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suntrek 29.07.2013 14:29

Selbst Innehaltungstiere müssen nicht immer das fressen das sie bekommen. Ich selber habe auch welche im Haus, Pflegetiere vom Tierheim. Selbst die habe ich mittlerweile soweit das sie täglich aus der größeren Auswahl von aktuell min.50 Wildpflanzen+ Gräser (Süß und Sauer)+ verschiedenen Zweige selektieren. Erst so kann ich sie überhaupt in den Garten lassen denn was bei uns im Garten ist, ist für Tiere die nicht selektieren nicht so priekelnt.

Hier im Garten wäre Hortensienen und Thuja auch schon mal fast gekilt worden die wurden, aber nur in einer kruzen Zeit gerne gemocht danach nicht mehr zum Glück sonst würden sie auch nicht mehr leben.
Efeu frisst Molly meisten früh im Jahr, aber da on mass und nur das was wir im Garten haben/hatten also nur diese Sorte, aber auch die alten Blätter und so. Ich habe in so einer Zeit von bald 5 anderen Orten also von 5 verschiedenen Pflückstellen Efeu mit gebracht den wollte sie nicht habe ich dagegen was aus dem Garten hingehalten wurde dieser sofort gemampft. Ich habe absolut keine Ahnung wonach die selektiert.

Lupine 29.07.2013 14:39

Zitat:

Zitat von suntrek (Beitrag 539394)
Ich habe in so einer Zeit von bald 5 anderen Orten also von 5 verschiedenen Pflückstellen Efeu mit gebracht den wollte sie nicht habe ich dagegen was aus dem Garten hingehalten wurde dieser sofort gemampft. Ich habe absolut keine Ahnung wonach die selektiert.

Hast du eine Ahnung, ob es sich tatsächlich um die gleiche Efeusorte gehandelt hat?

@ hasis2011: Kaninchen sind eine - verhältnismäßig - kurze Zeit domestiziert. Aber sie sind längst nicht mehr identisch mit den Wildkaninchen. Ihr Herz ist weniger leistungsfähig und kleiner, der Darm bei vergleichbarer Größe etwas kürzer. Die Domestikation hat erhebliche (!) Spuren hinterlassen, die durchaus einen Einfluss auf die Verwertbarkeit oder Verträglichkeit von Futtermitteln haben können.

@ Keks3006: ich kann durchaus bestätigen dass ich bestens kaninchenverträglich bin ;) Ob ich allerdings gut schmecke wage ich zu bezweifeln, Jule spuckte meinen Finger jedenfalls schnell wieder aus.

hasis2011 29.07.2013 14:42

Zitat:

Zitat von Tinachen (Beitrag 539357)
Wobei ich das völlig wahllose Füttern besonders bei Innenhaltungskaninchen mit noch mehr Skepsis betrachte. Die müssen nämlich fressen was ihnen vorgesetzt wird. Ob das wirklich immer so gut ist?

Und das ist der springende Punkt. Es liegt nicht an den Kaninchen wenn sie giftige Pflanzen im Überfluss fressen, sondern am Menschen, der ihnen die Möglichkeit nimmt, zu selektieren. Kaninchen, die frei entscheiden können, werden sich nicht vergiften.

Lupine 29.07.2013 14:50

Zitat:

Zitat von hasis2011 (Beitrag 539408)
Kaninchen, die frei entscheiden können, werden sich nicht vergiften.

Doch. Es gibt solche Fälle, wo Kaninchen beim Gartenfreilauf z. B. Eibe aufgenommen haben, mit tödlichem Ausgang. Sie hatten die freie Wahl zwischen allen im Garten befindlichen Pflanzen.

Solche allgemeinen Aussagen sind höchst gefährlich. Es mag sein dass tatsächlich ein Großteil der Kaninchen lieber bekanntes frisst und bei unbekanntem auf den Probebiss vertraut - wobei bei hochgiftigen Pflanzen selbst der schon tödlich enden kann. Ich bin aber sicher, dass es Kaninchen gibt die die Selektionsfähigkeit teilweise oder ganz verloren haben, und nur weil mindergiftige Pflanzen nicht sofort zu merkbaren Vergiftungserscheinungen führen, sind sie nicht gleich harmlos.

Und sollte tatsächlich jemand deine Aussage aus dem Zusammenhang reißen hasis2011, dann könnte es noch mehr Fälle geben wo Halter unbedarft ihre Nins sogar in unmittelbarer Nähe zu hochgiftigen Pflanzen laufen lassen. Es ist so unendlich einfach, ein Zitat so zu kürzen dass es immensen Schaden anrichten kann. Lies mal deinen Satz so wie ich ihn zitiert habe, und stell dir vor dass er komplett aus diesem Thread irgendwo anders hin transferiert wird...

