiwillig nicht mehr anrühren sobald welk oder eingefroren. Da ich täglich 9 Stunden ausser Haus bin ernähren sie sich dann von selbst trocken, und haben bisher keinerlei Blasenprobleme. |
Ich spar mir auch das Rechnen :rolleyes: Sowohl Heu als auch Kohl sind unbegrenzt zur freien Verfügung und da wird dem Kohl überwiegend der Vorzug gegeben. Das sagt mir alles, was ich an der Stelle wissen muss. Gefrostetes Gemüse wird hier zum Glück gefressen, sonst hätten wir auch wirklich ein Problem, weil es (abgesehen von richtig langen, tiefen Frostperioden) draußen gelagert wird. |
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Ist doch spannend, dass die Erfahrungen ganz offensichtlich unterschiedlich sind. |
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Stell deinen Nasen ausreichend Frischfutter zur Verfügung, so dass zur nächsten Fütterung noch etwas da ist. Heu soll so oder so immer vorhanden sein. Was du gut füttern kannst im Winter steht in den ersten Posts und du findest gute Tipps, Gemüselisten etc. bei Kaninchenwiese.de. An alle andere enthusiastischen Diskutierer.. wir sollten für solche Grundsatzdiskussionen vielleicht mal einen eigenen Thread eröffnen, dass das nicht in jedem Neuuserthema wieder aufs Neue durchgekaut werden muss. |
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Richtig, Kaninchen benötigen nicht dutzende Sorten was auch immer, Heu alleine reicht auch, Soviel dazu. Ich werde mich auch nicht mehr dazu äußern. Sollte die TE noch fragen haben, gerne her damit , sie werden gerne beantwortet. |
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Und im Beitrag davor: Zitat:
Mir ein Rätsel, wie man daraus ableiten kann, hier werde der Threaderstellerin zu einer „reinen Trockenfütterung“ geraten. Zitat:
:thumbsup: |
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Diesen Rat sehe ich auch nirgends. Aber zumindest die Aussage, dass Heu alleine ausreichend wäre, Frischfutter (außer Wiese) nur als Ergänzung und bloß nicht zu viel gefüttert werden sollte. Zu schreiben, dass eine Ernährung nur mit Heu okay wäre, finde ich schon problematisch, weil das einfach viel zu trocken ist. Und aus dem Grund finde ich eine Starke Rationierung des Frischfutters auch als problematisch. Kaninchen sind Frischköstler und darauf ausgelegt, ihren Flüssigkeitsbedarf über die Nahrung zu decken. Daher trinken Kaninchen oft eher wenig und auch wenn sie bei trockener Fütterung vermehrt trinken, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie zu wenig Flüssigkeit aufnehmen und langfristig gesundheitliche Probleme bekommen recht hoch. Wenn man Frühjahr bis Herbst Wiese ad libitum füttert, kann man eine trockene Winterernährung vielleicht ausgleichen. Aber es gibt ja durchaus auch Halter, die gar keine Wiese füttern können. Wenn die solche Aussagen dann lesen und das ganze Jahr über viel Heu und nur wenig Gemüse füttern, sehe ich das schon als gefährlich. Ich bin ja immer ein Freund davon, die Kaninchen selektieren zu lassen. Meine haben Heu und Frischfutter immer zur Verfügung und fressen von beidem. Im Sommer wird mit Wiese so gut wie gar kein Heu gefressen. Ich vertraue ihnen da, dass sie wissen, was sie brauchen. Heu ist ein Ersatz für frische Wiese, da stimme ich zu. Aber eben nur ein minderwertiger Ersatz. Zum einen fehlt die Flüssigkeit, die in frischer Wiese reichlich vorhanden ist. Zum anderen gehen durch die Trocknung auch Nährstoffe verloren. |
@Aen: es tut mit leid, aber aus der Aussage „Heu alleine reicht auch“ entnehme ich durchaus, dass eine rein trockene Fütterung - und Heu ist nun mal trocken - genügen soll, und das sehe ich, wie CrazyCurry, in Hinblick auf Harnprobleme als problematisch an. Darüber, dass Heu immer zur Verfügung stehen sollte, muss man nicht wirklich diskutieren, aber nur Heu ohne jegliches Frischfutter halte ich für falsch. Das beweisen mir auch meine Nins, die lieber das letzte Wintergras fressen, oder sich auf Zehenspitzen nach immergrünen Blättern strecken, als an das Heu zu gehen, einerlei, welche Sorte man anbietet. |
Hi Banapfel, ich kann bei allem, was Du schreibst, gut mitgehen. Zitat:
Wohl deshalb hat sich als die gängigste Ernährungsform unter Kaninchenhaltern der Mix aus Frischfutter, Heu und Trockenfutter durchgesetzt. Die Anteile - also wovon an meisten - werden dann je nach Verträglichkeit (die sich jahreszeitenbezogen auch mal ändern kann) hin und her geschubst. Insofern sind sich die Mitschreibenden im Thread ja gar nicht so uneins, wie's im Moment den Anschein hat. :-) |
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Genau. Eigentlich dreht sich die Diskussion ja nur um geringfügige Unterschiede. Manche stören sich an der Aussage, ohne FriFu ginge es auch, ich zB und Preitler denke ich auch, stören sich an der Ausage von CrazyCurry ohne Heu ginge es auch. Und eine reine FriFu Fütterung finde ich im Winter halt problematisch und würde das für Neuuser auch nicht so stehen lassen. Weil je nach Wetter gibts dann manchmal stundenlang nur eingefrorenes Futter, oder es taut zwischendurch und ist dann matschig. |
