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Hilfe bei ErnährungHallo liebe Community, ich würde mich sehr über möglichen Expertenrat freuen. Als kleinen Einstieg: Vor ca. einem Jahr sind wir zufällig an ein Kaninchen gekommen. Der kleine Mann wurde vor unserem Haus ausgesetzt und wir wollten Ihn fangen und ins Tierheim bringen. Nun gefangen haben wir ihn, allerdings konnten wir es nicht über’s Herz bringen ihn dann in das Tierheim zu bringen und da er offensichtlich in seinem bisherigen zu Hause nicht mehr erwünscht war, haben wir spontan Zuwachs bekommen. Unser Wohnzimmer wurde in einem halben Kaninchenauslauf umgebaut, Bücher gewälzt, der Tierarzt aufgesucht. Er wurde auf den Namen Snoopy getauft und ja er wurde auch kastriert. 3 Monate später nachdem Kokzidien, Milben und die Quarantänezeit überstanden waren, haben wir uns auf die Suche nach einem Weibchen gemacht. Zu genauer dieser Zeit gab es in Deutschland einen Animal Hording Fall mit 250 Kaninchen in einer 3-Zimmer Wohnung. Wir haben uns dazu entschieden einem dieser Tiere ein neues zu Hause zu schenken. Und so kam Cleo zu uns. Ein kleiner Farbenzwerg mit ca. 1,3 Kilo Gewicht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten sind die beiden mittlerweile ein super Team, es wird gekuschelt, mit uns oder Snoopy ;-). Sie springen, rennen und und knabbern alles an. Bei Cleo wurde uns von Anfang an gesagt, dass man zum Einen nicht genau sagen ob / wieviel Inzucht in ihr steckt und wie genau sich ihr Darm entwickeln wird. Hintergrund beim Darm ist, dass sie wahrscheinlich seit Geburt mit Kokzidien zu kämpfen hatte die dann in den ersten Lebensmonaten dazu geführt haben, dass sich der Darm nicht so gut / robust entwickelt hat wie normal. In jedem Fall ist die kleine Maus zusammen mit Snoopy für uns aber die beste Kaninchenverstärkung der wir uns hätten wünschen können. Nun kommen wir zum Problem: Cleo hat immer wieder mal mehr mal weniger Durchfall. Das Problem sind Hefen, dieses ist vom Tierarzt bestätigt. Zur Ernährung, die Tiere bekommen KEIN Brot, Trockenfutter, Drops o. ä. sondern ausschließlich Frischfutter, Heu, Gemüse, Kräuter. Beim Heu haben wir zunächst Bunny-Heu gefüttert, dieses hat Cleo jedoch eher weniger gegessen, daher haben wir jetzt noch Schwarzwald-Heu mit untergemischt. Hier habe ich das Gefühl, dass der Durchfall wieder zunimmt. Beim Gemüse füttern wir aktuell nur noch Möhre (Menge reduziert), Chicoree, Staudensellerie und Fenchel. Wir hatten früher eine viel größere Auswahl noch an zusätzlichen Sachen wie Pastinake, manchmal Knollensellerie oder Gurke etc. Aber da diese Sachen zu noch schlechterer Verdauung geführt haben, ist die Auswahl aktuell etwas eingeschränkt. Auf Obst verzichten wir gerade ganz (sonst gab es früher 2xWoche etwas Apfel oder zwischendurch mal eine kleine andere Leckerei), aber da der Zucker die Hefen nach meinem Verständnis ja eher noch füttert, lassen wir das aktuell auch. Kräuter komplett gemischt. Bei Snoopy ist alles in Ordnung. Cleo hat an sich einen wirklich guten Appetit, nur ab und an alle paar Tage halt Durchfall. Mal mehr, mal weniger. Die Frage ist nun, gibt es Tiere die bedingt durch eine solche Vorgeschichte evtl. wirklich etwas Trockenfutter brauchen? Also nicht das günstige vom Discounter sondern hochwertiges was nur Heu in gepresster Form enthält o. ä.? Oder welche Empfehlungen gibt es noch bei einem Tier mit einer solchen Vorschädigung. Ingesamt ist dieser Prozess seit ca. 10 Monaten im Gange, wobei es auch Wochen gab die absolut ok waren, also bitte nicht denken wir lassen ein Tier mit Durchfall 10 Monate bei uns so hoppeln. Der Tierarzt hat außer der Diagnose auch keinen Rat mehr hinsichtlich Ernährung, daher hoffe ich, dass es jemanden gibt der evtl. genau das schon einmal hatte und uns und insb. Cleo helfen kann. Danke und LG Wiebke
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| Hallo, versuche es mal mit Cuni Complete von Versale Laga. Das sind gepresste Extrudate und Du bekommst sie in jedem Fressnapf oder auch im Internet (Zooplus, Amazon o.ä.). Hast Du es mal mit Kohl (Spitzkohl, Grünkohl o.ä.) versucht? Auch Endivie wird als Bittersalat gerne genommen. Grundsätzlich führen auch Möhren leicht zu Durchfall und das Futter sollte überwiegend blättrig sein.