Benny 29.07.2013 14:54

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 539412)
Doch. Es gibt solche Fälle, wo Kaninchen beim Gartenfreilauf z. B. Eibe aufgenommen haben, mit tödlichem Ausgang. Sie hatten die freie Wahl zwischen allen im Garten befindlichen Pflanzen.

Ich finde es sehr fraglich, ob diese Kaninchen wirklich daran gestorben sind, oder nicht doch an was anderem. Sie könnten sich auch einfach aufgrund von Innenhaltung mit Heu/Gemüsefütterung und dann mal ein paar Stunden Gartenfreilauf am Grünzeug überfressen haben, sodass sie an einer unerkannten Aufgasung gestorben sind. Und das wurde dann auf Eibe geschoben, weil das Kaninchen gesehen wurde, wie es an der Eibe rumgezuppelt hat.
Ich persönlich würde sowas erst glauben, wenn so ein Kaninchen obduziert worden wäre und ich dafür einen Beweis hätte, dass es sich mit Eibe vergiftet hat.

hasis2011 29.07.2013 14:56

Das Zitat hast ja du zerrissen, nicht ich.;)

Wurden diese Fälle genauer untersucht? Obduktion oder nur Vermutungen?

Lupine 29.07.2013 15:07

In zwei Fällen wurde berichtet, dass diese Kaninchen tatsächlich obduziert wurden, und die Vergiftung zweifelsfrei festgestellt wurde. Der Halter hat nämlich nicht gesehen was die Kaninchen angefressen haben, und wollte die Ursache für den plötzlichen Tod wissen.

Eibe führt übrigens sehr schnell zum Tod, sehr viel schneller als eine Aufgasung. Je nach aufgenommener Menge dauert es oft nicht mal eine halbe Stunde. Manche Tiere versterben noch schneller, man hat kaum Zeit zu reagieren. Besonders gefährlich sind die Auswirkungen auf Herz und Atemmuskulatur. Die Tiere sterben - wie Menschen auch nach der Aufnahme von Eibennadeln - an Herzstillstand bzw. an Atemlähmungen.

Wie gefährlich auch nur ein einziger Biss Eibe sein kann, kann man sich ausrechnen wenn man einmal in der Giftpflanzendatenbank der Uni Zürich nachsieht. Die letale Dosis für Kaninchen ist mit 0,7 g pro Kilo Körpergewicht angegeben. Ein Hermelinkaninchen würde demnach bereits an einem einzigen Gramm Eibennadeln sterben. Hasen dagegen scheinen recht unempfindlich gegen Eibe zu sein.

Lupine 29.07.2013 15:09

Zitat:

Zitat von hasis2011 (Beitrag 539418)
Das Zitat hast ja du zerrissen, nicht ich.;)

Richtig. Allerdings nicht aus bösem Willen, sondern um dir zu zeigen wie einfach es aus dem Zusammenhang gerissen werden kann. Scheinbar allgemeingültige Aussagen bergen insbesondere im Zusammenhang mit Gefahrenquellen immer ein besonderes Risiko.

Keks3006 29.07.2013 15:21

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 539406)
@ Keks3006: ich kann durchaus bestätigen dass ich bestens kaninchenverträglich bin ;) Ob ich allerdings gut schmecke wage ich zu bezweifeln, Jule spuckte meinen Finger jedenfalls schnell wieder aus.

Uaaaaah :D

Mit Eibe würde ich das Risiko auch nicht eingehen wollen - ich würde meine Kaninchen niemals nie nicht in die Nähe einer Eibe lassen, obwohl ich von ihren Selektionskünsten überzeugt bin. Zum Glück sind aber die wenigsten Pflanzen mit der Giftigkeit von Eibe zu vergleichen. Einige Pflanzen, die ich schon neben Eibe unter "stark giftig" gefunden habe - z.B. Rhododendron - werden von meinen Kaninchen regelmäßig angeknabbert.

Dass Eibe für Kaninchen in den meisten Fällen tödlich ist, halte ich auch für erwiesen. Ich habe sogar mal gelesen, dass sich Wildkaninchen an Eibe vergiftet haben - weiß allerdings nicht mehr, wo.

suntrek 29.07.2013 16:07

Ich wüsste noch nicht mal wie ich Efeusorten unterscheiden soll also kan ich gar nicht sagen, ob es die gleiche Sorte war oder nicht.
Meine haben ein kleinen Eibenzweig im festen Auslauf dieser wir aber nicht gefressen der wurde eher ausgebuddelt bei Buddelarbeiten. Ich vermutete mal, dass dort und in anderen Gebüschen hier Eibe wächst, weil mein Vater dort wo unser Auto steht eine Eibenhecke gepflanzt hat.

