 | Moderatorin | | Registriert seit: 06.08.2009
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Geschrieben am
01.07.2012, 21:33
| | | | AW: Getrocknete Mehlwürmer o.ä. ? Tierisches Eiweiß kann für Kaninchen schädlich sein, Es gibt eine Studie zu diesem Thema. https://springerlink3.metapress.com/content/w13160734377h58k/resource-secured/?target=fulltext.pdf&sid=g51l0alendj4n2qajdgqbzuu& sh=www.springerlink.com
Selbst kleine Mengen können schädlich sein Zitat:
Seite 2:
Selbst die minimale tägliche Dose von 1 bis 2 g beeinflutusst den Zustand des Kaninchens, indem dieselbe auf den 0xyidationsprozeß einwirkt, doch zugleich wird die Empfanglichkeit der Tiere gegen das Fleisch geringer, und bei allmählicher Steigerung der Dosen erhält man die Möglichkeit, den Kaninchen wochenlang eine Menge Fleisch zuzuführen, welche bei den früheren Versuchen den Tod der Tiere nach 5 his 6 Tagen herbeiführte. Doch auch bei diesen Versuehen gingen die Kaninchen früher oder später zugrunde, nur äußerte sich die Affektion der 0rgane in anderer Art, als bei den heftig auftretenden Vergiftungen. - In der Leber und in den Nieren wurde ein feinzelliges Infiltrat beobachtet, mit der Neigung zur Bildung jungen Bindegewebes.
| Noch ein Ausschnitt aus der Studie, der darauf eingeht, dass Kaninchen die Fleisch erhalten haben, kranke Nachkommen haben (wer den Orignaltext ließt, kann nocheinmal nachlesen, dass die Jungtiere zu einem Teil ziemlich schnell verstarben, die anderen etwas später). Evolutionär ist wohl beim Kaninchen keine Anpassung an tierische Nahrung möglich. Zitat:
S. 10:
Auf diese Weise last sich beim Vergleich dieser Kurven die Tatsache feststellen, das die Jungen
fieischfressender Kaninchen keine Immunitat gegen die tierische Nahrung zeigen, daß im Gegenteil solche Tiere früher zugrunde gehen, als die Jungen normaler Kaninchen bei denselben Quantitäten zugeführten Eigelbs.
| Die Schlussfolgerungen der Studie Zitat:
Ab S. 22:
Schlussfolgerungen.
Die Nachkommenschaft der Kaninchen, welchen während der Dauer von mehreren Monaten zu der Nahrung Fleisch zugesetzt wurde, ist wenig lebensfähig. Die jungen Kaninchen leiden an angeborener Albuminurie und gehen früh zugrunde.
2. Bei tierischer Nahrung: Milch und Eigelb, geht die Entwicklung junger Kaninchen 1-1,5 Monat normal vor sich, doch weiter bleiben solche Tiere hinter den Kontrolltieren zurück. Die jungen Kaninehen können bei tieriseher Nahrung nur 3-4 Monate leben.
3. Die tierische Nahrung ruft bei jungen Kaninchen Modifikationen des Blutes hervor, welehe sich in Aniämie mit bedeutender Verringerung des Hämoglobins, Gehalt an Erythrozyten
und Leukozytose äußert.
4. Bei der pathologiseh-anatomischen Untersuchung der zugrunde gegangenen Kaninchen wurde folgendes festgestellt:
a) Leberzirrhose, mit und ohne Aszites und Vergrößerung der Milz.
b) Parenehymatöse Nephritis.
c) Atheromatose der Aorta.
d) Bedeutende Hypertrophie der Nebennieren.
5. Primare atheromat6se Veriinderungen wnrden in der Intima festgestellt.
6. Die Naehkommensehaft fleischfressender Kaninehen zeigt keine größere Unempfiingliehkeit für die tierische Nahrung, als die Jungen normaler Kaninchen. Solche Tiere sind im Gegenteil empfanglicher fiir die Wirkung dieser Nahrung.
7. Die tierisehe Nahrung reagiert am stärksten auf die Leber und das Gefäsystem junger Kaninchen.
8. Was die Nieren anbetrifft, so zeigt sich eine entgegengesetzte Wirkung, diese Organe sind bei erwaehsenen Tieren starker affiziert.
| Manchmal kann man Kaninchen beobachten, wenn sie doch mal einen Regenwurm oder ein anderes Tierchen verspeisen, aber das sind Einzelfälle. Bei Nahrungsmangel fressen Wildkaninchen in der Natur auch mal Fleisch von toten Tiere. Meine eigenen Kaninchen haben soetwas nie angerührt obwohl sie dazu Gelegenheit hatten (tote Mäuse durch Katzen angeschleppt etc.).
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