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Matschkot auf Kaninchen Forum

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  • 2 Post By marinahexe
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Ninchen
 
Registriert seit: 14.10.2021
Beiträge: 15
Lillekulla befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.03.2023, 19:20

Matschkot


Hallo,

ich bin hier schon länger angemeldet, aber habe bisher fast nur mitgelesen. Jetzt habe ich aber doch auch mal wieder eine Frage.
Unser 10jähriges Kaninchen hat immer wieder Matschkot am Popo kleben. Sie macht aber auch ganz normale Köttel. Dass es Blinddarmkot ist, glaube ich mittlerweile nicht mehr.
Vermutlich kommt es von den Zähnen. Zahnspitzen werden regelmäßig abgeschliffen. Bei der letzten Untersuchung mit Röntgenbild kam heraus, dass man noch mehr in Vollnarkose machen müsste.
Ich werde das wahrscheinlich auch machen lassen, aber erst nach den Osterferien, weil ich mich nach der Vollnarkose selber um das Kaninchen kümmern möchte und es nicht der Urlaubsbetreuung, die nur 2x am Tag kommt, überlassen möchte.
Unsere Kaninchen leben in Außenhaltung und werden ausschließlich von blättrigem Frischfutter ernährt. Wurzel- und Knollengemüse gibt es nur selten in Leckerliportionen. Ab und zu gibt es noch ein bißchen Fenchel oder Paprika.
Wie kommt es, dass das Kaninchen sowohl Matschkot als auch normale Köttel macht und nicht durchgängig Matschkot hat? Ich habe das Gefühl, dass es bei nasskaltem Wetter (also im Winter) schlimmer ist als im Sommer.



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Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.03.2023, 16:40

Hallo,
hat er/sie es denn regelmäßig oder nur in Phasen?

ich gehe mal davon aus, dass Kotproben schon gemacht worden sind und du sagst ja selber, es müsste an den Zähnen was gemacht werden. Je nachdem was dort im Argen ist und ihn evtl dabei einschränkt das Futter gut zu verwerten

Ansonsten würde ich mir das Futter vornehmen. Eine Häsin von mir hatte immer Matschkot/normalen Kot, wenn es zuviel Romanasalat gab, mein 9jähriger Kastrat verträgt anscheinend nicht mal mehr ein Ministück Apfel und den gibt es alle Jubeljahre mal




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.03.2023, 09:32

Das ist nicht aussergewöhnlich, dass sich Matschkot mit normalen Kot ablösen. Trotzdem stimmt wohl die Zusammensetzung der Darmflora nicht mehr. Wenn die aus dem Gleichgewicht kommt, kann es zu solchen Symptomen kommen.

Ursachen gibt es viele dafür: Parasiten, v.a. Zahnerkrankungen (oder sonstige Erkrankung), Übergewicht, aber auch das Alter.

Meine Seniorin hatte zunehmend über 2 Jahre damit Probleme und ich musste sie letztendlich deswegen einschläfern lassen. Sie hatte lange nur noch selektiv gefressen und zuletzt wollte sie wegen dauernden Bauchschmerzen gar nicht mehr. Mein TA meinte, dass im Alter die Verdauung nicht mehr richtig funktioniert, weil es zu Darmverklebungen kommt. Und wenn schlechter gefressen wird mit langen Pausen, dann kommt es immer zu Fehlgärungen. Damit auch zu Verschiebungen in der Darmflora.




Ninchen
 
Registriert seit: 14.10.2021
Beiträge: 15
Lillekulla befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.03.2023, 18:08

Vielen Dank für Eure Antworten.

Oh je, ich habe das Gefühl, das bekomme ich nie mehr in den Griff.
Der Matschkot ist regelmäßig alle paar Tage da. Also nicht täglich, aber auch nicht nur phasenweise.

Selbst wenn die Zähne unter Vollnarkose abgeschliffen werden, werden sie über kurz oder lang sicherlich wieder „Probleme“ machen, weil sie eben von vornherein ungünstig stehen.
Emily ist leider so ein auf niedlich gezüchtetes Kaninchen mit rundem Kopf.
Ich frage mich nur….ich kann doch ein 10jähriges Kaninchen nicht ständig in Vollnarkose legen lassen, oder?

