 | Kaninchen | | Registriert seit: 09.08.2009
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Geschrieben am
05.06.2014, 07:47
| | | | Ich möchte dir der Einfachheit halber die Seite [url]www.kaninchenwiese.de[/url] ans Herz legen.
DIE besonders gesunden Gemüse- und Obstsorten gibt es nämlich nicht, weder für Mensch noch für Tier. Zum einen mag nicht jeder alles, zum anderen kann auch die gesündeste Sorte nicht mehr gesund sein wenn sie in riesigen Mengen und ausschließlich die eine gegessen wird.
Um zu verstehen was Kaninchen gut tut, muss man sich einerseits ihre Bedürfnisse (Innen- oder Außenhaltung? Größe? Alter? Evtl. Krankheiten?) anschauen, und andererseits sollte man sich ansehen wie sich Wildkaninchen ernähern.
Dabei fällt auf, dass Kaninchen wahre Feinschmecker sind. Sie fressen mal hier einen Halm und mal dort ein Blatt, erschnuppern das Angebot und wählen einzelne Bestandteile aus. Den größten Anteil der Nahrung macht blättriges Futter aus. Dazu zählen die Kräuter und Unkräuter ebenso wie Blätter von Büschen (z. B. Haselnuss) und Gräser. Auch Gemüsegrün und blättrige Gemüsesorten zählt hierzu, sehr zum Leidwesen der Landwirte. Ergänzt wird das ganze dann bei höherem Energiebedarf und passender Jahreszeit um Obst und Samen (Winterspeck anfuttern) sowie bei Nahrungsknappheit auch Wurzeln (z. B. Möhren).
Die Ernährung unserer Kaninchen sollte ähnlich aufgebaut sein. Blätter aller Art - je mehr Auswahl desto besser - stehen als Basis der Kaninchenernährungspyramide. Darüber schaut man dann, wie viel Energie das Nin benötigt, und passt daran die Menge an Sämereien und Knollen- und Wurzelgemüsen an, als Leckerchen gibt es Obst.
Futterlisten gibt es viele, um allzu feste Fütterungsempfehlungen sollte man aber einen Bogen machen. Sie sind auf Dauer meist zu einseitig.
Die Umstellung hängt davon ab wie alt deine Nins sind und ob sie bereits einen geschädigten Darm haben. Jungtiere kann man meist sehr problemlos umstellen weil die Darmflora noch nicht jahrelang an Industriefutter gewöhnt wurde, ältere Tiere stellt man langsamer um. Man beginnt mit einer Sorte Frischfutter, und gibt davon jeden Tag mehr und beobachtet den Kot dabei. Bleibt er ausreichend fest, darf am nächsten Tag die Menge weiter erhöht werden. Ist diese Sorte angefüttert, nimmt man die nächste dazu. Hat man einige Sorten angefüttert, ist der größte Teil der Arbeit getan, neue Sorten werden dann probeweise in kleiner Menge gegeben, und dürfen dann schneller im Gemisch mit den gewohnten Sorten auch in größerer Menge angeboten werden.
Kohl ist mit etwas mehr Vorsicht anzufüttern, da er blähen kann. Gleiches gilt für Klee. Es gibt aber keinen Grund diese Futtersorten generell zu meiden, im Gegenteil. Nur die Gewöhnung soll vorsichtig erfolgen. Besonders verträgliche Kohlsorten sind Chinakohl und Broccoli. Heiß geliebt von fast allen Kaninchen und ein Klassiker: Kohlrabiblätter! Dafür hätten meine wohl sogar einen Kopfstand gemacht.
Das gewohnte Trockenfutter wird während dieser Zeit - bitte noch VOR der ersten Kohlfütterung! - ausgeschlichen. Man reduziert hier täglich die Menge, bis man gar keines mehr davon gibt. Man kann übliches Trockenfutter insbesondere für die Übergangszeit mit Trockenkräutern ersetzen - je weniger gewohntes Futter, desto mehr Trockenkräuter landen im Napf bis gar kein Industriefutter mehr darin ist. |