 | Ehren-Moderatorin | | Registriert seit: 08.11.2008
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Geschrieben am
30.03.2009, 15:38
| | | | Ich würde sie nur kastriere lassen, wenn es wirklich nötig ist...
Zitat aus [url=http://www.diebrain.de:]NAGER INFOS[/url] Kaninchenweibchen haben, genau wie andere Tiere und der Mensch auch, natürlich das Risiko einen Uterustumor oder eine Gebärmuttererkrankung zu bekommen. Bei älteren Tieren ist die Karzinomrate sogar relativ hoch. Sind Auffälligkeiten da (häufige Scheinschwangerschaften, unbestimmte Krankheitszeichen wie Gewichtsverlust oder Druckempfindlichkeit) oder gibt es einen positiven Befund per Röntendiagnostik, dann ist eine Hysterektomie sicher angemessen. Aber allen gesunden Kaninchenweibchen ein gesundes Organ zu entfernen ist unserer Ansicht nach übertrieben, ein so gefährlicher Eingriff sollte nicht ohne Grund vorgenommen werden! Uns liegen leider div Berichte von Kaninchen vor, die nach einer solchen OP verstorben sind. Es ist zwar richtig, das bei manchen alten Tieren die obduziert werden Tumore in der Gebärmutter oder Abszesse an den Eierstöcken gefunden wurden - aber es ist ebenso richtig, dass sie dann in den meisten Fällen nicht zu einer Störung des Allgemeinbefindens oder zum Tod des Tieres geführt haben und ohne Obduktion wären die Tumore nicht entdeckt worden. Über eine vorsorgliche Entfernung der Gebärmutter sollte lediglich bei Kaninchen nachgedacht werden, in deren Zuchtlinien nachweislich viele Uterustumore vorkamen (diese Tiere sind aus der Zucht zu nehmen!) Nach wie vor ist diese OP ein gefährlicher Eingriff. Jede Operation und vor allem jede Narkose am Menschen oder Tier birgt massive Risiken in sich. Sicher gibt es heute schon gute OP Methoden und weiter entwickelte Narkosen - aber trotzdem bleibt ein großes Risiko bei jeder Narkose. Natürlich kann sich nach der OP die Wunde auch entzünden. Manche Tiere ziehen sich die Fäden nach der OP oder nagen an der Wunde. Da ist kaum zu verhindern, es sei denn, man möchte sein Kaninchen eine Woche lang mit einem Trichter um den Hals herum laufen lassen... und wer würde das seinem gesunden Tier vorsorglich antun wollen? Die bei so einer OP entstehenden Narben drücken ein Leben lang auf die inneren Organe beim Kaninchen. Die Narbe einer solchen OP ist im Vergleich zur Bauchdecke riesig. Es kommt noch dazu, dass die Narben ein Dehnung der Bauchdecke verhindert. Gerade Pflanzenfresser haben nicht selten direkt nach der Fütterung einen massiv gefüllten Magen/Darmtrakt das Bauchvolumen vergrößert sich massiv. Normalerweise ist das kein Problem, es kann aber ein Problem werden, wenn die Bauchdecke massiv spannt, weil eine große Narbe die Haut daran hindert, sich mit auszudehnen.
Neu vergesellschaften musst du sie sowieso, würde ich sagen...
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