Emily hat sowieso noch so einige andere „Baustellen“ (Spondylose, Harngries).
Nichts desto trotz habe ich nicht das Gefühl, dass es Zeit ist, sie gehen lassen zu müssen (im Gegensatz zu einer Tierärztin, die sie aber noch nicht so gut kennt).
Sie frisst m.E. gut und hält ihr Gewicht stabil bei 1,3 kg.
Wenn ich rufe, weil ich Leckerlies bringe, dann kommt sie auch immer sofort angehoppelt.

Wie würde man denn das mit dem Futter machen, um rauszubekommen, ob sie etwas nicht verträgt?
Ich versuche immer möglichst viele verschiedene Sachen im Gemisch anzubieten. Ich müsste dann ja immer nur eine Sorte Frischfutter über 3-4 Tage geben, oder?




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.03.2023, 19:57

Im Alter sind Kaninchen manchmal nicht mehr beweglich genug, um den Blindarmkot direkt vom After aufnehmen zu können. Sie legen den Blindarmkot dann erstmal ab und fressen in vom Boden weg. Manchmal bleibt er auch liegen und sieht dann, wenn da einer reingetreten ist, aus wie Matschkot. Beobachte mal in diese Richtung.


Für mich hört es sich auch nicht so an, als ob sie schon auf die Reise gehen möchte. Zähne können unter einer leichten Gasnarkose geschliffen werden, gegen Spondylose Metacam und Novaminsulfon-Tropfen und gegen Harngries kannst Du das Futter aufhängen, damit sie sich strecken muss. Dadurch wird der Blasenschlamm vom Blasenboden aufgeschwemmt und kann dann ausgeschieden werden. Wenn es schlimmer ist, kann direkt anschließend an die Zahnsanierung die Blase gespült werden.




Ninchen
 
Registriert seit: 14.10.2021
Beiträge: 15
Lillekulla befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.03.2023, 21:50

Ich dachte am Anfang auch, dass es Blinddarmkot ist. Ich habe auch noch nie gesehen, dass Emily den Blinddarmkot direkt vom After wegfrisst. Dazu ist sie wahrscheinlich wirklich nicht mehr beweglich genug. Dennoch sieht der Matschkot für mich eher nicht wie Blinddarmkot aus. Aber wenn es doch Blinddarmkot sein sollte, dann kann man da auch nichts ändern, oder? Dann wird sie immer wieder den verklebten Popo haben. Ob ein Tierarzt feststellen kann, um was für Kot es sich handelt, wenn ich mal etwas von dem Matschkot zum untersuchen bringe?
Zum Glück ist sie nirgends wund am Popo. Ich mache mir nur wegen Fliegenmaden Sorgen, wenn es wieder wärmer wird.

Metacam gebe ich ihr schon, obwohl ich mich damit nicht so ganz wohl fühle, weil es auf Dauer doch auch andere Organe schädigen soll, richtig?
Zwischendurch habe ich deshalb mal Pause gemacht, weil ich gleichzeitig angefangen habe, Emily Tabletten aus der chinesischen Kräuterheilkunde zu geben und auch frisch geriebenen Ingwer. Aktuell gebe ich ihr aber wieder Metacam, obwohl ich nicht wirklich einen Unterschied in ihrem Verhalten feststellen kann, ob ich ihr Metacam gebe oder nicht. Ich gebe ihr es nur, weil nach den Diagnosen der Tierärzte so viel im Argen liegt und Emily unglaubliche Schmerzen haben müsste. Sie kann es wirklich gut verstecken, wenn es so sein sollte.
Da wollte ich auch nochmal nach der Dosierung fragen: Ich habe ihr erst zweimal täglich je 6 Tropfen von dem Katzenmetacam gegeben. Aktuell gebe ich ihr 1 x tägl. 6 Tropfen (ihr Gewicht ist 1,3 kg). Welche Dosierung ist die beste?

Das mit dem Spülen der Harnblase im Zuge der Vollnarkose für die Zähne hat die Tierärztin auch zu mir gesagt. Das würde ich dann auch machen lassen, obwohl ich auch da ein bisschen Sorge habe, weil eine andere Tierärzten mir so einige Komplikationen aufgezählt hat und sie mir deshalb davon abgeraten hat.

Das mit dem Futteraufhängen muß ich mal öfter machen. Das habe ich auch schon gelesen (wahrscheinlich hier im Forum) gelesen.

