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Giftpflanzen-sinnvoll? auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von hasis2011
Kaninchen
 
Registriert seit: 14.02.2011
Beiträge: 30.760
hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.05.2014, 15:31

Giftpflanzen-sinnvoll?


Über dieses Thema gibt es hier eine interessante Diskussion:

[url]http://www.degupedia.de/forum/viewtopic.php?t=3281&sid=a8bfefbd85bdef25049c74e04 3caf117[/url]

Wie steht ihr zu dem Thema?



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Benutzerbild von shiwa74
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 12.03.2014
Beiträge: 76
shiwa74 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.05.2014, 16:44

Ich kann das gar nicht öffnen???



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Liebe ist niemals ohne Schmerz...sagte der Hase und umarmte den Igel !




Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.05.2014, 18:59

Ich selbst bin mittlerweile auf dem Standpunkt angekommen, dass zu große Angst vor "Giftpflanzen" gar nicht nötig ist. Ich weiß nicht mehr ob das hier oder im Rassezuchtforum war, wo mir jemand sagte, dass es nahezu unmöglich sei, einen spezialisierten Pflanzenfresser mit Pflanzen umzubringen (oder warst das gar du, Alex?). Ich jedenfalls mache mir kein Brett mehr um das was ich in den Stall werfe, sofern es von der Wiese kommt. SIe bekommen jeden Tag solche Mengen, dass sie niemals gezwungen sind, etwas Unbekömmliches zu fressen. Die Jungtiere lernen von den Alttieren, was gut ist und was nicht. Ich habe beobachtet, dass sie an Mutters Maul riechen, wenn die frisst. Ob da nun Jakobskreuzkraut drin ist, interessiert mich nicht mehr, seit ich weiß, dass Kaninchen das Zeug sogar lieben und gar nicht daran denken, daran einzugehen. Und ich sehe jeden Tag, dass sie aussortieren, was ihnen nicht gefällt. Zudem gibt es ja noch den berühmten Spruch von Paracelsus: "In allen Dingen ist Gift, es gibt nichts, in dem kein Gift ist. Allein die Dosis macht das Gift."



Tinachen, hasis2011, gerti and 4 others like this.

Benutzerbild von hasis2011
Kaninchen
 
Registriert seit: 14.02.2011
Beiträge: 30.760
hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.05.2014, 19:05

Ja das war ich.

Ich mache es so wie du und mache die selben Beobachtungen. Vor Allem beobachte ich, das meine Kaninchen gerade die Pflanzen, von denen es überall heißt "Nur in kleinen Mengen und im Gemisch" am liebsten und in großen Mengen fressen.

Ich selektiere nichts mehr vor, ich werfe alles rein, was ich finde.



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Benutzerbild von Minerva
Kaninchen
 
Registriert seit: 19.10.2013
Beiträge: 42.082
Minerva befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.05.2014, 19:13

Ich habe anfangs selektiert - nun überlasse ich das seit Jahren allein den Kaninchen!
Ich pflücke durchaus gezielt gewisse Pflanzen, aber achte nicht mehr darauf, was ich nebenbei noch mitpflücke. Keines meiner Kaninchen hat dadurch jemals Schaden genommen. Was morgens noch im Gehege liegt, kommt weg (manches wird getrocknet) und dann wieder reichlich nachgereicht.



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Benutzerbild von Streicher
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2009
Beiträge: 8.961
Streicher ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 11.05.2014, 19:33

Nicht nur bei Tieren ist es so, es gibt auch kaum hochgiftige Pflanzen für Menschen. Das was wir alles als giftig bezeichnen, ist im Grunde gar nicht giftig. Das Problem ist nicht das Gift oder die Pflanze sondern der falsche Umgang und das heutzutage mangelnde Wissen.

Meine bekommen alles, es gibt kaum was, was ich nicht pflücke und das auch nur, weil es tatsächlich hochgiftig ist und das auch für uns Menschen.



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Unkraut ist die Opposition der Natur gegen die Regierung der Gärtner.
(Oskar Kokoschka)



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.03.2014
Beiträge: 142
Goldaländer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.05.2014, 19:53

Ich plücke vor Ort durchaus schon bevorzugte Pflanzen, aber selektiere nachher nicht mehr aus, wenn doch mal was anderes "mitgenommen" wurde. Dazu halte ich die Menge, die ich täglich pflücke für ausreichend, damit meine selbst selektieren können. Immerhin schmeissen wir jeden Tag mindestens 1/4 der alten Wiese wieder weg, ehe neue ausgelegt wird.

Es gelten ja Wiesenbärenklau, Löwenzahn, Gänsedistel und Knoblauchsrauke, um nur einige zu nennen, auch als "giftig", werden aber durchaus auch von meinen gefressen. Aber Hahnenfuss zum Beispiel nehme ich jetzt nicht unbedingt absichtlich mit, der gerät eher zufällig mit ins Futter, weil er nun mal dicht an dicht mit anderen Pflanzen steht. Das Ganze sehe ich aber nicht so dramatisch. Und bisher bin ich ganz gut damit gefahren.

