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| Wenn sie vielseitig mit blättrigem Gemüse, frischen Kräutern & Wiese gefüttert werden, ist Trockenfutter (grade Vitakraft) unsinnig. Es stopft zu sehr und es ist eben ungesund, da Zucker, Farbstoffe etc darin enthalten sind. Wenn du Trockenfutter füttern möchtest greife doch zu getrockneten Kräuter + Sämereien zurück. Das ist noch mit am natürlichsten. Aber verzichte bitte auf Vitakraft & co.
__________________ 24 Pfoten grüßen Euch ganz lieb ![]() Kaninchenschutz e.V. In Memory: Chipsy 30.12.09 & Peppels 11.03.10 & Casimir 29.03.10 & Louis 03.08.11 & Bonny 07.03.2012, Whisky 28.07.13 & Caja 26.05.14 Tulip 30.09.15
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| Danke für die Tipps. Was hälst du von gekochten Kartoffeln oder getrocknetem Brot? Meine Mutter bringt mir auch ab und an Trockenfutter mit. Und wir sind beide stutzig geworden, womit die verschiedenen Hersteller mittlerweile werben : Das Futter soll angeblich dazu beitragen, dass die Ninchen weniger "riechen". Daraus schließe ich nämlich ebenfalls, dass das Chemie-Bomben sind. Deswegen verfüttere ich immer weniger davon. Vielleicht setze ich es komplett ab. Ich verstehe sowieso nicht, was daran so schlimm ist, wenn ein Tier etwas riecht. Ich möchte in keinem absolut sterilen Haushalt leben. Und da ich auch zwei Hündchen habe, bin ich Tiergeruch sowieso gewohnt ^^. Auf alle Fälle werde ich demnächst bei Gelegenheit mal nach diesen Sämerreien guggen! Also Danke nochmal!
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| Gekochte Kartoffeln sind ein prima Päppelfutter, wenn man ein extrem untergewichtiges Kaninchen hat. Allerdings sind sie als Dauerfutter wegen ihres Stärkegehaltes nicht geeignet. Von Brot sollte man generell Abstand nehmen. Warum, das möchte ich dir gern etwas ausführlicher erklären: Kaninchen vertragen durchaus Sämereien, zu denen auch (Wild-)Getreide gehören. Allerdings reagieren viele Kaninchen (wie zunehmend auch Menschen) empfindlich auf etwas, was für Brot unabdingbar ist: Klebereiweiße! Ohne sie würde die Backware auseinanderfallen. Diese Klebereiweiße kennst du möglicherweise unter dem Begriff "Gluten". Sie sind vor allem in Weizen enthalten, Hafer dagegen enthält nur wenig davon. Deshalb spricht nichts dagegen, den Nins als Leckerchen mal ein oder zwei Haferflocken anzubieten - oder, falls notwendig, diese zum zunehmen einzusetzen, wie die Kartoffeln. Die Klebereieweiße können schlimme Folgen haben, ich hatte ein Nin mit einer Glutenunverträglichkeit. Bekam er normales Trockenfutter mit Weizenanteil, bekam er sofort schlimmsten Durchfall und auch teils Aufgasungen. Solch eine Unverträglichkeit besteht meist nicht von Anfang an, sondern entwickelt sich langsam. Brot hat noch weitere Nachteile. Zum Beispiel ist in vielen Brotsorten Salz enthalten - Kaninchen brauchen aber eine solche Zufuhr nicht, sie belastet die Nieren unnötig. Auch enthält Brot oft unsichtbar bereits Schimmel. Die kleinen nicht sichtbaren Mengen sind für einen Menschen oder ein großes Tier wie ein Pferd oft unbedenklich, können aber für den kleinen Organismus eines Kaninchens problematisch werden. Denn Kaninchen wird ja nicht nur ein daumennagel-großes Stück angeboten, sondern sie bekommen im Vergleich zur Körpergröße oft sehr viel mehr. Dazu kommt noch der Stärke- und Zuckergehalt von Brot, die Ausführungen zur Stärke beziehen sich auch auf Kartoffeln! Das Verdauungssystem von Kaninchen ist darauf ausgelegt, wenig stärkehaltige Nahrung aufzunehmen, und zwar etwas mehr (Obst) aber immer noch im Gesamtvergleich wenig Zucker. Wie funktioniert die Verdauung? Sie funktioniert mit Hilfe von Bakterien, die die Nahrung schon einmal zerlegen, dann kann der Körper die Bausteine über den Darm aufnehmen. Die gesunden Kaninchendarmflora enthält vor allem Bakterien die für die Aufspaltung der Gräser und Kräuter wichtig sind, denn das ist seit Jahrtausenden die eigentliche Nahrung von Kaninchen. Diese guten Bakterien halten andere Darmbewohner in Schach - unter anderem Hefepilze und Kokzidien (parasitäre Einzeller, sie machen krank!) Nun sorgt man für eine erhebliche Zufuhr an stärke- und zuckerhaltiger Nahrung, gleichzeitig reduziert sich die aufgenommene Gräser- und Kräutermenge. Was passiert jetzt im Darm? Die guten Bakterien haben nicht genug Nahrung - denn sie nutzen einen Teil der Nahrung für sich. Sie verhungern zum Teil! Und sie hinterlassen eine Lücke, wo plötzlich Platz ist, wo sich jemand anderes breit machen kann. Gleichzeitig bekommen Hefepilze und Kokzidien Nahrung, denn sie gehören zu denjenigen, die besonders gern Stärke und Zucker mögen! Sie können sich also vermehren, und machen dadurch das Kaninchen krank. Folgen können sein: - Verstopfungen - Aufgasungen - schwere Durchfälle All das passiert oft nicht von heute auf morgen, sondern langsam. Deshalb wird der Zusammenhang mit der Fütterung oft nicht gesehen. Das Tier wird "unerklärlich" krank, es hat ja die Fütterung bisher (scheinbar!) problemlos vertragen. Aber eben nur scheinbar. Ich hoffe, das war jetzt nicht zu unübersichtlich für dich, und ich konnte dir erklären was passiert, wenn man allzu sehr von der natürlichen Ernährungsweise abweicht, über längere Zeiträume hinweg.
