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Richtige Ernährung im Winter?Hallo Zusammen, ich habe eine Frage wie wir unsere Kaninchen im Winter am besten ernähren können? Sie leben außen, haben ein Gehege für die Nacht und tagsüber den Garten. Bis vor kurzem war es kein Problem, sie haben sich täglich von Wiese, Blättern, Büschen, Zweigen und Kräutern ernährt. Alles was eben im Garten so zu finden war. Von uns haben sie früh Frischfutter bekommen (Salat, Wirsing, Kohlrabi + Blätter, Äpfel, Löwenzahn, Karotten usw - nicht alles auf einmal, sondern immer was anderes) und Abends Frischfutter(w.o.) + Heu + getrocknete Kräuter + Pellets (Lottis Freunde Wiesenpellets sind das glaube ich). Die Pellets sind auch der Grund, dass sie wie der Blitz ins Gehege stürmen, wenn wir abends rufen. Momentan können wir beobachten, dass sie tagsüber immer wieder ins Gehege laufen und wahrscheinlich nach Futter suchen, weil eben kaum noch was im Garten zu finden ist. Was und wieviel müssen wir nun täglich dazu füttern, um den Garten zu ersetzen? Ich gehe davon aus, dass die 3 momentan ganz viel Futter brauchen um einfach auch genügend "Speck" für den kalten Winter aufzubauen. Wir wissen nur nicht genau, wie viel die so tagsüber fressen, weil sie sich sozusagen selbst darum gekümmert haben. Es ist unser erster Winter, wir haben die Kaninchen seit April bzw. eins erst seit Juni. Für ein paar Tipps wäre ich dankbar. Viele Grüße
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| Hm, dann müßte ihnen aber schon das reichen, was sie früh und abends bekommen. Da bleibt immer was liegen, weil die drei schon auch selektieren. Kohlrabi Blätter sind zB. gleich weg. Salatblätter können schon auch mal bis abends rum liegen und werden gefressen, wenn grad gar nichts anderes an "Leckereien" mehr da ist. Aber wenn dem so ist, dann lassen wir es so. Ich hatte nur den Eindruck, dass sie jetzt mehr auf der Suche sind und wesentlich mehr Zeit im Gehege verbringen, als vorher. Danke schon mal.
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| Ich kann dir ja zur groben Orientierung mal sagen, was hier weggeht für zwei Kaninchen (2 kg und 2,3 kg): Ein ganzer Kohl (meisten zwei Hälften von unterschiedlichen Sorten), ein paar Hände sonstiges Blätterzeug (Rucola, Feldsalat, Spinat, Grünkohl, Kohlrabiblätter.. was halt da ist), ein Napf Gemüseschalen aus der Küche
__________________ --- "Du mußt sie jetzt sagen, Oder ewig 'rumtragen, Deine Worte: Verzeih! Hätt' ich doch! – Einerlei. Könnt' ich doch noch! – Vorbei." (Reinhard Mey) --- [Danke, Tante Jessi]
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| Ok danke. Unsere bekommen gar nicht so viel. Dann werde ich das einfach mal beobachten. Vielleicht finden sie ja doch noch den einen oder anderen "grünen" Rest im Garten. Zumindest sehen sie nicht allzu schlank aus.
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| Ich würde das einfach weiter im Auge behalten, wenn du sehr unsicher bist kannst du sie auch wöchentlich wiegen ob sie abnehmen. Wie schon gesagt wurde, ist blättriges Futter natürlich auch im Winter das Hauptfutter. Ein gutes Heu ist bei vielen Kaninchen im Winter gefragter als im Sommer. Auch ein Strukturmüsli ist nicht falsch. Hast du die Pellets mal darauf überprüft, wie stark sie aufquellen? Einige Sorten sind da erschreckend, die von dir verwendeten kenne ich nicht. Ich habe aus diesem Grund lieber auf Haferflocken zurück gegriffen.
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| Strukturmüsli habe ich nicht verfüttert, ehrlich gesagt weiß ich gar nicht was das ist. Die Pellets sind aus reinen Wiesenkräutern ohne Zusätze und davon gibt es jeden Abend eine Handvoll für alle drei als Leckerei, damit sie ins Gehege kommen. Ich denke nicht, dass sie davon richtig satt werden und manchmal würde ich ihnen echt gerne mehr geben. Sie werden zu Brei wenn sie mal nass werden, also keine Ahnung ob sie aufquellen. Warum muss ich darauf achten? Heu fressen sie eigentlich gar nicht. Vielleicht kommt das ja noch im Winter. Wiegen wird eher schwierig, weil sich nur ein Kaninchen hoch nehmen läßt. Die anderen beiden mögen das nicht. Ich denke ich werde ihnen einfach mehr von dem Frischzeug tagsüber geben, was sie sonst auch bekommen und dann schauen ob es gefressen wird. Ich hatte gehofft, dass es irgendeine Faustregel gibt mit der wir auf der sicheren Seite sind, aber anscheinend ist das Füttern doch sehr individuell. Vielen Dank für die Antworten. ,
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| Wenn man Pellets füttert, die stark quellen, kann es zu (tödlichen) Verdauungsproblemen kommen, vor allem um Zusammenhang mit Kohl. Diese Pellets ziehen nämlich das Wasser aus dem übrigen Verdauungsbrei und vergrößern manchmal drastisch ihr Volumen. Testweise mehr Futter reinlegen, ist ein guter Plan!