Eine Gasnarkose hat mir noch kein Tierarzt vorgeschlagen. Bisher wurden die Zahnspitzen ganz ohne Narkose abgeschliffen. Einmal (im Herbst 2021) wurden die Zähne unter Vollnarkose abgeschliffen, weil man da wohl etwas mehr schleifen mußte als sonst.

Ach mann, ich möchte für Emily einfach nur das Beste. Zumindest wird sie von ihrem Partner gut betüdelt. Manchmal nimmt sie zwar Reißaus, wenn er kommt, aber zur Zeit kuscheln sie immer abends und vormittags zusammen und er putzt sie (das hat ihr vorheriger Partner nie gemacht. Sie allerdings auch nicht, weder früher noch jetzt).




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.03.2023, 06:51

Katzenmetacam ist eh sehr gering in der Konzentration für Kaninchen. Daher wird normalerweise auch Hundemetacam verschrieben, damit man nicht grosse Mengen verabreichen (wie beim Katzenmetacam) muss. Eine Dosierung nach Anzahl Tropfen tönt für mich eher nach Unterdosierung….(ohne zu Wissen wieviel das in ml ist).

Es gibt viele Präparate, die die Darmflora unterstützen. Ich würde sicher etwas über sehr lange Zeit anwenden (mehrere Wochen, besser Monate). Eine Tabilisuerung der Darmflora zieht sich auch über Monate hin.

Blasengriess kann auch einen Einfluss auf die Darmmotorik haben, genau wie auch Übergewicht. Meine Seniorin hat massiv starken Blasengriess. Da hatte selbst die Blasenspülung nur einen begrenzten Effekt: es kam zwar viel Material raus, aber es blieb trotz Massage auch viel drin. Erst als ich zu Hause über 2 Monaten (fast tägliche) Infusionen machte, gab es einen Erfolg. Zumindest kam mit der nächsten Blasenspülung fast alles dann raus. Seitdem hat sie keine Probleme mit Inkontinenz und der Matschkot ist (trotz Übergewicht) auch weg.

PS: bis Metacam die Niere schädigt, geht das sehr lange, da Kaninchen einen sehr hohen Stoffwechsel haben. Du kannst das auch halbjährlich mittels Nierenwerte überprüfen lassen. Lieber ein qualitativ gutes Leben ohne grosse Schmerzen….




Geändert von Rakete (21.03.2023 um 06:55 Uhr).

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 30.04.2022
Beiträge: 187
DieHoppelbande befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.03.2023, 14:23

Ich habe auch zwei Senioren, die sich gerne mal mit Blinddarmkot einschmieren, da sie das wohl beide nicht mehr schaffen, ihn direkt zu fressen. Sie legen ihn erst hin und dann setzt sich einer rein und zum Schluss haben sie ihn irgendwo kleben. Ich schaue täglich nach und mache sie bei Bedarf sauber, ist auch alle paar Tage, dass ich einen von ihnen dann untenrum säubern muss. Es gibt wohl ein Spot on dass man verwenden kann, um fliegenmaden vorzubeugen. Sagte mir meine Tierärztin letzte Woche, dass man das bei den beiden dann verwenden könnte wenn es jetzt wärmer wird. Leider weiß ich nicht wie es heißt, da ich es noch nicht direkt mitgenommen habe. Werde das aber wohl demnächst holen und die beiden damit behandeln, man muss natürlich trotzdem weiterhin täglich nachschauen und sauber machen. Einer der beiden bekommt auch regelmäßig, so alle zwei Monate ungefähr, in Narkose die Zähne geschliffen. Bisher klappt das super, er frisst danach mal zwei Tage schlechter, dann füttere ich hauptsächlich eingeweichte Cunis. Die gehen immer. Die Tierärztin meinte, sie hat Patienten denen sie schon seit Jahren regelmäßig in Narkose die Zähne schleift. Natürlich ist das nicht optimal, aber auch keinen Grund ein Tier einzuschläfern.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.03.2023, 14:46

Zitat:
Es gibt wohl ein Spot on dass man verwenden kann, um fliegenmaden vorzubeugen.

Das heißt Advantix und hält 4 Wochen die Fliegen fern. Trotzdem informiert euch darüber, was ihr bei einem Madenbefall sofort machen müsst. Vor allem sollte man Capstar Zuhause haben, das man sofort verabreicht. Das kann man in einer Apotheke bestellen. Oft ist es nicht vorrätig und es vergeht wertvolle Zeit.