Einen Anfänger deswegen aber zu raten, um es überspitzt auszudrücken, einfach alles was er findet seinen Kaninchen hinzuwerfen damit diese selbst selktieren können, würde ich jedoch nicht tun. Wer weiß, was der- oder diejenige dann so sammelt und in welchen Mengen. Ein klein wenig Ahnung sollte man diesbezüglich meiner Meinung nach schon haben. Vor allem, wenn die Wiese das Hauptfutter darstellt. Aber die Angst vor Giftpflanzen ist oft auch übertrieben, das stimmt schon.



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Geändert von Goldaländer (11.05.2014 um 23:00 Uhr). Grund: Rechtschreibung

Benutzerbild von Keks3006
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.01.2012
Beiträge: 4.002
Keks3006 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.05.2014, 20:43

Ich finde das Wort "Giftpflanzen" ehrlich gesagt schlecht gewählt Das schreit ja geradezu "pflück mich nicht, ich bin tödlich" - und das gilt doch für quasi keine Pflanze auf den heimischen Wiesen in Bezug auf Kaninchen.

Zitat:
Zitat von Goldaländer Beitrag anzeigen
Einen Anfänger deswegen aber zu raten, um es überspitzt auszudrücken, einfach alles was er findet seinen Kaninchen hinzuwerfen damit diese selbst selktieren können, würde ich jedoch nicht tun. Wer weiß, was der- oder diejenige dann so sammelt und in welchen Mengen. Ein klein wenig Ahnung sollte man diesbezüglich meiner Meinung nach schon haben. Vor allem, wenn die Wiese das Hauptfutter darstellt. Aber die Angst vor Giftpflanzen ist oft auch übertrieben, das stimmt schon.
Ich finde es aber, gerade, wenn Wiese das Hauptfutter ist, auch nicht gerade unproblematisch, wenn immer nur ein stark begrenztes Sortiment angeboten wird. Gerade dann muss man doch schauen, dass der gesamte Nährstoffbedarf des Kaninchens durch die Wiesenfütterung gedeckt werden kann, und ich glaube nicht, dass das der Fall ist, wenn es, überspitzt gesagt, nur Löwenzahn, Klee und Gänseblümchen gibt. Und inwieweit ist es bedarfsdeckend, wenn man nur 20 Sorten pflückt, wenn andererseits Wildkaninchen 200 fressen?

Wenn man selektieren möchte und nur das mitnehmen möchte, was man kennt, dann muss man auch bereit sein, sich relativ zügig ein entsprechendes Pflanzenwissen anzueignen. Macht man das nicht, halte ich es persönlich für die bessere Alternative, einfach alles Mögliche mitzunehmen und die Kaninchen selbst entscheiden zu lassen (ggf. die unverträglichen Pflanzen wie Aronstab lernen und drumherum pflücken). Die Wahrscheinlichkeit, durch Zufall mitten auf einer Wiese z.B. einen Schierling zu pflücken, geht zudem gegen Null, d.h. die Gefahr ist recht überschaubar, wenn man dann auch noch bedenkt, dass die Kaninchen ihn a) vermutlich nicht fressen würden und dass b) kleine Mengen Schierling sie auch nicht umbrächten.

Ich pflücke auch zum Großteil gezielt und ich weiß, was ich da pflücke (aber nehme Hahnenfuß und Co. grundsätzlich mit). Ich finde so einfach viel mehr Kräuter, als wenn ich mich einfach auf eine Wiese stelle und wahllos einen Quadratmeter absense und mitnehme. Über das Jahr verteilt gibt es eine Auswahl aus deutlich mehr als 100 Pflanzen (wenn man Unterarten mitzählt), die täglich je nach Jahreszeit und Pflückstrecke variiert. Es wandern inzwischen auch die Kräuter in meinen Korb, die ich anfangs als "bedenklich" außenvor gelassen habe. Und sie werden ohne Probleme entweder vertragen oder ausselektiert.


Musste editieren, da vorschnell auf "Antworten" geklickst



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Geändert von Keks3006 (11.05.2014 um 20:56 Uhr).

Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.05.2014, 22:34

Ich habe gar nicht die Zeit jeden Tag loszugehen und per Hand für derzeit 16 Kaninchen zu pflücken. Außerdem macht sensen unheimlich Spaß Ich schaue vorher wo es was gibt und versuche mich an Stellen zu halten, wo es möglichst viele Arten gibt. Zum Glück darf ich auf dem Nachbargrundstück hauen, der Eigentümer lagert dort Brennholz und lässt die Wiese ansonsten wie sie ist. Es gibt dort reichlich Bärenklau, Wiesenkerbel, Taubnessel und viele andere Pflanzen neben dem Gras. Der angrenzende Feldweggraben wurde mir als bisher ungenutzt gezeigt, dort werde ich die Tage mal gucken gehen was alles wächst und bei der Gemeinde anfragen, ob ich mir den Bewuchs zum Heuen holen darf. Was halt bedingen würde, dass sie es nicht runter mähen. .. Insofern bin ich in einer absolut paradiesischen Lage und mache mir um etwaige "Giftpflanzen" keine Gedanken. Gut, vor dem Heuen werde ich schon mal gucken, denn das Selektieren funktioniert ja dem vernehmen nach im Heu nicht mehr so gut. ..