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| Schau mal, hier ist das mit dem aufquellen sehr schön anschaulich erklärt: https://www.kaninchenwiese.de/ernaehrung/futtermittel/trockenfutter/trockenfutter-quellversuche/ Die Seite www.kaninchenwiese.de kann ich generell sehr empfehlen, sobald du etwas Zeit übrig hast schau sie doch mal durch. Die Seitenbetreiberin war übrigens auch früher im Forum hier aktiv, schade dass sie dafür keine Zeit mehr hat.
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| Ok danke. Das war mir nicht klar. Ich denke bisher bestand keine Gefahr, weil sie pro Abend eine handvoll Pellets bekommen haben und mehr wird es zukünftig auch nicht. Und Kohl hatte ich als Futtermittel bisher gar nicht auf dem Schirm, weil ich es gar nicht unter Blättrigem gespeichert hatte und dachte es verursacht nur Bähungen. Ich hab mich gefreut, dass sie Wirsing lieben, den gibt es gerade überall zu kaufen. Die Seite werde ich mir mal anschauen, ich glaube ich hab da schon mal gestöbert. Ich bin echt erstaunt, wie quietschfidel die trotz angehender Minusgrade sind. Sie springen und rennen rum und dann liegen sie zu dritt auf den kalten Terrassen platten ohne zu frieren. brrr Danke für die Infos.
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__________________ Liebe Grüße Heike
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| Hm, Winterfutter... Solange es geht such ich Grünes, Gras, Wiese, was auch immer da drauf wächst. Jetzt fangen sie langsam an auch mal ein bisschen Heu zu fressen, und wenn's nix Grünes mehr gibt werden sie sich wieder ganz dran gewöhnen. In kleinen Mengen gibt's zusätzlich Pellets (hab nie von welchen gehört (Tatsächlich, nicht hypothetisch) die durch Aufquellen Probleme verursachen, ganz im Gegensatz zum Kohl, aber ich hab eh nur die Lagerhaus-Sorte zur Auswahl), Äpfel, Karotten, Topinambur (wenn ich noch was finde und sie nicht schon alles selber ausgegraben haben). Grünes finden sie immer noch selbst im Garten, graben auch im Schnee nach Gras, aber wenn sie sich mal an's Heu gewöhnt haben schmeckt das dann auch. Zusätzlich Zweige, hauptsächlich Weiden (muss die sowieso kurz halten wegen Stromleitung), und ein wenig Fichte hie und da. Abgesehen von den Karotten (Leckerli) verfüttere ich kein Gemüse das für menschliche Bedürfnisse gezüchtet ist - ich muss bei der eher mageren Diät schon aufpassen dass sie nicht Fett ansetzen. Geändert von Preitler (24.11.2018 um 14:19 Uhr).
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| Ich weiß jetzt nicht, was gegen Gemüse für Menschen spricht.. aber es ist schon wichtig, dass sie genügend frisches blättriges bekommen. Vor allem wenn du dir Sorgen machst, dass sie zunehmen, ist Heu als Hauptfutter nicht optimal, da es einen ziemlich hohen Zuckergehalt hat.
