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schuldgefühle und trauer um mein kaninchen auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By 4Chaoten
  • 2 Post By Hasen-Nasen

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Ninchen
 
Registriert seit: 02.12.2022
Beiträge: 2
emily2028 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.12.2022, 01:11

schuldgefühle und trauer um mein kaninchen


Hallo, ich weiß um ehrlich zu sein garnicht genau wo ich anfangen soll. Ich habe seit 2011 so gut wie durchgängig kaninchen gehabt, leider hatten wir in den letzten jahren keinen "grünen daumen" was kaninchen anbelangt. letztes jahr im sommer kam zu meinen zwei süßen noch eine dritte maus hinzu, sie heißt flöckchen. sie wurde von stella meist ganz schön eingeschüchtert und geärgert, jedoch saßen sie immer am ende des tages alle immer zusammen und haben gekuschelt. irgendwann viel mir etwas komisches an ihrem bauch auf, hatten es aber nicht geschafft zeitnah zum tierarzt zu fahren. als wir endlich beim tierarzt waren stellte sich heraus, dass sie einen mamma tumor am bauch hat, der auch nicht mehr wirklich klein war. wir holten sie zu uns rein, nun war sie zwar von den anderen beiden getrennt, machte aber definitiv nicht den anschein als wenn ihr an etwas fehlte. sie "blühte" richtig auf, traute sich viel mehr und wurde zutraulicher. wir entschieden uns vorerst sie nicht operieren zu lassen, da sie auch schon 10 jahre alt war. das bedeutete jedoch viel stress, ich musste sie jeden tag putzen, da sie schließlich dadurch eingeschränkt war und es nicht mehr schaffte, sich untenrum sauber zu machen. nach einer zeit belaß ich mich doch noch mal und wir entschlossen uns, sie doch operieren zu lassen. es war ein enormes risiko, aber für ihr alter war sie noch top fit. Sie wurde operiert, brauchte zwei drei tage um sich zu erholen und war wieder die alte. das ging 3 wochen gut.. bis mir ihre starke flankenatmung und die komischen bewegungen mit ihrer nase auffielen. wir fuhren direkt zum tierarzt(vor drei tagen) und es stellte sich heraus, das die metastasen auch schon in der lunge angelangt waren. ihr verhalten war bis dahin überhaupt nicht auffällig, sie war munter, hat wie immer gut gefressen. unsere tierärztin gab uns kortison und meinte, wenn es noch nicht zu spät ist wird es anschlagen, wir sollen es noch 3-4 tage versuchen. wenn nicht, wäre es besser sie zu erlösen. ab dem zeitpunkt wo ich ihr das kortison gab ging es bergab..sie lag nur noch, wirkte sehr geschwächt, fraß jedoch noch wenn ich ihr ihr lieblingsfutter(möhrengrün) unter die nase hielt. vorgestern abend meinten meine mama und ich schon das wir den nächsten abend zum tierarzt fahren um sie zu erlösen, da durch das kortison sich nichts besserte. gestern wurde es noch schlimmer, sie fraß nichts mehr, konnte sich noch nicht einmal mehr auf ihren beinen halten und musste dir ganze zeit ihren kopf abstützen. ich dachte mir, maus halt noch durch, heute abend hast du es geschafft. ich habe so sehr gehofft das es noch nicht zu spät ist… kurz bevor wir losfuhren setzte ich sie nochmal auf mein schoß um mich schon ein wenig verabschieden zu können. ich merkte immer mehr wie ihre kräfte sie verließen, sie bekam so schwer luft. ich setzte sie in die transportbox, da lag sie schon seitlich da weil sie es nicht anders schaffte. wir machten los und auf einmal fing sie an zu fiepen, förmlich zu schreien. ich kniff meine augen zu, fing an zu weinen und traute mich garnicht nach ihr zu sehen(so ein erlebnis hatte ich schon mal als eins von meinen kaninchen damals in meinen armen einschlief). zwei minuten später machte ich meine handy taschenlampe an, leuchtete rein und ich sah keine bewegungen mehr an ihrem bauch. ich hoffte das ich mich nur versehen habe.ich tat ein handtuch drüber und als wir beim tierarzt ankamen machten wir die box auf und sie lag da…
ich habe unglaubliche schuldgefühle. ich glaube es ist allgemein immer schwer einschätzen zu können, wann es sich noch lohnt es weiter zu versuchen, wann man dem tier das leid erspart, wann ist der richtige zeitpunkt um es gehen zu lassen? ich habe die ganze zeit nur diese gedanken im kopf, warum wir denn nicht schon eine stunde oder ein tag früher zum tierarzt gefahren sind. hätten wir sie vor drei tagen schon erlösen sollen? ich glaube man kann es selten richtig machen, oder man sucht sich dinge die man sich in der trauer vorwerfen kann. ich meine in ihrem alter darf man sie mit gutem gewissen gehen lassen, aber diese möglichkeit wollte sie uns nicht mehr geben.. es gibt mir ein gutes gefühl zu wissen, das sie bei uns eine schöne zeit hatte und ich mein bestes gegeben habe, damit es ihr gut geht. aber es tut mir so leid und ich vermisse sie jetzt schon, es tut mir so leid das sie diese qual erleiden musste.. habt ihr tipps, wie man damit besser ungehen kann? oder auch schon einmal solche erfahrungen gemacht? ich habe ao riesige schuldgefühle..

