 | Kaninchen | | Registriert seit: 09.08.2009
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Geschrieben am
18.05.2014, 15:10
| | | | Ein hervorragender Tierarzt - den solltest du behalten. Er hat nämlich völlig Recht, Kaninchen sind Herbivoren. Übersetzt man es genau, heißt es "Krautfresser".
Kaninchen fressen in freier Wildbahn zu einem sehr überwiegenden Teil Gräser, (Un-)Kräuter und andere Blätter, seltener auch Rinde und Zweige. Nur wenn das grüne Frischfutter wenig zur Verfügung steht, gehen sie auch an die Wurzeln - Möhre und Co sind also eher ein "Notfutter". Ein Wildkaninchen das die Wahl hat, wird vermutlich eher den Bauern schädigen indem es das Möhrengrün abfrisst, als dass es die Möhre ausbuddelt.
Futtermittel mit hoher Energiedichte wie Obst und Samen stehen in der Natur überwiegend im Sommer bzw. Herbst zur Verfügung, und dienen zum anlegen des Winterspeck-Vorrates.
Bei den Hauskaninchen muss man ein wenig unterscheiden, denn große Rassen und Riesen haben einen Energiebedarf den sie allein aus diesem blättrigen Futter nicht decken können. Sie sind grundsätzlich auf energetisch besser ausgestattete Zusatzrationen angewiesen. Bei den kleinen und Zwergrassen unterscheidet man vor allem nach der Art der Haltung, und gibt Außenkaninchen mehr Futter mit hoher Energiedichte als Innenkaninchen, weil letztere nicht einen so hohen Energieverbrauch haben.
Natürlich darf auch ein Innenkaninchen etwas von seiner geliebten Möhre haben, und auch gegen eine Apfelspalte ab und an ist nichts einzuwenden. Nur muss man darauf achten dass die Energiezufuhr nicht so hoch ist, dass zu wenig Kaubewegungen insgesamt auf den Tag verteilt erfolgen. Außerdem ist die Auf-Zu-Bewegung bei harten Futtersorten belastender für die Kiefergelenke als die seitlich-mahlende Bewegung beim fressen von Blättern. Deshalb heißt es Maß zu halten mit solchem Futter, um den ausreichenden Zahnabrieb zu gewährleisten. |