Zitat:
Zitat von telerie Laut meinespflanzenfuehrers ist er stark giftig |
Das Herkulesstaude als stark giftig gilt, ist gar nicht so verkehrt. Mythen entstehen meist dann, wenn ein Mensch auf irgendetwas stark reagiert. So kommt auch der Mythos zustande, Eberesche sei hochgiftig für Menschen.
Alle Teile der Pflanze enthalten toxische Bestandteile, dies ist allerdings sowohl in Herkulesstaude als auch in Bärenklau der Fall. Vor allem Furucumarin, was dazu führt, dass es zu phototoxischen Reaktionen kommt. Obwohl heute weit verbreitet ist, dass Herkulesstaude zu starken Verbrennungen und Hautreaktionen führt, ist der Furucumaringehalt im Bärenklau, welchen wir als Salat verzehren können um einiges höher. Demnach ist es genau umgekehrt, Bärenklau müsste man als hochgiftig bezeichnen.
Bis vor 2 Jahren hätte ich auch noch gesagt, Herkulesstaude sei hochgiftig. Die Mythen von früher halten sich hartnäckig, da viele Bücher und auch die Medien diese immer wieder hervor holen.
Unumstritten ist, dass beide Pflanzen einiges an Giftstoffen enthalten, die vor allem mit UV-Strahlung reagieren. Dennoch sind beide Pflanzen für die Kaninchen zum Verzehr geeignet und Bärenklau auch für den Menschen.
Empfindliche Menschen sollten beide Pflanzen nicht bei praller Sonne pflücken. Meine Mutter zum Beispiel reagiert sogar auf Bärenklau.
Falls es sich um den Pflanzenführer, "Pflanzen für Heimtiere gut oder giftig" handelt, ist dieser in Bezug auf die Fotos und Beschreibung der Pflanzen sehr gut. Was die Giftigkeit betrifft und ob diese verfüttert werden können, sind die Angaben allerdings verkehrt. Ich besitze das Buch auch, man kann sich allerdings in den letzten beiden Punkten nicht darauf verlassen.