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schuldgefühle und trauer um mein kaninchenHallo, ich weiß um ehrlich zu sein garnicht genau wo ich anfangen soll. Ich habe seit 2011 so gut wie durchgängig kaninchen gehabt, leider hatten wir in den letzten jahren keinen "grünen daumen" was kaninchen anbelangt. letztes jahr im sommer kam zu meinen zwei süßen noch eine dritte maus hinzu, sie heißt flöckchen. sie wurde von stella meist ganz schön eingeschüchtert und geärgert, jedoch saßen sie immer am ende des tages alle immer zusammen und haben gekuschelt. irgendwann viel mir etwas komisches an ihrem bauch auf, hatten es aber nicht geschafft zeitnah zum tierarzt zu fahren. als wir endlich beim tierarzt waren stellte sich heraus, dass sie einen mamma tumor am bauch hat, der auch nicht mehr wirklich klein war. wir holten sie zu uns rein, nun war sie zwar von den anderen beiden getrennt, machte aber definitiv nicht den anschein als wenn ihr an etwas fehlte. sie "blühte" richtig auf, traute sich viel mehr und wurde zutraulicher. wir entschieden uns vorerst sie nicht operieren zu lassen, da sie auch schon 10 jahre alt war. das bedeutete jedoch viel stress, ich musste sie jeden tag putzen, da sie schließlich dadurch eingeschränkt war und es nicht mehr schaffte, sich untenrum sauber zu machen. nach einer zeit belaß ich mich doch noch mal und wir entschlossen uns, sie doch operieren zu lassen. es war ein enormes risiko, aber für ihr alter war sie noch top fit. Sie wurde operiert, brauchte zwei drei tage um sich zu erholen und war wieder die alte . das ging 3 wochen gut.. bis mir ihre starke flankenatmung und die komischen bewegungen mit ihrer nase auffielen. wir fuhren direkt zum tierarzt(vor drei tagen) und es stellte sich heraus, das die metastasen auch schon in der lunge angelangt waren. ihr verhalten war bis dahin überhaupt nicht auffällig, sie war munter, hat wie immer gut gefressen. unsere tierärztin gab uns kortison und meinte, wenn es noch nicht zu spät ist wird es anschlagen, wir sollen es noch 3-4 tage versuchen. wenn nicht, wäre es besser sie zu erlösen. ab dem zeitpunkt wo ich ihr das kortison gab ging es bergab..sie lag nur noch, wirkte sehr geschwächt, fraß jedoch noch wenn ich ihr ihr lieblingsfutter(möhrengrün) unter die nase hielt. vorgestern abend meinten meine mama und ich schon das wir den nächsten abend zum tierarzt fahren um sie zu erlösen, da durch das kortison sich nichts besserte. gestern wurde es noch schlimmer, sie fraß nichts mehr, konnte sich noch nicht einmal mehr auf ihren beinen halten und musste dir ganze zeit ihren kopf abstützen. ich dachte mir, maus halt noch durch, heute abend hast du es geschafft. ich habe so sehr gehofft das es noch nicht zu spät ist… kurz bevor wir losfuhren setzte ich sie nochmal auf mein schoß um mich schon ein wenig verabschieden zu können. ich merkte immer mehr wie ihre kräfte sie verließen, sie bekam so schwer luft. ich setzte sie in die transportbox, da lag sie schon seitlich da weil sie es nicht anders schaffte. wir machten los und auf einmal fing sie an zu fiepen, förmlich zu schreien. ich kniff meine augen zu, fing an zu weinen und traute mich garnicht nach ihr zu sehen(so ein erlebnis hatte ich schon mal als eins von meinen kaninchen damals in meinen armen einschlief). zwei minuten später machte ich meine handy taschenlampe an, leuchtete rein und ich sah keine bewegungen mehr an ihrem bauch. ich hoffte das ich mich nur versehen habe.ich tat ein handtuch drüber und als wir beim tierarzt ankamen machten wir die box auf und sie lag da…ich habe unglaubliche schuldgefühle. ich glaube es ist allgemein immer schwer einschätzen zu können, wann es sich noch lohnt es weiter zu versuchen, wann man dem tier das leid erspart, wann ist der richtige zeitpunkt um es gehen zu lassen? ich habe die ganze zeit nur diese gedanken im kopf, warum wir denn nicht schon eine stunde oder ein tag früher zum tierarzt gefahren sind. hätten wir sie vor drei tagen schon erlösen sollen? ich glaube man kann es selten richtig machen, oder man sucht sich dinge die man sich in der trauer vorwerfen kann. ich meine in ihrem alter darf man sie mit gutem gewissen gehen lassen, aber diese möglichkeit wollte sie uns nicht mehr geben.. es gibt mir ein gutes gefühl zu wissen, das sie bei uns eine schöne zeit hatte und ich mein bestes gegeben habe, damit es ihr gut geht. aber es tut mir so leid und ich vermisse sie jetzt schon, es tut mir so leid das sie diese qual erleiden musste.. habt ihr tipps, wie man damit besser ungehen kann? oder auch schon einmal solche erfahrungen gemacht? ich habe ao riesige schuldgefühle.. es tut mir leid wenn ich es ein wenig durcheinander geschrieben habe, aber diese gedanken gehen mir nicht mehr aus dem kopf. die kleine maus fehlt mir. Geändert von emily2028 (02.12.2022 um 19:15 Uhr).
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