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Benutzerbild von Honeymouse
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.03.2023, 14:47

Zitat:
Zitat von DieHoppelbande Beitrag anzeigen
Es gibt wohl ein Spot on dass man verwenden kann, um fliegenmaden vorzubeugen. Sagte mir meine Tierärztin letzte Woche, dass man das bei den beiden dann verwenden könnte wenn es jetzt wärmer wird. Leider weiß ich nicht wie es heißt, da ich es noch nicht direkt mitgenommen habe. Werde das aber wohl demnächst holen und die beiden damit behandeln, man muss natürlich trotzdem weiterhin täglich nachschauen und sauber machen.

Das ist (bestimmt) Advantix und wird nach Gewicht dosiert. Benutzen wir seit letztem Jahr auch bei unserem Arthrose-Tier alle 4 Wochen und wird problemlos vertragen. Man muss nur aufpassen, dass das Zeug nicht runtergeschleckt wird, deswegen trennen wir die Tiere für 30 Minuten - 1 Stunde.



Bitte darauf achten, dass kein Frontline beim Kaninchen angewendet wird!



__________________
GESTERN warst Du noch bei uns, mit Deinem Lachen, mit Deiner Freude, mit Deinen Worten.
HEUTE bist du bei uns, in unseren Tränen, in unseren Fragen, in unserer Trauer.
MORGEN wirst du bei uns sein, in Erinnerungen, in Erzählungen, in unseren Herzen.



Ninchen
 
Registriert seit: 14.10.2021
Beiträge: 15
Lillekulla befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.03.2023, 16:42

Advantix habe ich letzten Sommer mal ausprobiert. Ich wollte wieder vor unserem Urlaub so gut wie möglich vorsorgen. Das ging aber total nach hinten los.
Nachdem ich es dem ersten Kaninchen in den Nacken geträufelt hatte und es wieder in den Auslauf gesetzt habe, ist es komplett durchgedreht. So wie es sich verhalten hat, muss es höllisch gejuckt oder gebrannt haben.
Er hat sich nur noch gekratzt, den Kopf geschüttelt und verrenkt, um den Nacken zu lecken. Ich habe mir das 20 Min lang angeschaut und dann so schnell wie möglich versucht, das Zeug mit einem feuchten Waschlappen abzuwaschen.
Ich dachte auch, dass unsere Kaninchen das Advantix sicherlich gut vertragen, da sie ein anderes Spot on, das sie mal beim Tierarzt wegen Kaninchenflöhen bekommen haben, problemlos vertragen haben. Mit Advantix war es hier aber leider nicht so.

Um nochmal auf das Metacam zurückzukommen. Unsere Tierärztin sagte mir, dass sie mir das Hundemetacam nicht geben darf, weil es nicht für kleine Nagetiere/Heimtiere zugelassen ist.
Laut Packungsbeilage des Katzenmetacams müssten 6 Tropfen einer Dosis von 0,1 mg/kg Körpergewicht entsprechen. Was wäre denn die richtige Dosis für ein Kaninchen mit 1,3 kg Körpergewicht?
Ich habe leider vergessen, was die Tierärztin im November gesagt hat, als sie es uns das erste Mal gegeben hat. Ich weiß aber, dass es mir damals wenig vorkam, im Vergleich zu dem, was ich hier im Forum gelesen habe.




Ninchen
 
Registriert seit: 14.10.2021
Beiträge: 15
Lillekulla befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.03.2023, 16:45

Zitat:
Zitat von DieHoppelbande Beitrag anzeigen
Ich habe auch zwei Senioren, die sich gerne mal mit Blinddarmkot einschmieren, da sie das wohl beide nicht mehr schaffen, ihn direkt zu fressen. Sie legen ihn erst hin und dann setzt sich einer rein und zum Schluss haben sie ihn irgendwo kleben. Ich schaue täglich nach und mache sie bei Bedarf sauber, ist auch alle paar Tage, dass ich einen von ihnen dann untenrum säubern muss. Es gibt wohl ein Spot on dass man verwenden kann, um fliegenmaden vorzubeugen. Sagte mir meine Tierärztin letzte Woche, dass man das bei den beiden dann verwenden könnte wenn es jetzt wärmer wird. Leider weiß ich nicht wie es heißt, da ich es noch nicht direkt mitgenommen habe. Werde das aber wohl demnächst holen und die beiden damit behandeln, man muss natürlich trotzdem weiterhin täglich nachschauen und sauber machen. Einer der beiden bekommt auch regelmäßig, so alle zwei Monate ungefähr, in Narkose die Zähne geschliffen. Bisher klappt das super, er frisst danach mal zwei Tage schlechter, dann füttere ich hauptsächlich eingeweichte Cunis. Die gehen immer. Die Tierärztin meinte, sie hat Patienten denen sie schon seit Jahren regelmäßig in Narkose die Zähne schleift. Natürlich ist das nicht optimal, aber auch keinen Grund ein Tier einzuschläfern.