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Das sehe ich auch so. Mich hat lediglich die Aussage gestört, dass Heu alleine ausreicht, weil ich das eben problematisch sehe. Ich würde aber auch niemandem dazu raten, das Heu wegzulassen. Ich würde die Kaninchen nicht zum Heu fressen zwingen, aber ihnen auch nicht die Möglichkeit dazu nehmen wollen. Ich denke, mit Aussagen wie "Kaninchen brauchen kein Heu" ist vor allem gemeint, dass es nicht unbedingt schlimm ist, wenn die Kaninchen bei großzügigem Frischfutterangebot von sich aus wenig Heu fressen. Natürlich kann man sowas auch so missverstehen, dass man Heu selbst im Winter gar nicht anbieten braucht, da ist dann schon wichtig klarzustellen, dass die Kaninchen trotzdem Heu zur Verfügung haben sollten. |
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Genau hier passt eine solche Diskussion doch hin. Ist ja kein Vorstellungsthread, sondern eine Frage zur Frischfutterernährung. Ich muss mal was dazu sagen, wofür ich dann sicher gesteinigt werde: Ich hatte mal ein Kaninchen, welches ausschließlich von Trockenfutter, billiges Futter, meist Pellets, ernährt wurde. Dazu Heu und einmal im Monat ne Möhre. Er wurde alt und hatte nie Bauch-Probleme. Seit ich meine Tiere artgerecht füttere, hatte ich bereits drei Todesfälle durch Aufgasung und Verstopfung und zich mal Handlungsbedarf mit Sab Simplex wegen Bauchweh. Manchmal frage ich mich, was denn nun der bessere Weg ist... |
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Ja, diese Frage wird seit geraumer Zeit auch in anderen Kaninchenforen aufgeworfen. Ich find's gut, dass das inzwischen - vor dem Hintergrund der unterschiedlichsten Erfahrungen - frei und offen diskutiert wird. |
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Wie war deine Haltung sonst noch? Leider ist es wohl häufig so, dass grade Käfigkaninchen lange leben, weil sie nur auf "Sparflamme" laufen. |
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Sollte mir noch ein Kaninchen durch Aufgasung unter den Händen wegsterben, dann geh ich weg von gesunder, artgerechter Ernährung. |
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Einen handelsüblichen Stall, daran ein 1,5 qm Freigehege und ein immer offener Zugang zum Garten. Weiß gerade nicht, was das jetzt zur Sache beiträgt. |
Ich kenne das vor allem so, dass Halter sich an Ihre Kaninchen aus Kindheitstagen erinnern, die damals vor 20,30,40 oder noch mehr Jahren ungesund ernährt wurden und trotzdem alt wurden. Das wird dann teilweise damit begründet, dass die Kaninchen heutzutage noch viel überzüchteter sind und deshalb einfach anfälliger. Inwieweit das stimmt, kann ich nicht beurteilen. Man kann ja auch nie wirklich sagen, wurde das Kaninchen trotz oder wegen der Ernährung alt? Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen: Die Kaninchen vor ein paar Jahren, die Heu, rationiertes Frischfutter und manchmal Gras und Löwenzahn bekamen, waren immer mal krank. Aufgasungen und Verstopfung, aber auch andere Sachen wie Milben, Pilz, Erkältung, Blasengrieß... Während ich die letzten Jahre mit Heu und ad libitum Frischfutter und Frühling bis Herbst ad libitum Wiese nur zum Impfen beim Tierarzt war. Was da jetzt an der Ernährung lag und was einfach mit Glück, den Genen oder anderen Haltungsbedingungen zu tun hat, lässt sich wohl schwer feststellen. |
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Ich kann gut verstehen, dass Du mit entsprechender Erfahrung zu diesem Schluss kommst. Wir wurtscheln uns hier mit 'nem freihändigen Mix aus Frisch, Heu und Trockenfutter durch - das haut bisher gut hin. Ich würde den Schwerpunkt aber jederzeit verschieben oder eins der drei weglassen, wenn ich irgendwann einen Grund dafür sähe. |
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Ich kenne Diskussionen, in denen Kaninchenhalter Ähnliches wie maximus schildern, die darüber bald kirre werden, dass bei ihren Kaninchen gesundheitlich markant mehr schief läuft, je mehr sie sich nen Kopp drum machen und zigfach Frischezeugs ankarren, Kräuter ziehen, Leinöl auf Saaten träufeln und was der Empfehlungen mehr sind. Während ihre Kaninchen, als sie sie noch im Zustand der Ahnungslosigkeit mit unambitioniert schlichtem Kram versorgten, wunderfitzigerweise selten bis nie kränkelten. Zitat:
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So ist es Aen, mich macht das auch kirre. Hab heute erst eins meiner Tiere wieder mit Sab und Schmerzmittel versorgt. Da kommt man doch schon sehr ans Grübeln. |
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