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 14.11.2013
Beiträge: 414
Pedro.Penelope befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.05.2014, 23:44

Ich werde immer mutiger. Ich hab auch keine Lust für fünf Kaninchen 40 Sorten sorgfältig Blättchen für Blättchen zu pflücken und nehme jetzt auch Sachen mit, die ich nicht 100% identifizieren kann. Meine bekommen aber aktuell auch ca. 1/3 mehr als sie eig. fressen. Da haben sie Auswahl



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Benutzerbild von SilversWacht
Kaninchen
 
Registriert seit: 27.04.2014
Beiträge: 2.964
SilversWacht befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.05.2014, 00:16

Und ich trau mich nur an Gras, Löwenzahn und Wegerich. :'(
Und Gänseblümchen...

Ich weiß nicht, ich bin, was dieses Thema angeht, ein totaler Schisser. Aber ich habe mir fest geschworen... sobald alle Neune zusammen sind, wandert auch mehr mit. Ich bin schon fleisig am gucken, was nicht in das Körbchen gehört. Dabei weiß ich ganz genau, wie wichtig gute, artenreiche Wiese ist....

Ich glaub, ich bräuchte einfach mal jemanden hier aus der Ortschaft, der mich mal schön bei die Hand nimmt, und das nochmal ganz in Ruhe mit mir angeht. :^|

Ich trau mich ja nichtmal in Feldwiesen rein, immerhin gehören die Felder irgendjemanden. Ich wär ja auch nicht begeistert, wenn jemand auf meinem Feld rumlatscht, auch wenns nur Wiese wäre (denk ich).

Und am Main, in unseren Schrebergärten waren so tolle Wiesen und ... da waren die Abgezäunt! Das hat mich nur bestätigt, das ich auf Wiesen nix zu suchen habe



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Benutzerbild von Keks3006
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Keks3006 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.05.2014, 08:18

Was gehört denn deiner Meinung nach nicht ins Körbchen? Ich wette, da können wir deine Bedenken zerstreuen

Ich pflücke auch kaum auf Wiesen, sondern an Weg- und Waldrändern und am Feldrand, wenn da nicht kürzlich gespritzt wurde. Die Vielfalt ist dort größer als auf stark bewirtschafteten Wiesen.



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Benutzerbild von SilversWacht
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Registriert seit: 27.04.2014
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SilversWacht befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.05.2014, 11:33

Momentan pass ich eigentlich nur auf, dass beim Pflücken kein Hahnenfuß mit drinnen landet. Da pflück ich ich schön das Löwenzahn und den Wegerich außen rum. Haha..
Und bei den Doldenblütern bin ich gerade dabei, Proben zu sammeln und die am PC zu bestimmen.
Gut, den Schierling dürfte ich so mit seinen Flecken auch erkennen. Aber bei den anderen würde ich dennoch gerne erkennen können, was was ist.

Sobald meine Kamera wieder aufgetaucht ist, werde ich dann ordentlich meine Bestimmungstafeln und den Thread für unbekannte Pflanzen beanspruchen.

Denn nur Gras/Löwenzahn/Wegerich ist zwar ein Anfang, aber bei weiten keine zufriedenstellende Lösung.



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Keks3006 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.05.2014, 20:13

Hahnenfuß wirkt antibakteriell und ist zudem ein natürliches Mittel gegen Wurmbefall. Vor allem die jungen Pflänzchen futtern Kaninchen sehr gern.



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SilversWacht befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.05.2014, 20:37


Man lernt nie aus das ist das schöne in der Welt, man lernt nie aus!
Sollte ich evtl doch in Maße mitpflücken... vor allen bei meinen Kokzidienkranken kann das nicht so verkehrt sein.
Gut, dass sind nun keine Bakterien... aber Würmer sind ja auch keine Bakterien.



Ich glaube, ich muss da echt mal mutiger werden. Ich hatte auch immer so ein Bedenken bei unseren Bauernhortensien, da die Nins da gerne mal dran fressen. Aber ist bislang ja auch nie was passiert, auch wenn man viel darüber ließt, dass die giftig seien...



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Benutzerbild von hasis2011
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hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.05.2014, 20:44

Nimm mal all deinen Mut zusammen und pflück einfach drauf los, ohne hinzusehen, eine richtig schöne Menge, alles was du erwischst, mehr als sie fressen können und schmeiß das den Kaninchen rein. Ich wette mit dir, das sie alle am nächsten Tag noch leben und quietschvergnügt sind. Und ich wette auch mit dir, das sie dann deine Hortensie in Ruhe lassen.



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