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| Heu reich an Zucker? Hm, hast du einen Link zu Daten? Gras und Wiese sind das natürlichste Kaninchenfutter, Heu ist das gleiche (zumindest meines, keine Monokultursorte), nur eben mehr oder weniger gut konserviert. Das "Blättrig" bezieht sich imho auf den Blattanteil im Futter, je nach Erntemethode kann das schwanken, Gras besteht ja auch aus Blättern und Halmen. Was ich gelesen hab liegt Heu bei etwa 35-130 g/kg, abhängig von Sorten und Schnittzeitpunkt. Bin nicht sicher ob die Angaben auf Trockenmasse bezogen sind - selbst wenn nicht ist selbst im schlimmsten Fall kaum mehr als 200g/kg TM drinnen- bei gezielt auf hohen Zuckergehalt angebauten Gräsern, nicht in gemischter Weide. Gemüse wurde für die menschliche Verdauung gezüchtet, möglichst viele Kalorien bei wenig Rohfaser, leicht zu verdauen damit wir beim Essen nicht verhungern, wie das bei Gras passieren würde. Kohl, z.b., hat 4% frisch, bei 90% Wasser sind das 400g/kg TM, (Durchschnittswert, nicht hypothetisch schlimmster Wert), also das 2-10 fache, kaum Rohfaser usw. Selbst Endiviensalat hat um die 180g/kg TM, das doppelte von durchschnittlichem Heu. Keine Frage, frisches Grün in Form von Gemüse ist sicher eine tolle Bereicherung und Ergänzung, aber dass es als Grundlage wegen Zucker besser sei als Heu höre ich zum ersten mal. Überseh ich da etwas? Ein Thema ist aber sicher die Flüssigkeitsaufnahme, sie müssen bei rel. trockenem Futter genügend trinken. Da aus diesen Nuckelflaschen oft deutlich weniger getrunken wird als aus Schüsseln kann das ein Problem sein. Wie dem auch sei, DIE einzig richtige Art zu füttern gibt es ohnehin nicht, viele Varianten sind gleich gut, wenn sich jemand die mühe macht mal drüber nachzudenken kommt selten was raus das nicht funktioniert ![]() Geändert von Preitler (25.11.2018 um 19:58 Uhr).
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| http://kaninchen-wuerden-wiese-kaufen.de/kohlenhydrate.htm Hier wird es mit 10%-20%, teils auch mehr angegeben. Edit: schnelle Google-Suche ergibt ca. ein Fünftel davon für Weißkohl z.B.
__________________ --- "Du mußt sie jetzt sagen, Oder ewig 'rumtragen, Deine Worte: Verzeih! Hätt' ich doch! – Einerlei. Könnt' ich doch noch! – Vorbei." (Reinhard Mey) --- [Danke, Tante Jessi] Geändert von dangerschaf (26.11.2018 um 06:50 Uhr).
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| Abgesehen davon ist weder Heu noch Pellets Grundfutter. Beides ist unter anderem viel zu trocken. Kaninchen sind Frischköstler. https://www.kaninchenwiese.de/ernaehrung/grundlagen/hauptnahrung-heu/
__________________ GESTERN warst Du noch bei uns, mit Deinem Lachen, mit Deiner Freude, mit Deinen Worten. HEUTE bist du bei uns, in unseren Tränen, in unseren Fragen, in unserer Trauer. MORGEN wirst du bei uns sein, in Erinnerungen, in Erzählungen, in unseren Herzen.
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| Zitat:
Ja, aber das sind nicht die relevanten Trockenmasse-Werte. Das ist Äpfel mit Birnen vergleichen, wenn dann musst du schon das Wasser abziehen. 4,1% frisch bedeutet einen Trockenmasseanteil von 41%. Und das macht Sinn - sonst würde er genausowenig auf unserem Speiseplan stehen wie Gras. Bei dem Wert bleibt kaum mehr was für Rohfaser übrig, aber grade die ist wichtig für die Verdauung. Verschiedene Zucker in grünen Pflanzen und in Heu ist komplett normal - nur vom Protein kann kein Pflanzenfresser leben. In den grünen Teilen ist die Energie in Zuckern enthalten, da transportabel, wird erst in den Speicherorganen hauptsächlich in Stärke umgewandelt. Zitat:
In erster Linie sind sie Pflanzenfresser, und da eher an karge Kost angepasst, mit hohem Faseranteil und mässig Kalorien. Wenn sie nur mit Frischfutter leben könnten gäbe es keine domestizierten Kaninchen. Und auch in der Wildnis hätten sie manchmal Probleme. Heu kommt zwar so in der Natur nicht wirklich vor, aber Gemüse genausowenig. Gras, Kräuter, "Unkraut", ist die Hauptnahrung, Heu ist das nur eben konserviert - was sicher mehr oder weniger Abschläge bringt und das Zufüttern von Gemüse durchaus nicht verkehrt ist - frische Vitamine schaden nie (wenn, je nach Sorte, langsam genug angefüttert). Wenn sie Trockenes fressen trinken sie mehr, meine trinken während es Grünfutter gibt praktisch gar nichts, im Winter schon. Wobei, oft wird aus Schüsseln mehr getrunken als von den Nibbelflaschen, zu mühsam, und im Winter draussen kaum eisfrei zu halten - das muss man bedenken. Draussen hab ich elektrische Heizelemente unter den Schüsseln, funktioniert ziemlich gut. Meine Mümmel haben so 3,5-4,7kg, normale Statur und so, also kann ich nicht sagen ob Zwerghasen mit geknautschten Gesichtern andere Diät benötigen weil Heu vielleicht zu mühsam zu kauen ist - aber das ist ein anderes Kapitel. Da Pellets erwähnt wurden... Nuja, ich verwende sie hauptsächlich als Leckerli zum Trainieren, und da eine Sorte die mir halbwegs vernünftig erscheint (nicht dass die Auswahl hier gross wäre, die andere Sorte ist mit Antibiotika gegen Kokzidien versetzt (!!!) die ohnehin schnell Resistenzen verursachen, reines Masthilfsmittel... ), auch was da in Tierhandlungen als Kaninchenfutter angeboten wird ist ja teilweise zum Schreien, kreischbunte Mischungen mit ganzen Maiskörnern werden als gut für die Zähne angepriesen ... BRRRR , wem fällt denn sowas ein....