Lupine 29.07.2013 16:37

Zitat:

Zitat von Keks3006 (Beitrag 539430)
Uaaaaah :D

War übrigens ein Versehen. Man sollte keinem Staubsaugerkaninchen im fast Dunklen eine Möhre hinhalten :D Sie hat sofort gemerkt dass sie nicht die Möhre erwischt hatte, und ich hatte nicht mal eine Verletzung. Mein liebes Julchen :o ich hatte tatsächlich den Eindruck, es hat ihr richtig leid getan.

Zitat:

Mit Eibe würde ich das Risiko auch nicht eingehen wollen - ich würde meine Kaninchen niemals nie nicht in die Nähe einer Eibe lassen, obwohl ich von ihren Selektionskünsten überzeugt bin.
Tja - so 100%ig überzeugt bist du dann wohl doch nicht, nehme ich an. Ich finde es allerdings sehr gut, dass du zumindest auf so hochgiftige Pflanzen achtest.

@ suntrek: Ich würde den Zweig aus dem Auslauf entfernen. Was, wenn er verdorrt und anfängt zu nadeln und die Kaninchen ihn möglicherweise nicht mehr als Eibe erkennen? Das ist extrem gefährlich dann.

Benny 29.07.2013 18:35

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 539469)
@ suntrek: Ich würde den Zweig aus dem Auslauf entfernen. Was, wenn er verdorrt und anfängt zu nadeln und die Kaninchen ihn möglicherweise nicht mehr als Eibe erkennen? Das ist extrem gefährlich dann.

@suntrek
Dann solltest du auch dein Heu akribisch genau durchsuchen, nicht, dass da auch irgendwas Getrocknetes drin ist was die Kaninchen vergiftet.

suntrek 29.07.2013 18:54

Mein Heu stammt vond er Heuwiese hier wo ich genau weiß was da wächst. Ich kenne alle Pflanzen die dort wachsen. Ich sammel mir sogar die Reste immer selber weg. Also da ist nichts drin. Sondern da sind tolle Pflanzen drin. Dazu wird hier Heu noch nichtmal gefressen.

Lupine 29.07.2013 20:04

Ich würde das Heu auf jeden Fall kontrollieren, wenn ich zum Beispiel wüsste dass in der Region Fälle von Jakobskreuzkraut aufgetreten sind. Es geht hier nicht darum, alles und jedes zu kontrollieren, sondern eine bereits BEKANNTE Gefahr zu vermindern.

Mal ganz ehrlich, wo bitte ist das Problem, eine als giftig bekannte Pflanze aus einem Kaninchengehege zu entfernen? Zumal sie dort nicht bewusst angepflanzt wurde, dort also auch nicht ausdrücklich erwünscht ist?

Keks3006 29.07.2013 20:10

Zitat:

Zitat von Lupine;
Tja - so 100%ig überzeugt bist du dann wohl doch nicht, nehme ich an. Ich finde es allerdings sehr gut, dass du zumindest auf so hochgiftige Pflanzen achtest.

Doch, bin ich. Aber ich trage die Verantwortung für die Kaninchen und bei den Risiken, die ich in kauf nehme, gibt es Grenzen. Ich kann so überzeugt sein wie ich will - die Möglichkeit, dass ich mich doch irre, kann ich nie komplett ausschließen. Da sorge ich lieber vor.

An Jkk dagegen stirbt garantiert kein Kaninchen. Dass sie resistent sind, ist erwiesen. Dad hat auch mit Toleranz nichts zu tun. Da bin ich absolut nicht vorsichtig.

april 03.08.2013 07:53

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 539423)
Wie gefährlich auch nur ein einziger Biss Eibe sein kann, kann man sich ausrechnen wenn man einmal in der Giftpflanzendatenbank der Uni Zürich nachsieht. Die letale Dosis für Kaninchen ist mit 0,7 g pro Kilo Körpergewicht angegeben. Ein Hermelinkaninchen würde demnach bereits an einem einzigen Gramm Eibennadeln sterben. Hasen dagegen scheinen recht unempfindlich gegen Eibe zu sein.

In der Giftdatenbank steht die Menge an Taxin mit LD50 - das ist nicht das Gleiche wie die Menge an Pflanze. Für die lethale Dosis von 0.7g Taxin/kg Körpergewicht braucht es etwa 20g Pflanze (ohne Fruchtfleisch, das ist ungiftig, aber der Kern im Fruchtfleisch ist wieder giftig). Und dann - LD50 - kippt die Hälfte der Kaninchen um.

Falls jemand eine genügend genaue Waage und eine Eibe hat, würde mich mal interessieren, wieviele Nadeln 20g ergeben. Ein Esslöffel voll? Zwei Esslöffel voll? 10 Esslöffel voll?


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