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| Trockenes Brot ist nicht gut für Kaninchen, da es der Zahnabnutzung überhaupt nichts bringt, wie immer angenommen wird, weil es durch den Speichel sofort aufgeweicht wird. Außerdem enthält trockenes Brot oft Schimmelsporen, die wir mit bloßem Auge gar nicht sehen können. Gekochte Kartoffeln "kann" man mal geben, die sind aber eher dazu geeignet, ein krankes Tier wieder aufzupäppeln. Aufgrund der darin enthaltenen Stärke können sie bei übermäßiger Fütterung zu Verdauungsproblemen führen und daher braucht ein gesundes Kaninchen keine gekochten Kartoffeln. edit: @Lupine 2 Dumme, 1 Gedanke (wobei meine Gedanken stark "gekürzt" sind) ![]()
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| Vielen Dank für eure Antworten! Da ja wie gesagt mein nun kürzlich verstorbener Zwergrammler Zahnprobleme hatte, haben wir ihm ab und an Kartoffeln gegeben -> v.a. zum Aufpäppeln. Wir hatten ihn aus dem Tierheim und haben damals seine Zähne kontrolliert. Die dortigen Vermittler meinten, alles sei in Ordnung. Irgendwann hatten wir bemerkt, dass er nmicht viel frisst und etwas abmagert und ihn uns dann angesehen - seine Zähne wuchsen nach innen. Wir liesen sie kürzen und haben ihn mit Kartoffeln aufgepäppelt (nur wenig!), was zum Glück prima funktioniert hat. Ich habe in anderen Foren darüber gelesen, und dort werden Kartoffeln ziemlich verteufelt. Mit Argumenten wie : Hast du schon mal ein Wilkaninchen mit nem Kochtopf auf der Wiese Kartollfeln kochen sehen? Das sei nicht artgerecht und so weiter... . Naja da meine beiden aktuellen Ninchen gut beieinander sind, brauchen sie sowieso keine Kartoffeln. Brot haben sie davor auch nicht bekommen, weil mein Rammler das eh nicht beisen konnte mit seinen Zähnen. Ich hab nur überlegt ob ich ihnen jetzt etwas geben kann, weil ich dachte, dass das viele machen. Aber ich war unsicher und hab deswehen nochmal gefragt. Liebe Grüße ! und danke für die ausführlichen Erklärungen! Endlich mal was fundiertes! ![]() Geändert von ZwergKaninchenLiebhaberin (05.10.2012 um 08:50 Uhr). Grund: Zusatz
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| Dass in anderen Foren Kartoffeln zum Teil verteufelt werden liegt daran, dass es leider noch viele Leute gibt die Fütterungsweise aus der Mastkaninchenhaltung 1 : 1 auf die Liebhaberkaninchenhaltung übertragen, und dann regelmäßig Kartoffeln füttern wollen. Dem möchte man einen Riegel vorschieben - zu Recht natürlich - und oft siegt die Angst dass die Leute dann denken: "Wenn es zum aufpäppeln geeignet ist, kanns ja nicht so schädlich sein..." und dann eben doch regelmäßig und zu viel davon geben. Artgerecht ist natürlich gekochte Kartoffel nicht - aber darauf kann man im Krankheitsfall bei extremem Untergewicht keine Rücksicht nehmen. Es hat ja auch noch keiner ein Kaninchen mit der Antibiotikaspritze im Allerwertesten über die Wiese hoppeln sehen ![]() Der Wunsch, die Kaninchenhalter so zu "erziehen" dass sie ihre Kaninchen so artgerecht wie möglich halten, führt oft zu vereinfachenden Aussagen - das Thema ist so hoch komplex dass man lange braucht um sich einzuarbeiten. Solche vereinfachten Aussagen haben aber gerade deshalb ihre Daseinsberechtigung, sie helfen im Anfang Fehler zu vermeiden.
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| Bei starken Frost (-20 Grad) darf auch mal eine gekochte Kartoffel angeboten werden, oder eben bei untergewichtigen oder kranken Tieren, wie schon geschrieben wurde. Meine Kaninchen fressen allerdings lieber frisches Gemüse, die gekochten Kartoffeln blieben liegen (ich habe sie bei starken Untergewicht von Notfalltieren eingesetzt).
__________________ ![]() www.kaninchenwiese.de
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| Warum soltle man Kartoffeln eigendlich kochen? Bzw. wenn man die futtern will ist dann ds Kochen unbedingt nötig?
__________________ Man kann nicht glücklich sein ohne manchmal auch unglücklich zu sein. (Quelle: Oliver, Lauren: Delirium)
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| Meine mögen Kartoffeln nicht ![]() die stehen mehr auf das Grünzeug...
__________________ Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird, gehen die Leiden, die es erduldet, uns alle an. Zitat von Albert Schweitzer
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| Kartoffeln waren bei uns auch die Mega-Ausnahme. Ansonsten bekommen meine natürlich auch jede Menge Grünzeug! Und da mein Rammler ja leider vor einem Monat gestorben ist, gibts sowieso keine Kartoffeln mehr (außer wieder in Notfällen eben).
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| Stichworte |
| trockenfutter |
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