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| Huch super danke, sehr ausführliche Antworten. Also ich habe mir auch die Kaninchenwiese Seite genauer durchgelesen und dort unter anderem auch sehr wertvolle Tipps gefunden, wie man ein Gehege wintertauglich macht. Da muss ich zugeben, waren noch paar Lücken, die wir letztes WE verbessert haben. Die Ernährungstipps sind größtenteils gut, wobei sich mir manche Sachen nicht erschließen, zb wie und wenn überhaupt wie oft man im Winter Saaten zufüttern soll. Ich frage mich auch was Kaninchen mit Amaranth anfangen sollen? Das Korn ist wesentlich kleiner als Globulikügelchen. Buchweizen und Sonnenblumenkerne finden sie anscheinend lecker, Kürbiskerne dagegen bleiben liegen. Dafür ist mir der Spaß dann doch zu kostspielig. Und ich bin mir nicht sicher, wieviel davon sie fressen dürfen. Im Moment kann ich noch im kleinen Wäldchen nebenan Brombeerbüsche schneiden und auch paar Zweige von nicht komplett kahlen Bäumen. Darauf stürzen sich dann alle. Zusammen mit Trockenkräutern, Salat und Gemüse-(grün) und letztendlich Heu und paar Pellets, wird das denke ich reichen. Was mir aufgefallen ist, es gibt immer wieder Listen von Pflanzen vor denen gewarnt wird, die man nicht verfüttern darf, da giftig. Wir haben im Garten Efeu, Blauregen und verschiedene andere nicht ungiftige Pflanzen. Die Kaninchen rühren das Zeug nicht an, selbst jetzt, da sie kaum noch grün finden. Ich gehe schwer davon aus, dass Kaninchen wissen was genießbar ist, in der Natur sagt ihnen das doch auch keiner?! Auf jeden Fall, Danke für die Antworten und Tipps. Hat uns schon sehr geholfen. Viele Grüße Poppy
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| Zitat:
Wenn Du Wildkaninchen oder auch nur die Hauskaninchen im eigenen Garten beobachtest, wirst du feststellen, dass sie gerade nicht das rohfaserreiche, lange "Gras" fressen, sondern hauptsächlich die gerade frisch aus dem Boden sprießenden jungen Triebe, die sehr energiereich sind. Sind die frischen Triebe zu hoch, wird kurzerhand der Stengel gekappt und dann das frische Grün gefressen, der Stengel selbst bleibt liegen. Und jeder Bauer, der sein Rüben- oder Salatfeld neben einem Kaninchenbau hat, wird bestätigen können, dass Wildkaninchen durchaus sehr gerne in der freien Natur Gemüse fressen, auch hier bevorzugt die in der Mitte wachsenden jungen Teile, was nach gewisser Zeit die Pflanze derart schädigt, dass man sie nicht mehr gebrauchen kann bzw. sie eingeht... Heu hingegen fressen Kaninchen nur, wenn es sonst gar nichts gibt, lieber werden noch Wurzeln ausgebuddelt oder Rinde abgenagt. Zudem hat es aufgrund des getrockneten Zustands den Nachteil, dass es zu Problemen mit der Calciumausscheidung kommen kann (mit der Konsequenz von Harnwegserkrankungen wie Blasengries etc.), weil die Kaninchen dann gerade nicht genug trinken/Flüssigkeit aufnehmen, um das überschüssige Calcium auszuscheiden.
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| Die meisten Kaninchen selektieren tatsächlich von sich aus. Es ist aber durchaus auch so, dass zu bestimmten Zeiten Pflanzen gefressen werden, die allgemeinhin als giftig gelten. Zum Beispiel kann man beobachten, dass Kaninchen im Gartenfreilauf vor allem im Winter gerne mal an den Efeu gehen. Ich würde ihn deshalb jetzt nicht füttern! Aber das zeigt, dass "giftig" durchaus auch ein dehnbarere Begriff sein kann. Es gibt nur wenige Ausnahmen, die richtig fies sind. So ist zum Beispiel bei Eibe schon der Probebiss unter Umständen tödlich.
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