Das beruhigt mich zumindest etwas, dass es bei euren älteren Kaninchen noch keine Komplikationen mit regelmäßigen Narkosen gab.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.03.2023, 16:51

Zitat:
Zitat von Lillekulla Beitrag anzeigen
Um nochmal auf das Metacam zurückzukommen. Unsere Tierärztin sagte mir, dass sie mir das Hundemetacam nicht geben darf, weil es nicht für kleine Nagetiere/Heimtiere zugelassen ist.
Laut Packungsbeilage des Katzenmetacams müssten 6 Tropfen einer Dosis von 0,1 mg/kg Körpergewicht entsprechen. Was wäre denn die richtige Dosis für ein Kaninchen mit 1,3 kg Körpergewicht?
Ich habe leider vergessen, was die Tierärztin im November gesagt hat, als sie es uns das erste Mal gegeben hat. Ich weiß aber, dass es mir damals wenig vorkam, im Vergleich zu dem, was ich hier im Forum gelesen habe.

Naja, das Katzenmetacam ist auch nur für Katzen zugelassen. Wenn es für Heimtiere keine entsprechenden Medikamente gibt oder nicht verfügbar sind, dürfen auch andere Medis mitgegeben werden.
Vom Hundemetacam entsprechen 3 Tropfen ca. 0,1 ml. Die Dosierung wäre 0,2 ml/kg = 0,3ml bei Deinem Tier. Wie gesagt, fürs Hundemetacam. Ich glaube, für Katzen wäre das 3x so viel? Da soll bitte nochmal jemand anderes was zu schreiben.



Wann habt ihr eigentlich die letzte Kotprobe untersuchen lassen?




Ninchen
 
Registriert seit: 14.10.2021
Beiträge: 15
Lillekulla befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.03.2023, 17:15

Ehrlich gesagt habe ich noch nie eine Kotprobe untersuchen lassen (wir haben die Kaninchen seit zwei Jahren). Bitte nicht steinigen, aber kein Tierarzt hat das jemals für nötig befunden.
Ich war jetzt schon bei 4 verschiedenen Tierärzten und das letzte Mal bin ich extra 40 km weit gefahren, um zu einer laut „Kaninchenwiese“ kaninchenerfahrenen Tierärztin zu gehen.
Da das zweite Kaninchen „Bilderbuchköttel“ macht, dachte ich mir, können die beiden eigentlich keine schlimmen Parasiten haben, die den Matschkot verursachen.

Das Katzenmetacam ist zumindest auch für Meerschweinchen
@Marinahexe: woher hast Du denn die Information, dass man von dem Hundemetacam 0,2ml/kg geben soll?
Das wären ja auf das Katzenmetacam umgerechnet tatsächlich 0,6ml/kg und für unsere Emily dann 0,9ml = 54Tropfen (wenn ich mich jetzt nicht total täusche)
Ich habe diese hohen Dosierungen zwar von euch hier schon so gelesen, aber weder in der Packungsbeilage noch im Internet entsprechende Informationen gefunden.
Wobei ich euch fast mehr traue als den Tierärzten, weil ihr ja Erfahrungen mit Kaninchen habt



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Geändert von Lillekulla (21.03.2023 um 17:17 Uhr).

Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.03.2023, 17:37

Die Dosierung habe ich von meiner (nicht kaninchenkundigen, aber sich informierenden) TÄ bekommen. Wurde mir aber auch von TA-Helferinnen, Pflegestellen und einer heimtierkundigen TÄ bestätigt.


Dann würde ich sicherheitshalber von beiden über 3 Tage Köttel sammeln (kühl lagern) und am besten in einer TA-Praxis (mit angeschlossenem Labor) auf Kokzidien, Hefen und Würmer untersuchen lassen. Das ist alles gut behandelbar, sorgt aber für gesundheitliche Probleme.


