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Fenbendazol umstritten bei E.Cuniculi? auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Preitler
  • 1 Post By Rakete

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.11.2018
Beiträge: 267
Preitler befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.07.2023, 10:58

Fenbendazol umstritten bei E.Cuniculi?


Hallo,


leider hat es meine Chantal erwischt, E.C., von einem Tag auf den anderen, Schlagseite, nicht mehr gefressen desorientiert.
5-Tages Kur mit Antibiotikum, VitaminB und infusionen, Danach sah sie wieder ziemlich gut aus.

Aber dann hat sie schleichend angefangen den Kopf schiefzuhalten, und hatte einen Unfall (mit der Hüfte wo steckengeblieben wo sie normalerweise durchkommt, hab sie erst am Abend gefunden, hintere Hälfte war praktisch gelähmt, aber offenbar nichts gebrochen), davon hat sie sich mit päppeln und (reichlich) Meloxicam recht gut erholt, nun geht's wieder dran das EC zu behandeln.

Heute haben wir wieder die gleiche Spritzenkur gestartet, und nachdem was ich selbst gelesen habe hat Fenbendazole zumindest eine gewisse Chance zu helfen, kein Wundermittel aber da bin ich eh Realist. Also werde ich das auch probieren, 4 Wochen, 20mg/kg täglich. Vitamin B werde ich auch geben, sollte nicht schaden.

TA war weniger begeistert, hat's mir zwar gegeben aber gemeint dass das eher umstritten ist. ( Ich denke nicht dass das irgendwie mit dem unsinn rund um das Covid-Wunderwurmmittel zusammenhängt ).

Wie sind eure Erfahrungen, hat es geholfen, teilweise, oder nicht?

Worüber ich bisher nichts gefunden habe ist ob ich den Mist während der Kur auf den Kompost tun kann, oder ob der Wirkstoff dort Wirbellose beinträchtigen kann.



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.07.2023, 11:14

Wie wurde denn das EC diagnostiziert? Nicht alles, was nach EC aussieht ist es auch.


Fenbendazol würde ich auf jeden Fall geben, das gehört zur EC-Behandlung einfach dazu. Lies auf Kaninchenwiese nach, da findest Du auch die empfohlene Dauer der Behandlung.
https://kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/e-cuniculi/


Gute Besserung!




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.11.2018
Beiträge: 267
Preitler befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.07.2023, 13:05

Danke für den Link, die beschriebene Hinterbeinlähmung sieht sehr ähnlich dem aus was ich auf das Steckenbleiben zurückgeführt habe, egal, mit entzündungshemmendem Mittel ist das viel besser geworden.



Ohrenentzündung ist natürlich ausgeschlossen worden, und mit dem aus dem Weg waren die Symptome und Voraussetzungen (Stressituation) schon ziemlich eindeutig, Behandlung hat auch schnell Wirkung gezeigt (ohne das Fenbendazol), aber es ist wiedergekommen - also versuche ich jetzt das ganze Programm.



marinahexe likes this.

Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.07.2023, 12:01

Auch prophylaktisch wird Panacur als Hauptmittel gegen EC verabreicht.
Alternative gibt es dazu nicht. Allerdings beeinträchtigt es stark das Immunsystem (weisse Blutkörperchen; ich glaube es sind die T-Zellen, welche für eine Immunantwort hauptsächlich verantwortlich sind). Daher: wenn eine andere Erkrankung verantwortlich ist für die Symptome, dann sollte man eher von einer Panacur-Behandlung weg kommen, gerade wenn das Kaninchen eh schon stark angeschlagen ist ( z.B. durch chron. Schnupfen).

Gemäss Aussagen eines sehr kaninchenkundigen TA (hat selbst welche): 40-50% werden falls als EC diagnostiziert, was gar kein EC ist. Leider ist es immer noch eine Ausschluss-Diagnose…. Nebst Ohrenentzündungen, Trauma kommen auch Hirntumore etc. als Fehldiagnose dazu.

Gemäss Berichten anderer Halter wirkt Panacur sehr gut in akuten Fällen, wenn es sofort behandelt wird. Je länger die Therapieverzögerung, desto schwieriger.

Bei chronisch langsam entwickelnden EC-Verläufen über Jahre hinweg, wo der Halter oft es viel zu spät bemerkt, wirkt Panacur gemäss einer meiner ehemaligen TÄ nur sehr schlecht oder gar nicht mehr bei einem weit fortgeschrittenem Stadium. Was ich bestätigen kann, nachdem ich Ferienkaninchen (11 jährig)mit bleibenden EC- Schädigungen in Obhut hatte, welches wohl durch den Ortswechsel einen akuten Schub bekam. Es hat sich danach auch nie mehr richtig erholt und musste ein paar Monate später eingeschläfert werden.



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