es tut mir leid wenn ich es ein wenig durcheinander geschrieben habe, aber diese gedanken gehen mir nicht mehr aus dem kopf. die kleine maus fehlt mir.




Geändert von emily2028 (02.12.2022 um 19:15 Uhr).
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Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.12.2022, 18:16

Hallo Emily,
es tut mir sehr leid um deinen Verlust

Trösten kann ich dich nicht wirklich, aber ich denke, wenn es soweit ist, in dem Alter, hätte man nicht viel für sie machen können. Vielleicht hilft es dir hier deiner Trauer Luft zu machen. Reden hilft bekanntlich
https://www.kaninchenforum.de/small-talk/2875-die-regenbogenbr%FCcke.html

10 Jahre sind ein gutes Alter für Kaninchen und, wenn sie ausreichend Platz und gut ernährt wurden, mit Partnern, denke ich, sie hatten wenigstens ein glückliches Kaninchenleben




Ninchen
 
Registriert seit: 02.12.2022
Beiträge: 2
emily2028 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.12.2022, 19:06

danke für deine nachricht! mir ist gerade aufgefallen das nicht der ganze text angezeigt wurde, habe es gerade nochmal korrigiert. vielleicht kannst du dir jetzt ein besseres bild zu der situation machen




Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.12.2022, 20:04

Leider sollte bei Tumoren, so schnell wie möglich gehandelt werden
Ich schätze mal, sie hatte einen Gebärmutter Tumor, was wohl leider oft bei Häsinnen vorkommt. Viele Halter kastrieren deswegen vorsorglich oder machen es evtl wie ich, Ultraschall jährlich. Wird der Tumor festgestellt hat er leider schon oft gestreut und man muss sich dann entscheiden, wie behandelt wird

Ebenso leider, habe ich den Eindruck das dein TA nicht wirklich Erfahrung hat. Cortison hilft da gar nicht

Wichtig ist, sich selber zu informieren und einen guten TA (im Besten Fall einen mit Erfahrung) zu finden

Deine Schuldgefühle kann ich dir nicht nehmen oder jemand anderes, so gerne man es vielleicht auch möchte. Es gibt nicht nur Tumore sondern leider auch viele Krankheiten bei Kaninchen, was auch ein erfahrener Halter nicht immer gleich bemerkt. Hier im Forum mussten alle schon Tiere gehen lassen, die Einschätzung, wann es soweit ist, liegt beim Halter. Auch ich stelle mir immer noch Fragen, obwohl die Tiere vielleicht schon lange verstorben sind, ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Für mich ist es wichtig, dass ich alles versuche, mich selber informiere und alles unternehme, um zu helfen und das ist für mich immer ein Trost
Leider gibt es kein Allheilmittel gegen Trauer, deine kleine Dame hat das Leid hinter sich und hoppelt hoffentlich fröhlich mit Artgenossen auf einer saftigen Wiese. Dir bleibt leider nur, sich um die verbliebenen Tiere zu kümmern



gerti likes this.

Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 26.03.2021
Beiträge: 953
Hasen-Nasen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.12.2022, 08:33

Hallo,
man liest Deine große Traurigkeit heraus und es tut mir sehr leid. Jemand sagte neulich zu mir " man entscheidet in dem Moment, mit dem Wissen wasan zu dem Zeitpunkt hat. Und später hätte man es vielleicht anders entschieden, aber da hätte man das Wissen aus der Zukunft noch nicht." Ich wurde gefragt hattest du es mit dem Wissen zu dem Zeitpunkt ohne die Zukunft bzu kennen wieder so entschieden und ich sagte ja. Dann bist du mit deinem Gewissen im Reinem. Alles was da nach kam, kannst Du nun in Dein neu erworbenes Wissen einbinden und in der Zukunft anwenden.

Dein Tier ist 10 j. alt geworden, es hat wie es klingt bei Dir gut gelebt und es wurde sehr geliebt, du hast keine Kosten gescheut und Du darfst traurig sein, aber nicht vorwurfsvoll.

Lass Dich von Deiner Familie drücken, irgendwann wird es besser und die. Schönen Bilder im Kopf übermalen die schlechten Erinnerungen.

LG Anni



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