 | Kaninchen | | Registriert seit: 09.08.2009
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Geschrieben am
14.12.2016, 09:20
| | | | Nein, man kann nicht ganz auf ein gutes Trockenfutter verzichten, da hast du völlig Recht Gerti.
Für PietundOskar geht es zunächst aber einmal um die akute Situation, da liegt eine Blasenentzündung vor die zunächst einmal ausheilen sollte.
Und in solch einem Fall ist es zunächst wichtiger, für Flüssigkeitszufuhr (eben "zwangsweise" durch fast ausschließliche Frischfütterung) und für die Reduzierung von reizenden Sedimenten in der Blase zu sorgen. Und zwar genau so lange, bis die Entzündung ausgeheilt ist.
Danach muss man dann schauen, wie man die Ernährung für jedes Blasengries-Kaninchen individuell so zusammenstellt dass es alle notwendigen Nährstoffe bekommt, dass man darüber hinaus beispielsweise gezielt auf den Oxalsäuregehalt der Futtermittel achtet (falls der Gries hauptsächlich aus Kalziumoxalat besteht) und dass eine ausreichende Menge an Flüssigkeit aufgenommen wird.
Deine Beobachtung, dass reine Gemüsefütterer öfter von Blasengries berichten, kann ich so nicht nachvollziehen, rein gefühlsmäßig sind sie meiner Beobachtung nach nicht öfter betroffen als Leute, die auch Trockenfutter füttern. Um das auf eine pseudo-objektive Ebene zu bringen, müsste man allerdings mal alle derartigen Hilfegesuche des Forums (oder auch aus anderen Foren oder sozialen Netzwerken) auswerten. Und auch dann wird es schwer werden, tatsächliche Objektivität herzustellen. Denn zum einen sind sicher einige dieser Hilfesuchenden nicht mehr für Nachfragen erreichbar, zum anderen ist man natürlich immer auf die Ehrlichkeit der Angaben angewiesen und genau da liegt das Problem: Trockenfutter wird viel zu häufig komplett über den selben Kamm geschoren.
Könnte dieser Eindruck mit den Gemüsefütterern auch vielleicht entstanden sein, weil gerade diese Leute besonders nachdrücklich um Hilfe suchen, weil sie ja die "bösen" kalziumreichen Futtersorten von sich aus bereits meiden? Andere kommen vermutlich zunächst einmal auf die Idee, die Trockenkräuter wegzulassen und landen dann bei der reinen Gemüsefütterung (zumindest im Winter). Das Problem besteht aber möglicherweise schon länger, und sicher werden nicht alle ausführlich schreiben was sie früher gefüttert haben, sondern ausschließlich auf die aktuelle Fütterung abstellen - um genau hier weitere Tipps zur Verbesserung zu bekommen. |