Dann kommen wir zum nächsten Punkt. Sind Deine Tiere geimpft? Ich frage nur, weil Deine TÄ sich nicht wirklich gut mit Kaninchen auskennt. Wenn ja, mit welchem Impfstoff und wann zuletzt.




Ninchen
 
Registriert seit: 14.10.2021
Beiträge: 15
Lillekulla befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.03.2023, 20:16

Danke, Marinahexe.


Ja, meine Kaninchen sind beide geimpft.
Emily wurde im Januar 22 und Juli 22 mit Filavac und Rikavac geimpft.
Findus, der ein Fundkaninchen ist und den wir im August 22 von einer Pflegestelle bekommen haben, nachdem Emilys vorheriger Partner gestorben ist, wurde im Mai 22 und Juli 22 ebenfalls mit Filavac und Rikavac geimpft.
Dieses Jahr wurden beide im Januar mit Novibac Plus und Filavac geimpft.
Das kam daher, dass ich im Januar zu der kaninchenkundigen Tierärztin gefahren bin, die mit Novibac Plus impfen wollte. Als ich wegen Filavac nachfragte, sagte sie, das könne sie zusätzlich impfen, dann wäre der Impfschutz noch besser. Deswegen habe ich das auch machen lassen. Warum sie aber statt Filavac und Rikavac mit Novibac Plus impfen wollte weiß ich nicht genau oder ich habe es nicht ganz genau verstanden. Sie sagte etwas von Vektorimpfstoff.


Diese Tierärztin soll kaninchenkundig sein. Ich wollte von ihr außer dem Impfen eine Zweitmeinung zu Emily haben. Die Tierärztin davor hat das Metacam verschrieben, riet mir aber wegen Emilys Alter von jeglicher anderer Behandlung ab.




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.03.2023, 16:39

Kaninchen brauchen eine deutlich stärkere Dosierung als Katze oder Hund, da der Stoffwechsel enorm hoch ist. Da kommt man mit einer Dosis für Katze oder Hund nirgendswo hin; respektive sie werden da immer noch grössere Schmerzen haben.



Bei Meerschweinchen habe ich keine Ahnung betreffend der Dosis Ich erinnere mich nicht mehr genau, was meine Meeri-Kollegin (mit einer Notfallstation) darüber gesagt hat... Nur dass die Meeri auch einen schnelleren Stoffwechsel haben.



Die Schweizer TA's dosieren das Metacam bei Kaninchen deutlich höher.
Tagesdosis (kann zwar auch aufgeteilt werden, in der Schweiz wird das aber nicht gemacht, da die Serumkonzentration auf 24 h stabil ist im Gegensatz zum Novalgin).
Hundemetacam (Konzentration 1.5mg/ml): 0.7 ml/kg
Katzenmetacam (Konzentration 0.5mg/ml) ist 3x schwächer, daher 3-fach höheres Volumen (sprich: 2.1 ml/kg)



Weil ich früher Dauer-Patienten hatte, habe ich zu Hause sogar Pferdemetacam (Konzentration 15mg/ml), was 10x stärker ist als das Hundemetacam. Auch meine verstorbene Seniorin bekam täglich die letzten 1.5 Jahre davon. Sie war zw. 1.3-1.4 kg und hatte (umgerechnet auf das Hundemetacam) täglich 0.9ml. Pferdemetacam erhält man meist nur in grösseren Tierkliniken, die auch Grosstiere behandeln; die Kleintierärzte haben bei uns dafür gar keine Zulassung. Ich war mit meiner Seniorin als Spezialfall über Jahre an der Uni-Klinik (Tierspital Zürich) in Behandlung.


Bei ganz schlimmen Schmerzen hätte ich sogar die Erlaubnis gehabt, 2x die Tagesdosis (morgens/abends) zu geben. Aber das habe ich praktisch nie gemacht.



Übrigens liegt die letale Einmal-Dosis bei Kaninchen ca. 6x höher als die Tagesdosis. Also ziemlich viel..! Ich weiss das so genau, weil ich um 2 Uhr nachts mal völlig verschlafen eine falsche Spritze benutzt hatte und 3x überdosiert habe. Danach bin ich in Panik geraten und habe den Notfall kontaktiert. Man hat dem Kaninchen aber überhaupt nichts angemerkt und es hat sich komplett normal verhalten.



 
 
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