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| Hallo Theresa, vielen Dank für Deine Antwort. Grünkohl haben wir versucht, das hat zu Aufgasungen geführt und war leider kein Treffer. Salat versuchen wir immer wieder, immer nur das innere und dann gut gewaschen, wenn wir davon ein wenig geben klappt es, wenn es 2-3 Blätter sind bekommt die kleine Maus auch wieder Probleme. Danke für Deinen Tipp mit dem Cuni Complete, das werde ich mir gleich einmal anschauen. LG Wiebke
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| Hallo Minerva, vielen Dank für Deine Hilfe. Also die Kokzidien wurden sicher diagnostiziert und behandelt. Wir haben die Kleine aus dem Tierheim und danach dann auch nochmal von unserem Tierarzt durchchecken lassen der keine Kokzidien mehr gefunden hat. Das haben wir vor 6 Wochen nur zum Schutz auch noch einmal überprüft. Dabei ist halt wieder der massive Hefebefall zum Vorschein gekommen. Beim Heu haben wir jetzt 4 Sorten durch und mittlerweile eine Lieblingsmischung gefunden, zumindest wird mehr Heu gegessen als früher. Zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Wir bauen gerade unser Haus und werden bald einziehen, für das nächste Jahr habe ich mir dann vorgenommen möglichst viel selbst anzubauen, weil ich das mit dem gespritzten Gemüse auch schon gelesen habe. Daher schäle ich aktuell auch alles wie Möhren etc. Vielleicht kann ich da nochmal auf Bio umsteigen bis dahin, das wäre eine Idee. Zu der Mischung, wie gesagt Obst gibt es gar nicht mehr. Fenchel ist das was unserer Meinung nach ihren Darm noch am meisten beruhigt. Möhrengrün z. B. hat zu massivem Durchfall geführt. Löwenzahn habe ich z. B. auch vom türkischen Gemüseladen gekauft, aber auch das war eher grenzwertig was die Verdauung angeht. Kohlrabiblätter gehen leider auch gar nicht. Da beide überhaupt kein Trockenfutter bekommen, könnte ich das mit dem Kohl nochmal langsam versuchen. Spotzkohl scheint ja bei vielen Tieren zu gehen, das ist eine Idee. Mir wäre halt wichtig zu wissen, ob es grundsätzlich sein kann, dass der Darm durch 3 Monate Kokzidien in den ersten 3 Monaten tatsächlich dauerhaft so geschädigt sein kann, dass er sich nie mehr normal entwickeln wird und daher wirklich eine spezielle Fütterung für sie notwendig ist. Mit Snoopy haben wir noch nie auch nur im Ansatz solche Probleme gehabt. Und es bricht mir das Herz wenn ich neben ihr auf dem Teppich liege und den Bauch massiere und es gluggert und irgendwann hoppelt sie auf Toilette :-(
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| Hallo, ich kann dir aus Erfahrung sagen , das es mit auf das Tier abgestimmte Ernährung besser wird. Als wir unseren kleinen aus dem Tierheim geholt haben, hatte er massiv Bauchprobleme. Er gluckerte, Durchfall und Matschkot waren an der Tagesordnung. Behandlung gegen Würmer und Kokzidien. Wir haben es mit Versela Laga Cuni Nature Re Balance (1 Esslöffel am Tag), einer Mischung aus Fenchel-Anis und Kümmelsamen (jeden Tag 1/2 teelöffel) und viel blättrigem Grünzeug in den Griff bekommen. Zusätzlich gab es 4 Wochen jeden morgen 1 Messerspitze Kieselerde zum Darmreinigen. Und ganz wichtig ein hochwertiges Heu. Gib die Hoffnung nicht auf, unseren konnte man 1 Meter weit gluckern hören und jetzt ist nichts mehr zu hören. Das wird mit der Zeit besser
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| Ich kann dir diese verdauungsdiät nur empfehlen. Ich hab die letztes Jahr mit meiner Häsin gemacht nach dem sie fast zwei Jahre täglich matschigen Blinddarmkot fabriziert hat. Dazu auch immer wieder starken Hefenbefall. Jetzt ist seit fast einem Jahr gar nichts mehr da. Es lohnt sich das einfach mal zu probieren. http://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/verdauung-magen-darm/verdauungs-diaet-fuer-kaninchen/
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| Stichworte |
| hefen futter durchfall |
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