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Tinachen 11.04.2013 20:12

Zitat:

Zitat von Feli (Beitrag 491589)
Ich geh auch davon aus, dass das noch kommt,sonst müssen sie hungern:p
Mein Mann geht jetzt immer an unserem Gehege vorbei und wenn Ihn alle 3 blöd anschauen sagt er immer "a Gros frißt da Hos":D Er probierts auf diese Weise:D

edit:
hab die Übersetzung vergessen
"Gras frißt der Hase"

Na hofma amoi das huift.

Fanny9 11.04.2013 20:24

Zitat:

Zitat von Feli (Beitrag 491582)
Tja und meine 3 bevorzugen momentan NICHT die Wiese, jetzt wo die Schneedecke weg ist und ich frischen Löwenzahn anbieten kann, bleibt er liegen:( Meine ÄLTERE Feli (1 Jahr) kennt frischen Löwenzahn und frißt davon, meine 2 kleinen mögen Wiese nicht:mad:

Meine fressen es auch nicht >.<

PassatKombi 11.04.2013 21:01

Dazu möchte ich mich gerne auch äussern. Wiese wird hier bevorzugt, immer wenn es welche gibt.Gibt es keine Wiese, werden Äste ,Kohl und Heu in etwa gleichen Teilen gefressen. Allerdings kann ich von meinen Beobachtungen sagen, daß meine Kaninchen auswählen, was sie fressen und wieviel und wann.
Selbst wenn es Wiese gibt, werden auch Äste (ohne Blätter) gefressen und auch Heu und auch Kohl.
Das Erstaunlichste finde ich aber, daß meine Beiden sehr wohl "wissen" wieviel Energie sie brauchen, denn meine Sämereien-Erbsenflocken-Quetschhafer-Sonnenblumenkerne-Mischung wird nicht immer sofort ganz gefressen !
Als es kalt war, wurde die Schale sofort komplett aufgefressen, jetzt sind da Stunden später noch Körner drin, obwohl ich weniger davon füttere !
Ebenso konnte ich beobachten, daß die Menge der aufgenommenen Nahrung insgesamt abhängig von dem Temperaturen ist. Auch die "Fresszeiten" verschieben sich hier sehr stark ! Im Winter wurde eigentlich durchgehend bis auf kleine Pausen (höchstens 10 Min.) gefressen, jetzt sind sie weniger oft am Futter zu sehen. Seit einer Woche ungefähr wird aber nachts mehr gefressen als im Winter.
Ich denke und hoffe, daß es bei den Kaninchen ähnlich wie bei den Ponys ist. Meine Ponys wissen genau, wieviel sie wann brauchen und fressen manchmal nicht ihre ganze Portion Heu auf. Vielleicht sollten wir unseren Kaninchen mehr vertrauen (klar, gesundes Futter müssen wir besorgen) und nicht soviel über was falsch und was richtig ist diskutieren ?

Der verkürzte Darm und die geringere Herzleistung schiebe ich mal auf die Evolution. Für gepampte Pellets braucht man sicher keinen so langen Darm, wie für Gras/Heu und einen schnellen Sprint, mit vielen Haken muß ein Zuchtkaninchen auch selten hinlegen ! Allerdings fände ich das furchtbar, denn das würde bedeuten,daß wir ganz schwer wieder Kaninchen mit längerem Darm bekämen, denn dann müsste über viele Generationen nur mit naturnah ernährten Kaninchen gezüchtet werden. Eine weitere Überlegung wäre dann, daß man sehr wohl Pellets füttern kann (zumindest anteilig), weil der Darm sich daran angepasst hat.

LG
Passat

Lupine 12.04.2013 08:46

Passat, nicht jedes Kaninchen ist in der Lage seinen natürlichen Instinkten zu folgen. Tinachen hat das schon angesprochen: es kommt auch auf die "Vorbelastung" der Tiere an. Bei einigen funktioniert dieses natürliche Sättigungsverhalten nicht, und das dürfte sogar züchterisch gewollt gewesen sein in der Zeit als Kaninchen als das Schwein des kleinen Mannes galten - ergo eine lebende Nahrungsmittelreserve darstellten. Ein Kaninchen das ausschließlich seinen Bedarf deckt, kann man nicht mästen.

Verschiebungen der Futterzeiten habe ich vor allem im Sommer beobachtet, als während der heißen Tageszeiten gar nicht gefressen wurde, dafür in den späten Abend- und frühen Morgenstunden nahezu der gesamte Tagesbedarf gedeckt wurde. Wasserreiche Futtermittel wurden im Sommer deutlich bevorzugt, jedoch nicht immer Wiese. Ich habe parallel immer Blattgemüse und Salate angeboten, und habe festgestellt dass die Kaninchen eine Zeitlang dieses, und danach jenes bevorzugt haben. Ich ordne das ähnlich ein wie bei Kindern, die monatelang ein bestimmtes Lieblingsessen haben und es plötzlich nicht mehr mögen: der Körper signalisiert, dass andere Nährstoffe benötigt werden.

Da ich im Winter die Fütterung energiereicher (konzentrierter durch mehr Trockenkräuter, und auch etwas stärke- und zuckerreicher durch etwas mehr Obst und Knollengemüse sowie auch Sämereien) gestaltet habe als im Sommer, habe ich keine starke Ausweitung der Fressenszeiten bemerken können. Allerdings wurden an kalten Tagen zuerst die energiereichsten Futtermittel aufgenommen, der Rest folgte dann später oder nur zu einem kleineren Anteil.

JayJay 12.04.2013 10:43

Zitat:

Zitat von Tinachen (Beitrag 491579)
Hach so eine Diskussion hätte ich mir in "meinem" Thread: Märchen und andere Mythen" doch auch gewünscht. Genau für sowas war der Thread gedacht.
Sehr interessant. Was ich gerne noch zu bedenken geben würde, ist die teilweise unterschiedliche "Vorbelastung" der Tiere. Dies bezieht sich auf die Ernährung der Tiere die bei Vorbesitzern womöglich falsch ernährt wurden und demzufolge einen vorgeschädigten Darm haben.
Auch deshalb stimmt wahrscheinlich die Annahme, dass es die einzig wahre Ernährungslehre für alle Kaninchen nicht gibt.
Für mich persönlich ist Selektion von Nahrungsmitteln nach wie vor das Hauptargument für (auch im Winter) so vielfältig blättrige Ernährung als möglich.

Meine Kaninchen verhalten sich unterschiedlich - da meine Dame grundsätzlich ALLES aufsaugt, habe ich für mich entschieden, das eine rationierte Fütterung am Besten ist.
Meinen Jungs traue ich da mehr zu-gerade was Selektion und Fressen nach Energiebedarf angeht.
Damit alle drei ausreichend gut versorgt sind, biete ich jetzt im Winter mindestens 4-5 Sorten an Gemüse und Kräutern an (+ Strukturfutter).
Bei Corvin beobachte ich deutlich selektiertes Fressen und "Probierbiss" wenn etwas Neues dazu kommt - auch wenn es die erste Wiese gibt (die ich anfangs noch mit Gemüse aufstocke und dann langsam komplett fütter), ist er zögerlich und zurückhaltend.
Bei Yuki geht alles rein, was gerade noch reinpasst :cool:
Tari frisst auch vorsichtiger - bzw als rangniedrigstes Tier auch manchmal eben das, was übrig bleibt.


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